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Komplexe wegen Bildungsstand/ akademischer Grad

Ethemtali#ger Nutz6er (#45;8871)


@ Ristridin:

Ich gehe nicht mit meinem Titel hausieren, aber er macht mich stolz und zeigt mir auch tief in der Depression, dass ich in meinem Leben etwas Besonderes geschafft habe.

Das freut mich ehrlich für Dich! Bei mir ist es umgekehrt - in Phasen der Niedergeschlagenheit empfinde ich es als blanken Hohn, dass ich zwar einen Doktortitel habe, aber berufsunfähig bin und nicht mal alleine Lebensmittel einkaufen kann. Gerade dann bereue ich es am meisten, überhaupt jemals das Projekt Diss angegangen zu sein, aber mein Fall ist sicherlich auch etwas speziell.

Im Übrigen bin ich noch nach JEDER Prüfung in ein Loch gefallen, vom Bachelor bis zur Diss, das habe ich schon von vielen gehört und ist total normal. So gesehen verwundern mich Suizidgedanken am Tag der Disputas gar nicht, auch wenn mir persönlich dieser doch spezielle Tag in guter Erinnerung geblieben ist, wenn ich auch krank war wie ein Hund.

Und ich persönlich finde es auch ganz wichtig, von anderen Menschen Anerkennung zu bekommen!!! Die sollte man aber für jede erbrachte Leistung bekommen, nicht nur für eine Diss, sondern auch für Projekte, an deren Ende kein Titel steht.

Hab' neulich über eine Studie gelesen, wo gezeigt wurde, dass Facebook-Likes tatsächlich glücklich machen ;-)

aCb&cyxxz


@ criecharlie

und ich bin nach wie vor der Meinung, dass wenn einem der Dr. vor dem Namen nicht wichtig wäre, warum auch immer, man ihn nicht gemacht hätte. Dafür gibt es einfach zu viele Alternativen. Aber ich mache doch nichts, was ich nicht will - aber anscheinend ziehen viele das durch und schätzen es nicht und das finde ich halt eben befremdlich, ich gebe offen zu, ich verstehe das nicht.

Mit Verlaub, diese Unterstellung finde ich jetzt auch ein wenig dreist. Fällt es dir wirklich so schwer, dir vorzustellen, dass es Leute gibt, die nicht wegen zwei Buchstaben vorm Namen promovieren? Das hat doch überhaupt nichts mit "es nicht wollen" zu tun! Deutschland ist ohnehin eines der wenigen Länder, in denen Leute den Dr. so penetrant zur Schau tragen, im großen Rest der Welt ist definitiv nicht normal und, oh Wunder, auch dort schreiben trotzdem genügend Leute eine Doktorarbeit! Man macht doch auch einen Master nicht nur deshalb, um sich dann M.A. auf seine Visitenkarten drucken zu lassen. Sprich: alle andere Abschlüsse nutzt man doch auch nicht, um sich damit anreden zu lassen.

Ich hatte übrigens nach dem Examen überhaupt keine Lust zu promovieren, auch wenn sich alle darüber gewundert haben. Es war mir schlicht zu blöd, mir irgendein Thema zu suchen, nur damit ich später mit einem Dr. dastehe. Tja... wenige Monate später bin ich durch puren Zufall über ein Thema gestolpert, das mich umgehauen hat und über das ich unbedingt schreiben wollte. Eine Woche später hatte ich einen Doktorvater.

Also bitte nicht von deiner Wenigkeit auf andere schließen!

S ungflow{er_q7x3


und ich bin nach wie vor der Meinung, dass wenn einem der Dr. vor dem Namen nicht wichtig wäre, warum auch immer, man ihn nicht gemacht hätte. Dafür gibt es einfach zu viele Alternativen. Aber ich mache doch nichts, was ich nicht will - aber anscheinend ziehen viele das durch und schätzen es nicht und das finde ich halt eben befremdlich, ich gebe offen zu, ich verstehe das nicht.

Möchte mich da abcyxz anschließen. Mich hat mein Thema völlig angesprungen (der Abbruch hatte dann andere Gründe). Ich suche immer noch eine Option, es zu realisieren. Weil es MICH fasziniert.

Ebenso fasziniert mich kleinen Nerd die ganzen Tätigkeiten an sich. Ich LIEBE es, mich in ein Thema einzulesen. Diese Studienplanung. Den Stress in der Umsetzungsphase. Die Statistik. Sogar das Schreiben. Wenn man mir aktuell so einen Job anbieten würde: Ich würde nicht eine Sekunde zögern, auch wenn absolut klar ist, dass keine Diss bei rausspringt. Einfach nur, weil ich diese Tätigkeiten so gerne mache. Ja, da bin ich wohl ziemlich nerdig

@ julejule:

Das freut mich ehrlich für Dich! Bei mir ist es umgekehrt - in Phasen der Niedergeschlagenheit empfinde ich es als blanken Hohn, dass ich zwar einen Doktortitel habe, aber berufsunfähig bin und nicht mal alleine Lebensmittel einkaufen kann. Gerade dann bereue ich es am meisten, überhaupt jemals das Projekt Diss angegangen zu sein, aber mein Fall ist sicherlich auch etwas speziell.

Finde ich verständlich... aber dennoch: Die Diss ist die eine Leistung. Das andere sind psychische Probleme, die leider jeden treffen können. Hat doch nix miteinander zu tun!

Ich falle nach Prüfungen aber auch immer ins Loch. Mein Studienabschluss war 2006; die letze richtig wichtige und umfassende Prüfungsphase war aber noch 2013. Etwas, wo ich 6 Jahre lang drauf hingearbeitet und eine Menge Nerven und Geld bei gelassen habe. Freude hinterner? Nö. Ich war einfach nur platt und am Ende.

E1hemaligeyr NutzeFr (#4x58871)


Finde ich verständlich... aber dennoch: Die Diss ist die eine Leistung. Das andere sind psychische Probleme, die leider jeden treffen können. Hat doch nix miteinander zu tun!

Doch, leider. Ich hatte im zweiten Jahr meiner Diss Pfeiffersches Drüsenfieber und bin nie wieder gesund geworden, ein paar Jahre spaeter dann die Diagnose CFS jetzt womoeglich Krebsmedizin und damit eine potentielle Behandlung.. Hätte ich die Diss abgebrochen, als klar war, dass das Drüsenfieber bei mir nicht ohne weiteres ausheilt, wäre ich heute vermutlich nicht mehr krank. Ich habe mich noch Jahre weitergequält, viel von zu Hause aus, nachts, weil es mir bis nachmittags unterirdisch ging. Deshalb: blanker Hohn. Dass ich nicht in den Supermarkt kann, zumindest nicht, wenn ich mehr als drei Dinge brauche, liegt uebrigens nicht an psychischen Problemen, sondern an Erschöpfung und Grippegefuehl: Psychische Probleme kamen erst hinzu, als klar war, dass ich nicht ohne weiteres wieder gesund werde..

S7unflGowexr_73


Ach so, das ist dann wirklich sehr speziell. Aber irgendwie auch typisch für die Diss-Phase: man ackert bis zum Umfallen. Vollstes Engagement, eigener Ehrgeiz,...

Ich habe damals den Cut gemacht, als äußere negative Faktoren, bekannte Gesundheitsprobleme aber dann auch totale Erschöpfung zusammenkamen. Unijob, Diss, Nebenjob und Weiterbildung waren zu viel. Ungünstigerweise erlaubte ich mir, im Semester (mit 8 SWS Lehrverpflichtung) für 5 Wochen krankzuwerden. Danach war meine Unikarriere eh ziemlich beendet. ]:D

EThemalig{er NutGzer (Z#45887x1)


Bitter ist wohl auch bei Dir das richtige Wort. Aber Gesundheit geht nun mal vor,...! :)*

e[rrorrdia


Kürzlich hatte ich einen Dr. der Biologie bei uns im zweiten Ausbildungsjahr zum Fachinformatiker. Mit Anfang 30.

Jaja, immer wenn die negativen Geschichten über Promotion ausgepackt werden, kommen die Biologen ins Spiel.

Vielleicht kann ich auch deshalb den Hype um den Dr.-Titel nicht nachvollziehen, für mich verbindet sich damit automatisch "2/3 der Biologen machen einen Dokter" "die meisten Biologen sind trotzdem nicht für die Forschung geeignet" "sehr viele Biologen gelten danach als überqualifiziert und werden arbeitslos". Und ich verbinde damit billigste Verschrottung von Arbeitskräften.

D0r-ea&M3x6


Hm.. irgendwie wunder ich mich da schon wie Titel-geil manche Mitmenschen sind.

Ich habe "nur" Fachgebundene Hochschulreife, "nur" eine Ausbildung, "nur" eine 2. Ausbildung auf einem schulischen Weg.

Und ?

Inzwischen bin ich in einem Managerposten, führe Multimillionen-Euro-Projekte und sage den werten Doktoren was sie zu tun und zu lassen haben.

privat hab ich Frau, Haus, Autos, Urlaube, akademische wie nichtakademische Freunde , ... ?

Und nun ? muss ich mich schlecht fühlen weil ich nicht studiert habe ?

Das ist eine Welt die ich in dieser Hinsicht nicht verstehe......

A(ntigxone


Tja... wenige Monate später bin ich durch puren Zufall über ein Thema gestolpert, das mich umgehauen hat und über das ich unbedingt schreiben wollte. Eine Woche später hatte ich einen Doktorvater.

(abcyxz)

SO sehe ich das für mich auch. Wenn es ein für mich interessantes Thema gibt, welches mich "anspringt", ist auch noch eine Dissertation möglich. ;-)

MGisc(hte4c,hnixk


Dr. ist KEIN TITEL.

AKADEMISCHE GRADE vs. TITEl.

Den Unterschied kennen ,macht elitär.

99 Prozent der Mediziner haben einen Doktor. Dagegen ist die Biologie noch total elitär.

Deutsche Untertanenmentalität in Reinform.

Wohl bekomms

a?bcyxxz


Kannst du nicht mal ne neue Platte auflegen? Die alte hat irgendwie einen Sprung ;-D

J;ulexy


99% der Mediziner? Ernsthaft? ":/

Also ich kenne genug (auch ältere) ohne... %:|

T!aranIis


privat hab ich Frau, Haus, Autos, Urlaube, akademische wie nichtakademische Freunde , ... ?

Und nun ? muss ich mich schlecht fühlen weil ich nicht studiert habe ?

Wie nur eine Frau und nur ein Haus ???

AxugusFtus


Mischtechnik

Ich empfehle einen Dr. der Psychologie zu besuchen, damit du mit ihr deine Probleme bezüglich gerade diesen Grades zu diskutieren. Mit etwas Suchen findest du bestimmt auch eine, die gleichzeitig einen Titel hat ]:D

Dream36

Inzwischen bin ich in einem Managerposten, führe Multimillionen-Euro-Projekte und sage den werten Doktoren was sie zu tun und zu lassen haben.

Nunja schwingt da etwas Neid mit, oder warum musst du dich damit über die werten Doktoren erheben? Um mal den Spiess umzudrehen

DprexaM36


Lieber Augustus,

Neid liegt mir fern... allerdings regt es mich in der Tat ziemlich auf wenn jemand ausschliesslich wegen eines Dr. oder Prof. oder Priv.Doz oder.... automatisch in hohe Positionen gehievt wird weil man davon ausgeht, dass damit auch Kompetenzen einfach so mit den Titel erworben wurden. Dem ist leider nicht so. Da werden Personen nach Titel bewertet und nicht nach Leistung... das nervt.

Und glaub mir.. Neid hab ich nicht. ich hab genug selbst erreicht, aus absolut einfachsten Verhältnissen erarbeitet..

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