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Mein Bewerbungsfaden/ Arbeitgeber anonymisieren möglich?

C:hou,peztte_aFinnxian


Ich würde nicht "wenig" sagen, sondern gar keine. Nachdem mein Chef mir mündlich mehr Geld zugesagt hatte und sich jetzt plötzlich nicht mehr daran erinnern kann, ist für mich die absolute Obergrenze erreicht und ich will da einfach nur noch weg. Mir geht es mittlerweile richtig dreckig und ich krieg Bauchschmerzen, wenn ich daran denke dass morgen Montag ist.

Leider bin ich durch unsere "Personalabteilung" ein gebranntes Kind. Logisch gesehen weiß ich, dass es bzgl der vertraulichen Bewerbungen nicht überall so ist wie bei uns. Bauchgrummeln habe ich trotzdem.

C!hoJupette_VFinnian


Ich würde nicht "wenig" sagen, sondern gar keine. Nachdem mein Chef mir mündlich mehr Geld zugesagt hatte und sich jetzt plötzlich nicht mehr daran erinnern kann, ist für mich die absolute Obergrenze erreicht und ich will da einfach nur noch weg. Mir geht es mittlerweile richtig dreckig und ich krieg Bauchschmerzen, wenn ich daran denke dass morgen Montag ist.

Leider bin ich durch unsere "Personalabteilung" ein gebranntes Kind. Logisch gesehen weiß ich, dass es bzgl der vertraulichen Bewerbungen nicht überall so ist wie bei uns. Bauchgrummeln habe ich trotzdem.

S-oroxman


Habt ihr da eine brillante Idee, wie ich mein derzeitiges Arbeitsverhältnis "schützen" kann?

Mir ist nicht ganz klar, warum du etwas schützen willst, von dem du sowieso nur schlecht redest. Ehrlicher wäre es, wenn du den bisherigen AG nicht nennen wollen würdest, damit dessen offenbar negatives Image nicht auf dich als Bewerberin abfärbt. Und ja, das fände ich ok. Wenn auch ungewöhnlich. Mich würde es skeptisch machen.

Ich persönlich mag all die Standardformulierungen "ich will mich verändern, Horizont erweitern" und so überhaupt nicht. Ich möchte bei einer Bewerbung wirklich wissen, was den Bewerber zu seiner Bewerbung motiviert. Die Push- und Pull-Faktoren beider Jobs, des alten und des neuen. Ehrlichkeit, Offenheit, auch sachliche Kritik, spätestens im Bewerbungsgespräch. Und da sitzt ja nicht die halbe Firma mit drin.

Auf einem Ausbildungszeugnis kann man den Namen ja abdecken und eine Kopie reintun.

Und im Lebenslauf das reinschreiben, was du oben auch geschrieben hast: nach Ausildung in gleicher Firma in festes Angestelltenverhältnis übernommen.

Wie ist das bei euch in der Firma? Hab ich damit Recht oder ist das bei euch egal?

Ich habe bisher nur in großen Firmen (>10.000 Mitarbeiter) gearbeitet. Da wollte keiner mehr Papier oder E-Mails, sondern alles (Bewerbungen auf ausgeschriebene Anzeigen, Initiativbewerbungen) läuft über Online-Systeme, die das Profil in Datenbanken wegspeichern. Nachteil als Bewerber: Man muss also jedes Mal alles in etwas andere Bildschirmdialoge eintippen. Die PDFs wollen sie trotzdem, mit Anschreiben, Lebenslauf, Zeugnissen, die gehen dann auch in das System. Vorteil: von diesen Systemen kann man sich auch neue passende Stellenanzeigen schicken lassen nach selbst eingestellten Filtern, wie Ort und Abteilung/Berufsrichtung.

Auf diese Online-Systeme haben dann im Unternehmen sowohl die Personalabteilung wie auch die Fachabteilungen Zugriff. Die berechtigten Personen.

Deine beschriebene Art: ein Emailsystem für alle in einer Kanzlei und keine Email-Postfächer sondern freier Zugriff für alle auf alles, Nichtbeachtung von "Vertraulich"-Kennzeichnungen finde ich absolut fahrlässig. Ich kann es mir nicht als Standard selbst in kleinsten Firmen, schon gar nicht in Kanzleien vorstellen. Wenn du deiner alten Firma noch was gutes tun willst: gib dem Geschäftsführer/In den Hinweis auf diese Missstände, und dass da dringend was getun werden sollte: Trennung der Mailkonten, Einführung von Benutzeridentifikation, Einführung eines Rollen- und Berechtigungssystems, Verknüpfung mit dem Dokumentenmanagementsystem, ggf. Belehrungen der Mitarbeiter über den Umgang mit vertraulichen Dokumenten.

Wegbewerben ist ja ok, aber ich frage mich schon: hast du die Kritikpunkte denn erstmal im eigenen "Laden" genannt? Versucht dort, die Situation zu verbessern? Auf die Missstände hingewiesen, Vorschläge gemacht anstatt zu sagen: "Ist stadtbekannt, dass hier schlechte Bedingungen herrschen"? Und mit Ausbildung heißt doch, dass du schon eine Weile dort bist.

CThoupetjte_Fi;nniaxn


Sorry Soroman, aber man merkt, dass du nicht aus kleinen Betrieben in freien Berufen kommst. @:)

Mir ist nicht ganz klar, warum du etwas schützen willst, von dem du sowieso nur schlecht redest.

Weil es mir meine Brötchen einbringt? Ich verstehe nicht, was man daran nicht verstehen kann. Vom Arbeitsamt lebt es sich nicht sonderlich gut. ;-)

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Und zum Rest: Das ist so fernab von jeglicher Realität in meiner Arbeitswelt, dass ich dazu gar nichts schreiben kann ohne auf jeden Halbsatz einzugehen. Deshalb lasse ich es besser und Kürze es einfach ab: Meinen Chefs geht es nur um Geld, und zwar um das, welches in ihre eigene Tasche wandert. Die interessieren keine Missstände und wenn ich denen mit "Rollen- und Berechtigungsysteme" komme, werde ich vermutlich ausgelacht. Wir haben nicht mal Glasscheiben in den Warteräumen um die Privatsphäre der Mandanten zu schützen, mit denen wir am Telefon reden und deren Zeug die Leute in der Ecke quasi vor sich ausgebreitet bekommen.

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Versteh mich nicht falsch, du hast sicherlich gute Punkte für entsprechend griße Betriebe angesprochen, aber das ist utopisch in meinem Büro.

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Der Bekanntheitsgrad im negativen Sinne existiert übrigens schon einige Jahre, da saß ich noch mit rosa Haarklammern im Klassenzimmer. (Habe mich für die Ausbildung aber in einem großen Radius beworben und mir war die Kanzlei, 80 Kilometer von zu hause, nicht negativ bekannt.)

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Aber darum geht es eigentlich auch gar nicht, ich will nicht dort bleiben und Revolution spielen, sondern einfach nur noch weg, besser gestern als heute.

CAorne1li~a5O9


Ich weiß nur zu gut, wovon Choupette_Finnian redet, da ich auch in diesem Bereich tätig bin. Die kleinen Freiberufler-Kanzleien, die du beschreibst, habe ich selber erlebt. Zum Glück arbeite ich mittlerweile seit langen Jahren in einer Kanzlei, in der die Chefs diesen Mist nicht machen. Wir haben sogar Mitarbeiterbesprechungen, wöchentlich, in denen wir Probleme gezielt ansprechen können... und im allgemeinen werden die auch gelöst, früher oder manchmal auch später. ;-D

Aber darum geht es eigentlich auch gar nicht, ich will nicht dort bleiben und Revolution spielen, sondern einfach nur noch weg, besser gestern als heute.

Das ist in diesen Fällen auch die einzige echte Lösung. Diese Kanzleien haben, was den Personalstamm angeht, eine Drehtür eingebaut. Kaum einer hält es länger als 2 Jahre dort aus.

Cdho^upettUe_Finnixan


Bei uns ist es auch so. Die ersten zwei Jahre dort ging niemand, aber alle waren schon unzufrieden. Plötzlich ging es dann los mit Kündigungen, Neuanstellungen, wieder Kündigungen usw. Und leider gehen die, die nett und kompetent sind, am schnellsten, da sie sowas nicht nötig haben. Dadurch blieben irgendwie immer die unkollegialen Zicken zurück, denen ich in meinem Zimmer gut entgehen konnte - das ist aber auch vorbei. Dazu die Sache mit meiner "vergessenen" Gehaltserhöhung... Mir reicht es!! >:(

EWhemfaligerJ NutzerT (#45*88781x)


@ Choupette:

Ich hab' mich aus diesem Thread zurückgezogen, da ich auch "nur" Erfahrung mit Grossunternehmen habe, wo alles vergleichsweise fair zugeht. Ich wollte Dir aber noch viel Glück wünschen @:)

Und leider gehen die, die nett und kompetent sind, am schnellsten, da sie sowas nicht nötig haben.

Klar, das ist überall so. Deshalb wird's auch Zeit, dass Du da wegkommst ;-D :)*

CZhobubpzett[e_Fixnnian


Danke, Jule!

Ich bedanke mich "trotzdem" für deine Hilfe. :-) Jeder Antwortende opfert seine Zeit und das finde ich sehr freundlich von euch. Leider läuft es bei uns ziemlich unrund und ich glaube bei uns - allerdings auch leider in vielen mir bekannten Kanzleien - finden die meisten Regeln und Gesetze, die die Berufswelt mitbringt, keine Anwendung. Weil niemand etwas dagegen tut und niemand den Mund aufmacht. Ich denke ich habe schon zu oft den Schnabel geöffnet und meine "vergessene" Gehaltserhöhung ist die Quittung dafür. ]:D

Es kriselt ja schon länger bei uns und ich hab immer wieder sporadisch über einen Wechsel nachgedacht, aber dass es so konkret wurde, hat sich innerhalb der letzten Woche ergeben (fing Montag an und steigerte sich an Frechheiten mit jedem Tag) und mich ziemlich umgehauen.

Ich will auch versuchen aus dem Kanzlei-Bereich rauszukommen, zumal der Job auch echt bescheiden bezahlt wird.

Ich denke ich werde das ein oder andere Mal trotzdem hier rumjammern. ;-D

CBornzelia5x9


Tja, das ist auch vielfach der Tatsache geschuldet, daß es in diesen Kanzleien aufgrund ihrer Größe keine Betriebsräte gibt. Großunternehmen haben die, und die meisten Mittelständler auch. Aber um Freiberufler und Kleinbetriebe schert sich niemand. Keine Betriebsräte, keine Gewerkschaften, die sich irgendwie zuständig fühlen würden, und schon gar keine Tarif- oder Manteltarifverträge. Komplett durchs Netz gefallen, und das seit immer schon. Und in der Politik interessiert das niemanden. :|N

a]utu#mn-lsike


Unrund läuft es in vielen Kanzleien. Das Problem ist hier aber auch, wenn nicht alle Mitarbeiter mitziehen und den Mund aufmachen. Ich hatte eine Kollegin, welche die Missstände ansprach bei den Chefs, aber das verlief im Sande. Einfach aus dem Grund, weil sie Einzelkämpferin war. Die anderen haben zuviel Angst den Job zu verlieren, obwohl dies in dieser Branche ein Unding ist, weil Fachkräfte überall händeringend gesucht werden.

Ich habe meinen AG immer genannt bei den Bewerbungen und hatte nie Probleme. Das Risiko, dass sie beim letzten AG nachfragen, hat man immer wieder. Aber gerade im Kanzleibereich wird dies meistens nicht gemacht, so meine Erfahrung.

Ich drücke dir die Daumen für die Jobsuche. Ich war jahrelang in einer Firma, wo Veränderungen unerwünscht waren. Wir wollten die Arbeitsabläufe ändern, die Firma vorwärts bringen. Aber wir hatten einen alten Chef und so wird in diesem Trott weitergearbeitet. Die Umsätze stimmten, also wozu Abläufe ändern. Das es zu Kosten der Mitarbeiter ging, war dem Chef egal.

Von Kanzleien bin ich nicht begeistert. Ich habe hier negative Erfahrungen gemacht. Cholerische Chefs, Mails erhalten auch die Chefs, weil sie alles im Überblick haben wollen. Leider kann man das im Vorstellungsgespräch nicht erkennen.

C1ornheliax59


Ich habe diesbezüglich im Vorstellungsgespräch immer mal ganz harmlos gefragt, wie lange das Team denn so zusammen wäre. Also Verweildauer der Arbeitnehmer in der Kanzlei, durch die Blume. ]:D Wenn der Chef dann anfing laut zu überlegen und an den Fingern abzählte "also die Frau Müller, die ist bestimmt schon 12 Jahre da und die Frau Meyer sogar noch 3 Jahre länger, und die Frau Schmitz, die haben wir nach der Ausbildung übernommen, das war 2005...", dann ist das schon ein gutes Zeichen. Arbeitnehmer, gleich mehrere, die lange da sind, sprechen dafür, daß das Betriebsklima gut ist.

CDhoupetxtte_Fi}nnxian


Ich hatte eine Kollegin, welche die Missstände ansprach bei den Chefs, aber das verlief im Sande. Einfach aus dem Grund, weil sie Einzelkämpferin war.

In der Position bin ich gerade. Wir haben eine Kollegin, die aufs übelste mobbt - einfach jeden. Und wenn man richtig bei ihr unten durch ist, mobbt sie denjenigen noch viel mehr, das geht richtig bis in die persönliche Beleidigung und (unbegründete) Angriffe gegen die Arbeitsleistung. Sie mobbt auch sehr gerne die Azubis. Ich war aber eben auch unter ihren "Opfern", und ich habe mich gewehrt. Ich habe Listen geführt mit ihren Angriffen und den Daten dazu, bin zweimal zum Chef gegangen, beim zweiten mal wurde das Thema in großer Runde mit allen Chefs (aber ohne mich) besprochen. Ich habe nie wiede retwas davon gehört. Im Gegenteil, seitdem habe ich eher das Gefühl das zwei von den Chefs gegen mich sind, siehe u.a. die "vergessene" Gehaltserhöhung.

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Die anderen haben zuviel Angst den Job zu verlieren, obwohl dies in dieser Branche ein Unding ist, weil Fachkräfte überall händeringend gesucht werden.

Das begreifen meine Chefs nicht. Wir hatten in den letzten zwei Jahren so viele Leute, die nicht den Anforderungen der Kanzlei entsprochen haben (oder die von der o.g. Dame rausgeekelt wurden) und dennoch sind die Chefs der Meinung, dass wir der Dreck der Kanzlei sind, de rleider Gottes ja auch noch (schlecht) bezahlt werden muss.

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Arbeitnehmer, gleich mehrere, die lange da sind, sprechen dafür, daß das Betriebsklima gut ist.

Wir haben drei Leute dabei, die da ein bis zwei Jahrzehnte sind. Eine ist in Psychotherapie wegen des Jobs, Alkoholikerin und wechselt mit den Kollegen und allen Chefs außer ihrem kein Wort mehr, eine war immer nur halbtags da und hält sich aus allem raus, und die dritte ist eine derart falsche Schlange, die juckt das Klima gar nicht.

Es ist also nicht immer etwas gutes.

Die, die in Therapie ist, sagte, dass es eine Zeit (vor mir) so schlimm war, dass sämtliche (!) Mitarbeiterinnen in Therapie waren. Wegen der Arbeit - vielleicht auch noch wegen anderen Faktoren, aber überwiegend wegen der Arbeit.

Die Frage an sich ist aber sehr gut und werde ich mir merken, danke! Allein schon, weil ich sowas für mich immer gern wissen mag, mit wie viel Erfahrung ich es zu tun habe. Gerade wenn ich das Gebiet wechsle (je nachdem wo ich was bekomme), kann das ja sehr hilfreich sein, sofern die andere Person einem helfen mag.

a9utum1n-lQike


Langjährige Mitarbeiter sind noch lange kein gutes Zeichen für die Kanzlei. Nach außen hin sicher ja. Die große Kanzlei mit dem cholerischen Chef hatte einige langjährige Mitarbeiter. Aber alle wollten dort kündigen, nur getraut sich wegzubewerben, haben sich nur wenige. Es gab dort kaum jemand, der nicht regelmäßig in Tränen ausbrach.

Oder auch jetzt: Meine Kollegin hatte zum Chef offen gesagt, dass in der Kanzlei alle Mitarbeiter unzufrieden sind wegen der anderen Chefin. Sie selbst ist schon einige Jahre in der Kanzlei, aber nur wegen ihm geblieben. Was heißt gutes Betriebsklima. Wir haben auch eine Kollegin, welche als Sprachrohr zur Chefin gilt und gerade diese Chefin ist extrem launisch und macht die Mitarbeiter fertig. Solche Quertreiber wird es immer wieder geben. Das Sprachrohr ist schon über 20 Jahre in der Kanzlei.

Der Chef war entsetzt, als er die Wahrheit von meiner Kollegin hörte. Aber getan hatte sich nichts.

Also allein darauf, dass langjährige Mitarbeiter dort arbeiten, darauf würde ich persönlich nichts geben. Das Betriebsklima untereinander passte ansonsten. Aber tolle Kollegen wiegen die Nachteile von den cholerischen Chefs nicht auf. Und oft reicht es schon, wenn eine Kollegin mit dabei ist, welche nicht ins Team passt.

Slofro~man


Weil es mir meine Brötchen einbringt? Ich verstehe nicht, was man daran nicht verstehen kann. Vom Arbeitsamt lebt es sich nicht sonderlich gut. ;-)

Ok, dann sind wir da einfach unterschiedlicher Meinung. Mir ist Geld verdienen nie so wichtig gewesen wie eine Arbeit, die mir Freude macht. Wenn ich unglücklich bin und sich auf Kritik/Vorschläge nichts ändert oder es eine gute Begründung gibt, dann gehe ich, und ich finde das völlig logisch so.

Und zum Rest: Das ist so fernab von jeglicher Realität in meiner Arbeitswelt, dass ich dazu gar nichts schreiben kann ohne auf jeden Halbsatz einzugehen. Deshalb lasse ich es besser und Kürze es einfach ab: Meinen Chefs geht es nur um Geld, und zwar um das, welches in ihre eigene Tasche wandert. Die interessieren keine Missstände und wenn ich denen mit "Rollen- und Berechtigungsysteme" komme, werde ich vermutlich ausgelacht. Wir haben nicht mal Glasscheiben in den Warteräumen um die Privatsphäre der Mandanten zu schützen, mit denen wir am Telefon reden und deren Zeug die Leute in der Ecke quasi vor sich ausgebreitet bekommen.

Chefs/Firmeninhaber/Aktionäre wollen Geld verdienen. Lassen wir es mal dabei: es ist ihr gutes Recht. Aber sie werden auf die harte Tour lernen, was Kunden akzeptieren und was nicht. Mit fehlenden Aufträgen. Eine Kanzlei lebt von Vertrauen und sie lebt davon, dass intern Datenschutz und Vertraulichkeit gewährleistet sind. Vernachlässigen sie diese Punkte, können sie maximal noch mit billigen Preisen Kunden gewinnen (im Rahmen der Gebührenordnung). Aber dieses Dumping bringt wieder weniger Umsatz und ist - oft - die Fahrt in die Miesen. Gerade bei der herrschenden internen Ineffizienz. Und Verlust der fähigen Mitarbeiter.

Versteh mich nicht falsch, du hast sicherlich gute Punkte für entsprechend griße Betriebe angesprochen, aber das ist utopisch in meinem Büro.

Ok, ist deine Meinung. Ich kenne auch kleine/kleinste Unternehmen und erst eine moderne IT sowie die Beachtung der gesetzlichen Regelungen/Compliance sichert deren Bestehen im Markt. Weil sonst die Kunden ausbleiben, oder die interne Effizienz nicht stimmt, um wettbewerbsfähig zu arbeiten, oder Abmahnungen Wettbewerbern kommen. Und damit versiegt die Geldquelle der "Chefs". Und das wollen sie nicht. Sie sind darauf angewiesen, dass sie Aufträge bekommen, dass Mitarbeiter zufrieden und motiviert sind und gut eingearbeitet effizient arbeiten. Denn diese Mitarbeiter machen z.B. 80% der Arbeit, die Chefs steuern das "nur". Es sei denn, man hat völlig austauschbare Mitarbeiter, wo man die "Skills" total leicht wieder findet.

Aber darum geht es eigentlich auch gar nicht, ich will nicht dort bleiben und Revolution spielen, sondern einfach nur noch weg, besser gestern als heute.

Dann fände ich konsequent: selbst aktiv kündigen mit Kündigungsfrist, das auch sofort beim Arbeitsamt angeben. Parallel zur Restzeit neue Stelle suchen, dann eben aus eigengekündigter Stellung. 2-3 Monate Teilverdienstausfall sind zu verschmerzen, wenn es dazu kommen sollte, finde ich, aber nicht, dass man selbst dauerhaft unzufrieden mit seiner Arbeit ist.

ahut6umn-lxike


Sehe es nicht so wie Soroman. Kündigen würde ich erst, wenn ich einen neuen Job hätte. Denn man bekommt leichter einen neuen Job, wenn man in ungekündigter Stellung ist. Dann ist auch mehr Spielraum beim Gehalt etc., als, wenn ein künftiger Arbeitgeber weiß, dass man arbeitslos ist.

In den Kanzleien herrscht Fachkräftemangel. Das ist für den Arbeitnehmer positiv.

Choupette sollte später nur nicht den Fehler machen zu bleiben, wenn sie das Angebot bei der Kündigung bekommt. Dann werden manche Arbeitgeber wach, bieten Gehaltserhöhungen, gleitende Arbeitszeiten etc. an. Aber die Umstände selber ändern sich nicht und es fördert die Missgunst der Kollegen.

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