» »

(Fast) Jeden Tag länger arbeiten? - Dilemma

BNlajck" Gun


Das mit dem Versicherungsschutz war mir z.B. gar nicht so bewusst. Meinen Chefin meinte nur mal, dass ich offiziell nicht über 10 Stunden arbeiten soll und schlug mir z.B. vor, manche Aufgaben dann von daheim aus zu erledigen.

ja nee, ist klar. spätestens an dieser stelle sollte dir klar werden, dass du deiner chefin gegenüber keinerlei schlechtes gewissen haben brauchst - sie hat nämlich dir gegenüber auch keines. :|N

das klingt nach dreister ausbeutung, weil du es halt mit dir machen lässt.

Suilb1er_mondaiugxe


Öhö - alles klar...

...es gibt Home Office aber das hat auch bezahlt zu werden !

Abgesehen davon: die 10 Std pro Tag sind für Lieschen Müller als AUSNAHME gedacht und nicht dass eine Arbeitswoche grundsätzlich 50 Std hat

sctechmAüclkxe


Vielen Dank für eure Antworten!

Ich habe noch nicht direkt mit ihr darüber gesprochen, da ich eben auch nicht genau wusste, ob ich mich da eher anstelle oder ob es wirklich etwas ist, was geändert werden sollte. Wenn ich es im Durschschnitt betrachte, habe ich ja pro Tag "nur" etwa 45min länger gearbeitet. Diese Woche konnte ich bereits zweimal etwas früher gehen, einmal blieb ich 4 Stunden länger. Mal sehen, wie die Bilanz am Freitag ist.

@ Nordi

So eine Klausel habe ich nicht im Vertrag. Es steht gar nichts zu Überstunden drin. Ich habe eben auch noch ein wenig recherchiert. Wenn meine Chefin die Überstunden nicht anordnet, habe ich offiziell gar keinen Anspruch darauf, sie abzubauen? Sie sagt ja nie, dass ich länger bleiben soll (manchmal fragt sie, ob ich am Abend noch zu einer Besprechung kommen kann oder sie vertreten kann). Es ist einfach erforderlich, weil sonst sehr viel liegen bleibt oder weil manche Dinge gar nicht auf morgen verschoben werden können.

Ich fühle mich irgendwie so, als hätte ich eben gar kein "Recht" darauf, mich überlastet zu fühlen, weil ich eben noch lange nicht an das herankomme, was andere Menschen leisten. Mein Problem ist wohl eher, dass ich nicht so richtig abschalten kann. Ich muss sehr viel an die Arbeit denken. Ich träume auch nachts immer öfter davon, dass ich arbeite. Ich rede häufig über die Arbeit, weil ich dort sehr viel erlebe. Manchmal muss ich dann bewusst sagen "Heute nur noch andere Themen!" und spreche nicht mehr darüber. In Gedanken schweife ich aber immer wieder dorthin.

@ Dream36

So würde es mir auch am besten gefallen! Darf ich fragen, in welchem Bereich du arbeitest?

@ TheBlackWidow

Wie gesagt, so direkt mit ihr darüber gesprochen habe ich noch nicht. Ich schreibe meine Stunden ja auf, einmal hat sie einen Blick auf meine Tabelle geworfen. Sie hat nichts dazu gesagt.

--

Ich plane, sie in den nächsten Tagen mal auf das Thema anzusprechen. Ich habe mir überlegt, ihr die Anzahl der Überstunden zu nennen und sie zu fragen, wie ich diese am besten abbauen soll. Also selbst erst einmal keine Forderungen zu stellen, sondern nach ihrem Angebot zu fragen. Was denkt ihr? Gibt es etwas, was ich noch bedenken sollte?

N<orqdi8x4


Ja, frag ruhig mal nach, dann wirst du ja sehen wie sie reagiert und was sie dir vorschlägt.

Und dann schau dir das hier bitte nochmal an: [[https://www.verdi-bub.de/service/praxistipps/archiv/ueberstunden_verguetung_bei_fehlender_anordnung/]] Überstunden müssen angeordnet werden, anderenfalls hast du nicht zwangsläufig ein Recht darauf das diese bezahlt werden oder du die abbauen kannst, falls nix im Vertrag geregelt ist.

Achja, und arbeite hier ran:

Ich fühle mich irgendwie so, als hätte ich eben gar kein "Recht" darauf, mich überlastet zu fühlen, weil ich eben noch lange nicht an das herankomme, was andere Menschen leisten.

Das spielt einfach garkeine Rolle. Du hast einen Vertrag in dem steht das du für X Stunden im Monat den Betrag Y bekommst, damit ist die Sache was du leisten musst erstmal erledigt. Deine Chefin würde ja auch nie auf die Idee kommen dir einfach 1000€ mehr zu überweisen wenn es dafür keinen Grund gibt.

HBayl!ey KMx.


Dass du schon kaum noch abschalten kannst, sollte dir zu denken geben. Es kann so dahin kommen, dass einen die Arbeit fast unbemerkt auffrisst.

Ich finde die Art, wie du mit der Chefin sprechen willst, gut: ohne direkte Forderung und sie nach einer Lösung fragen, heißt, das Problem bei ihr zu lassen - wo es hingehört.

Z5ixm


Wie ist eure Arbeitssituation und wie sehr ihr das?

Wenn ich länger arbeite, ist das Gleitzeit oder Überstunden, ist aber ein grösseres Unternehmen.

Als ich mal in einem kleineren Betrieb gearbeitet habe, gabs nur fixe Arbeitszeit, ich hab mir zwar die Stunden aufgeschrieben, waren aber in Summe eher wenig.

Hab mirs dann bei der Kündigung "genommen".

Generell ists in einem kleinen Unternehmen irgendwie für mich angenehmer gewesen, weil flexibler, bei Großunternehmen sind ja auch Einkäufe von Filzstiften reglementiert, um mal ein Extrembeispiel zu nennen.

w4hitez xmagic


Meinen Chefin meinte nur mal, dass ich offiziell nicht über 10 Stunden arbeiten soll und schlug mir z.B. vor, manche Aufgaben dann von daheim aus zu erledigen.

Ne ist klar und dass dan auch noch unbezahlt?

Zunächst einmal. Schuldgefühle solltest du wirklich keine haben. Es sei den du arbeitest zu langsam und schafft die Arbeit nicht in einem angemessenen zeitraum. Danach klingt es hier aber nicht.

Unabhängig davon solltest du deine vertragsverlängerung aber langsam ansprechen, denn du musst dich auch beim AA arbeitssuchend melden und das frühzeitig.

Mfr. [Forbesxkin


@ Stechmücke.

Meinen Chefin meinte nur mal, dass ich offiziell nicht über 10 Stunden arbeiten soll und schlug mir z.B. vor, manche Aufgaben dann von daheim aus zu erledigen. Da es von zuhause aber umständlich wäre, bleibe ich meist im Büro.

Wenn Du von zuhause aus weiter arbeitest, dann arbeitest Du ja trotzdem noch!

Manchmal frage ich mich aber, ob mich das stören soll und lese auch schon Stellenangebote. Jedoch fühle ich mich dann auch schuldig, meine Chefin mit der hohen Arbeitsbelastung im Stich zu lassen, falls sich tatsächlich was ergeben sollte.

Lass das mal ihre Sorge sein. Sie ist Unternehmerin und trägt das Risiko.


Wo ist eigentlich das Problem nach der vertraglich festgelegten Arbeitszeit nach Hause zu gehen?

Wirst Du mit physischer Gewalt daran gehindert?

Die Arbeit die heute nicht gemacht wurde läuft ja nicht weg.

Die ist morgen auch noch da.

Oder arbeitest Du auf der Intensivstation eines Krankenhauses?


Du hast ja erkannt, dass Dir die Arbeitsbelastung nicht gut tut.

Also bist Du schon mal kein hoffnungsloser Fall.

Ach ja: Oft hilft Handel mehr als Reden.

Also spätestens nach einer Überstunde nach Hause gehen und gar nicht lange drüber Reden.

s-tec}hmüXcke


@ Nordi84

Vielen Dank für den Link und auch das hier:

Das spielt einfach garkeine Rolle. Du hast einen Vertrag in dem steht das du für X Stunden im Monat den Betrag Y bekommst, damit ist die Sache was du leisten musst erstmal erledigt. Deine Chefin würde ja auch nie auf die Idee kommen dir einfach 1000€ mehr zu überweisen wenn es dafür keinen Grund gibt.

Stimmt...

@ Hayley

Dass du schon kaum noch abschalten kannst, sollte dir zu denken geben. Es kann so dahin kommen, dass einen die Arbeit fast unbemerkt auffrisst.

Es gibt mir tatsächlich zu denken. Allerdings eher deshalb, weil es, wie gesagt, im Schnitt ja doch "nur" 45min am Tag mehr waren. Bin ich tatsächlich so wenig belastbar?

@ Zim

Ich fand kleine Unternehmen als Arbeitgeber bisher auch attraktiv, weil ich mir dachte, dass ich da flexibler bin, mehr Verantwortung übernehmen kann usw. In den letzten Tagen habe ich mich gefragt, ob ich nicht eher für ein größeres Unternehmen "geeignet" wäre.

@ white magic

Zunächst einmal. Schuldgefühle solltest du wirklich keine haben. Es sei den du arbeitest zu langsam und schafft die Arbeit nicht in einem angemessenen zeitraum. Danach klingt es hier aber nicht.

Ehrlichgesagt weiß ich nicht, ob ich langsam bin. Ich habe keine Vergleichswerte. Manchmal habe ich das Gefühl, ich sei es tatsächlich. Ich bin Berufseinsteiger, habe nicht sehr viel Erfahrung, muss mich in viele Dinge einarbeiten und mache auch Fehler. Um dann Fehler zu vermeiden, prüfe ich manche Sachen mehrfach, was wieder Zeit in Anspruch nimmt. Ich habe meine Chefin schon mal gefragt, ob sie das Gefühl habe, dass ich zu langsam sei, das verneinte sie.

Unabhängig davon solltest du deine vertragsverlängerung aber langsam ansprechen, denn du musst dich auch beim AA arbeitssuchend melden und das frühzeitig.

Ich scheue mich davor, die Verlängerung anzusprechen. Ich gehe fest davon aus, dass meine Chefin den Vertrag verlängern möchte. Aber ich bin mir derzeit unsicher, ob ich das möchte und versuche herauszufinden, warum eigentlich und bewerbe mich in der Zwischenzeit auf andere, "bessere" Stellen. Ich möchte auf keinen Fall wieder arbeitslos werden...

@ Mr. Foreskin

Wo ist eigentlich das Problem nach der vertraglich festgelegten Arbeitszeit nach Hause zu gehen?

Wirst Du mit physischer Gewalt daran gehindert?

Die Arbeit die heute nicht gemacht wurde läuft ja nicht weg.

Die ist morgen auch noch da.

Oder arbeitest Du auf der Intensivstation eines Krankenhauses?

Nein, es ist kein Krankenhaus und es hängen auch wirklich keine Menschenleben von meiner Anwesenheit ab. Es hindert mich auch niemand daran, zu gehen. Ich versuche es mal anhand eines Vergleichs zu erklären: Unsere Firma könnte z.B. ein Callcenter sein. Ich habe nun die letzten Monate daran mitgewirkt, dieses Callcenter aufzubauen. Es rufen immer mehr Kunden an. Es sind aber nicht immer genug Menschen an den Telefonen. Also bleibe ich länger, um Telefonate selbst entgegen zu nehmen. Manchmal ist ein Telefon kaputt. Also bleibe ich länger, um es zu reparieren. Man könnte da sicher noch einige Fälle erfinden... Im Grunde bleibe ich einfach deshalb länger, weil ich nicht möchte, dass das Callcenter einen schlechten Ruf bekommt und daran scheitert. Weil ich möchte, dass jeder Anrufer am Ende des Tages glücklich ist - oder zumindest 98%. Vielleicht ist das auch einfach unrealistisch.

Du hast ja erkannt, dass Dir die Arbeitsbelastung nicht gut tut.

Also bist Du schon mal kein hoffnungsloser Fall.

Ach ja: Oft hilft Handel mehr als Reden.

Also spätestens nach einer Überstunde nach Hause gehen und gar nicht lange drüber Reden.

Schade, ich hatte extra ein mehrstrophiges Feierabend-Gedicht geschrieben, welches ich jedes Mal vortragen wollte ]:D Ja, du hast recht.

M/elCx77


Nein, es ist kein Krankenhaus und es hängen auch wirklich keine Menschenleben von meiner Anwesenheit ab. Es hindert mich auch niemand daran, zu gehen. Ich versuche es mal anhand eines Vergleichs zu erklären: Unsere Firma könnte z.B. ein Callcenter sein. Ich habe nun die letzten Monate daran mitgewirkt, dieses Callcenter aufzubauen. Es rufen immer mehr Kunden an. Es sind aber nicht immer genug Menschen an den Telefonen. Also bleibe ich länger, um Telefonate selbst entgegen zu nehmen. Manchmal ist ein Telefon kaputt. Also bleibe ich länger, um es zu reparieren. Man könnte da sicher noch einige Fälle erfinden... Im Grunde bleibe ich einfach deshalb länger, weil ich nicht möchte, dass das Callcenter einen schlechten Ruf bekommt und daran scheitert. Weil ich möchte, dass jeder Anrufer am Ende des Tages glücklich ist - oder zumindest 98%. Vielleicht ist das auch einfach unrealistisch.

Wenn Du früher gehts, also keine Überstunden machst, dann wird Deine Firma nicht wegen Dir einen schlechten Ruf bekommen, die Kunden unzufrieden sein, sondern wegen der schlechten Führungskräfte, die nicht genug Personal für die Kunden parat haben!!!

Du darfst Arbeit nicht mit Leibeigentum verwechseln, das ist abgeschafft!!!

Mache Dich nicht kaputt, das bringt Dir außer Krankheit später gar nichts!!!

Nwormdxi84


Im Grunde bleibe ich einfach deshalb länger, weil ich nicht möchte, dass das Callcenter einen schlechten Ruf bekommt und daran scheitert. Weil ich möchte, dass jeder Anrufer am Ende des Tages glücklich ist - oder zumindest 98%. Vielleicht ist das auch einfach unrealistisch.

Das ist sogar ganz sicher unrealistisch aber leider eine relativ typische Einstellung von Berufseinsteigern, man möchte sich selbst natürlich gut darstellen und fühlt sich irgendwo mit dem Unternehmen verbunden. Das man das nicht ist und dem Unternehmen am Ende garnichts "schuldet" kommt erst mit der Zeit und das Lehrgeld das man dafür zahlt sind nunmal oft Magengeschwüre, hoher Blutdruck oder psychische Probleme.

Was ich mich frage: Was hat sich seit dem erstellen des Threads am 23.07. geändert ? Hast du schon mal mit deiner Chefin über die Stunden und einen passenden Ausgleich (sprich "früher Feierabend / freie Tage") und eine Planung für die Zukunft gesprochen ? Könnte man ja prima mit einem Gespräch über die Vertragsverlängerung kombinieren. Sicher ist das nicht super angenehm aber das gehört einfach zum Arbeitsleben dazu.

M*r. Foreskixn


Du wirst es schon noch lernen die richtige Balance zu finden. Am Anfang des Berufslebens nimmt man sicht oft zu wichtig. Ich habe mit der Zeit gelernt mich nicht alleine für den Erfolg des Unternehmens für das ich arbeite verantwortlich zu fühlen. Wobei es den Mitarbeitern oft darum geht, dass die Kunden optimal betreut werden und dem Arbeitgeber geht es nur um Gewinnmaximierung (auch wenn er was anderes sagt).

s&terchm]ücke


Danke. Ich muss mir über eure Texte mal Gedanken machen :-/

@ Nordi84

Was ich mich frage: Was hat sich seit dem erstellen des Threads am 23.07. geändert ? Hast du schon mal mit deiner Chefin über die Stunden und einen passenden Ausgleich (sprich "früher Feierabend / freie Tage") und eine Planung für die Zukunft gesprochen ? Könnte man ja prima mit einem Gespräch über die Vertragsverlängerung kombinieren. Sicher ist das nicht super angenehm aber das gehört einfach zum Arbeitsleben dazu.

Das Gespräch steht noch aus. Ich werde sie nachher um einen Termin bitten. Eigentlich möchte ich dann vorerst nur über die Überstunden sprechen. Was soll ich denn zum Vertrag sagen? "Ja, ich schau mich gerade um, ob ich eine bessere Stelle finde, aber falls nicht, würde ich den Vertrag gerne verlängern." ja wohl eher nicht...? :-/

NRordix84


Komm doch mal aus deiner passiven Opferrolle raus. Du bist Arbeitnehmer, das heißt aber nicht das du alles schlucken musst was deine Chefin dir in den Rachen wirft sondern das heißt das du auch verhandeln kannst, immerhin stellst du der Firma deine Arbeitskraft und dein Wissen zur Verfügung. Vielleicht lassen sich bei der Vertragsverlängerung ja bessere Arbeitsbedingungen raushandeln. Wenn man es nicht anspricht kann sich nunmal auch nichts ändern.

NPorrdi8x4


Was ich damit sagen will: Du kannst sehr wohl in nem Gespräch sagen "Ich würde hier ja gerne weiter arbeiten, allerdings nur wenn Punkt A, B und C geändert sind bzw. mir dort entgegen gekommen wird."

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Beruf, Alltag und Umwelt oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Allergien · Zahnmedizin


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH