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Beruf und Familie - Was "darf" man?

mHnef


Unfassbar, mnef, wie kannst du als Frau sowas schreiben? Du emfindest das Grundrecht einer Frau, ein Kind zu bekommen, GENAU DANN, wenn sie selbst es möchte bzw. die Natur es zulässt, unabhängig von betrieblichen Anforderungen, als "auf alle scheißen"?

Meinst du das ernst?

Meinst du diese komische Interpretation ernst? ":/

Ich bin lediglich auf die Aussage, für Karriere müsse man hart sein und alle anderen Belange (Kollegen+Chef) ignorieren, eingegangen. Das ist anders formuliert "auf alle scheißen".

Ich habe nicht gesagt "Kinder kriegen als Berufstätiger ist auf alle scheißen". Bitte lies mehrmals oder frag nach, bevor du so einen Mist unterstellst.

Und lasst doch einfach mal diese künstliche Empörung, wenn ich noch ein paar Mal von "Ich bin entsetzt!" "Unfassbar!!" o.Ä. lese, dreh ich durch ;-D

C!oma BOereKnicxes


Oh, hier ist ja seid gestern Abend einiges passiert, ich versuche mal, nach Möglichkeit auf vieles einzugehen. Ich habe alles gelesen und zur Kenntnis genommen, auch wenn ich (aufgrund des Umfangs) jetzt nicht direkt auf jeden Punkt Bezug nehmen kann. Auf jeden Fall vielen Dank für ALLE Kommentare!

Allgemein

Wenn ich der Meinung wäre, dass jetzt der beste Zeitpunkt zum schwanger zu werden, hätte ich diesen Thread nicht eröffnet. Dann würde ich über das Thema auch nicht diskutieren wollen.

Und wenn ich von Beförderung, interessanteres Arbeitsfeld, zukünftig weitere Beförderungen usw. rede, heißt es NICHT, dass es sich um große Karrieresprünge handelt. Ich habe jetzt KEINE Verantwortung. In der neuen Abteilung würde ich nach und nach mehr Verantwortung bekommen – anhängig davon, wie ich mich mache. Die nächste relevante Beförderung ist frühstens in 5 Jahren – erst dann würde ich umfangreiche Verantwortung bekommen. Ich bin erst seit 1,5 Jahren in dem Unternehmen und habe (wie es sich schon aus meinem Alter ergibt) vorher keine großen beruflichen Erfahrungen gesammelt. Entsprechend weit unten stehe ich momentan noch in der Hierarchie.

Es handelt sich NICHT um eine Führungs- oder Chefposition.

Es geht mir bisher nur, um das erste Kind. In welchem Abstand ein zweites oder drittes oder zehntes Folgen soll, steht noch nicht fest. Das entscheiden wir nach dem ersten, abhängig davon, wie die Gesamtsituation aussieht (und somit auch bei mir beruflich).

@ Honey91_mit_Mini13

Aber die Entscheidung sollte sie immer von sich selbst abhängig machen, wie sie am glücklichsten ist, nie wegen anderen!

Die "Anderen" sind von meinen Entscheidungen aber auch betroffen, weshalb ich zumindest Ernsthaft über die Folgen für sie nachdenke.

Ich glaube schon, dass sich jeder selbst am nächsten sein sollte – aber trotzdem sind , mit andere Menschen/Kollegen/Freunde nicht egal.

Dementsprechend geht es ja doch darum was der TE im Moment wichtiger ist / ob der Wunsch nach Karriere oder der Wunsch nach einem Kind überwiegt.

Und wie entscheidet man das?

Mit eigenen Kinder habe ich noch keine Erfahrung, im Berufsleben stehe ich auch noch nicht so lange.

Es gibt so viele Meinungen zu dem Thema, dass es mir schwer fällt, einen klaren Plan zu entwickeln – aber ich arbeite dran. Und dafür tut es gut, Meinungen aus dem nicht-privaten-Umfeld zu hören.

Meint ihr wirklich auch nur einer von denen würde sagen "Danke dass du hier bist und nicht schwanger ausfällst"?

Auch wenn ich dir bei anderen Sachen nicht ganz zustimme, finde ich diesen Frage große Klasse.

Nur leider ist das kein Argument, um trotzdem zeitnah schwanger zu werden.

Wenns gute Kollegen sind, dann freuen sie sich auch mal für einen wenn privat was schönes passiert.

Naja, ich freue mich für jeden Kollegen, der ein Kind bekommt. Aber wenn es für mich direkte negative Konsequenzen (z.B. mehr Arbeitsbelastung) hat, kann ich neben der Freude auch gleichzeitig genervt sein.

@ gato

Und ich habe auch nicht den Eindruck, dass Coma Sorgen hat, was der Chef denken könnte.

Doch, das genau das habe ich. Genau wie ich mir Gedanken über meinen Kollegen mache. Deshalb habe ich primär den Pfaden eröffnet. Nur spucken mir momentan bei dem Thema "Vereinbarkeit von Beruf und Familie" so viele Dinge im Kopf herum, dass das Thema am Anfang unter gegangen ist.

@ mistymountains

Und stell dir mal vor du wirst nicht gleich schwanger, sondern erst nach zwei, drei, vier Jahren?

Das ist eines der wichtigsten Gründe, wieso ich den Kinderwunsch nicht unbedingt aufschieben mag.

Bisher ist vor allem die Frage, ob mein Beruf des Risiko wert ist.

…versuchen im Einzelfall Lösungen zu finden

Bei uns im Unternehmen wird auch grundsätzlich versucht, individuelle Lösungen zu finden. Allerdings kann ich daraus keine Erfahrungen für mich ableiten, da ich keine Frau kenne, die in ihrer Zeit im Unternehmen schwanger wurde.

@ Meta4

Du hast auch in der Arbeitszeit ein Recht darauf, freie Zeit zum Stillen deines Kindes zu haben.

Ich stelle es mir wahnsinnig schwer vor, das praktisch umzusetzen. Mein Mann kann max. 6 Monate Elternzeit nehmen und auch in der Zeit, kann er ja nicht den halben Tag damit verbringen zu mir ins Büro zu kommen und wieder zu fahren.

Grundsätzlich habe ich das als Notfallplan berücksichtigt, wäre aber, zumindest in den ersten Monaten nach der Geburt, nicht meine erste Wahl.

@ This Twilight Garden

Das mein zukünftiger Chef damit rechnen muss, dass ich schwanger werden, meine ich im Bezug auf die nächsten 10 Jahre. Es sieht nicht so aus, dass ich in dem Zeitraum nochmal die Abteilung wechseln würde – und er hat auch klar gesagt, dass er will, dass ich möglichst lange da bleibe.

Und ja, ich will gerade 2 Sachen auf einmal, und bin daher am überlegen WIE ich es am besten mache.

@ Black Gun

Grundsätzlich stimme ich dir auch zu, aber dann kann man auch gleich sagen, dass immer nur ein Elternteil arbeiten darf, weil es sonst eh nicht funktioniert.

Was ich bei uns immer wieder irritierend finde ist, dass gerade die Kollegen in der mittleren Führungsebene (und die werde ich so schnell nicht erreichen) besondere Flexibilität ermöglicht bekommen. Dh. z.B. ein Projektleiter der 1 ganzen und 2 halbe Tage die Woche Telearbeit macht, damit er mehr Zeit für seine Kinder hat.

Bei uns sind es eher die "Kleineren" für die Kinder zum beruflichen Verhängnis werden können. Und wenn es schwer ist, Beruf und Kind unter einen Hut zu bringen, bleibt nur die Möglichkeit (für ein Elternteil) in Teilzeit zu arbeiten und mit den Konsequenzen zu leben oder sich eine neue Stelle zu suchen.

@ Kobaldmaki2

Ich habe den neuen Job noch nicht, muss also auch erst mal eingearbeitet werden. Wenn ich ausfalle, findet sich vielleicht auch eine andere Möglichkeit, als jemand neues zu nehmen (Umplanung innerhalb der Abteilung). Schön ist das trotzdem nicht, wahrscheinlich aber einfacher, als wenn ich schon feste Arbeitsanteile hätte. Das liegt auch alles nicht in meiner Hand – egal wann ich schwanger werde.

Sie will nicht vorankommen, sondern offenbar schmarotzen.

Schmarotzen bedeutet für mich, nichts für die Beförderung zu tun. Das will ich auf keinen Fall. Es geht nur darum, meine "Arbeitskraft" zu verschieben. Wenn man jede Auszeit wegen Kindern als "schmarotzen" bezeichnet, könnte man fast alle Eltern damit beleidigen.

Deine sonstigen Kommentare haben auch nichts damit zu tun, wie es wäre, wenn ich jetzt schwanger werden würde, sonder zielen eher darauf ab, dass ich grundsätzlich keine Kinder bekommen soll, solang ich nicht bereit bin, beruflich massiv zurückzustecken.

Unabhängig davon, habe ich nie von einer Führungsposition gesprochen, sondern von einer Beförderung, die mir LANGFRISTIG mehr Verantwortung bringt.

@ Technikerin89

Vielleicht hast du ja auch einen super netten Chef, der schon fast damit rechnet, dass du bald schwanger bist

Naja, das weiß ich nicht, solange ich ihn nicht frage. Der wichtige Unterschied bei dir ist, dass du es bereits bei der Bewerbung gesagt hatte – also hatte dein Chef die Wahl, ob er sich darauf einlässt oder nicht. Viele würden es nicht tun.

Da sich das Thema "Beförderung" bei mir schon so lange zieht, wäre es zu früh gewesen, um Anfang des Jahres schon mit dem neuen Chef zu sprechen. Wann ich mit ihm (über was auch immer) rede, entscheide ich, wenn feststeht, wann wir den Kinderwunsch TATSÄCHLICH umsetzten wollen.

@ white magic

Sprich doch einfach mit deinem neuen Chef

Bisher habe ich das noch nicht in Erwägung gezogen, denke aber immer mehr darüber nach, je mehr ich hier lese.

Jetzt wäre allerdings der "schlechteste" Zeitpunkt, ich habe den Job noch nicht offiziell, aber mein zukünftiger Chef könnte auch nichts mehr beeinflussen. Ich werde so oder so die Bewerbung nicht zurückziehen. Was würde ein Gespräch ergeben:

1. Er findet es nicht schlimm. Ich bin "gedanklich" frei, wann ich schwanger werden könnte. Vorteil für mich!

2. Er ist "nicht begeistert" Ich habe einen Grund mehr, noch ein paar Monate / Jahre zu warten. Dafür habe ich mir wahrscheinlich erst mal einen Stempel aufgedrückt, der beruflich ALLES schwieriger macht.

Ich glaube, ich will mir erst mal genauer überlegen, was ich mir vorstellen könnte und dann schauen, ob/wann ein Gespräch Sinn macht.

@ HannahWe

Auch wenn ich Sheryl Sandberg eigentlich nicht "mag" finde ich das, was du schreibst sehr interessant. Ich muss mal in Ruhe darüber nachdenken ...

R{osenomContaxg


@ avanti

:)^

Stimme dir 100% zu. Echt übler Faden, der mich richtig sauer macht bzw. die "Ratschläge" der meisten Userinnen hier. So ein sch...berufliche Belange über private zu stellen. Total beschissene Einstellung, finde ich.

Ich würde machen was ICH für MICH und meine FAMILIE als richtig empfinde, die Firma wär mir in dem Moment egal !!!

Ihr seid für die Firma nur Mitarbeiter, die ERSETZBAR !!! sind, nichts anderes. So eine Loyalität finde ich absolut fehl am Platz, aber das merken viele Frauen erst wenn sie die Zeit fürs Kinderkriegen verpasst haben und auch in der Firma durch jüngere Modelle ersetzt werden. Dann kommt das böse Erwachen, dann habt ihr nämlich GARNICHTS gewonnen.

@ TE:

Ich würd die neue Position nehmen und schwanger werden. Basta. Egal was die anderen denken.

BOlacXk Gu9n


Ich glaube, moralisch hätte ich 0 Bedenken an deiner Stelle, die Beförderung anzunehmen. Du bist verheiratet und im gebärfähigen Alter - wer nicht damit rechnet das du jederzeit schwanger werden kannst, der ist selbst schuld.

klar kann Frau das so machen. Dann aber bitte nicht über ungleiche bezahlung und schlechtere beförderungschancen klagen und eine frauenquote fordern! :=o

In Artikel 3 unseres deutschen Grundgesetzes steht:

(3)Niemand darf wegen seines Geschlechtes, [...] benachteiligt oder bevorzugt werden.

ist ja putzig. wäre dann die frauenquote nicht klar gesetzeswidrig? wären dann nicht all die tollen ausschreibungen im öffentlichen dienst gesetzeswidrig, in denen immer steht dass "Frauen bei gleicher Eignung bevorzugt eingestellt werden"? :|N

Mal ganz klar zur Sache: es ist das gute Recht einer jeden Frau, schwanger zu werden wann immer sie will und sich dabei nicht um die Belange der Firma oder der Kollegen zu scheren. Genauso ist es aber auch absolut legitim und das gute Recht jeder Firma/jedes Chefs, wichtige und/oder hochdotierte Posten an diejenigen Mitarbeiter zu vergeben, die für die Firma die größte Leistung bringen. Eine Frau, die erst eine Projektleiterstelle annimmt um dann kurz danach, bevor das Projekt zum Laufen gebracht wurde, in Mutterschutz zu gehen, verursacht ihrem Betrieb große Kosten und Schwierigkeiten. Dementsprechend ist es absolut legitim, wenn die Firma dieser Frau, nachdem sie zurückkommt, kein Entgegenkommen/Wohlwollen mehr zeigt, das über gesetzliche Ansprüche hinausgeht.

Also: wer im Beruf entweder so ein Spezialist und so unentbehrlich ist wie Mirolis Mädels oder wer ohnehin keine nennenswerten beruflichen Ambitionen hegt, so wie z.B. Honey, der kann die Belange der Firma ignorieren. Diejenigen Frauen aber, denen etwas an ihrem Job bzw. ihrer Karriere liegt, die aber nicht unersetzlich sind, die würden sich durch so eine Aktion ihre Karriere mit einiger Sicherheit versauen. Es ist also letztlich eine individuelle Abwägung, durch welches Vorgehen man glaubt, das eigene Glück und den eigenen Lebensweg in die günstigsten Bahnen lenken zu können. Aus den oben erläuterten Gründen werden aber die meisten Frauen für sich selbst nicht das Optimum rausholen können, wenn sie radikal "darauf scheissen, was mit Firma, Chef und Kollegen ist". Selbst wenn man keinerlei moralische Bedenken hätte, wäre es meiner Ansicht nach daher trotzdem unklug, so zu handeln.

LsolaxX5


@ Black Gun

Eine Frau, die erst eine Projektleiterstelle annimmt um dann kurz danach, bevor das Projekt zum Laufen gebracht wurde, in Mutterschutz zu gehen, verursacht ihrem Betrieb große Kosten und Schwierigkeiten.

Bevor du dich weiter ereiferst, wie schlimm das wäre, hättest du vielleicht zuerst bis zum Ende lesen sollen: Es geht gar nicht im eine Stelle mit irgendeiner Art von Führungsverantwortung. ;-D

R`oszenmonxtag


@ Stuhlbein:

In meinem Fall war die Firma das Arschloch, der war es auch sowas von egal was mit ihren Mitarbeitern passiert (so ist es heutzutage die Regel, jeder kämpft nur für sich oft ohne Rücksicht auf Verluste) und ich war die Loyale. Was hat es mir gebracht? Genau, nüx, privat hatte ich durch meinen Verzicht grosse Probleme/Nachteile. Dies hat den Arbeitgeber aber einen Dreck interessiert.

Würde ich die Zeit zurückdrehen können, hätte ich heute meine Loyalität für die Firma über Bord geworfen und meine privaten Interessen stattdessen verfolgt. Das wäre für mich und meine Familie die bessere Wahl gewesen!

Bin übrigens auch Akademikerin und langjährige, erfahrene Spezialistin auf meinem Gebiet, trotzdem unerwartet ersetzt worden. Darauf kann man sich nicht verlassen.

Wenn man also - sollte man rationalerweise - davon ausgeht, dass der Arbeitgeber sowieso nur aus Eigeninteresse handelt, aus welchem Grund sollte man das dann anders handhaben, Stuhlbein?

Darauf zu "vertrauen", dass die Loyalität beiderseitig ist, wäre höchst blauäugig. Ich hab dadurch (privat) jedenfalls nur Nachteile gehabt.

BElaJc2k+ >Guxn


Bevor du dich weiter ereiferst, wie schlimm das wäre, hättest du vielleicht zuerst bis zum Ende lesen sollen: Es geht gar nicht im eine Stelle mit irgendeiner Art von Führungsverantwortung. ;-D

meinen beitrag von 16:48 habe ich geschrieben, bevor die TE um 16:28 ihre ausführlichen Antworten gepostet hat.

BvlacWk (Guxn


Darauf zu "vertrauen", dass die Loyalität beiderseitig ist, wäre höchst blauäugig. Ich hab dadurch (privat) jedenfalls nur Nachteile gehabt.

Es mag ja sein, dass man heutzutage nicht darauf hoffen darf, von Seiten der Arbeitgeber Fairness oder Loyalität gedankt zu bekommen. Das hat aber gar nichts damit zu tun, dass man als Reaktion auf eigene Illoyalität mit Sicherheit nicht mit Dankbarkeit oder Verständnis rechnen darf. Und ja, einen neuen Job im festen Plan anzunehmen, ihn nach wenigen Wochen nicht mehr auszuüben, ist in meinen Augen Illoyalität.

mGnxef


So ein sch...berufliche Belange über private zu stellen. Total beschissene Einstellung, finde ich.

Ich würde machen was ICH für MICH und meine FAMILIE als richtig empfinde, die Firma wär mir in dem Moment egal !!!

%-|

Das ist in erster Linie eben kein Rat der Userinnen. Der TE selbst ist die Firma eben nicht egal. Und selbst wenn ihr die Menschen egal wären, schlägt jede Entscheidung auch beruflich auf sie selbst zurück. Deshalb fragt sie. Und das ist auch vollkommen richtig.

Wer sich beklagen will, dass der Tenor nicht ist "Beruf egal, bekomm ein Kind" - der sollte sich nicht bei den Antwortenden beschweren, sondern auch bei der bösen TE, die sich erdreistet beim Thema "Baby" nicht alles andere zu vergessen. %-|

Ihr seid für die Firma nur Mitarbeiter, die ERSETZBAR !!! sind, nichts anderes.

Jau. Und wenn man sich sehr daneben verhält, dann wird man vermutlich auch ersetzt und nicht länger gehalten ;-) Kündigungsschutz hin oder her - dürfte klar sein, dass jeder irgendwie gegangen werden kann, wenn man ihn loswerden will,, Und wer hat dann das Nachsehen? - richtig. Man selbst.

m(nef


Darauf zu "vertrauen", dass die Loyalität beiderseitig ist, wäre höchst blauäugig. Ich hab dadurch (privat) jedenfalls nur Nachteile gehabt.

Es gibt auch Menschen die Loyalität nicht von Gegenleistungen abhängig machen, sondern sich aus Überzeugung fair verhalten. Selbst wenn sie damit rechnen, vom gegenüber nicht in denselben Genuss zu kommen.

HoannyahWxe


Eine Frau, die erst eine Projektleiterstelle annimmt um dann kurz danach, bevor das Projekt zum Laufen gebracht wurde, in Mutterschutz zu gehen, verursacht ihrem Betrieb große Kosten und Schwierigkeiten. Dementsprechend ist es absolut legitim, wenn die Firma dieser Frau, nachdem sie zurückkommt, kein Entgegenkommen/Wohlwollen mehr zeigt, das über gesetzliche Ansprüche hinausgeht.

Ich frage mich manchmal, wo ihr arbeitet, wenn ihr diese Logik ausgrabt. Unternehmen geht es nicht um Nettigkeit und um Entgegenkommen/Wohlwollen.

Nehmen wir an die TE nimmt den neuen Job nicht an, aus Rücksicht auf ihren Kinderwunsch und aus Angst, die Kollegen und der Chef würden ihre frühe Babypause im neuen Job ähnlich kritisch sehen wie die meisten in diesem Faden.

Leider ist es ja nun so, dass die TE nicht mit einem Schild auf de Stirn rumläuft, auf dem steht: "Hab grade der Firma zuliebe auf meinen Kinderwunsch verzichtet" d.h. die Firma weiß garnicht, dass sie ein Opfer bringt.

Also wird es her auch kein Entgegenkommen/Wohlwollen aufgrund ihrer Rücksichtnahme in der Zukunft geben. Oder glaubst du, irgendein Chef dieser Welt guckt sich eine junge Mutti mit 2 kleinen Kindern an und denkt sich: Also, diese Frau hat vor 3 Jahren auf ihren Kinderwunsch verzichtet und ist erst jetzt Mutter geworden, weil es damals beruflich nicht gepasst hat! Zur Belohnung befördere ich sie jetzt! ;-D

Nein, er wird die Person einstellen, die zu dem Zeitpunkt X, an dem die Stelle vergeben werden sollen, die beste Besetzung für die Stelle ist - und das ist nun mal meistens keine Mutter von 2 kleinen Kindern.

Falsche Loyalität dem AG gegenüber kann einen, siehe Rosenmontag, teuer zu stehen kommen. Ich habe ebenfalls viele Leute in Zeiten der Wirtschaftskrise gesehen, die nach 20+ Jahren in einem Unternehmen entlassen wurden, weil es einfach nicht genügend Umsatz gab, um sie zu halten. Es geht nicht um Nettigkeit, es geht um Umsätze und um Profit.

Diejenigen Frauen aber, denen etwas an ihrem Job bzw. ihrer Karriere liegt, die aber nicht unersetzlich sind, die würden sich durch so eine Aktion ihre Karriere mit einiger Sicherheit versauen.

Nettigkeit wird in der freien Wirtschaft leider nicht belohnt- Leistung wird belohnt. Die Karriere versaust du dir als Frau, wenn du eine Beförderung nicht annimmst, sondern denkst "Ich krieg jetzt erstmal die Kinder und starte dann beruflich durch". Auch wenn es für manche Mütter nett klingt, es so herum zu machen- überlegt mal, wieviele Frauen ihr in eurem Bekanntenkreis habt, die wirklich noch irgendwas beruflich vorangebracht haben, die befördert wurden oder groß was erreicht haben, NACHDEM sie die Kinder bekommen haben.

Ich sehe täglich etwas anderes: Wenn du als Frau beruflich etwas erreichen willst dann musst du es tun, bevor die Kinder kommen. Danach musst du schon Superwoman sein, einen männlichen Chef davon zu überzeugen, dass du die beste Besetzung für eine wichtige Position bist.

Rsose!nmoxntag


@ mnef:

Ist das an mich gerichtet?

Falls ja, nur zur Erklärung: ich habe mir nichts zu Schulden kommen lassen, habe Ueberstunden geschoben und war privat immer für die Firma erreichbar. Hab an Wochenenden statt mit Familie was zu unternehmen im Homeoffice gearbeitet. War extrem loyal, hab Privates immer hintenangestellt.

Böser Fehler (naja, war halt karrieregeil insofern eigene Schuld), aber im Nachhinein is man immer schlauer.

LeoTla,Xx5


Nettigkeit wird in der freien Wirtschaft leider nicht belohnt- Leistung wird belohnt. Die Karriere versaust du dir als Frau, wenn du eine Beförderung nicht annimmst, sondern denkst "Ich krieg jetzt erstmal die Kinder und starte dann beruflich durch".

Ganz genau. :)z

Auch wenn es für manche Mütter nett klingt, es so herum zu machen- überlegt mal, wieviele Frauen ihr in eurem Bekanntenkreis habt, die wirklich noch irgendwas beruflich vorangebracht haben, die befördert wurden oder groß was erreicht haben, NACHDEM sie die Kinder bekommen haben.

Auch hier im wesentlichen volle Zustimmung. Wobei das nach meiner Beobachtung zu einem großen Teil auch eine Art Opt-out der Frauen ist: Erst jahrelang Babypause, danach vielleicht Teilzeit. Die Mütter, die trotz Kind frühzeitig (fast) Vollzeit arbeiten, sind im deutschsprachigen Raum eher die Ausnahme. Dabei läge gerade im frühen Widereinstieg der Schlüssel in zur Vereinbarkeit. Jedenfalls meiner Meinung nach.

SXtu1hlbePixn


Nettigkeit wird in der freien Wirtschaft leider nicht belohnt- Leistung wird belohnt.

Eine Stelle anzunehmen, die man wissentlich und geplant auf absehbare Zeit aber nicht antreten kann, ist das Gegenteil von Leistung. Man hat sich die Stelle erschwindelt. Das ist in dem Fall die einzige Leistung. Welchen Lohn erwartest du dafür?

Rdose=nm=onxtag


Ja, es ist wie HannahWe schreibt.

Ich selbst habe nicht nur mit dem Verzicht auf private Belange sondern auch mit dem höchsten Gut was man hat, der Gesundheit, für meine Loyalität bezahlt. Der Firma war das sch...egal.

Heute finde ich es war total bescheuert was ich aufgrund meines Karrieredenkens mitgemacht habe. Ich hatte damals auch noch so eine "edle" Haltung wie sie von vielen hier verbreitet wird. Völliger Schmarrn!

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