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Komplexe wegen Bildungsstand/ akademischer Grad

c6riec4hairliixe


Sie haben komplett den ganzen Tag zeit um nur an ihrer Diss, bzw. Habil zu schreiben

Aha. Und weiter? Es hängt immer davon ab, welche Wertigkeit man diesen Dingen persönlich zuordnet. Kann mir spannenderes/erstrebenswerteres vorstellen.

Für einen akademisch arbeitenden Menschen im universitären Umfeld IST das sehr wertvoll um nicht zu sagen:

traumhaft.

Bitte nicht übertreiben mit dem Pragmatismus/runter reden.

HParukidexs


Es kann ja nicht jeder so intelligent und erfolgreich sein. Warum musst du es denn sein? Warum ist es nicht gut genug einfach nur Durchschnitt zu sein?

ein Master ist ganz sicher nicht durchschnittlich! Ob man promoviert oder nicht, hängt doch nicht nur an Begabung/Noten oder Fähigkeiten. Es ist abhängig vom Fach. In Ingenieurberufen ist es viel zBsp weniger verbreitet als in anderen, in denen es teilweise sogar empfohlen wird, um Berufschancen zu erhöhen. Auch finanzielle Aspekte spielen durchaus eine Rolle.

Ich kann Dich etwas verstehen, mir ging es im Studium auch so mit den Auslandserfahrungen meiner Kommilitonen. Habe mich da immer etwas minderwertig gefühlt, da das etwas war, was ich nie hätte machen können. Ich bin jung Mutter geworden und habe immer mit Kind studiert zudem war ich aus finanziellen Gründen "gezwungen", in der Regelstudienzeit zu bleiben. Dann haben mir gute Freunde erzählt, dass es sich zumindest bei ihnen auch nach mehr angehört hat als es war zumal auch eine gewissen Sprachbarriere herrschte (war im asiatischen Raum)

Letztendlich ist es wichtig, dass man eine Stelle findet, in der man langfristig glücklich ist. Nur dann kann man erfolgreich bleiben, es nützt nichts, sich im Galopp zu verheizen. Und irgendwann wird auch mal die Vereinbarkeit mit der Familie wichtiger.

Trotzdem solltest Du Dich fragen, woher Deine Komplexe kommen, ob es nur Dein Umfeld ist oder ob du Dich vielleicht einfach noch nicht ausgefüllt fühlst. Vielleicht möchtest Du noch irgendetwas lernen/erfahren. Dann ist es nie zu spät, wenn es die Zeit zulässt, als Gasthörer Veranstaltungen an der Uni zu besuchen oder eine neue Sprache zu lernen, Work and Travel auszuprobieren usw. oder sich sozial zu engagieren.

Die medizinische Diss ist ein Witz. Solche Teile habe ich mit meinem Diplom mitbetreut und meine Diplomarbeit war aufwendiger.

Das stimmt, dafür sind die Arbeiten aber fast nie dotiert, so dass sie oft berufsbegleitend (also auch neben den Überstunden und Facharztausbildung) oder neben dem eigentlichen Studium absolviert werden müssen. Da ist mehr Umfang schwierig, aber geschichtlich gehört der Titel eben für viele einfach noch dazu.

c_ribechaxrlie


@ sunflower

eklärst Du mir das bitte?

D.h. max. 6 Jahre unpromoviert arbeiten. Nach der Promotion max. 6 Jahre, dann muss die Berufung auf eine Professur erfolgen oder es ist Schluss.

Ich bekomme nämlich jedes Semester eine andere Vertragsart, hatte glaube ich schon 16 verschiedene Verträge in drei Varianten....

'Du meints, wenn man Mitarbeiter wird, muß man innerhalb von sechs Jahren promovieren?

Und wenn nicht, gibt es keinen neuen Vertrag?

Und muß sich innerhalb von 6 Jahren berufen lassen?

Und wenn man nicht will?

W~eltenbu_mm9ler7in_86


Ich weiss, dass ich nicht die Disziplin und die Zielstrebigkeit habe, die nötig sind um eine Dissertation durchzuziehen. Mir ist glaub ich weniger der Titel wichtig, als die Tatsache, dass ich weniger diszipliniert bin als die anderen.

Die Struktur der Uni-Jobs ist mir bewusst. Zwei der Kollegen sind nicht nur wissenschaftliche Angestellte hier, sondern auch jeweils Geschäftsführer ihrer Fachbereiche. Damit fallen sie nicht unter die 6-Jahres Regel. Der andere wird mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit die Professoren Laufbahn einschlagen ( auch mit dem Wissen, dass er jedem Ruf folgen "muss" und damit viel in der Schweiz, Deutschland und Europaweit rumversetzt wird)

Was die andere Freundin nach ihrer Habil macht weiss ich nicht genau, aber sie hat die besten Referenzen und ihr stehen wahrscheinlich viele Möglichkeiten offen.

Mein Mann wird nach seiner Diss (die er spätestens 2016 beendet) als Lehrer hier arbeiten und damit auch gut verdienen.

SRunfHloweVr_7x3


Ich war ja auch vier Jahre an der Uni (nach Diplom). Plus fünf Jahre vorher als Hiwi. Da kriegt man so einiges mit. In meinem Fach hat ein Freundin in 3 Jahren promoviert (aber war halt in dem Projekt tätig, d.h. die Publikationen waren gleichzeitig ihr Job, der ihren Lebensunterhalt finanzierte). Eine andere Freundin hat 8 Jahre an ihrer Diss gesessen. Nebenbei-Hobby halt.

Ich musste irgendwann entscheiden: Pflicht-Weiterbildung durchhalten und mit möglichst wenig Schulden finanzieren. Oder halt die Diss. Die Zeit, die ich neben der halben Uni-Stelle (also vom Gehalt, nicht von den Stunden) noch woanders gearbeitet habe, fehlte halt für die Diss. Aber ich hatte keine Lust auf > 20.000€ Schulden. Hinzu kam, dass mein Doktorvater mir leider auch sagte, dass er mich als Letzte fördern wird. Da ich eh zu alt sei für eine wissenschaftliche Karriere, würde er seine Ressourcen halt lieber in Leute stecken, wo es sich "lohne". Lustigerweise haben 9 von 10 Leuten die Diss. abgebrochen wg. Weiterbildung und Kinderpause. Tolle Investition in die "jungen Küken".

Das sind eher Dinge, die mich verbittern. Halt die nicht bekommenen Chancen. Da hängt bei mir aber auch mit dran, dass ich mich wg. der Gesundheit halt immer um die Baustelle kümmern musste und manche Dinge, die evtl. möglich gewesen wären, gar nicht erst versucht habe.

Und mir geht's wie criecharlie: Ich bin nicht die beste Networkerin. Kleines Network, witzigerweise mit den Leuten, die es auch in den praktischen Bereich verschlagen hat (trotz Dr.-Titel). Und an der Uni kam ich quasi mit Studenten, Sekretärinnen, Hausmeistern und Technikern besser klar als mit so einigen hochakademisch verpeilten Kollegen. Ich habe halt andere Interessen neben meinem Fach.

cwrieczharxlie


Die medizinische Diss ist ein Witz. Solche Teile habe ich mit meinem Diplom mitbetreut und meine Diplomarbeit war aufwendiger.

Das stimmt, dafür sind die Arbeiten aber fast nie dotiert, so dass sie oft berufsbegleitend (also auch neben den Überstunden und Facharztausbildung) oder neben dem eigentlichen Studium absolviert werden müssen

naja, aber als Assistenzarzt hast Du nach dem Studium doch wenigstens auf jeden Fall einen sicheren Job.

Bei vielen anderen Disziplinen kannst Du gerne noch die Promotion drauf setzen, aber wieviele Stellen an der Uni, die dir das finanzieren, gibt es denn bitte? Also mußt Du arbeiten + immer wieder zurück zur Uni für Betreuung oder Recherche...

oder noch schlimmer:

Du arbeitest an der Uni umsonst, um nebenbei dort die passenden Kontakte für die Diss/Erhebung etc.. zu machen.... gibt es hier unglaublich oft.

Das ist schon oft ein "bitte, macht alles mit mir, wenn ihr mich nur promovieren lasst"-Verhältnis...

und selbstwenn man Geld bekomt:

eine promovierte wissenschaftliche Hilfskraft bekommt 300.- im Monat...

jemand mit Lehrauftrag 25.- pro gehaltender Stunde, also meist 750 pro Semester...

also Unterricht + Betreuung, Prüfung, Korrektur, Sprechstunden etc. umsonst...

oder Variante 2:

Du hast den Job an der Uni für das Geld, ABER währed des Semesters kommst Du zu nichts! Ich habe beisipeilsweise nur 5 SWS Unterricht, abre das ganz Drumrum ist so aufwändig, dass ich die Wochenenden, so wie jetzt, im Büro hocke zum Aufarbeiten....

Ich habe Mediziner in der Familie und ernsthaft:

der medizinsiche Doktor ist m.A. nach echt auf Rosen gebettet,

sowohl aus der Tatsache heraus, dass er durch die Stelle als Assistenzarzt quasi finanziert wird, man schnell an Daten ran kommt (wiel vor einem im Krankenblatt) und der Umfang überschaubar ist.

c%riech0arlie


Sekretärinnen, Hausmeistern und Technikern besser klar als mit so einigen hochakademisch verpeilten Kollegen.

naja,

soweit geht es bei mir nun nicht :)

ich komme mit den anderen Dozenten schon zurecht, aber bei mir fehlt immer iwie der Biss, sehe ich nun an den neuen Kollegen, die auch ganz selbstversätndlich Büro + Unterstützung + Kostenstellen einfordern und auch bekommen. Das muß ich echt üben.

Btadebäxr


So gesehen ist die Antwort recht simpel: Du musst auf Dein Selbstbewusstsein schauen, und dich damit auseinandersetzen, warum dieser Teilbereich des Lebens Dich so annagt.

Das ist natürlich schwieriger als es sich schreibt. Aber ganz ehrlich? Ein höheres Maß an Disziplin im akademischen Bereich löst bei Dir Neid aus? Was macht Dich denn sonst aus?

Ich persönlich finde universitäre Laufbahnen überhaupt nicht attraktiv. Als Gast-Professur vielleicht, komplett aber nicht. Was ist mit Deinen eigenen Maßstäben an Erfolg?

kYatJharina7-die6-grxoße


Mein Mann wird nach seiner Diss (die er spätestens 2016 beendet) als Lehrer hier arbeiten und damit auch gut verdienen.

Und das braucht man als Lehrer? Hat er davon was? Höhere Vergütungsklasse? Als Lehrer ist eine Diss doch eigentlich überflüssig, oder?

Jaulexy


Anders wäre es, wenn du nur Abitur und eine Ausbildung gemacht hättest. Dann könnte ich verstehen, wenn er ein Problem damit hätte. Ich mit meinem Diplom würde auch keine Frau an meiner Seite akzeptieren, die lediglich eine Ausbildung gemacht hat (womöglich nur mit Realschulabschluß... ). Gespräche mit dummen Frauen können eben sehr, sehr anstrengend werden, weil diese Frauen in der Regel sich selbst nicht als dumm ansehen. Ist halt immer wieder eine Katastrophe. Darum versuche den Kontakt mit nicht-Akademikerinnen auf das berufliche und die Familie (kann man sich ja nicht aussuchen) zu beschränken. Aber als Freundin oder sogar als Partnerin würde so eine Frau nie im Leben in Frage kommen.

Aha. Da kommt man sich ja als Mensch, der kein Abitur hat und nicht studiert hat, vor wie ein Mensch 2. Klasse... :-X

HuaruKkiexs


man schnell an Daten ran kommt (wiel vor einem im Krankenblatt) und der Umfang überschaubar ist.

wenn man dort (und in dem fachbereich) arbeitet wo man promoviert sicher, sonst wirds halt zum "hobby" nach dem dienst.

aDug2+3x3


Die Anmerkung von Sunflower :

Die Definition des Selbstwertes über Titel ist sinnlos.

könnte ich erweitern mit: "tödlich". Weil es im geliebten Akademikerberuf nicht mehr lief blieb nur der Suizid. Das ist die extreme Folge. Davor gibt es viele gesundheitliche Gefahren.

Ein zufriedenstellendes und erfolgreiches Leben außerhalb des Berufes ist für die eigene Zufriedenheit wesentlich wichtiger.

LwaEdintion


@Fruchtalarm An unserer Uni sind 5-6 Jahre sogar sehr üblich. Die meisten arbeiten mit einer min. 75% Stelle als Wiss. Mitarbeiter und haben Lehraufgaben zu erfüllen oder schreiben mit dem Prof Artikel etc.

kualilna924


Oh mein Gott, ich habe keinen Doktortitel, bin ich deswegen dumm? Was meiner Meinung mehr zählt, ist die sogenannte emotionale Intelligenz. Was nützt es den, einen Doktortitel zu haben, wenn der Akademiker ein Idiot ist und keine Ahnung hat, wie es im Leben läuft. Auf den Menschen kommt es an un nicht auf den Titel! :)^ 8-)

J1uley


@ kalina24

:)= :)^

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