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Mein Bewerbungsfaden/ Arbeitgeber anonymisieren möglich?

C'houpetZte_Fisnnian hat die Diskussion gestartet


Hallo an alle!

Ich möchte mich aus meinem derzeitigen Büro wegbewerben, da dort Mobbing und mittlerweile auch Bossing an der Tagesordnung ist. Da ich in einem festen Angestelltenverhältnis bin, möchte ich meinen Arbeitgeber anonymisieren. Das Problem ist, dass ich dort auch meine Ausbildung gemacht habe und übernommen wurde. Damit fällt die Möglichkeit ja eigentlich weg, da ich mein Ausbildungszeugnis natürlich in die Bewerbung aufnehmen möchte und mir auch wichtig ist, dass der neue AG weiß, dass ich übernommen wurde - ich denke das spricht für meine Arbeit. ":/

Habt ihr da eine brillante Idee, wie ich mein derzeitiges Arbeitsverhältnis "schützen" kann?

Des Weiteren möchte ich die meisten Bewerbungen auf Papier verschicken, da sie initiativ sind und ich mir einbilde, dass solche Bewerbungen eher aufbewahrt werden als ausgedruckte Papiere, die per Mail kamen. Wie ist das bei euch in der Firma? Hab ich damit Recht oder ist das bei euch egal?

Ich muss gestehen, dass ich in meinem Leben nur diesen einen AG hatte und entsprechend der Fokus darauf liegt... Da in unserem Bereich aber jeder jeden kennt und auf Vertraulichkeit nicht viel Wert gelegt wird, muss ich ein gesundes Mittelmaß finden.

Bin für eure Gedanken dankbar! @:)

Antworten
Euhemali"ger5 Nut^zer p(#4588L71)


Hm, mir kommen zwei Fragen:

- Warum willst Du Deinen jetzigen Arbeitgeber nicht nennen?

- Welchen Eindruck erweckt das beim potentiell neuen AG, wenn Du Deinen jetzigen AG verschweigst?

Des Weiteren möchte ich die meisten Bewerbungen auf Papier verschicken, da sie initiativ sind und ich mir einbilde, dass solche Bewerbungen eher aufbewahrt werden als ausgedruckte Papiere, die per Mail kamen. Wie ist das bei euch in der Firma? Hab ich damit Recht oder ist das bei euch egal?

Ich hab' alle meine drei Jobs über Online-Bewerbungen bekommen.

E{hemalYiger7 Nutzer (#*458871x)


EDIT: Hab' überlesen, dass es um Initiativ-Bewerbungen geht. Da kommt es auf die Größe des AG an - ich habe dort dann jeweils meine Daten in deren DB hinterlegt, in Grossunternehmen werden die sich wohl eher nicht durch hunderte Papierbewerbungen wühlen, wenn eine Position offen wird..

RCio@ GPranxde


Es ist anzuraten im Bewerbungsgespräch und auch nach möglicher Anstellung den derzeitigen Arbeitgeber nur im positiven zu erwähnen. Somit ist jedes verheimlichen hinfällig.

J3ung(e Ber-gfexe


AG verbergen geht gar nicht. Schreib ihn rein, und wenn du gefragt wirst, warum du wegwillst, dann sag "Möchte mich verändern" oder "Kann mich dort nicht mehr weiterentwickeln und möchte meinen Horizont erweitern" oder so.

Ich hab die Jobs auch immer über onlinebewerbungen bekommen, und einmal in einer FA mitbekommen, wie Bewerbungsunterlagen, die per Post kamen, ungelesen in den Papierkorb wanderten (hab mich damals erbarmt, die rausgeholt, "Absender retour" raufgeschrieben und wieder aufgegeben, damit die Bewerber was davon haben)

CShoup4ette_MFinnixan


Den aktuellen AG nicht namentlich zu nennen, wenn man in einem festen Arbeitsverhältnis steht, finde ich normal. Nur in Verbindung damit, dass das auch mein Ausbildungsbetrieb ist, ist das natürlich... blöd.

Ich arbeite in einer Kanzlei und bewerbe mich in anderen Kanzleien und Verwaltungen - alles also ziemlich übersichtlich und hat mit Anonymität nicht viel zu tun. Ich möchte nicht, dass mein AG davon weiß, dass ich mich bewerbe und dass die Chefs das mitbekommen, ist hochgradig wahrscheinlich.

Dass ich meinen AG bei Bewerbungsgesprächen nicht negativ erwähne, ist selbstverständlich.

E=hemaTligero NuEtzer 2(#45'887x1)


Den aktuellen AG nicht namentlich zu nennen, wenn man in einem festen Arbeitsverhältnis steht, finde ich normal.

Hm, wie Du an den Reaktionen hier siehst, finden das nicht alle normal...

Ich möchte nicht, dass mein AG davon weiß, dass ich mich bewerbe und dass die Chefs das mitbekommen, ist hochgradig wahrscheinlich.

Warum ist das so wahrscheinlich? Erfahrungswert oder Vermutung?

6Y4HWi`mbeercQhen


Ich möchte nicht, dass mein AG davon weiß, dass ich mich bewerbe und dass die Chefs das mitbekommen, ist hochgradig wahrscheinlich.

Warum ist das so wahrscheinlich? Erfahrungswert oder Vermutung?

Vielleicht weil es bei vielen AG heute normal ist ( noch dazu wenn man sich untereinander kennt), sich über in Frage kommende zukünftige Mitarbeiter zu erkundigen?

Ehhemaliiger NGutzer x(#458871)


Vielleicht weil es bei vielen AG heute normal ist ( noch dazu wenn man sich untereinander kennt), sich über in Frage kommende zukünftige Mitarbeiter zu erkundigen?

Deshalb bittet man dann eben um Diskretion? Was den meisten AG ohnehin klar ist? Ich hab' das gerade bei meinem Freund beobachtet - neuer AG ist Zulieferer des alten - da wurde nicht gequatscht, weil allen klar war, dass er grosse Probleme bekommt, wenn seine Bewerbung "auffliegt" und er vom neuen AG NICHT eingestellt wird.

S7unVfrlowezr_7x3


Für mich ist normal, den alten AG zu nennen und explizit um vertrauliche Behandlung der Bewerbung zu bitten. Und gerade wenn man in seinem Ausbildungsbetrieb arbeitet, ist das Argument der "beruflichen Weiterentwicklung" durchaus üblich Und ein Wegbewerben nicht unüblich nach einer gewissen Zeit.

Diese Geheimniskrämerei gehört eher in den Bereich der Topkräfte, wo dann aber Headhunter arbeiten. Habe einige Bekannte, die Personaler sind - und die würden über die Anonymisierung stolpern und skeptisch werden.

Bewerben tue ich mich schon seit Jahren nur noch per Mail oder (selten) Online-Portale. Geht schneller, kommt sicher und heil an, ist kostengünstiger. Wichtig hierbei: Alles sortiert, am besten ein EINER Datei (ich mache immer ein pdf-Dokument mit deutlichem Dateinamen).

S1unOflowher_x73


Etwas OT, aber: Meine lustigste Erfahrung mit einer Email-Bewerbung (zu der explizit aufgefordert wurde in der Stellenausschreibung): Man sandte mir dann - nach erfolgter Zusage - meine Bewerbungsunterlagen AUSGEDRUCKT zurück. "Zur Entlastung". Ich musste echt lachen. Hätt man ja einfach shreddern können. Aber die Sekretärin war schon älter und etwas... speziell. Hatte dann ja ein Jahr mit ihr zu tun...

CLhoup}ette_ Finniian


Wir drucken die auch immer aus und senden die zur Entlastung zurück. ;-D Total bescheuert.

-

Jule, Erfahrungswerte. Ich bin lang genug dabei um zu wissen, dass auf ein "vertraulich" keine Rücksicht genommen wird. Bei uns werden die Bewerbungen erstmal von jeder Angestellten zum Amüsement auseinandergenommen, bevor der chef auch nur weiß, dass eine Bewerbung gekommen ist. Und so halten es die mir bekannten Kanzleien alle. Leider.

C<or=neliax59


Ich habe mich mehrfach aus bestehenden Arbeitsverhältnissen wegbeworben und in allen Fällen habe ich in die Bewerbungen - schriftlich, das war teils vor der Online-Zeit - reingeschrieben "aus ungekündigter Stellung", gleich in die ersten Sätze. Im Lebenslauf stand dann auch nur "seit Jahr X in Kanzlei tätig" ohne Namen der Kanzlei. In den Bewerbungsgesprächen bin ich einige Male nach dem Arbeitgeber gefragt worden und habe die Frage jedes Mal mit dem Hinweis auf die ungekündigte Stellung abgeblockt. Und ich bin jedes Mal angenommen worden! Wenn ich den Vertrag zurückgeschickt habe, habe ich im Anschreiben jeweils zum ersten Mal den Namen des bisherigen Arbeitgebers genannt. Und kurz danach habe ich dann das Zwischenzeugnis selbigen Arbeitgebers (sobald ich offiziell gekündigt hatte) an den neuen AG geschickt.

Hat jedes Mal wunderbar geklappt, und mein Verschweigen des bisherigen AG ist mir nie negativ angerechnet worden. Wichtig ist, daß du dich im Bewerbungsgespräch möglichst nicht negativ über den alten AG äußerst. Du kannst schon was sagen von "es gibt auch betriebsklimatische Gründe, aber im wesentlichen möchte ich mich verändern", aber geh bloß nicht auf Rückfragen nach Details zum Betriebsklima ein! Das solltest du mit "vertraulich" ganz klar abblocken.

Das frechste, was ich ein paarmal gebracht habe, war auf die Frage nach mehrfachem Wechsel innerhalb von einigen Jahren die Antwort "ich habe mich hochgekündigt". Das kam interessanterweise sehr gut an! ;-D

C'hKoupettee_Finnxian


Danke für eure Antworten!

Cornelia, Ich denke in einigen Punkten kann man ehrlich sein und dass das ganz gut ankommt, zumindest die, die einen selber betreffen. Was den ehemaligen AG angeht würde ich nie Indiskretion werden - das brauche ich aber auch nicht, unsere Kanzlei ist im negativen Sinne (was das Arbeitsklima angeht) bis über die Stadtgrenze hinaus bekannt. Somit denke ich auch nicht, dass da viele Nachfragen zu kommen werden, die Leute hier wissen Bescheid...

Ich denke ihr habt Recht, es ist vielleicht klüger sich vorwiegend online zu bewerben,wo es möglich ist. Ich hatte nur Bedenken weil es bei uns so ist, dass jeder Zugriff auf das Mailprogramm und die Mails hat. Bei schriftlichen Bewerbungen ist das bei uns zwar auch so, aber vielleicht ist das in anderen Betrieben anders und die Bewerbungsumschläge bleiben verschlossen. Aber vielleicht mache ich mir auch zu viele Gedanken darüber...

S'unfloxwer_73


Vielleicht gehen stadtbekannes mieses Arbeitsklima und die genannten Indiskretionen ja Hand in Hand... Ich finde es zumindest unglaublich, dass es so gehandhabt wird bei Euch (also das Beglotzen und Lästern über Bewerbungsunterlagen). Zeugt von wenig Führungsstärke bei den Chefs...

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