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Beruf und Familie - Was "darf" man?

HjatNsc$hepsxut_


Liebe Hanna,

wenn du schon aus anderen Beiträgen versuchst zu paraphrasieren, dann bitte richtig und nur mit Fakten ;-D

Naja, Hatschepsut ist bereits schwanger, da gibt's also niemanden mehr einzubeziehen. Ich zitiere nicht gerne aus anderen Fäden, aber finde es schon bezeichnend, dass sie hier sowas schreibt

Ich habe vorher sehr wohl einiges einbezogen, so auch meine Arbeit. s. gleich zweiter Abschnitt.

wo sie grade seit letztem Monat ungeplant schwanger ist? ???

An der Stelle hättest du lieber einmal nachfragen sollen. Da ich es durchaus mit den Bienchen und Blümchen auch in Bio hatte, war mir durchaus klar, dass das bewusste Weglassen des Kondoms ohne zusätzlicher Verhütung zu einer Schwangerschaft führen kann. Dieses Weglassen des Kondoms war nicht aus Versehen oder bei geistiger Umnachtung geschehen, sondern tatsächlich ganz bewusst. ]:D Ungeplant war, dass ich bereits nach 3x mal Spaß haben schwanger war, da ich davon ausging, dass bei mir sich die Statistik auch etwas widerspiegelt.

Wir hätten das Kondom auch bereits vor zwei Jahren weglassen können oder während meiner Auslandsphase. Haben wir alles nicht gemacht, weil wir die externen Faktoren berücksichtigt haben. Also ganz konsequent gem. meiner Argumentation. Ach ja, ich habe auch einen neuen Job abgesagt, wegen Kinderplanung.

BclacIkr Guxn


DU bist wichtig, deine Wünsche (auch Kinderwünsche) sind wichtiger als jedes Projekt bei der Arbeit, jedes Team, das schon in ein paar Monaten aufgelöst sein kann

was, wenn zu den wünschen der frau auch gehört, nach der babypause wieder einen zu ihrer qualifikation und ihren interessen passenden job zurückzubekommen/zu finden; idealerweise auch mit gutem betriebsklima? falls frau diesen wunsch haben sollte, bleibt ihr nichts anderes übrig, als zumindest ein stückweit auch die belange ihres AG/ihrer kollegen auf dem schirm zu haben.

Sich selbst wichtig zu nehmen und seine Wünsche (höflich aber bestimmt) durchzusetzen ist eben KEIN Karrierekiller

man kann das bewerten wie man will, aber je nachdem wie groß die umstände sind, die frau durch ihre babypause ihrem AG und ihren kollegen bereitet, kann es eben SCHON ein karrierekiller sein. und, wie schon oft geschrieben: die umstände sind umso größer, je abrupter man nach einer beförderung in babypause geht. davon abgesehen finde ich es auch in der tat unhöflich, einen neuen job anzunehmen, wenn man vorhat, ihn nach kürzester zeit nicht mehr auszuüben.

H[atsch<epsutx_


Hanna, wenn ich mich mal selbst zitieren darf:

Geplant ungeplant, sozusagen |-o Aber ja, ich glaube, ich versuche mir gerade wieder zig Gründe zu überlegen, warum es eigentlich gar nicht sein kann, also, dass man unverhütet schwanger wird ]:D

Und das

Das kann gut angehen, denn eigentlich hatten wir Kinderplanung sogar erst einmal verschoben. Erst vor zwei Tagen hatte ich auch ein leichtes Tief, weil ich auf keinen Fall schwanger wegen des Jobs sein wollte.

war die Konsequenz, dass wir beide dachten, dass ich nicht so schnell schwanger werden kann. Und noch mal die Bestätigung Faktor Arbeit bei meiner Entscheidungsfindung.

So, nachdem wir meinen Background geklärt haben, zurück zur eigentlichen Diskussion ;-D

H-ann~ahWe


Hatschepsut_, ich verstehe jetzt, dass du ungeplant ;-) schwanger geworden bist, hab den Faden nochmal ganz gelesen. Freue mich trotzdem für dich, denn so ganz ungeplant scheint es ja wirklich nicht gewesen zu sein.

Ach, ich bin da einfach ein Angsthase, der Zeitpunkt passt nie, ich finde tausend Gründe, warum es nicht passt.

Es gibt immer 1000 Gründe warum es grade nicht passt. Beruflich und privat. Aber ich glaube halt auch, das der Kinderwunsch irgendwann groß genug ist, dass einem diese Gründe nicht mehr so wichtig sind. So war es bei euch wohl auch?

was, wenn zu den wünschen der frau auch gehört, nach der babypause wieder einen zu ihrer qualifikation und ihren interessen passenden job zurückzubekommen/zu finden; idealerweise auch mit gutem betriebsklima? falls frau diesen wunsch haben sollte, bleibt ihr nichts anderes übrig, als zumindest ein stückweit auch die belange ihres AG/ihrer kollegen auf dem schirm zu haben.

Ich gehe sogar davon aus das dies der Wunsch der allermeiste berufstätigen Frauen ist. Aber ich habe halt leider noch keinen Chef erlebt, der einem per Handschlag dafür dankt, dass man im letzten Jahr NICHT schwanger geworden ist. Ich meine: Der Verzicht wird nicht belohnt. Niemand weiß, dass du verzichtest.

Natürlich wird man ohne Kinder größere Karrierechancen haben, immer. Siehst du jeden Tag in tausenden deutschen Unternehmen: Kinderlose Frauen in Führungspositionen. Eine Frau ohne Kinder hat einfach viel mehr Platz in ihrem Leben für betriebliche Belange. Und weniger Ablenkung. Aber WENN man als Frau Kinder möchte, dann doch bitte dann, wenn man das Bedürfnis dazu hat. Und eine faire, nicht ausbeuterische Firma wird trotzdem ein gutes Betriebsklima haben, auch wenn eine Frau in einer Führungsposition in Mutterschutz geht. Sonst schreit das nach schlechtem Management und es ist nicht die Schuld der Frau, wenn die Firma durch ihre Elternzeit ins Schwimmen gerät.

Solange es nicht ihre Firma ist, liegt die Verantwortung darüber, das während ihrer Abwesenheit passiert, nicht bei ihr.

man kann das bewerten wie man will, aber je nachdem wie groß die umstände sind, die frau durch ihre babypause ihrem AG und ihren kollegen bereitet, kann es eben SCHON ein karrierekiller sein. und, wie schon oft geschrieben: die umstände sind umso größer, je abrupter man nach einer beförderung in babypause geht. davon abgesehen finde ich es auch in der tat unhöflich, einen neuen job anzunehmen, wenn man vorhat, ihn nach kürzester zeit nicht mehr auszuüben.

Unhöflich gegenüber irgendjemandem ist es vielleicht sogar wirklich. In dem Moment fühlt es sich für die Kollegen vielleicht auch unfair und egoistisch an. Ein Kinderwunsch ist meiner Meinung nach auch ein höchst egoistischer Wunsch (meine ich ernst!).

Aber ob man sich mit 80 auf dem Sterbebett noch dran erinnert, dass es damals, als an 25 war, ein paar Kollegen gegeben hat, die es egoistisch fanden, dass man ein Kind bekommen hast? Ob man überhaupt die Namen der Kollegen noch kennt? Und wer weiß, wer es grade egoistisch findet, wenn die TE in 4 Jahren ein Kind bekommt?

Aber ich verstehe eure Argumentation inhaltlich absolut. Ich würde sagen: Let's agree to disagree. :)_

RqajMe/rcxhant


HannahWe

Ob jemand in Mutterschutz oder in Elternzeit geht, sind einfach zwei verschiedene Dinge. Das eine ist für jeden AG verkraftbar, das andere kein reines Frauenproblem. Es sei denn, Frauen würden schon innerhalb ihrer Beziehungen anfangen, "sich selbst zu diskriminieren".

Lwol&aX5


was, wenn zu den wünschen der frau auch gehört, nach der babypause wieder einen zu ihrer qualifikation und ihren interessen passenden job zurückzubekommen/zu finden; idealerweise auch mit gutem betriebsklima? falls frau diesen wunsch haben sollte, bleibt ihr nichts anderes übrig, als zumindest ein stückweit auch die belange ihres AG/ihrer kollegen auf dem schirm zu haben.

Tendentiell würde ich da schon zustimmen. Aber so negativ wie hier die Wertungen waren, wenn man es wagt, erst einen neuen Job anzunehmen und dann eventuell bald schwanger zu werden, fand ich das schon ziemlich bedenklich.

Je mehr Leute das so sehen, desto unvereinbarer wird Familie und Karriere bleiben und desto länger wird die klassische Rollenverteilung perpetuiert. Eine Perspektive, die mir ganz und gar nicht gefällt. Also muss man m.E. Beruf und auch Karriere mit dem Kinderbekommen vereinbar machen. Und das geht nicht, wenn Beförderungen präventiv abgeblockt werden, weil einen Familie geplant ist. Und es geht auch nicht, wenn man nur dann einen Schwangerschaft in Betacht zieht, wenn es beruflich gerade perfekt passt (tut es nämlich nie!).

man kann das bewerten wie man will, aber je nachdem wie groß die umstände sind, die frau durch ihre babypause ihrem AG und ihren kollegen bereitet, kann es eben SCHON ein karrierekiller sein.

Berufliche Chancen auszuschlagen, weil man in naher Zukunft schwanger werden will, ist aber mindestens ein genauso großer Karrierekiller! Vorallem weil es so häufig ist, dass Frauen ihre Ambitionen schon lange (oft Jahre!) vor einer Schwangerschaft zurückschrauben. Und WENN sie dann schwanger werden, haben sie (fast muss man schon sagen: logischerweise) nur einen Job, den sie langweilig finden und verabschieden sich daher gerne in eine jahrelange Kinderpause... So wird die klassische Rollenteilung (Er Alleinverdiener, Sie Hausfrau und Mutter oder etwas abgeschwächt: Er Hauptverdiener, Sie Teilzeit...) millionenfach zementiert. Ich finde dieses frühzeitige Zurückstrecken, weil man ja irgendwann mal eine Familie will, viel viel schlimmer, als eine Frau, die Karrierechancen ergreift und dann vielleicht auch mal egoistisch kurz nach Stellenantritt schwanger wird.

und, wie schon oft geschrieben: die umstände sind umso größer, je abrupter man nach einer beförderung in babypause geht.

Das ist eine Vermutung. Sie mag auf den ersten Blick halbwegs plausibel sein, aber man sollte sie nicht vorschnell als Realität annehmen. Vielleicht würde eine diesbezügliche Studie überraschende Ergebnisse bringen? Wer weiß. Ich glaube es ist ein lösbares organisatorisches Problem, wenn jemand in einem Team (vorübergehend) ausfällt.

davon abgesehen finde ich es auch in der tat unhöflich, einen neuen job anzunehmen, wenn man vorhat, ihn nach kürzester zeit nicht mehr auszuüben.

Tja was heißt "vorhaben"? So fix planen kann man eine Schwangerschaft bzw. generell das Leben ja gar nicht. Was ich heute vorhabe, kann morgen schon wieder vom Tisch sein. Außerdem ist die Frage, ob man diese Höflichkeit im Zweifel auch über den eigenen Vorteil stellen möchte. Würdest du das tun? Angenommen du bist arbeitslos und bekommst einen neuen Job. Würdest du den ablehnen, weil es sein könnte, dass du 6 Monate einen noch viel tolleren Job angeboten bekommst, für den du den ersten dann wieder kündigen würdest?

Ich habe z.B. meinen aktuellen Job angenommen, obwohl ich woanders ein Auswahlverfahren bestanden hatte und theoretisch zeitnah ein besseres Angebot hätte bekommen können. War das auch unhöflich? Ich finde nicht. Mein Arbeitgeber profitiert ja davon, dass er mich gefunden hat. Es ist nicht so gekommen, dass ich zeitnah nach Anstellung wieder gekündigt habe. Aber es hätte so kommen können. Und nein, ich finde nicht, dass mich das jetzt zu einem hinterhältigen Menschen macht. Beruflich hat man eben meistens auch noch andere Optionen, die schlagend werden können. Wenn man einen Arbeitsvertrag unterschreibt, verspricht man darin üblicherweise keine lebenslange Treue. ;-)

LcolaxX5


Es sei denn, Frauen würden schon innerhalb ihrer Beziehungen anfangen, "sich selbst zu diskriminieren".

Das tun sie durchaus. ;-D Siehe nicht zuletzt die masssiv ungleiche Aufteilung der Hausarbeit, die statistisch auch deutlich nachweisbar ist, wenn beide Vollzeit Berufstätig sind.

Natürlich kann man sagen, "Wird ja freiwillig so gemacht, also ist es ok und gut so." Ich persönlich sehe das anders. Ich fände eine Welt in der Hausarbeit gerechter aufgeteilt wäre besser. o:)

Hwatscjhedpsutx_


Hatschepsut_, ich verstehe jetzt, dass du ungeplant ;-) schwanger geworden bist, hab den Faden nochmal ganz gelesen. Freue mich trotzdem für dich, denn so ganz ungeplant scheint es ja wirklich nicht gewesen zu sein.

Nein, wie gesagt, die Schwangerschaft war angestrebt mit dem Weglassen des Kondoms ;-)

Es gibt immer 1000 Gründe warum es grade nicht passt. Beruflich und privat. Aber ich glaube halt auch, das der Kinderwunsch irgendwann groß genug ist, dass einem diese Gründe nicht mehr so wichtig sind. So war es bei euch wohl auch?

Ich habe eigentlich keinen großen Kinderwunsch und bei mir war viel Kopfarbeit dabei: Passt es gerade beruflich? Passt es derzeit beruflich bei meinem Freund? Dies waren tatsächlich zwei wichtige Faktoren. Außerdem eben das Szenario, wenn es länger dauern sollte, wobei ich ja in meinem Faden geschrieben hatte, dass ich meine Grenzen habe bei dem Thema. Für mich war es auch wichtig, dass meine Eltern ihr Enkelkind noch erleben, da beide schon etwas älter sind. Wenn es jetzt nur nach mir gegangen wäre, hätte ich auch noch drei Jahre (oder länger) warten können. Natürlich, wenn ich absolut keine Kinder gewollt hätte, hätte ich nicht auf Verhütung verzichtet - ich verhüte seit Jahren so, dass keine Schwangerschaft dabei entstanden ist und daher war es tatsächlich kein Versehen. Nur das mit dem 3x, das war ungeplant ]:D Ich ging davon aus, dass ich nächstes Jahr noch einmal am Strand auf einer einsamen Insel liegen würde. Bei mir spielten daher tatsächlich diverse Faktoren mit rein, die mich zu der finalen Entscheidung bewogen haben.

Und nichts anderes empfehle ich auch der TE. Welche Faktoren sie berücksichtigen möchte, ist ganz allein ihre Entscheidung. Sie soll in sich gehen, sich fragen, was ihr wichtig ist, sich überlegen, welche Konsequenzen sich möglicherweise ergeben und dann zur Tat schreiten. @:)

BklacLk Gxun


Das tun sie durchaus. ;-D Siehe nicht zuletzt die masssiv ungleiche Aufteilung der Hausarbeit, die statistisch auch deutlich nachweisbar ist, wenn beide Vollzeit Berufstätig sind.

Natürlich kann man sagen, "Wird ja freiwillig so gemacht, also ist es ok und gut so." Ich persönlich sehe das anders. Ich fände eine Welt in der Hausarbeit gerechter aufgeteilt wäre besser.

naja, könnte es nicht sein, dass das bedürfnis nach sauberkeit im mittel ungleich zwischen den geschlechtern aufgeteilt ist? es ist ja ziemlich logisch, dass derjenige mit den strengeren hygienischen bedürfnissen auch derjenige ist, der mehr als 50% der hausarbeit erledigt. wenn dreckwäsche am boden liegt, der mann sich nicht daran stört, die frau schon - ist es dann "ungerecht", wenn die frau sie aufhebt und wegräumt? ":/

LMol{aUX5


naja, könnte es nicht sein, dass das bedürfnis nach sauberkeit im mittel ungleich zwischen den geschlechtern aufgeteilt ist?

Nein, das glaube ich nicht, dass Männer es im Mittel gerne schmutzig haben. ;-D Natürlich gibt es große individuelle Unterschiede im Sauberkeitsbedürfnis, aber ich denke da ist auch viel Sozialisierung am Werk.

es ist ja ziemlich logisch, dass derjenige mit den strengeren hygienischen bedürfnissen auch derjenige ist, der mehr als 50% der hausarbeit erledigt. wenn dreckwäsche am boden liegt, der mann sich nicht daran stört, die frau schon - ist es dann "ungerecht", wenn die frau sie aufhebt und wegräumt? ":/

Wenn es seine Dreckwäsche ist: Ja. Wer Single ist, muss seinen Dreck schließlich (früher oder später) auch selbst wegräumen. Ich fände es unfair, dem Partner mehr als die Hälfte der Hausarbeit aufzubürden, nur weil es denjenigen vielleicht früher stört, wenn etwas herum liegt. Man kann ja über den angestrebten Sauberkeitsgrad verhanden. Aber nur weil man selbst mehr Dreck toleriert, sollte man sich darauf m.E. nicht ausruhen.

Rfosenm(ontaxg


Ich halte es für wesentlich unwahrscheinlicher, dass der TE morgen ein Klavier auf den Kopf fällt als dass sie sich in 40 Jahren fragen wird: Wie hieß diese Firma damals nochmal, bei der ich mal ne Zeitlang gearbeitet habe, und für die ich meinen Kinderwunsch aufgeschoben habe?

Hier spricht Hannah einen ganz wichtigen Punkt an! Frau sollte ihre Entscheidung möglichst so treffen, dass sie in der Zukunft/ "am Sterbebett"

wann auch immer rückblickend immer sagen kann, dass es die richtige Entscheidung war. Egal in welche Richtung.

hinterhältig und manipulativ finde ich es, Frauen einzureden, sie würden "auf alle scheißen", wenn sie nicht ihr Arbeitsteam, ihren Chef, ihre Nachbarn usw. mit in ihre Familienplanung einbeziehen.

Nimm dich wichtig. DU bist wichtig, deine Wünsche (auch Kinderwünsche) sind wichtiger als jedes Projekt bei der Arbeit, jedes Team, das schon in ein paar Monaten aufgelöst sein kann.

Wer sich selbst und seine Bedürfnisse wichtig nimmt der wird auch von anderen wichtiger genommen. Everybodys Darling, die es jedem recht machen will und es doch nie schafft (weil es sowieso nicht möglich ist, es jedem Recht zu machen) wird eher belächelt, bekommt immer mehr Arbeit auf den Tisch geladen und wird nicht ernst genommen.

Nicht jeder, der bestimmt aber freundlich seine Wünsche und Bedürfnisse im Leben umsetzt ist ein rücksichtsloses Kollegenschwein, er setzt nur die Prioritäten anders.

Hier stimme ich Hannah voll zu, so auch meine Erfahrung im Job.

Ich persönlich war früher wie schon geschrieben sehr karriereorientiert, hab extrem Rücksicht auf die Firma genommen, sie vor die Familie und Gesundheit gestellt. Und bin damit komplett auf die Schnauze gefallen. Aber sowas von!

Leider hab ich damals auch auf die Warnungen meines Partners, der ähnliches wie Hannah sagte, nicht gehört und hätte damals überhaupt niemanden ernst genommen, der mir mit sowas gekommen wäre.

Heute bin ich schlauer (nützt nur nix mehr) und vor allem die davongetragene gesundheitliche Beeinträchtigung erlebe und bereue ich jeden Tag (kann mich nicht mal drüber beschweren weil in meiner Verblendetheit eigene Schuld, bin ja von der Firma nicht mit vorgehaltener Waffe gezwungen worden), an die Kollegen und den Chef, die Zusammenarbeit und "Karriere" ist (mehr oder weniger gewollt) schon ziemlich in Vergessenheit geraten.

So eine späte Einsicht wünsch ich echt keinem, darum hoffe ich, dass sich doch einige Hannahs Worte zu Herzen nehmen.

m@nexf


%-| Immer dieser reißerischen Beispiele.

Tja, manche verstehen es nur so. Einige leider auch nichtmal so.

Natürlich bin ich ein externer Faktor. Die TE wollte Ratschläge und Meinungen zu ihrer Situation hören, und ich habe meine geäußert wie jeder andere hier.

Ist ja auch ok. Aber dass dann gerade du, die wiederholt von böser Selbstdiskriminierung warnt und einfach nicht einsieht, dass die Gestaltung von Comas Berufsleben nunmal auch teil ihrer Wünsche ist, schreibst, sie solle sich von keinem Dritten in irgendeiner Form was sagen lassen, ist schon ironisch. Du tust hier fast so als sei es verwerflich, nicht komplett dem Babywahn zu verfallen, sondern auch deinem Job noch eine hohe Prioriät einzuräumen.

In deiner Welt vielleicht. In der Welt in der ich lebe sind Arbeitsteams und ich als Mensch sehr wohl trennbar - und auch schon vielfach geschehen. Jobs kommen und gehen. Wenn du der Firma nicht mehr passt, bist du weg. Wenn die Firma dir nichtmehr passt, dann gehst du weg.

Du verstehst es ja immernoch nicht. Es geht nicht um meine Welt und auch nicht um deine. Es ist piepegal, wie wichtig mir Beruf ist und wie wichtig dir. Coma selbst ist Beruf offenbar wichtig, sie will offenbar nicht, dass das einer der Jobs ist, die "kommen und gehen". Und nein: Solange man mit anderen Menschen zusammenarbeiten muss, ist es nie komplett trennbar.

Niemals würde ich mein "Team" mit einbeziehen wenn es um eine so grundlegende Lebensentscheidung wie das Kinderkriegen geht.

Du, du, du: Uninteressant.

Und auch hier verstehst du nicht: Wenn man beim Team und Chef auf gut Deutsch so richtig verschissen hat, kann man sich seine Karriere in der Firma fortan in die Haare schmieren. Und selbst wenn man weiter dort arbeitet, ist es oftmals nicht gerade ein angenehmes Miteinander. Ich könnte es auch reißerischer audrücken, sollte dir das jetzt noch nicht klar geworden sein ;-D

Jaja ich weiß was jetzt kommt: Dann eben nicht, Karriere ist nicht so wichtig, Familienplanung oberste Stelle....

Coma legt aber offenbar wert dort nochmal Fuß fassen zu können als Mutter und das auch nicht unbedingt ganz unten in der Hackordnung... Das ist entscheidend und sonst nix, da helfen auch keine Phrasen à la "Nur du zählst" "Dein Kind wird alles wettmachen" :

Und darum geht es mir, den Frauen zu sagen: Nimm dich wichtig. DU bist wichtig, deine Wünsche (auch Kinderwünsche) sind wichtiger als jedes Projekt bei der Arbeit, jedes Team, das schon in ein paar Monaten aufgelöst sein kann.

Ganz genau. Und gerade weil Coma sich wichtig nehmen sollte, sollte sie auch wichtig nehmen, dass ihre Arbeit ihr eben auch wichtig ist und nicht nur alle anderen (Kinder-)wünsche. Ich glaube nicht, dass jemand wie Coma glücklich wird, wenn er sich aufquatschen lässt, dass nur der Kinderwunsch (und die schnelle Erfüllung desselbigen) zählt und alles andere schnuppe ist.

Wenn man nunmal nicht "nur Mutter" sein will und sich am Ende jobtechnisch mööglicherweise massiv verschlechtert, dann hat wer die Nachsicht? - richtig, man selbst. Und da man sich wichtig nehmen sollte, wäre es nicht so klug, sich bewusst in so eine Situation hineinzumanövrieren.

Der Chef rollt die Augen und ist genervt.

Es kann so harmlos sein, es kann aber auch weitaus mehr ruinieren.

Aber ob man sich mit 80 auf dem Sterbebett noch dran erinnert, dass es damals, als an 25 war, ein paar Kollegen gegeben hat, die es egoistisch fanden, dass man ein Kind bekommen hast? Ob man überhaupt die Namen der Kollegen noch kennt? Und wer weiß, wer es grade egoistisch findet, wenn die TE in 4 Jahren ein Kind bekommt?

Und nochmal: Darum gehts nicht. Einen Job und eine Firma, die einem sehr gut gefallen haben, wegen übereiltem Handeln und Inkonsequenz (den Posten nicht antreten und die Kinderplanung angehen wäre eine Lösung)

Man wird auf dem Sterbebett sicher auch kein Tränchen wegdrücken, weil man 2 Jahre später seinen Nachwuchs bekommen hat und nicht "schnell schnell sofort sofort ich will jetzt ich will jetzt".

PS:

Um bei deinen drastischen Worten zu bleiben: hinterhältig und manipulativ finde ich es, Frauen einzureden, sie würden "auf alle scheißen", wenn sie nicht ihr Arbeitsteam, ihren Chef, ihre Nachbarn usw. mit in ihre Familienplanung einbeziehen.

Dass du das "auf alle scheißen" falsch verstanden hattest, hatten wir eigentlich schon durch. Immernoch nicht verstanden? Du warst es übrigens sogar selbst, die meinte, um Karriere zu machen müsse man das. Also: Schlepp deine falschen Unterstellungen nicht weiter durch den Faden und komm mir jetzt auch nicht mit falsch interpretierten Zitaten - danke.

Naja, Hatschepsut ist bereits schwanger, da gibt's also niemanden mehr einzubeziehen. Ich zitiere nicht gerne aus anderen Fäden, aber finde es schon bezeichnend, dass sie hier sowas schreibt

Jetzt wirst du nur noch lächerlich. Für Hatschepsuts Aussage ist es völlig egal, ob sie konkret schwanger ist oder nicht.

m$nef


Everybodys Darling, die es jedem recht machen will und es doch nie schafft (weil es sowieso nicht möglich ist, es jedem Recht zu machen) wird eher belächelt, bekommt immer mehr Arbeit auf den Tisch geladen und wird nicht ernst genommen.

Man wird sicher nicht zu Everybody's Darling, das jedem alles recht macht, nur weil man einen neuen Posten nicht antritt ohne ihn ausüben zu wolllen.

mQn!exf


die Nachsicht

das Nachsehen.

K;adhZidya


Man soll sich ja nicht selbst zitieren, aber nuja

Ein bisschen in andere Situationen reinfühlen und reindenken sollte man sich schon können, anstatt nur wie ein Papagei alles aus seiner Sicht, die evt gar nicht zu der Situation passt, raus zu krähen.

Passt irgendwie.

Und hier bietet sich ein neues Ziel für HannahWE.

Eigentlich fand ich Deine Beiträge immer sehr gut und einfühlsam, nur hier erkenne ich den Schreiber gar nicht wieder, dessen Texte mir sonst im Forum über den Weg gelaufen sind. ":/

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