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Beruf und Familie - Was "darf" man?

L!olPaXx5


Mutterschutzzeit (6 Wochen vor und 8 Wochen nach der Entbindung)

Dazu noch eine Anmerkung: In Deutschland ist es meines wissens möglich, den Mutterschutz vor der Geburt auf eigenen Wunsch zu reduzieren. In Frankreich auch. In Österreich gilt dagegen soweit ich weiß nach wie vor eine (in meinen Augen) absolut rückständige Regelung: Vorgesehen sind 8 Wochen Mutterschutz vor der Geburt und 8 Wochen nach der Geburt. Und zwar als absolutes Beschäftigungsverbot definiert. :-o %-| :(v Ich finde, es ist eine Zumutung, dass der der Staat werdende Mütter derartig bevormundet. Wieso sollte man nicht bis kurz vor der Geburt arbeiten dürfen, wenn die Schwangerschaft problemlos verläuft und man arbeiten möchte? Ich finde diese Regelung absolut daneben.

S+talxfyr


Wenn sie planen, vorerst als Hausmann beim Kind Zuhause uu bleiben, gilt dasselbe wie hier für die TE, richtig.

Deshalb ist es absoluter Quatsch, daraus eine Mann vs. Frau Debatte zu zimmern.

Ganz genau! :)^ :)z

Gleiches an Stuhlbein: man hat so wenig Einfluss auf Kinder zeugen und kriegen, ich krieg da einfach den "arschloch"-Gedanken nicht hin.

??? Man hat wenig Einfluss auf's Kinder zeugen?? Wer? Die TE plant das hier doch ganz gezielt. Wenn es eben einfach passiert, passiert es, okay. Aber hier geht es ja nicht um den "Unfall", sondern um eine konkrete Planung.

Meine Tendenz ist immer noch, dass ich ungern 12 Monate oder mehr den Kinderwunsch aufschieben möchte, aber vielleicht ein Zwischenlösung möglich ist. D.h. bis Ende des Jahres (oder ganze 6 Monate) den Kinderwunsch aufschieben, dann die Gesamtsituation erneut betrachten und entscheiden, ob wir weiter aufschieben oder nicht.

12 Monate vergehen doch wie im Flug, Die Lösung wäre doch gar nicht mal verkehrt. Du kannst dich auf deinem neuen Posten einarbeiten, beginnst dann nach 12 Monaten mit dem Versuch, schwanger zu werden, je nachdem wie lange das dauert wirst du dann möglicherweise in 1 1/2 bis 2 Jahren ausfallen. Die gesammelte Berufserfahrung wäre auch für dich bei einem Wiedereinstieg von Vorteil. Stell dir vor du fällst gleich aus, kommst aus der Babypause wieder, hast null Ahnung von deinem Job, den du zu machen hast. Hmm...blöde Situation, schlechter Start.

Also ich finde es echt krass, wie hier manche Leute argumentieren... Ihr stellt das so dar, als ob man als Frau entweder Kind oder eine Arbeit , die einen glücklich macht, haben kann.... soll man sich gleich mit Kind zu hause einschließen weil die Arbeigeber ja eh keinen Bock auf solche Arbeitskräfte haben

Nein, man sollte es einfach nur passend planen. Was spricht dagegen, mit dem Kinderwunsch ein Jahr zu warten, wenn einem die Stelle so wichtig ist? Es gibt kein Grundrecht auf "Ich will alles auf einmal". Das kann keiner haben, auch kein Mann. Hat mit Diskriminierung folglich nicht die Bohne zu tun.

Jahrhundertelang wurden Frauen von Männern und Systemen diskriminiert und unterdrückt.

Und warum? ":/ Weil es sich bewährt hat!

*duck und wech* ;-D ;-)

Mal gucken wer das jetzt ernst nimmt und sich empört!^^

Khrab]belkäxferle


Wenn man beruflich keine Luftsprünge machen will, sondern mit einem "normalen" Job einfach zufrieden sind (was ja völlig in Ordnung ist :)z ), kan man da einfach auch nicht mitreden können. Die Prioritäten sind einfach ganz anders und man kann die Gedanken von anderen nicht nachvollziehbar. Da gibt es nur den Aufschrei "WIE kann man nur Kinder dem Beruf hintenanstellen....OMG!".

Und dann entsteht ein schwarz/weiß denken, es gibt nur entweder oder. Ich denke, dass eben beides geht, wenn man etwas flexibel ist.

Alles kann man auch nicht durchplanen, man muss manchmal auch einfach schauen, was auf einen zu kommt. Und dazu zählen auch Dinge wie "Man braucht manchmal 10 Jahre um schwanger zu werden...", wenns danach geht, dann sollte man sicherheitshalber schon mal mit 20 anfangen "zu üben", wie man das so schön sagt. ;-D Finde ja die Begrifflichkeiten rund ums Schwanger werden echt witzig...

KDrab belAkäfRerylxe


zufrieden IST...herrje o:)

H:atdscheMps,uxt_


Ich bin ja auch emanzipatorisch angehaucht, aber von Unterdrückung sehe ich nicht viel, wenn ich eine Schwangerschaft nicht parallel zum Jobwechsel plane.

Ich plane auch nicht zum entbindungstermin meine Reise ins australische Outback und spreche dann von Diskriminierung, wenn der Reiseleiter das nicht so geil findet.

HWan]nahxWe


Ich bin ja auch emanzipatorisch angehaucht, aber von Unterdrückung sehe ich nicht viel, wenn ich eine Schwangerschaft nicht parallel zum Jobwechsel plane.

Ich plane auch nicht zum entbindungstermin meine Reise ins australische Outback und spreche dann von Diskriminierung, wenn der Reiseleiter das nicht so geil findet.

Es geht doch darum, warum ich diese Entscheidung treffe.

Wenn ich eine Schwangerschaft nicht parallel zum Jobwechsel plane, weil MIR das zu stressig wird, ok. Wenn ich es nicht tue, obwohl ich es gerne täte, aber Angst habe, dass mein Chef das doof findet, dann diskriminiere ich mich selbst, weil ich mein Bedürfnis missachte, nur um es anderen Menschen bequem zu machen, obwohl mir die Erfüllung meines Wunsches von Rechts wegen zusteht. Das ist der Unterschied.

Und die Reise ins australische Outback rund um den Entbindungstermin zu planen wäre vor allem eines- unvernünftig, weil gesundheitsgefährdend. Unabhängig von der persönlichen Meinung des Reiseleiters. Hat aber mit der obigen Problematik nix zu tun.

HMatscZh_epsutx_


Nach deiner Logik diskriminiere ich mich andauernd selbst, weil irgendein Trade Off stets zugrunde liegt bei Entscheidungen. Die eierlegende Wollmilchsau gibt es auch für Männer nicht - würde ein Mann gleich nach Jobbeginn in Elternzeit gehen, hätte er das identische Problem.

Und ja, beim Thema Kinderwunsch muss nun einmal erst einmal die Frau etwas zurückstecken, nach dem Mutterschutz kann der Partner aber sofort übernehmen.

L\itvtleu-mit5-Lottxe


Ich stelle es mir wahnsinnig schwer vor, das praktisch umzusetzen. Mein Mann kann max. 6 Monate Elternzeit nehmen und auch in der Zeit, kann er ja nicht den halben Tag damit verbringen zu mir ins Büro zu kommen und wieder zu fahren.

Muss er ja nicht, du kannst ja pumpen in deiner Stillpause. Bei meinem zweiten Kind stand ich auch schon fest im Berufsleben und konnte kein Jahr Pause machen sondern bin schnell zumindest Teilzeit wiedergekommen und habe mit einer elektrischen Doppelpumpe abgepumpt...als er ein knappes Jahr war bin ich wieder voll eingestiegen und habe trotzdem 14 Monate gestillt/gepumpt.

Das ist wirklich das geringste Problem :)z.

Hjanna:hWxe


Nach deiner Logik diskriminiere ich mich andauernd selbst, weil irgendein Trade Off stets zugrunde liegt bei Entscheidungen. Die eierlegende Wollmilchsau gibt es auch für Männer nicht - würde ein Mann gleich nach Jobbeginn in Elternzeit gehen, hätte er das identische Problem.

Du diskriminierst dich andauernd selbst? Gib mal ein Beispiel. Es geht nicht um Kompromisse schließen. Es geht darum, seine Grundrechte (z.B. ein Kind zu bekommen, genau dann, wann man es möchte) nicht in Anspruch zu nehmen, um es anderen Menschen recht zu machen.

Und ja, beim Thema Kinderwunsch muss nun einmal erst einmal die Frau etwas zurückstecken, nach dem Mutterschutz kann der Partner aber sofort übernehmen.

Ja, könnte er. Tut er aber meistens nicht. Es geht meiner Meinung nach in diesem Faden auch nicht um das Thema "Sollten Männer sich mehr an der Kinderbetreuung beteiligen".

Sondern darum, ob die TE ihren Kinderwunsch an betriebliche Gründe anpassen sollte.

bHellpagia


nicht in Anspruch zu nehmen

Wo genau schreibt die TE, dass sie das Recht nicht in Anspruch nehmen möchte?

Sie möchte beides in Einklang bringen, Job und Kind. Wäre ihr der Job egal, dann gäbe es diesen Faden doch gar nicht und sie hätte das einfach durchgezogen.

H5arts|chexpsut_


Es ist für mich nicht ein Grundrecht, das Kind zu bekommen, wann ich möchte:

Ich stimme mich mit meinem Partner ab, muss ggfs auf seinen Arbeitgeber Rücksicht nehmen, stimme mich mit der Kita ab und und und. Lauter notwendige Abstimmungen, denen ich nicht entgehen kann. Es ist dein Recht, ein Kind zu bekommen - aber wann, entscheidest nicht nur du.

Sobald ich in einer Beziehung bin, muss ich mich abstimmen.

HlannxahWe


Es ist für mich nicht ein Grundrecht, das Kind zu bekommen, wann ich möchte:

Ich stimme mich mit meinem Partner ab, muss ggfs auf seinen Arbeitgeber Rücksicht nehmen, stimme mich mit der Kita ab und und und. Lauter notwendige Abstimmungen, denen ich nicht entgehen kann. Es ist dein Recht, ein Kind zu bekommen - aber wann, entscheidest nicht nur du.

Sobald ich in einer Beziehung bin, muss ich mich abstimmen.

Ach komm, jetzt willst du mich aber veräppeln, oder? Du stimmst dich mit der Kita ab, ob und wann du ein Kind bekommen darfst?

So nach dem Motto "Ich plane in 1 Jahr ein Kind zu gebären, aber nur, wenn sie in 2 Jahren einen Platz für dieses frei haben, sonst warte ich noch ein halbes Jahr." ;-D

Du schmeißt hier alles durcheinander: Natürlich muss man sich mit seinem PARTNER abstimmen, was die Kinderplanung angeht. Aber das heißt doch nicht, dass ich den Chef, die Kita, und und und mit einbeziehen muss.

Damit würdest du quasi Fremde Leute in deine Familienplanung mit einbeziehen, das wäre der Wahnsinn.

Die Kita könnte pleite gegangen sein, bis mein Kind geboren ist. Und dann? Der Chef könnte die Firma gewechselt haben, bis das Kind geboren ist, und der nächste hat da schon wieder ne ganz andere Meinung zu.

Es ist dein Recht, ein Kind zu bekommen - aber wann, entscheidest nicht nur du.

Das entscheiden genau 2 Menschen - ein Mann und eine Frau. Und manchmal nicht mal das, da entscheidet es das Schicksal. ;-)

Und bestimmt kein Arbeitgeber, Kindergarten, die Oma, der Nachbar (könnten sie nicht noch 2 Jahre warten mit der Kinderplanung, ich zieh eh bald weg ;-D ).

HMactscxhe*psut_


Wen ich in meine Entscheidung miteinbinde, ist ganz allein meine Entscheidung. Und wenn ich den Papst und die Queen einbinden möchte, dann mache ich das auch. Dein Grundrecht ist in deinem Lebenskonzept anders ausgestaltet als in meinem Konzept. Daher fühle ich auch nicht irgendeinen Verzicht, sondern sehe dies als für MICH als völlig natürlich. Fortpflanzung ist ein Grundrecht, wie ich es ausgestalte meine Baustelle. Da hast du genauso wenig zu melden wie ein anderer Dritter.

H-annqahWe


Hatschepsut_, du kommst hier sehr zickig und nicht sehr sachlich rüber. Vielleicht bist du im Moment emotional zu sehr involviert in dieses Thema?

Es geht hier nicht um dich sondern ursprünglich mal um die persönliche Situation der TE und mittlerweile eher um die eher gesellschaftskritische Frage: Wie viel Rücksicht sollte man auf Dritte nehmen bei der Familienplanung?

Wenn du da sowieso keine Meinung zulässt außer "geht niemanden was an, ich mach was ich will", dann entzieht dies jeder Diskussion zu diesem Thema von vornherein den Saft.

Raose0nm9ontxag


@ Hatschepsut:

Also mir wäre es auch viel zu anstrengend mein gesamtes Umfeld in meine Kinderplanungs-Entscheidung mit einzubeziehen. Sehe dafür auch überhaupt keinen Grund. Unser erstes Kind war ein Unfall, da haben wir gar niemanden mit einbezogen, eher alle anderen vor vollendete Tatsachen gestellt und es war gut so.

Aber jedem das Seine, jeder darf dazu gern eine eigene, andere Meinung haben, niemand sollte sich da angegriffen fühlen ;-)

Noch kurz zur Krippe: anmelden kann man sein Kind erst ab Geburt. Während der Schwangerschaft oder gar schon davor ist nicht möglich. Auch über die Kapazität ein Jahr später kann die Krippe nichts sagen, tendenziell muss man bei uns z.B. mit 7 Monaten Wartezeiten rechnen. Ist aber wahrscheinlich von Region zu Region unterschiedlich.

Bei uns ist übrigens tatsächlich die einzige Krippe im Ort vor einigen Monaten geschlossen worden. Wollte mein Jüngstes dort anmelden und bin aus allen Wolken gefallen als man mir gesagt hat, dass keine Kinder mehr angenommen werden. So kanns auch kommen.

Wenn ich in absehbarer Zeit einen Platz bekommen sollte, muss ich ziemlich weit fahren bis zur nächstliegenden Krippe.

Zu dem Thema Chef mit einzubeziehen kann das für dich auch ziemlich (unvorhergesehen) nach hinten losgehen. Zumal du mit deinem Privat/Familienleben deinem Chef so ziemlich egal sein dürftest, es geht ihm nur um deine Arbeitskraft, diese so weit wie möglich ohne finanzielle Einbussen für die Firma nutzen zu können. Wenn es nach den meisten Chefs gehen würde, sollte Frau entweder ganz zu Hause bleiben oder überhaupt auf das Schwangerwerden verzichten.

So jemanden mit solchen Intentionen würd ich ja nun wirklich nicht in meine Lebensentscheidungen miteinbinden, aber wie geschrieben, jedem das seine, muss ja schliesslich jeder selbst mit seinen Entscheidungen leben können *:)

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