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Beruf und Familie - Was "darf" man?

LDolaxX5


Eine Stelle anzunehmen, die man wissentlich und geplant auf absehbare Zeit aber nicht antreten kann, ist das Gegenteil von Leistung. Man hat sich die Stelle erschwindelt. Das ist in dem Fall die einzige Leistung. Welchen Lohn erwartest du dafür?

Man will sie für die Stelle. Warum sollte sie das Angebot ablehnen, nur weil sie VIELLEICHT demnächst mal schwanger wird und wenn alles gut geht, nochmal 9 Monate später ein Kind bekommt und vorrübergehend ausfällt?!

Es kann auch sein, dass sich herausstellt, dass sie gar nicht schwanger werden kann. Oder dass sie erst in 5 Jahren schwanger wird.

m;nexf


Ist das an mich gerichtet?

Wenn ich auf ein Zitat von dir Bezug nehme: Ja.

Ist blöd für dich, wenn du Pech hattest. Aber deshalb muss man nicht in jedem Kollegen und jedem Chef das Böse sehen, dass einen in den Arsch treten wird und eh keine Loyalität verdient hat :-/

Und dass man Privates immer hinten anstellen soll ist wieder so eine Sache, die hier gar nicht verlangt wird.

mAnSef


*das

m&nexf


... und nett sollte man nicht sein, weil man Lohn dafür erwartet :=o

Rgosenmlontaxg


Man will sie für die Stelle. Warum sollte sie das Angebot ablehnen, nur weil sie VIELLEICHT demnächst mal schwanger wird und wenn alles gut geht, nochmal 9 Monate später ein Kind bekommt und vorrübergehend ausfällt?!

Es kann auch sein, dass sich herausstellt, dass sie gar nicht schwanger werden kann. Oder dass sie erst in 5 Jahren schwanger wird.

So is es. Das kann man auch als schicksalhafte Fügung bezeichnen. Dann ist man halt irgendwann schwanger geworden, genau wie man längerfristig ausfallen kann wegen Krankheit, Unfall, kündigen weil besseres Jobangebot etc.

Mit solch unvorhersehbaren Ereignissen muss der Chef eben rechnen. Ich sehe auch keinen (für mich) trifftigen Grund warum man da mit seiner privaten Zukunftsplanung hintenanstehen soll.

Was, wenn sich herausstellen sollte, dass sie nur schwer schwanger werden kann bzw. es aus welchen Gründen auch immer nicht klappt oder sie medizinische Hilfe (ICSI etc setzt eine bestimmte Wartezeit voraus) benötigt?

Dann wird sie sich schön in den Hintern beissen wenn sie der Firma zuliebe mehrere Jahre verzichtet hat und dann noch mehrere Jahre mit "üben" zubringen bzw. mit medizinischen Massnahmen? Und dann dasselbe beim nächsten Kind?

Ich würd mich dann auf jeden Fall extrem ärgern.

Naja, zugegeben, mit 25 steht man zwar nicht kurz vor Schluss aber so ein Szenario würde ich durchaus einkalkulieren.

PporHtaland


Eine Stelle anzunehmen, die man wissentlich und geplant auf absehbare Zeit aber nicht antreten kann, ist das Gegenteil von Leistung. Man hat sich die Stelle erschwindelt. Das ist in dem Fall die einzige Leistung.

Also so eine Einstellung hätte ich von Dir nicht erwartet, Stuhlbein. :(v

Dieser Logik nach ist also jede Frau, die beim Einstellungsgespräch von ihren Recht Gebrauch macht, eine bestehende oder geplante Schwangerschaft zu verschweigen eine Schwindlerin die sich Leistungen erschleicht?

Ernsthaft?

:-X


Wenn ich hier lese wie sehr sich in der freien Wirtschaft anscheinend das gelebte Recht von der Rechtslage abhebt (à la "jeder kann gekündigt werden auch wenn er nichts verschuldet hat, da gibt's immer Wege...), bin ich um meinen Beamtenstatus noch einmal mehr dankbar.

Meine Planstelle hat auch nach drei Jahren Elternzeit noch auf mich gewartet, und schwindeln oder kalkulieren musste ich da auch nichts....

C{oma BeLreRnicxes


So, jetzt habe ich nochmal die ganzen Einträge ein bisschen sacken lassen.

Wie ich erwartet hatte, gehen die Meinungen teilweise sehr weit auseinander. Es waren von allen Seiten gute Argumente dabei, über die ich noch länger nachdenken muss.

Ich versuche halt meine berufliche Zukunft und meine privaten Vorstellungen irgendwie zu vereinbaren.

Es ist ein Zwischending von "deine Interessen sollten an erster Stelle stehen" und "schaffe eine berufliche Basis, damit du langfristig mit deiner Arbeit glücklich sein kannst". (Aktuell habe ich nicht vor, in den nächsten Jahren das Unternehmen zu verlassen).

Gedanklich ist es am einfachsten, "egoistisch" zu sein, weshalb ich die Anfangsfragen auch so gestellt habe.

Meine Tendenz ist immer noch, dass ich ungern 12 Monate oder mehr den Kinderwunsch aufschieben möchte, aber vielleicht ein Zwischenlösung möglich ist. Dh. bis Ende des Jahres (oder ganze 6 Monate) den Kinderwunsch aufschieben, dann die Gesamtsituation erneut betrachten und entscheiden, ob wir weiter aufschieben oder nicht.

Hierbei handelt es sich um einen aktuellen Gedanken, endgültige Entscheidungen dauern Tage, wenn nicht Wochen.

Ich muss mir auf jeden Fall noch viele Gedanken machen und werde entsprechend in den nächsten Tagen vielleicht nochmal konkret auf einige Beiträge eingehen.

Bhlack MGuxn


Dieser Logik nach ist also jede Frau, die beim Einstellungsgespräch von ihren Recht Gebrauch macht, eine bestehende oder geplante Schwangerschaft zu verschweigen eine Schwindlerin die sich Leistungen erschleicht?

Ernsthaft?

meiner meinung nach: ja. in diesem fall steht dem das gesamtgesellschaftliche interesse an nachwuchs gegenüber, so dass ich es absolut richtig finde, frauen hier zu schützen und ihnen das recht zuzugestehen, eine bestehende oder geplante schwangerschaft zu verschweigen.

dennoch: wenn man alle anderen aspekte ausblendet und nur die eigentliche sachlage betrachtet, wäre es strenggenommen ein erschwindeln von leistungen, wenn man einen job im wissen oder im festen plan annimmt, ihn nach kurzer zeit nicht mehr ausüben zu können.

B{lacks Gun


Liebe TE:

Meine Tendenz ist immer noch, dass ich ungern 12 Monate oder mehr den Kinderwunsch aufschieben möchte, aber vielleicht ein Zwischenlösung möglich ist. Dh. bis Ende des Jahres (oder ganze 6 Monate) den Kinderwunsch aufschieben, dann die Gesamtsituation erneut betrachten und entscheiden, ob wir weiter aufschieben oder nicht.

Hierbei handelt es sich um einen aktuellen Gedanken, endgültige Entscheidungen dauern Tage, wenn nicht Wochen.

Ich muss mir auf jeden Fall noch viele Gedanken machen und werde entsprechend in den nächsten Tagen vielleicht nochmal konkret auf einige Beiträge eingehen.

wie schon von anderen geschrieben, und was ich auch unterschreiben würde: die großen karrieresprünge macht frau tendenziell nicht, wenn sie zu hause ein oder zwei kleinkinder hat sondern bevor sie kinder kriegt.

daher würde ich an deiner stelle die beförderung wohl annehmen und noch mindestens 6 monate verhüten. selbst ihr danach anfangt zu basteln, ist nicht garantiert, dass du sofort schwanger wirst, aber selbst wenn, hättest du noch weitere 4-6 monate, bevor du ausfällst. dann hättest du insgesamt mindestens ein jahr im neuen job, so dass die ganze sache moralisch bei weitem nicht mehr so anrüchig wäre (imho). in dem wissen, dass du vielleicht recht bald für ne gewisse zeit ausfällst, kannst du den neuen job auch so angehen, dass du von anfang an deine kollegen/mitarbeiter in deine arbeit und deine entscheidungsprozesse einbindest. vielleicht ließe sich sogar jemand ganz explizit als dein(e) stellvertreter(in) aufbauen, der/die dich dann ohne große komplikationen ersetzen kann.

auf diesem weg könntest du immer noch halbwegs zeitnah deinen kinderwunsch erfüllen, würdest dich aber nicht sofort ins berufliche abseits schießen und wärst auch halbwegs fair deiner firma gegenüber. wie gesagt, das wäre in meinen augen die beste lösung.

nur falls dein kinderwunsch tatsächlich schon jetzt so unerträglich sein sollte, dass ihr noch diesen sommer mit dem basteln anfangt, fände ich es, wie schon gesagt, sehr mies deinem arbeitgeber gegenüber, in diesem fall trotzdem noch den neuen job anzunehmen.

Cmoma B0erendices


@ Black Gun

Zum einen Frage ich mich, warum hier die Meinung entstanden ist, ich könnte in absehbarer Zeit große Karrieresprünge machen, aber diese sind definitiv frühstens in 10 Jahren möglich.

Der Plan mit 6 Monate nach der Beförderung zu warten, ist grundsätzlich gut.

Da ich aber noch nicht konkret weiß, wann ich befördert werde, fühlt es sich so an, als würde ich den Kinderwunsch ins Ungewisse verschieben. Auch wenn ich weiß, dass es nicht so wäre.

Deshalb finde ich z.B. 6 Monate ab jetzt einfacher, dann habe ich evtl. gerade meine neue Position. Ich kann dann abschätzen, was in nächster Zeit auf mich zukommt und dann hoffentlich einen realistischen Plan entwickeln, ab wann wir nicht mehr verhüten.

Ergebnis ist wahrscheinlich das selbe, aber das Gefühl ist ein anderes.

Ob oder wann ich mit Kollegen/Chef darüber rede, hängt davon ab, wie es in der Abteilung läuft. Bisher verstehe ich mich mit allen gut, da man sich aber nicht dauernd sieht, kann ich die Situation momentan schwer einschätzen.

daummsMcjhmarBrer74


hab nicht alles gelesen, fiel mir nur dazu ein:

im ÖD geht das durchaus [[http://www.spiegel.de/unispiegel/jobundberuf/fh-luebeck-praesidentin-muriel-kim-helbig-geht-in-elternzeit-a-1020059.html]]

mir selber erscheint es nicht sonderlich sympathisch, eine neue stelle anzutreten und sofort schwanger zu werden, aber das ist nur meine unmaßgebliche Meinung.

C`oteS$a<uva^ge


@ TE

Wenn hier schon um Zeit geschachert wird ;-) Wie wäre es mit "6 Monate ab Antritt der neuen Position", und dann mal schauen und neu überlegen?

Swtuh<lbexin


Man will sie für die Stelle. Warum sollte sie das Angebot ablehnen, nur weil sie VIELLEICHT demnächst mal schwanger wird und wenn alles gut geht, nochmal 9 Monate später ein Kind bekommt und vorrübergehend ausfällt?!

Es kann auch sein, dass sich herausstellt, dass sie gar nicht schwanger werden kann. Oder dass sie erst in 5 Jahren schwanger wird.

Man will sie für die Stelle, in der Erwartung, dass sie diese Stelle auch ausübt. Der Deal heißt Geld gegen Arbeitskraft. Hier wird aber geplant, das Geld zu nehmen, die Arbeitskraft aber vielleicht in 1-2 Jahren (evtl. auch halbtags oder vielleicht auch gar nicht) zur Verfügung zu stellen. Eine Seite erfüllt ihren Vertrag und die andere geplant nicht. Dass der Plan möglicherweise nicht aufgeht, spielt dabei keine Rolle.

L/olOaX5


Man will sie für die Stelle, in der Erwartung, dass sie diese Stelle auch ausübt. Der Deal heißt Geld gegen Arbeitskraft.

Ja, richtig. Und sie wird ja auch arbeiten. Und wenn sie gut ist, dann bringt sie in ein paar Monaten unter Umständen mehr weiter, als andere in 2 Jahren... ;-)

Hier wird aber geplant, das Geld zu nehmen, die Arbeitskraft aber vielleicht in 1-2 Jahren (evtl. auch halbtags oder vielleicht auch gar nicht) zur Verfügung zu stellen.

Du tust so als müsste der Arbeitgeber jahrelang für eine ehemalige Mitarbeiterin zahlen. ;-D

Nach deiner Logik dürfte man einen Job generell nicht annehmen, weil man in ein oder zwei Jahren vielleicht (vorrübergehend oder dauerhaft) nicht mehr zur Verfügung steht? Das ist doch in unserer heutigen, recht schnelllebigen Arbeitswelt völlig unrealistisch. Ist doch heute nichts besonderes, nach 1 oder 2 Jahren zu wechseln. Man selbst kann jederzeit entlassen werden und umgekehrt kann man eben ausfallen (Krankheit, Unfall, Schwangerschaft, besserer Job, Umzug,....) Wenn man deswegen keinen Beruf haben dürfte, müsste man Sozialhilfeempfänger werden.

Eine Seite erfüllt ihren Vertrag und die andere geplant nicht.

Woher willst du das denn wissen? Vielleicht stellt sich der jetzt als so abwechsungsreich und chancenreich angepriesene Job als Sackgasse ohne Aufstiegschancen heraus? Eventuell noch kombiniert mit schlechtem Arbeitsklima? Nichts ist fix. Auch nicht, dass der Arbeitgeber seine Seite des Vertrags erfüllen wird.

Dass der Plan möglicherweise nicht aufgeht, spielt dabei keine Rolle.

Doch natürlich spielt das eine Rolle. Man kann nunmal eine Schwangerschaft nicht mit so einer Garantie planen, wie man einen Urlaub buchen kann.

Außerdem stört es mich, dass mit dieser Logik quasi nur den Leuten ein Kind zugestanden wird, die zu blöd zum verhüten sind oder bei denen ein Verhütungsmethodenversagen zur Schwangerschaft führt. (Oder die beruflich völlig unambitioniert sind.)

Berufstätig sein und gewollt schwanger werden, wird hier stigmatisiert, dass es nicht mehr feierlich ist. Am besten wir schicken alle Frauen zurück an den Herd, dann falllen sie für keinen Arbeitgeber vorübergehend aus. %-| :)=

Statt das Schwangerwerden an sich zu kritisieren, sollte man m.E. eher auf eine kurze Ausfallszeit achten. Und das ginge um so leichter, je mehr sich die Väter anteilig genauso um ihren Nachwuchs kümmern würden.

HCin|ata


Wir hatten mal eine junge Dame (Anfang 20), die sich auf eine Helferinnen-Position beworben hatte und die Stelle bekam.

Nach einem Monat sagte sie, dass sie schwanger wäre und reichte ihr Arbeitsverbot bis zur Geburt ein (sie war im 3. Monat).

Was das Team davon hielt, kann man sich ja denken.

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