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Komplexe wegen Bildungsstand/ akademischer Grad

koePin{stexin


Naja, der fadenscheinige Versuch, es so hinzustellen, dass "solche Titel" nichts wert seien, dürfte die TE eher nicht überzeugt haben. Ist auch Quatsch. Sie sieht die Anerkennung, die ihr Umfeld dafür bekommt und ihr offenbar verwehrt wird. Und Kalender-Sprüche wie, dass man ohne Abschluss nicht weniger wert sei, kann man sich wirklich - auch wenn faktisch richtig - klemmen, wenn man noch nie ganz unten in der Rangordnung seines Rudels war.

Die TE sollte sich lieber fragen, ob sie da angekommen ist, wo sie ankommen wollte.

H1annsah$We


Naja, der fadenscheinige Versuch, es so hinzustellen, dass "solche Titel" nichts wert seien, dürfte die TE eher nicht überzeugt haben. Ist auch Quatsch. Sie sieht die Anerkennung, die ihr Umfeld dafür bekommt und ihr offenbar verwehrt wird. Und Kalender-Sprüche wie, dass man ohne Abschluss nicht weniger wert sei, kann man sich wirklich - auch wenn faktisch richtig - klemmen, wenn man noch nie ganz unten in der Rangordnung seines Rudels war.

Die TE sollte sich lieber fragen, ob sie da angekommen ist, wo sie ankommen wollte.

:)^ :)z Absolut richtig. Die letzten 20 Seiten hier kann man doch so zusammenfassen: Die Titel sind etwas wert, ein Mensch ist durch einen Titel nicht mehr wert als vorher.

In dieser Gesellschaft wird Leistung anerkannt, deshalb ist es einfach so, dass jemand mit Dr. ein höheres gesellschaftliches Ansehen hat als jemand ohne Dr. Daher ist es durchaus verständlich, wenn Menschen danach streben, gewisse Titel und Grade zu erreichen.

Nur: Wenn ich meinen Wert als Mensch anzweifle, weil ich kein höheres gesellschaftliches Ansehen habe als das, das ich aktuell nun mal habe, und es mich nicht nur motiviert, so einen Titel zu erlangen sondern mir schlechte Gefühle macht, dann liegt das Problem nicht beim fehlenden Titel sondern eher in meinem gestörten Selbstwertgefühl.

Da wird mir dann langfristig auch kein Dr.-Titel helfen. Denn dann kann ich immer noch denken, der Dr. von meinem Partner oder Nachbarn sei mehr Wert, mein Dr. wäre erschlichen oder gar nicht so schwer gewesen wie die der anderen, außerdem kann man ohne Habilitation dies nicht und das nicht.... usw.

Es wird immer noch jemanden geben, der einen noch höheren Grad hat als ich, genauso wie es immer jemanden geben wird, der noch schöner und reicher ist als ich.

Und oft können wir diese neu gewonnene gesellschaftliche Anerkennung eines Erfolgs gar nicht so genießen wie wir es gerne täten - es gibt nämlich noch sooo viele andere Gründe, sich minderwertig zu fühlen.

In manchen Fällen sind vielleicht 2 Jahre Psychotherapie fast genauso viel Arbeit wie eine Dissertation - aber die dauerhafte Lebenszufriedenheit dürfte danach eine andere sein.

Und eine Dissertation schreibt sich sicher auch viel entspannter, wenn man sie aus echtem Interesse für ein Themengebiet schreibt, aus Spaß an der Sache - und nicht, um sich selbst und seinem Umfeld etwas zu beweisen, mit regelmäßigen Nervenzusammenbrüchen, ständiger Panik vor dem Misserfolg und der Angst, den eigenen Selbstwert im Falle eines Abbruchs/Misserfolgs noch mehr zu beschädigen.

EHhemaIliDger Nutuzer (#45B887x1)


Interesse für ein Themengebiet schützt aber nicht vor regelmäßigen Nervenzusammenbrüchen und ständiger Panik vor dem Misserfolg ;-) Ansonsten pflichte ich Dir bei vielem bei.

An die TE (falls Du hier noch mitliest):

Mir kam gestern der Gedanke, dass eine Diss Deinen Bekanntenkreis wenig beeindrucken würde, weil sie überdurchschnittlich viele Leute mit Doktortitel kennen. Wenn Du allerdings etwas machst, wofür Du wirklich brennst, ob das nun ein Praktikum in einem Waisenhaus in Afrika ist oder der örtliche Tierschutzverein, oder ob Du umsonst IT-Kurse gibst - DAS würde Dir sicherlich die von Dir so herbeigesehnte Anerkennung bringen. Dass ich das Erbringen von "Leistung" für den falschen Weg halte, wenn man an einem zu niedrigen Selbstwertgefühl leidet, habe ich ja schon weiter oben geschrieben. Du musst auf Dich selbst stolz sein, bevor andere Dich bewundern können. Und da zählt nicht, was Du erreichst, sondern wer Du bist, was Dich ausmacht. Es mag nur meine persönliche Meinung sein, aber wer sich selbst ausschliesslich über den Job definiert, ist meines Erachtens eine arme Wurst - wobei ich Ausnahmen mache für Leute, bei denen der Job Berufung & Hobby in einem ist (kenne ein paar Segler, eine Hundeschlittentrainerin etc.). Und, mal rein hypothetisch, mit wem würde ich mich wohl auf einer Party unterhalten? Mit dem verbitterten, spiessigen Doktor der Mathematik ja, ich kenne natürlich auch tiefenentspannte Mathematiker oder mit der Hundeschlittentrainerin? ;-)

a3bcTyxxz


Ich finde es ehrlich gesagt befremdlich dass es Freundeskreise gibt wo es so nach außen getragen wird was man doch alles erreicht hat. Dass ich promoviert habe wissen nur die Leute, die mich enger kennen, alle anderen nicht, woher auch ":/ ? [....]

In meinem Freundeskreis sind generell Menschen die es so halten wie mein Mann und ich - Beruf ist Beruf und im Freundeskreis geht es darum, mit wem man sich versteht und nicht darum Titel zu vergleichen oder ständig davon zu erzählen, wo man denn jetzt wieder forscht oder was man für ein toooolles Paper verfasst hat.

Ach so ist das! Eine Krankenschwester und eine Kindergärtnerin dürfen sich also als gute Freunde beim Kaffee natürlich gerne stundenlang über ihre Arbeit unterhalten, die nunmal einen großen Teil ihres Lebens ausmacht. Aber wenn zwei Leute mit Dr. das machen, dann ist das Prahlerei?

Ich erzähle gewiss nicht der Frau beim Bäcker von meinem jüngsten Forschungsprojekt, aber mit meinen Freunden möchte ich selbstverständlich über die Dinge sprechen, die mich beschäftigen, die mir Sorgen bereiten, oder die mich in der letzten Zeit erfreut haben! Sorry, aber ich fange bestimmt nicht an, nur noch über meinen Freund oder über die letzte Folge Dschungel-Camp zu reden, damit ich auch ja nicht abgehoben rüberkomme!

d;iorrly


Also ich habe ein Problem mit meinem geringen Selbstwertgefühl... seltsamerweise ist dieses Thema, um das es hier geht, für mich kein Thema.

Ich habe einen Realschulabschluss + Ausbildung, meine Freundin Ärztin mit Doktortitel. Das hat mich aber noch nie gestört. Weil ein Titel nicht per se den Menschen dahinter aufwertet und ich mich intelligent genug fühle intellektuell mit ihr mitzuhalten in Gesprächen. (Hört sich vielleicht ein bisschen eingebildet an, ich weiss).

a,bcQyxz


@ HannahWe

Volle Zustimmung :)^

Echemalipger Nu\tzeVr (#45x8871)


Weil ein Titel nicht per se den Menschen dahinter aufwertet und ich mich intelligent genug fühle intellektuell mit ihr mitzuhalten in Gesprächen. (Hört sich vielleicht ein bisschen eingebildet an, ich weiss).

Warum, was ist daran eingebildet?

d,irrl)y


Vielleicht nichts... aber sowas von sich selbst zu behaupten hat manchmal einfach einen "touch" von eingebildet sein. ;-)

mNel?inDkxa


Ich habe einen Realschulabschluss + Ausbildung, meine Freundin Ärztin mit Doktortitel. Das hat mich aber noch nie gestört. Weil ein Titel nicht per se den Menschen dahinter aufwertet und ich mich intelligent genug fühle intellektuell mit ihr mitzuhalten in Gesprächen. (Hört sich vielleicht ein bisschen eingebildet an, ich weiss). (dirrly)

Ach was, eingebildet. Dunning-Kruger-Effekt halt, kennt man ja. *gähn* ;-D ;-D ;-D

s7ofia34-!39 jahrew alxt


Ich hab mal eine Untersuchung in der Hand gehabt in welcher verschiedene IQs einiger akademische Berufe erhoben wurden...ich meine da kam man auf einen Durchschnitts-IQ von 117 (+/- ist ne Weile her). Den höchsten IQ wiesen naturwissenschaftliche und medizinische Studiengänge auf, den niedrigsten (110) Lehrämtler (?).

Little-mit-Lotte

ja müßte hinkommen wäre super, wenn du die info per Google oder so nochmal finden könntest.

Aber Akademiker mit einem niedrigen IQ gibt es nicht.

Bater W

sehe ich ähnlich, aber nicht für alle studiengänge ist eine sehr hohe Intelligenz erforderlich, für vieles reicht schon iq 110 oder iq 115 las ich mal. also nur knapp etwas überm durchschnitt der Bevölkerung.

für einige braucht man ca. einen iq von 120 las ich mal vor hundert jahren irgendwo, ich meine es war Physik. 120 ist schon überdurchschnittlich in meinen augen, aber auch noch nicht soooo super hoch.

richtig hoch und richtig selten ist für mich ab 130 oder 135 und das haben nicht viele menschen.

ich bin auch davon überzeugt daß man für einige studiengänge einen recht hohen iq von 120 bis ca. 130 braucht, aber für die meisten dürfte ein iq von 110 bis ca. 115, max 120 ausreichen.

[[https://de.wikipedia.org/wiki/Intelligenzquotient]]

bei Anwälten würde mir die sogenannte iq studierfähigkeit interessieren. da würde ich auf einen eher niedrigen erforderlichen iq tippen. ca. 110/115 dürfte da ausreichen glaub ich.

afbcy`xxz


bei Anwälten würde mir die sogenannte iq studierfähigkeit interessieren. da würde ich auf einen eher niedrigen erforderlichen iq tippen. ca. 110/115 dürfte da ausreichen glaub ich.

Genau. Weil Jura ja soooo einfach ist, und jeder Depp einen Fall lösen kann, wenn er nur ins Gesetz schaut und ein bisschen googelt *ironieoff* zzz

scofia34-R39p jaKhre axlt


hihihihihihihihihi

julejule81

deinen letzten satz und die insbesondere die die aussage die du in sterchen gesetzt hast in deinem beitrag um: 10.02 Uhr, finde ich cool :)^ ;-D

Hört sich vielleicht ein bisschen eingebildet an, ich weiss).

dirrly

sEofia.34}-39 j"ahrex alt


wie gesagt ist nur eine Vermutung ein gefühl, wenn jemand einen link hat dazu wäre es interessant.abcxyz

s4ofia3x4-;39 jZahre alt


also mehr als 120 hat die masse der anwälte aufkeinenfall, eher niedriger, so mein gefühl, ich weiß, Gefühle zählen nicht auf dieser welt ;-D :)D

doirrAly


Ach was, eingebildet. Dunning-Kruger-Effekt halt, kennt man ja. *gähn* ;-D ;-D ;-D

Na toll, jetzt haste meine Welt kaputt gemacht. Solange das keiner sagt, merkt man das nicht. :P ;-D

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