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Komplexe wegen Bildungsstand/ akademischer Grad

EIhemalig]er N2utzQer +(#45887x1)


@ HannahWe:

So wie man halt leicht wird, wenn man bis Mitte 30 in der geschützten Parallelwelt Uni über irgendwelche theoretischen Fragen brütet statt in der wirklichen Welt, der freien Wirtschaft, an praktischen Problemlösungen zu arbeiten.

Stell Dir vor, es soll sogar möglich sein, erst einige Jahre Berufserfahrung in der freien Wirtschaft zu sammeln und dann erst zu promovieren. Ich empfinde solche Unterstellungen wie Deinen oben zitierten Satz als eine einzige Unverschämtheit. "Wirkliche Welt?" Was weisst Du überhaupt über Promotionsthemen? Und, ganz am Rande, schon mal was von einer Industriepromotion gehört? Und Mitte 30?! Ich hatte mit knapp 24 meinen Masterabschluss,... 11 Jahre Promotion ist wohl eher nicht die Regel... (bzw. da läuft dann was ganz gehörig schief).

Dass Forschung nichts mit praktischen Problemlösungen zu tun haben soll und man nur über theoretischen Fragen brütet, finde ich auch aus der Luft gegriffen. Ich verfolge gerade die Forschung zu meiner Krankheit sehr genau, ist das keine Lösung eines praktischen Problems, wenn man bisher unheilbare Krankheiten mit in Deutschland 300.000 Betroffenen, davon viele am Rande der Berufsunfähigkeit auf einmal behandeln kann? Und die AIDS-Forschung in den 80ern? Keine wirkliche Welt? Gleiches gilt für das Projekt, von dem ich damals bezahlt wurde, da geht es um Millionenverluste in einem grossen Industriezweig durch ein, sagen wir mal etwas anonymisiert, Naturphänomen - mittlerweile ist man ein Stück weiter, in zehn Jahren wird das Problem gelöst sein. Und auch Du wirst davon profitieren, es sei denn, Du bist Vegetarierin. Aber mit der wirklichen Welt hat das ja nix zu tun :(v

@ criecharlie:

"Mit nicht lernen" für die Diss meinte ich, und das hatte ich ja auhc gechrieben, dass man nicht mehr wie ein Student lernen muß, also lesen, ausspucken.

Doch. Lesen, ausspucken. Gemeinsam mit Master-Studenten. Ist in vielen Ländern Europas völlig normal.

Warum muß man sich immer klein machen? Weil 99,5 % der Bevöllkerung den Titel nicht haben.

Keiner soll sich klein machen. Natürlich soll man sich über seine eigenen Leistungen freuen. Den Titel im Job zu nutzen, finde ich nicht verwerflich, aber warum Briefträger, Bäcker und Bank wissen müssen, dass man vor 15 Jahren zu Thema xy promoviert hat? Und natürlich muss der Titel auf dem Grabstein stehen vorgekommen in meiner Familie.. Ist ein promovierter Toter wichtiger als ein Bachelor-Toter? Status und so?

Für mich ist eine Dissertation ein langjähriges, knallhartes Projekt. Solche Mammutprojekte es auch in der freien Wirtschaft geben. Da feiert man und wird gefeiert, wenn man fertig ist. Aber man bedruckt sich nicht gleich ein T-Shirt, oder?

Im Übrigen führe ich meinen Titel auch in Deutschland nicht. Wozu auch - um zu zeigen, dass ich was Besseres bin als 99.5% der Gesamtbevölkerung, wie Du es ausdrückst?

E)hemaliger1 ENutz:er (##45887x1)


(und keiner kann für "hier in (ganz) Skandinavien" sprechen, das ist einfach Quark)

Stimmt, ich spreche für (ganz) Norwegen, und das, was ich in Schweden mitbekommen habe, ist ähnlich. Wie es in Dänemark ist, weiss ich nicht.

Liord Hxong


@ HannahWe

Ich muss zugeben dass mir die Herrn Dr. die ich im Berufsleben in der freien Wirtschaft antreffe oft eher ein bisschen kauzig und eigen vorkommen und wenig pragmatisch-nützlich als Kollegen.

Ich habe hier in meinem Job keine anderen Dr., da bin ich in der Firma der einzige.

Mir haben die Kollegen nur nahe gelegt, weniger nerdig zu sein. ;-D Hab ich auch beherzigt, jetzt falle ich kaum noch auf. :-)

[...] mein Verlobter hat einen Master of Engineering in Raumfahrttechnik aber er findet die Senftube im Kühlschrank nicht.

Das ist ja auch kein technisches Problem, sondern ein logistisches. ;-D Und da gilt dann noch speziell, ganz unabhängig vom akademischen Grad oder Titel: Was eine Frau wegräumt, findet man als Mann ohne Hilfe der Frau nicht. ;-D

@ criecharlie

Nachdem ich nun 3 x heraus gegriffen worden bin, möchte ihc doch bitten, dass miene Beiträge dann bitte auch genau gelesen werden bzw. nicht aus dem Zusammehang zitiert.

Zitierst du in deinen Publikationen auch immer ganze andere Publikationen aus denen du zitierst?

Ansonsten, es gilt in Foren es oft als schlechter Stil ganze Beiträge auf die man sich bezieht zu zitieren. Dies wird dann "Full quote" genannt und erschwert das Lesen der Beiträge.

Und speziell in deinem letzten Beitrag würde ich es hilfreich finden wenn die angeben würdest auf welche anderen Beiträge du dich mit deinen Punkten beziehst.

In seiner jetzigen Form finde ich deinen Beitrag zu umständlich zu lesen so dass ich inhaltlich dazu nichts sagen kann.

C*omrxan


Business-Class als Doktor. Guter Witz .Können die meisten Doktoren sowieso nicht zahlen.

Das kommt auf die Stelle an. Mit einem Doktortitel kann man als Taxifahrer enden oder in der Wirtschaft einen führenden Posten innehaben. Alles ist möglich. Der "Dr." allein ist kein Garant für überdurchschnittliche Einkommen. Kürzlich hatte ich einen Dr. der Biologie bei uns im zweiten Ausbildungsjahr zum Fachinformatiker. Mit Anfang 30.

C-omrKa<n


Keiner soll sich klein machen. Natürlich soll man sich über seine eigenen Leistungen freuen.

So ist es. Man darf sich auch ruhig über den Bachelor, den Master, den Doktor freuen, dann ist das Thema aber durch. Jahrzehnte darauf rumreiten ist hochgradig albern - als hätte man das nur für die Außenwirkung gemacht...

Für mich ist eine Dissertation ein langjähriges, knallhartes Projekt. Solche Mammutprojekte es auch in der freien Wirtschaft geben. Da feiert man und wird gefeiert, wenn man fertig ist. Aber man bedruckt sich nicht gleich ein T-Shirt, oder?

Richtig. Es gibt 1-2 Stunden Sekt und Salzstangen, und dann ist das gegessen. Mein aktuelles Projekt auf der Arbeit läuft jetzt 2,5 Jahre und dauert mindestens noch eins. Und was ich mit meinem Team mache, ist sehr gute Pionierarbeit und wird unsere Unternehmens-IT noch 20 Jahre begleiten. Und es ist nicht das erste seiner Art. Nach dem Projekt ist vor dem Projekt. Es wäre schlimm, wenn mein Ruf die nächsten 10 Jahre bis zum Ruhestand nur noch darauf beruhen würde, dass der Herr Comran irgendwann mal dies oder jenes geschafft hat.

Ich find's übrigens interessant, wie hier einige Egos hochgehen bei dem Thema ":/ . Das Bewundert-werden-Wollen ist offenbar tief im Menschen drin, und nach außen wird die Bescheidenheit wie ein Schild hochgehalten. Demnach läge die TE doch wieder richtig, zum Kreis der akademischen Starlets zu gehören ]:D . Ob man dann wirklich angesehener ist, ist nicht bewiesen (ich glaube eher nicht oder nur in bestimmten Kreisen), aber man fühlt sich vielleicht so und das reicht schon.

A*ugu(sotuxs


Lord Hong

Wenn man im Auftrag des Lehrstuhls reist und dieser zahlt muss die Unterkunft vor allem eines sein: Billig. Auf der Konferenz waren die Leute auch hinreichend überrascht, dass ich im YMCA wohnte.

Das hasse ich so an der Wissenschaft. Es wird erwartet sowas zu machen. Aber ganz ehrlich, ich habe nicht promoviert, um in einer Bruchbude unterzukommen. Ein Mindesstandard hätte ich da dann doch gerne erfüllt, und dazu gehört eben nicht ein YMCA. Ich hatte mal eine Art Inn in der Nähe vom Shattuck Plaza, das war günstig und OK, aber finds gerade nimmer...

Mischtechnik

AKADEMISCHE GRADE SIND KEINE TITEL

Das hatten wir ja schon festgestellt. In der Umgangssprache wird es dennoch so verwendet, aber das warum kann ich dir leider nicht beantworten. Meiner Meinung nach hier nicht schlimm, da wohl jeder weiß wovon man redet. Das ist denke ich das wichtigste.

Wie dumm kann man eigentlich sein, wenn man über gesellschaftlichen Status fabuliert und gleichzeitig noch nicht mal die Rechtslage über Titel und Grade kennt und ständig dieselben verwechselt bzw. sich mit einem Titel schmückt, der keiner ist.

Wie peinlich ist das denn

Ich finde es viel peinlicher, ständig darauf rumzureiten. Im Übrigen respektiere und achte ich Leute mehr, die etwas im Kasten haben und mir Sachen erklären können, deren genaue Bezeichnung ihnen leider entfallen ist, als umgedreht Personen zu haben die zwar den Namen und Geschichte davon im Detail wissen, aber dann kein Plan haben was es eigentlich bedeutet.

Vielfach erlebt, vielfach in Prüfungen entsprechend bewertet.

Business-Class als Doktor. Guter Witz .Können die meisten Doktoren sowieso nicht zahlen.

Ups, bin öfters sogar schon First geflogen, Business aber auch :-X. Hab sogar mal ein Upgrade in die Business Langstrecke bekommen |-o, Aber wohl nicht wegen der 2 Buchstaben und dem Puntk vor dem Namen ]:D. :=o

**HannaWeh

Ich muss zugeben dass mir die Herrn Dr. die ich im Berufsleben in der freien Wirtschaft antreffe oft eher ein bisschen kauzig und eigen vorkommen und wenig pragmatisch-nützlich als Kollegen. So wie man halt leicht wird, wenn man bis Mitte 30 in der geschützten Parallelwelt Uni über irgendwelche theoretischen Fragen brütet statt in der wirklichen Welt, der freien Wirtschaft, an praktischen Problemlösungen zu arbeiten. ;-)

Nun das ist genau die Kehrseite der Medaille, die ich angesprochen habe. Oft wird man als Fachidiot, der im wahren Leben nichts auf die Kette bekommt, angesehen. Warum das so ist, weiß ich nicht.

ja manche Forschungsfragen habe natürlich mit den Themen in der Wirtschaft wenig gemein. Nichtsdestotrotz lernt man in der Regel aber sich selbstständig da schnell einzuarbeiten und die Problemstellung schnell darzulegen und Lösungsansätze zu finden. Daher finde ich es - sorry - etwas arrogant so zu denken, genau wie es andererseits ist arrogant über die "dummen" in der Industrie zu reden.

Kenne beide Seiten ;-). Mein Dr. hatte ich übrigens schon lange bevor die 3 vorne aufgeblinkt ist, und das trotz G9 und Wehrdienst. Mit Mitte der 30iger hätte ich noch ein 2. komplettes Studium mit Promotion dranhängen können ;-)

criecharlie

3. Der gesellschatiche Status verbessert sich. Nicht, weil man was Besseres wird (das ist man nämlich nomal schon, weil man sowohl ausbildungstechnisch als auch kognitiv zum chancenreichsten Bereihc der Gesamtbevölkerung gehört) sondern durch den titel wird man jemand besonderes.

Der Instruktor für meine neue Sportart ist auch für mich immer besonders. Das sieht so einfach, unkompliziert und ellegant aus. Und dann versuch ichs ... Dabei hab ich doch nen Dr. und er vielleicht nur eine Ausbildung? :=o ;-)

J3. Jeder mit Titel, egal, ob Dr. oder Meister oder Bachelor, also jeder mit sichtbarer Qualifikation hat meinen vollsten Respekt für seine Leistung.

Ich respektiere den jeweiligen Abschluss. Aber auf Grund meiner Erfahrung, bewerte ich dann doch lieber nach Fähigkeiten, als nach irgendeinem Stück Papier. Da hab ich schon ... nein lassen wir das ;-D

Die Titelvergabe durch Urkunde oder sonst wie ist in dem Sinne ein Ritual - und Rituale sind nicht mehr umkehrbar (es sei denn, durch ein anderes) und werden schon seit 1906 als "veränderndernde Reise" verstanden.

Habs per Post an die Adresse der Eltern nach ein paar Monaten bekommen (die sind etwas langsam ...), da ich längst im Ausland war. Ja das war echt ein Ritual, gesehen dann per Scan und eMail ]:D. Master / Bachelor Zeugnis wurde mir auf dem Flur in die Hand gedrückt vom Prüfungsamt - man kennt sich ja :-p Ich leg auf sowas aber auch kein Wert

EChemal_iger Ngutzer J(#45887x1)


Die Titelvergabe durch Urkunde oder sonst wie ist in dem Sinne ein Ritual - und Rituale sind nicht mehr umkehrbar (es sei denn, durch ein anderes) und werden schon seit 1906 als "veränderndernde Reise" verstanden.

Habs per Post an die Adresse der Eltern nach ein paar Monaten bekommen (die sind etwas langsam ...), da ich längst im Ausland war.

Ich hab's mir auch zuschicken lassen, ich verschieb' doch wegen so eines "Rituals" nicht meinen Urlaub :-p

S5unfloZwer_x73


@ Lord Hong:

Ich habe die Promotion nicht ausschließlich als Spaß empfunden, eher zwischenzeitlich als Test der Frustrationstoleranz. Was auch nervig war, war in der Zeit immer allen erklären zu müssen warum man für eine Stelle die 20h umfasst so um die 60h die Woche an der Uni war.

Und lernen musste ich doch eine ganze Menge, sei es für die Veranstaltungen die ich betreut habe oder eben für das Thema der Diss. Mag sein, dass das in anderen Fachbereichen anders ist.

Dito.

Ich habe meine Promotion irgendwann als drittrangig behandelt (1. Geldverdienen. 2. Pflichtweiterbildung absolvieren, damit ich praktisch arbeiten kann). Ist dann halt im Sande verlaufen. Aber abgesehen von einer Freundin, die IM Projekt promoviert hat, haben alle anderen es halb nebenbei oder ganz nebenbei gemacht. Etliche Jahre investiert, z.T. in regulären Jobs nach den Unistellen ihren kompletten Jahresurlaub der Diss geopfert. Und belächelt worden sind wir alle: Stelel über 20 Stunden, rd 1000€ netto - aber Vollzeit plus geackert. In meinem Umfeld mit dem Ergebnis: Eine Person habilitiert gerade (aber auf seltener Ratsstelle, also abgesichert). Eine andere hat die Habil. abgebrochen und arbeitet genauso praktisch wie ich. Die anderen Promovierten auch. Selbe Tarifstufe, da bei uns die Diss. da nix bewirkt im praktischen Arbeiten.

Ebenso musste ich in den 4 Semestern als Dozentin auch fleißigst mitlernen und war im Detial den Studenten oft nur eine Haaresbreite voraus. Klar, mit besserem Gesamtüberblick, aber im Detail eher weniger. Das war oft "sicheres Auftreten bei relativer Ahnungslosigkeit".

@ Augustus:

Meine Diplomurkune habe ich in unserem schäbigen Prüfungsamt abgeholt - und mit Erstis in der Schlange gestanden. Sehr unspektakulär. Bei unseren Diss-Feiern gab's am Tag der mündlichen Verteidigung Sekt und Schnittchen, wenn Kollegen/Freunde/Eltern was vorbereitet haben. Seitens der Uni an sich kam nix. Urkunde dann per Post. Da war bei den meisten eh schon Stress im neuen Job jenseits der Uni eingetreten, weil Monate später. Von "feierlich" oder "besonderer Moment" keine Spur.

APugustxus


Sunflower

Bei unseren Diss-Feiern gab's am Tag der mündlichen Verteidigung Sekt und Schnittchen, wenn Kollegen/Freunde/Eltern was vorbereitet haben. Seitens der Uni an sich kam nix. Urkunde dann per Post. Da war bei den meisten eh schon Stress im neuen Job jenseits der Uni eingetreten, weil Monate später. Von "feierlich" oder "besonderer Moment" keine Spur.

Ach die Diss Feiern waren bei usn immer gut. Wir waren eben eine eingeschworene Truppe mit gutem "Nachwuchs". Es gab dann meist Schnittchen und Häppchen, vom Promovenden bzw den Angehörigen organisiert, statt Mittagessen für alle. Das war jetzt nicht besonders feierlich, war in unserem Seminarraum im Stehen und ein nettes zusammen kommen.

E8hemalmiger 'Nutze"r (N#4588x71)


Ach die Diss Feiern waren bei usn immer gut. Wir waren eben eine eingeschworene Truppe mit gutem "Nachwuchs". Es gab dann meist Schnittchen und Häppchen, vom Promovenden bzw den Angehörigen organisiert, statt Mittagessen für alle. Das war jetzt nicht besonders feierlich, war in unserem Seminarraum im Stehen und ein nettes zusammen kommen.

Bei uns gab's direkt im Anschluss an die Disputas traditionell Sekt, danach Kuchen am FB, abends wird vom frischen Dr. eine ordentliche Party erwartet, wo Freunde, Kollegen UND Opponenten eingeladen sind (eine merkwürdige, aber durchaus interessante Mischung). Ich hab' es mir nicht nehmen lassen, das Buffet für 40 Leute komplett selbst zu stellen. War wirklich toll & super Feedback, aber was hat mich geritten, am Tag vor der Disputas 10 Stunden in der Küche zu stehen?! (und nach der Disputas nochmal 5 ;-D ) Ich glaub', in dem Augenblick war ich stolzer aufs Buffet als auf die geschaffte Diss - die fürchterliche Anspannung war ja weg ;-D

AOntAigoxne


Ich muss zugeben dass mir die Herrn Dr. die ich im Berufsleben in der freien Wirtschaft antreffe oft eher ein bisschen kauzig und eigen vorkommen [...]

(HannahWe)

Dann würde ein Dr. wohl gut zu mir passen. ;-D

Eigen bin ich auch.

Und ganz ehrlich, wenn ich ein Thema fände, welches gerade wegen seiner "Eigenheit" bisher noch nicht oft und näher betrachtet wurde, wäre ich dabei. :)^

c%rie=cha@rlxie


@ lord hong

Und speziell in deinem letzten Beitrag würde ich es hilfreich finden wenn die angeben würdest auf welche anderen Beiträge du dich mit deinen Punkten beziehst.

In seiner jetzigen Form finde ich deinen Beitrag zu umständlich zu lesen so dass ich inhaltlich dazu nichts sagen kann.

dann laß es halt.

Ich mag es nicht, mich mit copy&paste durch die Beiträge zu wühlen, deswegen greife ich diejenigen, auf die ich mich beziehe, ja inhaltlich auch auf und stelle neue, mir wichtige Aspekte rein. So bilden sich m.A. nach schon komplexerere, inhaltlich überschaubare Sätze, auf die man antworten kann. Es steht jeden frei, das zu machen oder auch nicht.

@ comran

Es gibt 1-2 Stunden Sekt und Salzstangen, und dann ist das gegessen. Mein aktuelles Projekt auf der Arbeit läuft jetzt 2,5 Jahre und dauert mindestens noch eins. Und was ich mit meinem Team mache, ist sehr gute Pionierarbeit und wird unsere Unternehmens-IT noch 20 Jahre begleiten. Und es ist nicht das erste seiner Art. Nach dem Projekt ist vor dem Projekt. Es wäre schlimm, wenn mein Ruf die nächsten 10 Jahre bis zum Ruhestand nur noch darauf beruhen würde, dass der Herr Comran irgendwann mal dies oder jenes geschafft hat.

ich weiß schon, was Du meinst;

in der Wirtschaft macht man auch Projekte, die dem Entstehungsprozess einer Diss gleich zu setzen sind, dafür gibt es aber keinen Titel.

ich glaube, die Hauptunterschiede sind:

- bei einer Diss muß man nahezu die gesamt Projektarbeit alleine machen, klar gibt es da Tricks,

aber z.B. Design, Erhebung, Auswertung (inkl. Erlernen der ganzen Programme etc.), Verschriftlichung (inkl. Erlernen der Dokumemtation bzw. Transkription) macht man großteils eben selbst, man kann mal inhaltlich jemanden fragen, aber man hat halt kein Projektteam. Ich hae vor dem Studium jahrelang in der Systembetreuung gearbeitet und wir haben in einer großen Firma in einer Logistik gearbeitet und ich weiß, dass das Arbeiten da doch ein anderes ist. Iwie hängt für mich die Analogie etwas.

- es wird ja nicht nur das Projekt belohnt, sondern eben alles vorher, Abitur, Studium, Verortung, Problembewußtsein, Reflektion... .was führt einen überhaupt zu dem Thema? Hat man auch z.B. rein von den Noten her oder sonstwie die Möglichkeit zur Promotion? Es ist NICHT nur die Diss., sondern es ist der Abschluss von irre vielen Jahren Ausbildung, bestimmt mehr als ein Briefträger oder Handwerker.

Und dann kommt es halt aufgrund unserer Gesellschaftsgeschichte auf das T-Shirt

Hochgehen tu ich nicht ;-) , ich habe keinen Titel, aber bald und ich komme von der Realschule, ursrpünglich. Deswegen finde ich es, wie wohl viele Leute des zweiten Bildngsweges, es immer merkwürdig , wenn es heißt: Abi wird nachgeschmissen oder eben, Dr. oder Studium ist nichts wert und jeder könnte, wenn er wollte.... ich denke tatsächlich, das ist nicht so. Da müssen schon viele Faktoren aus Grips, Fleiss und natürlich auch Glück und Softskillls zusammen kommen, dass man es im Bildungssystem so weit (und es ist "weit", da die Einheit die Zeit ist und des lange dauert) bringt.

Wenn man das durch hat, wird man kein besserer Mensch, aber ich bleibe dabei, dass man ein Besonderer ist. Und wenn diejenigen Leute hier, die den Titel haben und ihn so offensichtlich wenig schätzen und runter machne ("peinlich, den Titel zu nennen"") - fühle ich mich als jemand, der das nach langen Mühen nun anstrebt (anstreben darf!) und knapp davor ist, für den das also schon wichtig ist,

immer ein bisschen vergaggeiert. Ich verstehe nicht, warum die eigene Leistng so runtergemacht wird, ich finde auch fast, DAS ist die wahre Arroganz, dass nicht erkannt wird, wieviel sie eigentlich erreicht haben, dass sie in Sphären sind, an die andere Leute nicht mal tippen können (warum auch immer) - und es wird nicht wertgeschätzt. Mach' ma halt mal 'nen Doktor nebenher.... was soll's....

Man sollte sich schon dessen bewußt sein, was man da erreicht hat und ich bin nach wie vor der Meinung, dass wenn einem der Dr. vor dem Namen nicht wichtig wäre, warum auch immer, man ihn nicht gemacht hätte. Dafür gibt es einfach zu viele Alternativen. Aber ich mache doch nichts, was ich nicht will - aber anscheinend ziehen viele das durch und schätzen es nicht und das finde ich halt eben befremdlich, ich gebe offen zu, ich verstehe das nicht.

Ich habe auch Kinder und kenne viele und ich sehe, wieviel Mühe die Schule oft darstellt. Ich habe Studenten und ich sehe, wie schwer es ihnen oft fehlt. Und der Grundtenor hier ist dann: ist doch alles easy, hey, ich habe zwar nen Doktor, aber das ist doch nichts, habe ich so nebenher gemacht und ich bin voll politisch korrekt - wehe, einer nennt meinen Titel, das ist doch sooooo peinlich....

Wie gesagt, ich gehe nicht hoch, ich kann es nur eben von meiner Warte, für den das Abitur schon super-schwierig war (das System war "damals" hier im Süden noch nicht durchlässig, d.h. einmal runter vom Gym, war es schwer, zum allgemeinen Abi wieder zu kommen) eben nicht nachvollziehen.

Alug$ustxus


criecharlie

Hochgehen tu ich nicht ;-) , ich habe keinen Titel, aber bald und ich komme von der Realschule, ursrpünglich

Das ist doch gut. Wobei ob Real- oder Gymnasium ist halt auch so eine Sache.

Eine Einschätzung in der Grundschule ist immer schwierig, und es kommt auch auf die Eltern an, wie man sich dann entscheidet und ob man "aufblüht".

Und wenn diejenigen Leute hier, die den Titel haben und ihn so offensichtlich wenig schätzen und runter machne ("peinlich, den Titel zu nennen"") - fühle ich mich als jemand, der das nach langen Mühen nun anstrebt (anstreben darf!) und knapp davor ist, für den das also schon wichtig ist,

immer ein bisschen vergaggeiert. Ich verstehe nicht, warum die eigene Leistng so runtergemacht wird,

Du siehst das zu eng, nur schwarz weiß. Ich glaube kaum, dass die Leute den Titel runtermachen, sondern es viel eher Neutral sehen.

Sie geben ihn nicht absichtlich an, wenn er nicht relevant ist. Beispiel: Sich beim Friseur mit Dr. vorzustellen würde ich eher als arrogant ansehen, als den Titel runtermachen bei Nichtnennung.

Wenn im Smalltalk über die Berufe geredet wird, dann nenne ich das allerdings schon - also verheimlicht wird da nichts.

Aber

Deswegen finde ich es, wie wohl viele Leute des zweiten Bildngsweges, es immer merkwürdig , wenn es heißt: Abi wird nachgeschmissen oder eben, Dr. oder Studium ist nichts wert und jeder könnte, wenn er wollte.... ich denke tatsächlich, das ist nicht so. Da müssen schon viele Faktoren aus Grips, Fleiss und natürlich auch Glück und Softskillls zusammen kommen, dass man es im Bildungssystem so weit (und es ist "weit", da die Einheit die Zeit ist und des lange dauert) bringt.

Tut mir leid, dir da ein wenig widersprechen zu müssen. Ja so sollte es sein, gebe ich dir vollkommen Recht.

Was ich allerdings in der Betreuung von Studenten, sowohl Lehramt- als auch Fachstudenten, erlebt habe, ist eben das Gegenteil. Welche Fähigkeiten und Einstellung so manche an den Tisch legen, die später Lehrer werden wollen, dreht mir doch den Magen um.

Da gibt es Gruppen etwas politisch unkorrekt ok, aber ist halt so...,, denen ich von ihren Fähigkeiten her _keinen_ Master geben würde, die werden aber mitgeschleppt und bekommen sogar noch eine Promotion angeboten. "Billige" Arbeitskräfte halt in Gruppen mit "einfachen" Themen, und diese Gruppen sprechen sich natürlich rum...

Das wahre Unfaire hieran ist, dass dadurch der Ruf der wirklich guten ruiniert wird, weil eben solche Kandidaten dann später den entsprechenden Eindruck von Dr. und studiert hinterlassen.

R6istridi&n_vom_dSüden


Es ist NICHT nur die Diss., sondern es ist der Abschluss von irre vielen Jahren Ausbildung

Dem schließe ich mich an. Ich habe für Studium und Promotion zusammen zehn Jahre an der Uni verbracht. Heute bin ich 30, das war also ein Drittel meines bisherigen Lebens. Natürlich interessiere ich mich sehr für mein Fach und es macht mir Spaß, aber es war auch eine streckenweise sehr anstrengende Zeit. Gerade die Doktorarbeit bestand zu einem großen Teil aus relativ stupider Laborarbeit, und man braucht enorme Frustrationstoleranz und Durchhaltevermögen. Für mich war das alles zusätzlich durch eine psychische Krankheit erschwert, mit der ich immer wieder zu kämpfen hatte und habe. Gerade deshalb ist es mir ein wichtiger Trost, dass ich es trotz allem geschafft habe.

Für mich war die Promotion nie ein Mittel zum Zweck, z.B. für bessere Karrierechancen. Sie war vielmehr ein persönliches Ziel. Ich habe keine Doktoren und auch keine Naturwissenschaftler in meinem familiären Umfeld, und der Wunsch mir selbst zu beweisen, dass ich das schaffen kann hat mich stets angetrieben. Ich gehe nicht mit meinem Titel hausieren, aber er macht mich stolz und zeigt mir auch tief in der Depression, dass ich in meinem Leben etwas Besonderes geschafft habe. Dabei kann ich das Gefühl bisher noch nicht einmal so genießen, wie ich gern würde, denn seit dem Abschluss hatte ich noch keine wirklich depressionsfreie Zeit. Am Tag der offiziellen Feier wer Göttingen und das Gänseliesel kennt, weiß, dass das hier schon was Besonderes ist hatte ich mal wieder Suizidgedanken. ":/

Also ja, für mich persönlich ist der Doktortitel etwas Besonderes und ich freue mich auch, von anderen Leuten Anerkennung dafür zu bekommen. Aber in meinem täglichen Leben spielt er keine Rolle und ich bin durch ihn auch kein besserer Mensch.

E hemaljiger NjutXzer` (#M458m8x71)


@ criecharlie:

- es wird ja nicht nur das Projekt belohnt, sondern eben alles vorher, Abitur, Studium, Verortung, Problembewußtsein, Reflektion... .was führt einen überhaupt zu dem Thema? Hat man auch z.B. rein von den Noten her oder sonstwie die Möglichkeit zur Promotion? Es ist NICHT nur die Diss., sondern es ist der Abschluss von irre vielen Jahren Ausbildung, bestimmt mehr als ein Briefträger oder Handwerker.

Ich mag da nicht den "Normalfall" darstellen, aber bei mir war's eben total anders. Mein Promotionsfach (das Thema sowieso) hat nur am Rande mit meinem Studium zu tun, halt gerade ebenso die formale Voraussetzung (beides Spezial-Anwendungsgebiete der IT, wo IT aber wirklich der einzige gemeinsame Nenner ist). Der Dr. war auch nicht der Abschluss von irre vielen Jahren Ausbildung (ja, irre viele in der Tat!), sondern ich hatte zwischen Master und Dr. einige Jahre in der freien Wirtschaft gearbeitet. Deshalb sehe ICH das völlig losgelöst voneinander. Ist aber nicht der Normalfall, ich weiss. Für mich war es "nur" die Diss.

es immer merkwürdig , wenn es heißt: Abi wird nachgeschmissen oder eben, Dr. oder Studium ist nichts wert und jeder könnte, wenn er wollte....

Hm, heisst es das? Ich denke, den meisten ist schon bewusst, dass Studium (zumindest die meisten Fächer) und v.a. Dr. eine Menge Grips, Fleiss, Glück und Softskills voraussetzen.

Wenn man das durch hat, wird man kein besserer Mensch, aber ich bleibe dabei, dass man ein Besonderer ist. Und wenn diejenigen Leute hier, die den Titel haben und ihn so offensichtlich wenig schätzen und runter machne ("peinlich, den Titel zu nennen"") - fühle ich mich als jemand, der das nach langen Mühen nun anstrebt (anstreben darf!) und knapp davor ist, für den das also schon wichtig ist, immer ein bisschen vergaggeiert.

Hm, ich finde, dass man kein besserer Mensch wird und auch kein besonderer Mensch, auch wenn man, und das trenne ich durchaus, eine besondere LEISTUNG vollbracht hat. Auf die man durchaus stolz sein darf und soll, das wäre aber nicht anders, wenn man ein Mammutprojekt in der freien Wirtschaft abgeschlossen hat. Oder meinst Du, Dein Dr.-Titel ist mehr wert als der Bau des Gotthard-Tunnels? ;-) Vermutlich nicht (hoffe ich).

Ich verstehe nicht, warum die eigene Leistng so runtergemacht wird, ich finde auch fast, DAS ist die wahre Arroganz, dass nicht erkannt wird, wieviel sie eigentlich erreicht haben, dass sie in Sphären sind, an die andere Leute nicht mal tippen können (warum auch immer) - und es wird nicht wertgeschätzt. Mach' ma halt mal 'nen Doktor nebenher.... was soll's....

Man sollte sich schon dessen bewußt sein, was man da erreicht hat

Ich weiss nicht, auf wessen Beiträge Du Dich beziehst, aber MEINE sollte man so nicht lesen. Ich WEISS nur zu gut, wie viel Plackerei und Quälerei eine Diss ist. Glaub mir. Ich habe mich noch durchgebissen, als ich schon arbeitsunfähig war, und bereue das heute zutiefst, weil die Arbeitsbelastung plus der psychologische Faktor eben so irre ist. Und ich kenne keinen Doktoranden, der nicht mindestens einmal kurz vorm Abbrechen stand. Ausserdem waren mehr als die Hälfte der Doktoranden und Doktoren, die ich kenne, während ihrer Diss in psychologischer Betreuung. ICH werde also sicherlich nicht die Leistung einer Diss runtermachen, weder meine eigene noch andere.

und ich bin nach wie vor der Meinung, dass wenn einem der Dr. vor dem Namen nicht wichtig wäre, warum auch immer, man ihn nicht gemacht hätte.

Und da geht mir eben die Hutschnur hoch.. s.u.

Dafür gibt es einfach zu viele Alternativen. Aber ich mache doch nichts, was ich nicht will - aber anscheinend ziehen viele das durch und schätzen es nicht und das finde ich halt eben befremdlich, ich gebe offen zu, ich verstehe das nicht.

Das kommt immer auf die völlig individuelle Situation an, insofern KANN man das nicht generell verstehen. ICH wollte aus Abenteuerlust ins Ausland, hab' mich bei einem halben Dutzend Grossunternehmen initiativ beworben und bei einem Forschungsinstitut auf eine Doktorandenstelle. Dort wurde ich genommen, und da es die einzige Zusage war und ich in den Jahren davor immer mal wieder mit einer Industriepromotion geliebäugelt und das auf der Arbeit diskutiert hatte, habe ich gedacht, naja, immerhin Promotion im Ausland. Das war meine persönliche Motivation. Und so, wie Du Dich vergackeiert fühlst, wenn anderen ihr Titel nichts bedeutet, fühle ich mich beleidigt, wenn mir jemand unterstellt, ich hätte das Ganze nicht gemacht, wenn mir der Titel nichts bedeuten würde. Hätte ich von einem der Unternehmen eine Zusage bekommen, hätte ich nicht promoviert. Hätte man mir die gleiche Promotionsstelle in Deutschland angeboten, hätte ich nicht promoviert. Respektier doch bitte, dass es nicht allen um den Titel geht,...!

Ich wollte das nur erklären, da Du offensichtlich unter dem Eindruck stehst, dass hier viele die Leistung einer Diss runterspielen wollen, ich bin mir aber ziemlich sicher, das hat keiner gemeint (ich jedenfalls nicht, mir ist nur der Titel schnurz). Vielleicht kannst Du das so akzeptieren?

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