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Informatik oder Mathematik?

EHhemalYigerU NutzerY (#557142x) hat die Diskussion gestartet


In Ergänzung zu meinem anderen Faden hier im Unterforum...

Kurzum:

Auch wenn mir fast schon die Motivation fehlt und die alles bestimmenden Ängste bei einem Fernstudium noch ausgehalten werden müssen, so bin ich doch entschlossen, den Schritt zu gehen. So entschlossen man bzw. ich halt sein kann.

Die Zeit drängt; die Rückmeldefrist ist fast abgelaufen.

Und ich kann mich nicht entscheiden: Informatik oder Mathematik? Beides reizt, zu beidem habe ich quasi Vorbeziehungen aufgrund meines anderen Studiums (nur rudimentär, aber immerhin in dem Umfang, dass ich eine Ahnung habe, was auf mich zukommt).

Affinität zu beidem ist vorhanden.

Bleibt die Frage:

Was "lohnt" sich eher? Wo hat man mit Mitte 40 in einigen Jahren eine Chance? Pauschale Antworten sind schwierig, aber...

Input erwünscht - danke!

Antworten
P-eeK:lee


Ich würde mich für Mathematik entscheiden. Es gibt weniger Mathematiker als Informatiker, auch weniger Quereinsteiger die sich ohne Diplom eingearbeitet haben. Mathematik ist eine fundierte, hohe Qualifikation die sowohl für "Hauptsache Masterabschluss" Berufe qualifiziert alsauch für "nur Mathematiker" Jobs.

Ausserdem nehmen die Versicherungen in schlechten Zeiten mehr Mathematiker an -irgendjemand muss ja die Prognosen up to date halten und die Versicherung vorm Absaufen retten.

iestdo@chMqi;stsowPaxs


Mathematik ist was für Idealisten. Wenn es wirklich um den Job geht, kann die Wahl nur Informatik sein.

NWamjxa


Ich liebe solche Pauschalaussagen ohne Begründung dazu.

Die zwei (promovierten) Mathematiker die ich kenne haben übrigens sehr gut bezahlte Jobs.

J.aRn74


Mathematik ist unglaublich komplex und anstrengend und schwierig.

Informatik teilt sich ja in zwei Strömungen - die eher abstrakt/theoretische "Uni-Informatik" und die eher praxisorientierte "Fachhochschul-Softwaretechnik". Mittlerweile dürfte es auch in der Uni etwas praxisnäher sein als noch vor 20 Jahren, aber die allgemeine Tendenz besteht sicherlich.

Die "Rangfolge der höchsten intellektuellen Weihe" ist also

1. Mathematik

2. Informatik/Uni

3. Softwaretechnik/Fachhochschule

Die Reihenfolge der Einfachheit des Studiums ist genau umgekehrt, und die der praxisnahen Brauchbarkeit des Abschlusses ebenso.

Ich würd Softwaretechnik machen (hab ich ja selber auch ;-) ).

EIhemalivger N&utzeerA (#57266x1)


Die "Rangfolge der höchsten intellektuellen Weihe" ist also

Die Reihenfolge der Einfachheit des Studiums ist genau umgekehrt, und die der praxisnahen Brauchbarkeit des Abschlusses ebenso.

Schwachsinn. Wirklich absoluter Schwachsinn. Zum einen, kannst du die "einfachkeit" nicht einfach Einschätzen, hier ist jeder anders. Am Beispiel der Schule: Ich war immer gut in Mathe, ein kumpel immer gut in Deutsch. Jetzt rate mal, wer welche Fächer einfach und welche schwer fand.

Wenn du einen Hang zur Mathematik hast, wird dir das leichter fallen, wenn du einen Hang zur Theoretischen Informatik hast, wird dir das leicht fallen, usw. Aber einfach eine Rangliste kannst du nicht aufstellen. Da kenne ich genug Beispiele, die mit Info angefangen haben, gescheitert sind und dann zu Mathe rüber sind. Einfach weil Mathe für diese Menschen einfacher war. Ich programmiere seit ich ca 8 Jahre alt war (damals dann noch mit BASIC). Für mich war das schon immer klar, dass ich Informatik studieren werde und für mich war, einfach aufgrund der Vorkenntnisse und der Affinität zu diesem Fach, das Studium ein reiner Witz. Das gleiche hat ein Kumpel mit Mathe. Er hat ein Photografisches Gedächtniss, er kann sich so ziemlich alles sehr schnell merken und ist ein Mathe Crack. Schon immer gewesen. Für ihn war Mathematik als Studienfach genauso ein Spaziergang. Setzt du mich nun aber in sein Studium, ihn in meins, werden wir beide mit ziemlicher Sicherheit scheitern.

Daher lieber TE: Ignorier bitte solche pauschalisierten Ranglisten einfach. Die eine Frage, die ich mir stellen würde, wäre besonders: Woran hätte ich später mehr Spaß. Du wirst in beiden Fächern genug verdienen, um dich sehr gut Ernähren und einen ordentlichen Lebensstandart zu haben und kannst damit ggf. auch eine Familie ernähren. Daher überleg dir, was dir mehr Freude macht? Bei welchem Job würdest du mit einem grinsen in die Arbeit gehen und mit einem grinsen wieder raus? Oder anders gefragt: Bei welchem kommst du murrend und motzend abends heim. Die Entscheidung wird dir hier im Forum auch keiner Abnehmen können, jeder könnte jetzt seine eigenen Präferenzen raushauen, aber da wir dich nicht kennen, kennen wir eben deine Präferenzen leider nicht.

Viel Erfolg noch bei der Entscheidung!

P.S.: Studieren macht laune ;-)

Jsan7x4


Das ist ja wirlich totaler Schwachsinn was Du da schreibst. Lieber TE, bitte lass Dich von derart polemischen, noch dazu ansatzweise beleidigend und süffisant geschriebenen Beiträgen nicht in Deiner Entscheidung beeunflußen!

Und mal ernsthaft - was für eine aus Zensurgründen nicht zu benennende Ausdrucksweise. ZahlenBitte, Du magst ja anderer Meinung sein, aber diese Art, sie zu äussern, ist doch nun wirklich keine sachliche Diskussion. Warum schreibst Du nicht "das sehe ich anders, das kann man nicht so pauschal sagen, das hängt doch vom Individuum ab", anstelle von so nem polemischen Kram?

Was ich geschrieben hab basiert auf meinen eigenen Erfahrungen (der ich Informatik und Softwaretechnik zumindest ansatzweise selber studiert habe) und Unterhaltungen mit Studenten aller drei Fächer, sowohl Anfängern als auch welchen, die das Studium hinter sich haben; das was ich geschrieben hab gibt die Aussagen aller wieder, ist daher offensichtlich kein Schwachsinn.

i\stdo]chMiHstsowas


Die zwei (promovierten) Mathematiker die ich kenne haben übrigens sehr gut bezahlte Jobs.

as zweifel ich nicht an, Mathematiker sind ohne Frage sehr intelligente Leute und können gute Jobs finden. Trotzdem bildet Informatik wesentlich mehr in Jobnähe aus, was vorallem auch den EInstieg leichter macht. Mathematik ist da in vielem sehr abstrakt und ja "abgehoben", dagegen ist Informatik recht bodenständig.

ifstdoVchMist2sowaxs


@ ZahlenBitte

Naja, Einzelfälle mag es immer geben, aber ich würde in der Tendenz auch Jan zustimmen, auch wenn Ranglisten immer schwierig sind. Aber es gibt mehr Mathematiker die als Informatiker arbeiten als andersherum. Und ich traue mehr Leuten zu gute Informatiker zu werden als Mathematiker, weil es trotz aller Theorie mehr Bodenhaftung hat.

JKa nx74


Ein Aspekt ist auch "Mitte 40". zum einen wegen der Zeitdauer, zum anderen wegen der intellektuellen Aufnahmefähigkeit. ich denke, bisschen hat das schon abgebaut, mit Mitte 40, im Vergleich zu Mitte 20.

Also ein etwas leichtgewichtiges Studium "Bachelor Softwaretechnik" ist da vielleicht aus mehreren Gründen einfacher zu bewältigen als der dicke Mathe Knüppel.

J*anx74


Hab grad mal Deine Fäden überflogen.. Du bist ja eh etwas in Schieflage. Ein Grund mehr, eher ein Studium, welches sich auch wirklich realistisch bewältigen lässt, anzufangen, als eines, was mit Sicherheit zum Teil sehr viel Durchhaltevermögen abverlangen wird.

Allerdings wäre es vielleicht noch besser, einfach direkt nach Geldverdienmöglichkeiten zu suchen.

c@ompyxfreak


Mathematik ist was für Idealisten. Wenn es wirklich um den Job geht, kann die Wahl nur Informatik sein.

Nach Aussage eines meiner Informatik-Profs (der vor längerer Zeit Mathematik studiert hat) hat man ihm zur Studienzeit genau das Gegenteil gesagt: Informatik ist nur was für Idealisten und Traumtänzer, wer Kohle verdienen und einen Job haben will, sollte Mathe studieren. Das war damals wohl ungefähr die Zeit, zu der eine weltweite Computernachfrage von 5 Stück prognostiziert wurde (oder so).

Jedenfalls denke ich, dass man mit beiden Abschlüssen gut bezahlte Jobs finden kann, mit Informatik vermutlich noch etwas leichter(?). Ob es wegen des Alters Unterschiede gibt, weiß ich nicht.

Wenn du dir beides zutraust, nimm vielleicht das, was dir besser gefällt. Ich weiß nicht, woher deine Informatik-Erfahrungen stammen, aber oft gibts ja in anderen Studiengängen so einen "Programmierkurs", wasweißich, 4 SWS C++ und "heute schauen wir uns VBA an" oder so. Das ist von den Inhalten her in Informatik (jedenfalls an meiner Uni) aber nur ein kleiner Teil, die meiste Zeit beschäftigt man sich nicht wirklich mit dem Programmieren an sich. Viele fallen jedenfalls durch, weil sie alles auf die leichte Schulter nehmen, da sie ja schon super programmieren können. Für die Vorlesungen in Mathe oder über Betriebssysteme oder Compilerbau hilft das aber nicht so extrem viel. Aber vermutlich weißt du das schon. Dafür hat man auch einige "Crashkurs-Vorlesungen" (im Vergleich zum Mathestudium) für manche Mathegebiete.

Sind jedenfalls spannende Themen dabei. Aber auch einige langweilige, die VL über Informationssysteme war bei uns z.B. so eine, weil es oft ins rein Philosophische abgedriftet ist, hängt dann vom Prof ab, der war aber auch eine Schlaftablette. ;-D

Seoromkan


In Ergänzung zu meinem anderen Faden hier im Unterforum...

Habe ich kurz überflogen.

Auch wenn mir fast schon die Motivation fehlt und die alles bestimmenden Ängste bei einem Fernstudium noch ausgehalten werden müssen, so bin ich doch entschlossen, den Schritt zu gehen. So entschlossen man bzw. ich halt sein kann.

Wenn du jetzt schon schreibst, dass dir eigentlich fast schon die Motivation fehlt, dann wird das ziemlich sicher nix werden.

Und ich kann mich nicht entscheiden: Informatik oder Mathematik? Beides reizt, zu beidem habe ich quasi Vorbeziehungen aufgrund meines anderen Studiums (nur rudimentär, aber immerhin in dem Umfang, dass ich eine Ahnung habe, was auf mich zukommt).

Welche Ahnung hast du? Was war dein anderes Studium? Fächer, Noten, Abschlüsse?

Affinität zu beidem ist vorhanden.

Affinität reicht nicht. Was waren deine Schulnoten in Mathe, Physik, Informatik?

Oder Studiumsnoten?

Das musst du alles nicht hier schreiben, aber such es dir mal raus für die folgenden Sachen:

Und dann mein Rat für dich:

-> Berufsinformationszentrum! (BIZ)

* Stärken-Schwächen-Analyse, Qualifikation

* Was macht dir wirklich, wirklich Spaß? Und was kannst du wirklich besser als Andere?-Analyse => Liste der Jobs, die darauf passen

* Gehaltsanalyse der Jobs, die in Frage kommen (die haben Tabellen im BIZ mit Durchschnitten pro Region)

* aktive Stellensuche in deiner Region in den Jobs, die dich interessieren (Ergebnisse aus den letzten Schritten)

* Bewerbungstraining und Assessment-Center-Training

* alten Job, der dich runterzieht und wo die Kollegen auch nur rumjammern: zeitnah kündigen.

Von Fernstudium rate ich dir ab - denn es bringt dir viele Jahre kein Geld und braucht ein enormes, riesiges Engagement. Abbrecherraten: informier dich mal, aber 80 oder 90% in Mathe/Informatik würden mich nicht wundern. Viele verlieren die Lust, andere bekommen es nicht hin. Und wenn du schon ein Studium hast: ich glaube nicht, dass die Jobaussichten dann besser werden.

Was dir wirklich Geld bringt: ein 40-Stunden-Job, ordentlicher Stundenlohn. Wenn das zuviel ist für Familie/Kinder: halt 30 Stunden. Aber immer: bezahlte Überstunden oder ordentliches Zeitkonto, vernünftige Anzahl bezahlter Urlaubstage (so um 28 Tage im Jahr).

Was dir noch helfen könnte: eine Psychotherapie (z.B. Verhaltenstherapie, um die 20-25h, also ca. 6 Monate wöchentlich 1h). Du klingt ziemlich fertig und verzweifelt. Zahlt die gesetzliche Krankenkasse, wenn der Psychotherapeut das ordentlich begründet.

Vielleicht aber besser: ein Coach für die Themenfelder Finanzen und Arbeit - der kostet aber wieder Geld. Arbeitet dafür lösungsorientierter. So ein Peter Zwegat-Typ, so kann man sich die für Finanzen vorstellen. Oder halt selbst Kassensturz machen: ordentliche Aufstellung: Einnahmen, Ausgaben, Sparmöglichkeiten, Verdienstmöglichkeiten. Sollte als Mathematik/Informatik-Studentkandidat doch kein Problem sein, es sind Zahlen. Für das Themenfeld Arbeit auf jeden Fall das BIZ und ggf. ein getrennter Coach. (das Arbeitsamt kann ggf. Kurse vermitteln)

Wenn du wirklich kein Geld hast, um aus dem gröbsten rauszukommen: Vorschuss/Kredit in der Verwandtschaft erfragen. Ohne Geld geht nix.

EMhemalig?er NuWtJzer (#5072:6x61)


@ Jan:

An die eigene Nase greiffen ist schwer, wa? Im gleichen Beitrag andere zu tadeln "polemisch" (Das Med1-Unwort des Jahres 2013-2015) und beleidigend zu sein und selbiges im eigenen Beitrag anwenden. Super!

Und mal ernsthaft - was für eine aus Zensurgründen nicht zu benennende Ausdrucksweise. ZahlenBitte, Du magst ja anderer Meinung sein, aber diese Art, sie zu äussern, ist doch nun wirklich keine sachliche Diskussion. Warum schreibst Du nicht "das sehe ich anders, das kann man nicht so pauschal sagen, das hängt doch vom Individuum ab", anstelle von so nem polemischen Kram?

Und warum schreibst du statt "ich sehe das so" einen so verallgemeinernden (ich könnte jetzt auch "polemisch" einfügen, ist ja grade trend, ne?) Kram?

Was ich geschrieben hab basiert auf meinen eigenen Erfahrungen (der ich Informatik und Softwaretechnik zumindest ansatzweise selber studiert habe) und Unterhaltungen mit Studenten aller drei Fächer, sowohl Anfängern als auch welchen, die das Studium hinter sich haben; das was ich geschrieben hab gibt die Aussagen aller wieder, ist daher offensichtlich kein Schwachsinn.

Warum schreibst du das so nicht? Sondern stellst eine allgemeine These auf? nur weil diese auf die Leute in deinem Umfeld (gleich und gleich gesellt sich gern) häufig vertreten ist, ist das noch lange keine allgemeingültige These.

Aber es gibt mehr Mathematiker die als Informatiker arbeiten als andersherum. Und ich traue mehr Leuten zu gute Informatiker zu werden als Mathematiker, weil es trotz aller Theorie mehr Bodenhaftung hat.

Gebe ich dir recht, es funktioniert in beide Richtungen. Info hat mMn aber auch nur an der Fachhochschule mehr Bodenhaftung. Beim studium auf Diplom an der Uni konnte ich zumindest im Vorstudium kaum einen Unterschied erkennen. Wir hatten die Fächer teils mit den Mathematikern zusammen. Ich hab mich dann irgendwann entschlossen, auf die FH zu gehen, da mir persönlich die Uni zu theoretisch war. Für mich eine gute Entscheidung.

T,apxs


Was die Rangfolge betrifft, stimme ich Jan uneingeschränkt zu.

Mathematiker sind ohne Frage sehr intelligente Leute und können gute Jobs finden. Trotzdem bildet Informatik wesentlich mehr in Jobnähe aus, was vor allem auch den Einstieg leichter macht. Mathematik ist da in vielem sehr abstrakt und ja "abgehoben", dagegen ist Informatik recht bodenständig.

So sieht’s aus. Und Jobs für "reinrassige" Mathematiker sind selten. Viele landen letztendlich in der IT. Das Gehalt ist (je nach Branche) auch nicht unbedingt üppig.

nur rudimentär, aber immerhin in dem Umfang, dass ich eine Ahnung habe, was auf mich zukommt

Hast Du das wirklich?

Ein reines Mathematikstudium ist hart. Mit Mitte 40, da muss man schon sehr sehr viel Motivation mitbringen, um das zu schaffen. Man kann auch Informatik studieren und Mathematik im Nebenfach belegen. Aber ob das für ein Fernstudium geht, weiß ich nicht.

Wenn ich deinen anderen Thread lese, würde ich dir eher dazu raten, dir einen neuen Job (auch artfremd) zu suchen. Mit einem weiteren Studium verlagerst Du das Problem nur.

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