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Behinderung, Ausbildung, Bab?

Nyelxa hat die Diskussion gestartet


Hallo!

Ich habe mal eine Frage. Kurze Info vorab: Ich bin 31 Jahre alt, habe einen GdB 70, 2007 eine schulische Ausbildung abgeschlossen (kann in dem Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr arbeiten), war jetzt 6 Jahre in einer WfbM und beginne ab dem 01.08. eine neue Ausbildung. Ich war beim Arbeitsamt, die mich zur BAB beraten sollten. Das tat der Rehaberater auch und holte sogar die Dame aus der anderen Abteilung dazu. Die Beratung war schnell vorbei, mit dem Ergebnis, dass mir die BAB nicht beistünde, da ich nicht in einer eigenen, abgeschlossenen Wohneinheit wohne. (Ich solle mir aber überlegen, ob ich das nicht vielleicht doch habe. Ja, ich werde bestimmt das Arbeitsamt betrügen, wo kommen wir denn da hin?). Ich wohne halt noch bei meiner Mutter. Nicht, weil ich eine Betreuung bräuchte, sondern, weil es für uns beide hier eben genügend Platz gibt und wir uns den Haushalt teilen.

Jetzt hab ich aber folgendes gefunden:

Sozialgesetzbuch (SGB) Drittes Buch (III) - Arbeitsförderung - (Artikel 1 des Gesetzes vom 24. März 1997, BGBl. I S. 594)

§ 116 Besonderheiten

(1) Leistungen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung können auch erbracht werden, wenn behinderte Menschen nicht arbeitslos sind und durch diese Leistungen eine dauerhafte Teilhabe am Arbeitsleben erreicht werden kann.

(2) Förderungsfähig sind auch berufliche Aus- und Weiterbildungen, die im Rahmen des Berufsbildungsgesetzes oder der Handwerksordnung abweichend von den Ausbildungsordnungen für staatlich anerkannte Ausbildungsberufe oder in Sonderformen für behinderte Menschen durchgeführt werden.

(3) Anspruch auf Berufsausbildungsbeihilfe besteht auch, wenn der behinderte Mensch während der Berufsausbildung im Haushalt der Eltern oder eines Elternteils wohnt. In diesen Fällen beträgt der allgemeine Bedarf 316 Euro monatlich. Er beträgt 397 Euro, wenn der behinderte Mensch verheiratet ist, eine Lebenspartnerschaft führt oder das 21. Lebensjahr vollendet hat.

(4) Eine Verlängerung der Ausbildung über das vorgesehene Ausbildungsende hinaus, eine Wiederholung der Ausbildung ganz oder in Teilen oder eine erneute Berufsausbildung wird gefördert, wenn Art oder Schwere der Behinderung es erfordern und ohne die Förderung eine dauerhafte Teilhabe am Arbeitsleben nicht erreicht werden kann.

(5) Berufliche Weiterbildung kann auch gefördert werden, wenn behinderte Menschen

1.

nicht arbeitslos sind,

2.

als Arbeitnehmerinnen oder Arbeitnehmer ohne Berufsabschluss noch nicht drei Jahre beruflich tätig gewesen sind oder

3.

einer längeren Förderung als nichtbehinderte Menschen oder einer erneuten Förderung bedürfen, um am Arbeitsleben teilzuhaben oder weiter teilzuhaben.

Förderungsfähig sind auch schulische Ausbildungen, deren Abschluss für die Weiterbildung erforderlich ist.

[[http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_3/__116.html Quelle]]

Ja, und nun? ":/ Ich weiß, dass Rechtsberatung hier nicht erlaubt ist. Die will ich auch nicht ;-) Aber was soll ich jetzt machen? Nochmal zum Arbeitsamt? Oder das Ganze mit meiner Beraterin vom IFD durchsprechen? ":/

LG

Nela @:)

Antworten
m~onjd+sterxne


Ich befürchte, Du kannst Dir Deine Frage im Grunde genommen besser beantworten als ich. Aber da Du gefragt hast, beantworte ich sie Dir mal nach bestem Wissen und Gewissen.

Klar kannst Du nochmal zum Arbeitsamt gehen. Ich würde an Deiner Stelle dann fragen, ob Du nicht doch BAB gemäß dem von Dir herausgefundenen Paragraphen bekommen kannst.

Wenn es Dir zu unsicher ist, das auf eigene Verantwortung zu machen, kannst Du es selbstverständlich auch vorher noch mit Deiner Integrationsberaterin durchsprechen.

Mir ist im Grunde genommen nicht so ganz klar, wo das Problem liegt?

NTelxa


Vielen Dank für deine Antwort @:)

Mir ist im Grunde genommen nicht so ganz klar, wo das Problem liegt?

Ja, ehrlich gesagt, ich weiß es selbst nicht mehr so wirklich |-o Aber siehst du es auch so, dass es mir laut diesem Paragraphen doch zustehen könnte?

Ich werde morgen auf jeden Fall mit meiner Beraterin vom IFD sprechen, denn ich will auch nicht umsonst nochmal zum Arbeitsamt laufen.

m/ondo+sterxne


Aber siehst du es auch so, dass es mir laut diesem Paragraphen doch zustehen könnte?

Rechsfragen darf man hier in dieser Form nicht beantworten. Kann ich ehrlich gesagt auch nicht. Ich kann nur das lesen, was Du fett formatiert hast. Dort steht, dass jemand Anspruch auf BAB hat, der während der Ausbildung bei seinen Eltern wohnt. Ob dieser Paragraph auf Dich zutrifft, musst Du dann selbst herausfinden.

Ich werde morgen auf jeden Fall mit meiner Beraterin vom IFD sprechen, denn ich will auch nicht umsonst nochmal zum Arbeitsamt laufen.

Also dann, viel Glück, wird schon werden.... :)*

@:)

N/elxa


Danke @:)

Rechsfragen darf man hier in dieser Form nicht beantworten.

Ok, ich dachte, die Frage würde noch nicht so unter die Regel fallen |-o Aber dann weiß ich Bescheid, danke @:)

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