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(Fast) Jeden Tag länger arbeiten? - Dilemma

Ndumber` Opf THhe" Bexast


Ich stimme den anderen auch dahingehend zu, dass du für dich einstehen solltest. In meinem Bekanntenkreis gibts einige Leute, denen es ähnlich ergangen ist wie dir und auch ich selber war schon in so einer Situation. Aber bei keinem von uns hat sich die Situation von alleine geändert und auch nicht durch Gespräche mit den Chefs. Die einzige Möglichkeit war, dass man sich was anderes gesucht hat.

Ich drücke dir auf jeden Fall die Daumen, dass bei dem Gespräch mit deiner Chefin etwas "brauchbares" herauskommt, allerdings glaube ich nicht wirklich daran.

s&tech%mxücke


Es gibt Neuigkeiten:

Heute bzw. gestern habe ich meine Chefin nun also endlich auf die Überstunden angesprochen und wir haben uns darüber unterhalten, was möglich sei uns was nicht und wie (unterschiedlich) wir die Tendenz in den nächsten Wochen und Monaten sehen.

Sie meinte, dass wir aktuell viel zu tun hätten, aber in wenigen Wochen sollte sich die Situation deutlich entspannen.

Die angesammelten Stunden soll ich nach und nach abbauen, jedoch nicht in Blöcken (z. B. mal 1-2 Wochen frei), das gehe nicht. Desweiteren soll ich ab sofort keine weiteren Überstunden machen bzw. meine Wochenarbeitszeit nicht überschreiten. Das "ab sofort" irritierte mich auf Grund der aktuellen stressigen Phase, also hakte ich nach, sie bestätigte es aber.

Also ging ich heute kommentarlos und pünktlich (+10 min) aus dem Büro, da ich meine Wochenarbeitszeit bereits fast erreicht habe und mir noch ein paar Stunden für morgen (bzw. heute) aufheben wollte. Sie schaute mich skeptisch an, wünschte mir dann aber einen schönen Feierabend.

Ich vermute, dass sie das Thema bald noch einmal aufgreifen wird... und fühle mich trotz des für mich sehr positiven Ergebnisses gerade nicht so richtig wohl ":/

Bnlac!k Gun


dein ungutes gefühlt könnte durchaus begründet sein. für mich klingt das hier:

Sie meinte, dass wir aktuell viel zu tun hätten, aber in wenigen Wochen sollte sich die Situation deutlich entspannen.

Die angesammelten Stunden soll ich nach und nach abbauen, jedoch nicht in Blöcken (z. B. mal 1-2 Wochen frei), das gehe nicht.

sehr unverbindlich und nach hinhaltetaktik. so nach dem motto "jetzt zeige ich mal ein paar wochen lang guten willen, indem ich ihr gnädigerweise keine überstunden aufzwingen. hoffentlich hat sie sich in ein paar wochen dann abreagiert. und selbst wenn nicht - vielleicht vergisst sie am ende dennoch, bezahlung oder freizeitausgleich für überstunden zu fordern."

Sie schaute mich skeptisch an, wünschte mir dann aber einen schönen Feierabend.

muss nichts heißen. falls es was heißt, dann am ehesten, dass sie zur sicherheit noch mal die schuldnummer probieren wollte.

aber das wird man sehen.

NDorkdi8x4


Zieh das auf jeden Fall durch. Natürlich wird sie ihre Meinung in absehbarer Zeit wieder ändern, nämlich dann wenn Arbeit liegen bleibt und du deine Wochenarbeitszeit bereits aufgebraucht hast. Ist aber ihr Problem, sie ist Chefin, dann muss sie eben bis Nachts um 3 arbeiten. Oder mehr Personal einstellen, ist ja ihre Firma und damit auch ihre Entscheidung.

Ganz ehrlich, ich bin total gespannt wie sie reagiert wenn du mal nen Tag zwei Stunden früher in den Feierabend verschwindest weil du ja Stunden abbauen musst. ;-)

S{o"roxman


Soll ich wirklich wie selbstverständlich fast jeden Tag länger arbeiten, als es in meinem Vertrag steht?

Da antworte ich doch mit Forrest Gump: "Mama sagt: Dumm ist der, der Dummes tut."

ich dann aber praktisch viel weniger verdiene, da ich ja ständig mehr arbeite, fühle ich mich betrogen

Du betrügst dich da jeden Tag selbst, stechmücke.

Ich weiß ja nicht, um welchen Job es geht, aber wenn du etwas von Home Office schreibst, dann ist es eher was büro-mäßiges. Es gibt ja auch die Variante, effizienter zu arbeiten: also das gleiche Arbeitsergebnis eben in den bezahlten Stunden zu machen. Gerade mit IT lässt sich da einiges machen. Du hast etwas von "Kunden - immer mehr" geschrieben. Hast du dir mal Gedanken gemacht, wie man das mit gleicher Arbeitszeit (in Grenzen) handhaben kann?

* statt immer wieder gleiche Kundenfragen beatntworten - eine Webseite einrichten, darauf verweisen

* Serienemails oder Serienbriefe mit Textbausteinen, die trotzdem zum Kundenanliegen passen

* sich Hilfsmittel überlegen, die die Arbeit effizienter machen

* überflüssige Schritte rausfinden und dann weglassen, ggf. nach Besprechen mit der Chefin. Gerade im Zusammenhang mit z.B. Formularen findet sich da viel.

Solche Beispiele.

Außerdem solltest du nun schon einigermaßen eingearbeitet sein, und die Dinge gehen flotter von der Hand als am Anfang. Schwierig ist manchmal der Punkt Qualität. Aber schneller bedeutet nicht zwangsweise weniger Qualität.

Schau mal, ob du da einige Punkte findest.

Ich versuche es mal anhand eines Vergleichs zu erklären: Unsere Firma könnte z.B. ein Callcenter sein. Ich habe nun die letzten Monate daran mitgewirkt, dieses Callcenter aufzubauen. Es rufen immer mehr Kunden an. Es sind aber nicht immer genug Menschen an den Telefonen. Also bleibe ich länger, um Telefonate selbst entgegen zu nehmen. Manchmal ist ein Telefon kaputt. Also bleibe ich länger, um es zu reparieren. Man könnte da sicher noch einige Fälle erfinden... Im Grunde bleibe ich einfach deshalb länger, weil ich nicht möchte, dass das Callcenter einen schlechten Ruf bekommt und daran scheitert. Weil ich möchte, dass jeder Anrufer am Ende des Tages glücklich ist - oder zumindest 98%. Vielleicht ist das auch einfach unrealistisch.

Die Auswege dürften bekannt sein, mal an dem Beispiel:

* Self-Service Sachen einrichten, wo Kunden sich informieren können: eine Webseite, eine FAQ-Liste, ein Kundenterminal, sowas

* ein Computer erfasst wesentliche Daten vorher mittels einer Spracherkennung, das Stichwort hierfür ist computer-telephony integration

[[https://de.wikipedia.org/wiki/Computer_Telephony_Integration]]

* die Gespräche nicht zu lang werden lassen

* im Gespräch ein Klassifikations-Schema nutzen, dass Probleme des Kunden schneller erkennt

* statt der unmittelbaren Ad-hoc-Reparatur: Ersatztelefone beschaffen (lassen), die man dann nehmen kann

* ausrechnen, ob es sich überhaupt lohnt, die Telefone zu reparieren (Kaufpreis gegen eigene Arbeitszeit x Dauer), ggf. die Telefone gesammelt extern reparieren lassen, oder auch intern, aber dann in der Arbeitszeit am Stück

* Arbeitsteilung - hier mit den Studenten und der Chefin; überleg, was du wirklich selbst machen MUSST, und was andere machen können/sollen, also auch mal Aufgaben delegieren

* Zeitmanagement - Sachen in Blöcken erledigen, seltener umschalten müssen

* Vorlagen nutzen für gleiche Ergebnistypen, anstatt jedes Ergebnis von 0 an neu zu erstellen

Worum geht es also: spule nicht gedankenlos deinen Job ab, sondern überleg dir selbst kreativ Maßnahmen zur Steigerung der Effizienz bei höherer Kundenzahl. Da kann man schon was rausholen, aber natürlich nicht beliebig viel.

Und auf jeden Fall:

* die wesentlichen Parameter messen und dokumentieren (hier z.B. die Zahl der Anrufe/Kunden pro Zeit, auch sowas wie die mittlere Gesprächslänge), damit man auch mal zeigen kann, wie sich das Arbeitpensum entwickelt - und später die Monate erkennt, wo es wieder runter geht

Weil ich möchte, dass jeder Anrufer am Ende des Tages glücklich ist - oder zumindest 98%.

Kundenzufriedenheit ist ein hohes Gut. Aber auch Mitarbeiterzufriedenheit. Achte erstmal drauf, dass du selbst zu 98% zufrieden bist. :)z

Rdots_ch opf2


Hoffentlich ziehst du das durch, dich an die Arbeitszeiten zu halten. ;-) Deine Chefin ist ganz schön dreist. Sie bittet dich sogar, Arbeit nach Hause mitzunehmen um vor 10 Stunden auszustempeln. Die Arbeit, die du zu Hause machst, zählt, wie Andere schon richtig erwähnten, auch zur Arbeitszeit. Wenn du dann zu Hause einen Unfall haben solltest (z.B. du rutschst aus und fällst übermüdet die Treppe runter), dann könnte man die Chefin nur schwer drankriegen. Sie könnte sagen "ich wusste nicht, dass die Mitarbeiterin Arbeit mit nach Hause genommen hat".

Durch ihre Bitte an dich, zu Hause zu arbeiten, hat sie dich aktiv aufgefordert, gesetzliche Regelungen zu ignorieren.

Dass sie jetzt so "geläutert" wirkt, ist bestimmt nicht ohne Grund. Ich könnte mir gut vorstellen, dass sie sich mit anderen Unternehmern unterhalten hat, und jemand hat sie gewarnt, dass sie schnell vor dem Arbeitsgericht landen könnte, wenn sie so weiter macht. Es ist übrigens nicht nur vorgeschrieben, dass man nicht über 10 Stunden arbeiten darf, sondern die Anzahl der Tage, an denen man an die 10 Stunden rankommt, ist auch vorgeschrieben. Außerdem müssen zwischen Arbeitsende des Vortags und Arbeitsanfang des nächsten Tages 11 Stunden liegen (-> an diesen lange Tagen).

Irgendwann könntest du auch mal sagen "ich muss heute eine Stunde früher gehen - ich muss zum Zahnarzt". :=o

w&hi8te# magi:c


Ich scheue mich davor, die Verlängerung anzusprechen. Ich gehe fest davon aus, dass meine Chefin den Vertrag verlängern möchte

Ja davon ging mein Freund auch aus und hat dann drei Tage vor ABlauf des vertrages als er die Verlängerung dann ENDLICH mal angesprochen hat, gesagt bekommen.

Nein danke, wir verlängern nicht

OHne Angabe von Gründen.

NAch der Vertragsverlängerung kannst du ganz offiziell fragen.

Ich mus smich gesetzmäßig beim Jobcenter 3 Monate vor Auslauf meines Vertrages arbeittssuchend melden. Dieser Zeitpunkt ist jetzt. Ich würde mit Ihnen gerne darüber sprechen, ob sie mich weiterbeschäftigen wollen

Das ist legitim und sachlich.

Leide rmuss ich sagen, das bei der Beschreibung deine Gesprächs, sowie der folgenden Art deiner Chefin das leicht Geschmäckle kommt, dass sie sich nicht auf einer verlängerung einlassen wird.

Du sollte keine stunden mehr aufbauen, (weil sie diese dann ja bezahlen müsste) in ein paar Wochen wird es weniger, (Weil dann die Hauptarbeit getan ist und sie sich jemand Neue ssuchen kann,d er den Spaß mitmacht).

Rfotcschotpfx2


Der Ratschlag von whitemagic gefällt mir gut. Genau so würde ich bezüglich der Verlängerung fragen. Das ist sachlich. Das Gespräch würde ich baldmöglichst suchen.

@ whitemagic

Deine Analyse des Grundes, warum die Chefin sich jetzt anders verhält, leuchtet mir ein. Sie hört sich realistischer an als meine.

SLoro8mQan


Es ist übrigens nicht nur vorgeschrieben, dass man nicht über 10 Stunden arbeiten darf,

Arbeitszeitgesetz, logo. Aber 10 Stunden plus Pausen. Und daher üblich: max. 10:45h als Differenz zwischen Arbeitsbeginn und Arbeitsende. Und es gibt Ausnahmen.

Hier die Essenz: [[https://de.wikipedia.org/wiki/Arbeitszeitgesetz]]

sondern die Anzahl der Tage, an denen man an die 10 Stunden rankommt, ist auch vorgeschrieben.

Naja, nicht die Anzahl, aber eine mittlere Wochenarbeitszeit über einen längeren Zeitraum.

Außerdem müssen zwischen Arbeitsende des Vortags und Arbeitsanfang des nächsten Tages 11 Stunden liegen (-> an diesen lange Tagen).

Ja, auch das.

Alles mit Ausnahmemöglichkeiten in Tarifverträgen oder Betriebsvereinbarungen für besondere Tätigkeiten.

Du solltest keine stunden mehr aufbauen

Das sehe ich auch so.

(weil sie diese dann ja bezahlen müsste)

Nein, die muss die Chefin von Stechmücke nicht zahlen. Stechmücke muss drauf achten, dass sie alle Urlaubstage und Überstunden innerhalb der befristeten Zeit auch abbauen kann und abbaut. Einen Anspruch auf Auszahlung gibt's nur dann, wenn wichtige betriebliche Gründe dem Nehmen der Urlaubstage oder Abbau der Überstunden entgegen stehen, und das würde ich mir an ihrer Stelle schriftlich geben lassen. Stechmückes Chefin hat sie aber konkret dazu aufgefordert, die Überstunden abzubauen. Halt nicht am Block, sondern nebenbei. Also sollte Stechmücke einen Plan machen (Urlaubsplanung), Überstundenabbau-Planung in der Zeit, wo es angeblich weniger werden wird, das mit ihrer Chefin besprechen, sich die Urlaubstage genehmigen lassen, so dass bis Ende der befristeten Beschäftigung alles weg ist. Alles ganz normal. Egal, ob es danach dort weitergeht oder woanders.

Urlaubstage oder Überstunden, die sie hätte nehmen können, aber nicht genommen hat, die verfallen ohne Bezahlung.

Ich kann da übrigens keine Tendenz rauslesen bzgl. Weiterbeschäftigung ja oder nein. Ich würde das einfach direkt offen ansprechen, dann wird man ja sehen. Was ich mich gerade frage: Befristungen müssen begründet werden (außer in besonderen Umgebungen wie etwa an Hochschulen). Was war denn der Grund für die erste Befristung?

ZTwergealHf2


Meinem Sohn geht es ähnlich. Er macht eine Ausbildung zum Koch und wird in seiner Ausbildungsstätte ausgebeutet ohne Ende. Er ist dort zum lernen und nicht zum knechten. So meine Devise. Es handelt sich hier um ein 4-Sterne-Hotel, aber beim Umgang mit den Azubis bekommen die (bis auf eine Ausnahme) von mir 20 Minussterne. :(v

Vereinbarte Arbeitszeit beträgt 45 Stunde in der Woche. Er arbeitet nie unter 60 Stunden. Natürlich will er sich da durchbeißen, weil er unbedingt Koch werden will. Ist auch absolut seins, er geht völlig darin auf und kocht schon ziemlich viel zuhause. Aber ich leide ungewollt mit und habe ihn schon oft vom Bahnhof abgeholt, wenn der nächste Bus erst in einer halben oder einer Stunde kam. Das darf kein Dauerzustand werden. Zudem bin ich gerade selbst in der Bewerbungsphase und dann wird das mit dem nachts abholen noch schwieriger. Ich leide an Schlafstörungen und bin dementsprechend gerädert, wenn er mich nachts weckt, weil er mir per SMS schreibt, dass er mal wieder da festhängt. Muss der Arbeitgeber denn nicht dafür Sorge leisten, dass der Azubi zumindest den letzten Bus bekommt? Um noch ein Zimmer für die Nacht zu buchen, war es schon zu spät. Also hat er da 45 Minuten auf den Bus warten müssen und war erst um 2 Uhr heute Nacht zuhause. Aber das, was mich so wütend gemacht hat, war, dass er um 7 Uhr schon wieder das Haus verlassen hat und zur Arbeit gefahren ist!

Und mir soll keiner mehr mit der fadenscheinigen Ausrede "so ist das nun mal in der Gastro" kommen. Auch die Gastronomie muss sich an Gesetze halten. Ich mach mir Sorgen um meinen Sohn, auch wenn er schon volljährig ist. Er ist immer müde, bekommt kaum bis gar keine Pausen im Betrieb, hat einen Hang zu Süßkram entwickelt und sehr viel Gewicht verloren. Ich möchte so unglaublich gern mal seinen arschigen Küchenchef anrufen und ihm die Meinung geigen, aber ich darf nicht. Da Sohn schon 18 ist. Einmal hatte ich den Kerl am Telefon und er hat sich tatsächlich über zeitweise mangelnde Konzentration meines Sohnes beschwert. Piept es denn bei dem? Ist doch kein Wunder bei solchen Arbeitszeiten! Auch die Noten in der Schule sind katastrophal gewesen, so dass wir ihm geraten haben, mit einem Lehrer seines Vertrauens zu reden. Wenn er zur Berufsschule muss, ist um 6:30 Uhr aufstehen angesagt. Kein Problem. Aber wenn man erst weit nach Mitternacht heim kommt, dann schafft man es entweder gar nicht oder ist in der Schule müde und passt nicht auf. Ich könnte plazten vor Wut gerade, es arbeitet richtig in meinem Bauch! Ich war schon froh, dass der Küchenchef immerhin an ihn glaubt und sie ihn deshalb nach der Probezeit behalten haben. Mein Sohn hat nicht nur einmal über einen Wechsel nachgedacht. Trotzdem wollte er sich durchbeißen. Aber zu welchem Preis?

Sorry, dass es so lang geworden ist, aber es tut so gut, es mal rauszulassen.

Habt Ihr Tipps? Wie komme ich wieder runter? Ich mache mir wirklich Sorgen um seine Gesundheit. Er meinte letztens zu mir, dass er kaum mehr an etwas Süßem vorbei gehen kann, ohne es zu essen. Das war früher nicht so. Könnte es sein, dass der Körper einfach nach Energie schreit? Und daher mit Kohlenhydraten Vorlieb nimmt, wenn nix anderes da ist? Was habt Ihr für eine Erklärung?

Falls das zu OT ist (eigentlich passt es ja zum Thema) kann ich natürlich auch einen eigenen Faden eröffnen...

S"ilberdmondaxuge


Also wenn ich mir überlege, wie eindrücklich unser Personalchef vor ein paar Monaten erklärt hat, dass wir nach 6h eine halbe, nach 9h eine weitere Viertelstunde Pause machen MÜSSEN, dass wir nicht länger als 10 h am Tag arbeiten DÜRFEN, dass die Wochenarbeitszeit auf Dauer 48 Std nicht überschreiten darf - ich denke mir wenn der Zoll (?) oder wer auch immer da zuständig ist, ein paar Kontrollen machen wird dann hui...

Die Privatsender bringen ja gerne mal so Dokus - klar sind die gestellt, aber solche Kontrollen wird es schon geben.

Habt Ihr Tipps? Wie komme ich wieder runter? Ich mache mir wirklich Sorgen um seine Gesundheit. Er meinte letztens zu mir, dass er kaum mehr an etwas Süßem vorbei gehen kann, ohne es zu essen. Das war früher nicht so. Könnte es sein, dass der Körper einfach nach Energie schreit? Und daher mit Kohlenhydraten Vorlieb nimmt, wenn nix anderes da ist? Was habt Ihr für eine Erklärung?

Hm...ich könnte mir vorstellen, einen anonymen Brief oder Anruf bei der zuständigen Stelle (Handwerkskammer?), vielleicht gibt es in der Berufsschule einen Vertrauenslehrer.

Und der Körper braucht natürlich mehr Energie - also Kohlehydrate...

M,r. CForeuskixn


Muss der Arbeitgeber denn nicht dafür Sorge leisten, dass der Azubi zumindest den letzten Bus bekommt?

Was würde denn passieren, wenn er einfach geht und den letzten Bus nimmt?

Er hat dann seine vertraglich vereinbarte Arbeitszeit doch schon abgeleistet, oder nicht?

Als Azubi wird man ihn schon nicht entlassen.

Ob er dann übernommen wird weil er sich nicht ausbeuten lässt ist eine andere Frage.

Aber die ist in dieser Branche wohl eher grundsätzlicher Natur.

Je mehr Sterne, desto höher der Druck und eben auch teilweise geniale Köche ohne ein Händchen für eine ausgeglichene Personalführung.

ZBwergRelf2


Einfach zu gehen um den letzten Bus zu bekommen (und eben nicht eine Stunde warten zu müssen auf den Nachtexpress) würde er sich momentan noch nicht trauen. Da fehlt ihm entweder das Selbstbewusstsein oder er ist noch nicht fertig genug, um sich durch zusetzen. Richtige Pausen hat er auch nicht. Warmes Essen, obwohl vorher zugesichert, gibts auch fast nie. Daher immer dieses Zuckerzeugs.

Ein anonymer Brief wäre eine Idee. Ich mache mir daszu mal Gedanken.

Bei ihm kommt noch die Fahrtzeit hinzu, weil sie fast eine Stunde beträgt. Die zählt natürlich nicht als Arbeitszeit, aber dadurch ist er eben oft erst um 1 und manchmal erst um 2 Uhr nachts zuhause...

sOtech1mückxe


Hallo an alle und danke für eure Antworten und euren Zuspruch!

@ Zwergelf2

Willkommen, du kannst hier selbstverständlich berichten, es passt ja genau zum Thema.

Wenn ich das über deinen Sohn lese, dann frage ich mich wieder, wieso ich eigentlich jammere... ich habe auch Bekannte, die in der Gastronomie oder im Hotel arbeiten. Hat dein Sohn sich denn mal umgesehen und umgehört, ob es ihm in einem anderen Hotel besser gehen könnte?

@ white magic

Dein Beitrag hat mich wirklich erschreckt :-/ Ich habe mich gleich arbeitssuchend gemeldet, vorsorglich. Die Vertragsverlängerung werde ich zeitnah ansprechen, ich muss mir nur noch genauer klar darüber werden, was ich eigentlich möchte, damit ich nicht unvorbereitet in dieses Gespräch gehe.

Ich dachte bisher, dass sie den Vertrag verlängern möchte, da sie schon ein paar Mal Projekte angesprochen hat, welche z.B. im Frühjahr anstehen und dabei von "wir" sprach und mich ansah, als sei ich beteiligt. Allerdings erlebe ich sie jeden Tag im Gespräch mit anderen Menschen und wie sie dabei blufft und lügt. Dass ich am "wir" beteiligt bin, war meine eigene Interpretation. Du könntest tatsächlich recht haben...

@ Soroman

Vielen Dank für deinen Beitrag. Du hast recht, die Effizienz ließe sich bei uns (und mir persönlich) tatsächlich noch erhöhen. Danke für deine konkreten Beispiele, einige vergleichbare habe ich in den letzten Monaten auch schon umgesetzt, andere klingen auch sehr sinnvoll und ich könnte sie noch in die Wege leiten :-)

Kundenzufriedenheit ist ein hohes Gut. Aber auch Mitarbeiterzufriedenheit. Achte erstmal drauf, dass du selbst zu 98% zufrieden bist.

Ich frage mich, ob das nicht auch eher ein unrealistisches Ziel ist ;-)

Aber dafür versuche ich nun herauszufinden, was mir eigentlich konkret wichtig ist und was mich stört. Dann kann ich es auch ansprechen und ggf. meine Konsequenzen ziehen.

Was war denn der Grund für die erste Befristung?

In meinem Vertrag steht, dass er zur Erprobung geschlossen wird. Ich hatte im Kopf, dass ein Vertrag bis zu 3 mal verlängert werden darf, bis zu 2 Jahre (Gesamt)Dauer. Nun habe ich noch einmal gegooglet und gesehen, dass es bei neu gegründeten Unternehmen bis zu 4 Jahre sind. Hm :-/

B*laLck xGun


Dass ich am "wir" beteiligt bin, war meine eigene Interpretation

das könnte auch pluralis majestatis gewesen sein. ;-D

generell könntest du dich mal auf andere jobs bewerben. wenn du dann ein konkretes angebot in der hand hast, kannst du das deiner chefin vorsetzen und sie so zwingen, farbe zu bekennen: entweder, dein vertrag wird entfristet und deine überstunden werden sinnvoll geregelt, oder du bist weg.

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