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Beruf und Familie - Was "darf" man?

L=ittleT-mit7-Lottxe


Ich frage mich, wer die Dreistigkeit besitzt, eine solche Frage zu stellen.

Oh, das is noch das Geringste...sicher darf der AG solche Fragen/Aussagen nicht bringen, aber die Realität sieht doch ganz anders aus. Das die Kinder im Lebenslauf nicht auftauchen ist heutzutage ja schon Standard, die Frage nach der KiTa und dem mangelnden Platz auch, genauso wie "natürlich können Sie 1 Jahr Elternzeit nehmen, aber erwarten sie dann nicht dass sie in den nächsten 10 Jahren nochmal eine Beförderung bekommen".

Ich finde die Familienfeindlichkeit ganz furchtbar aber sie ist leider Realität. Wir haben jetzt beim 2. Kind auch keinen KiTa-Platz bekommen, können uns glücklicherweise einen privaten Platz leisten, für den aber mein halbes Gehalt drauf geht. Juhu!

Eine Freundin von mir wurde gekündigt weil sie nach dem Jahr Elternzeit mangels Kita-Platz nicht kommen konnte. Ich könnte jedes Mal schreien wenn ich darüber nachdenke wie schlecht die Familienpolitik hierzulande ist.

b elclaxgia


Gerade kommt mir der Gedanke, dass es wohl der einzig sinnvolle Weg wäre, wenn Frauen und Männer jeweils die gleiche Anzahl an Monaten Elternzeit nehmen. Jeder z.B. 6 oder 8 Monate.

Einfach ganz automatisch. Geburt- Elternzeit Frau- Elternzeit Mann.

Dann müsste der AG nicht nur bei Frauen die Elternzeit einkalkulieren, sondern bei Männern auch.

EmlinalAove


@ bellagia

Durchaus ein guter Einfall. Aber bei hohen Lohnunterschieden (z.B. arbeitet die Frau nur Teilzeit oder der Mann verient trotz gleicher Stundenzahl 700€ weniger) müssten die Familien beim Elterngeld auf viel Geld verzichten.

S;tatuseQQuoVa(dis


In der Theorie ist die Idee gut, aber in der Praxis wohl nicht umsetzbar.

Man kann Paaren nicht vorschreiben, welches Elternteil wie lange zu Hause zu bleiben hat.

Zumal da ja auch nur zu oft finanzielle Überlegungen mit rein spielen (ich kenne mich mit dem ganzen Elterngeld-Gedöns jetzt nicht so aus, aber in der Zeit bekommt man doch 60% des letzten--- Brutto?gehalts...?).

LLittle'-mit-LHotte


Gerade kommt mir der Gedanke, dass es wohl der einzig sinnvolle Weg wäre, wenn Frauen und Männer jeweils die gleiche Anzahl an Monaten Elternzeit nehmen. Jeder z.B. 6 oder 8 Monate.

Einfach ganz automatisch. Geburt- Elternzeit Frau- Elternzeit Mann.

Dann müsste der AG nicht nur bei Frauen die Elternzeit einkalkulieren, sondern bei Männern auch.

:)= :)^ war immer auch mein Gedanke. Das es einfach schon gesetzlich so fest ist dass die Partner jeweils nur so viel nehmen können. Wenn der jeweilig arbeitende Partner Vollzeit arbeitet passt das mit dem Elterngeld doch, falls nicht muss man Rücklagen bilden für die Zeit (muss man ja sowieso).

bXelLlagixa


Ich weiß ja, dass es nicht umsetzbar wäre.

Zu viel Vorschrift ... zu wenig Selbstbestimmung.

Aber einfach schade, dass genau diese Selbstbestimmung dazu führt, dass die Chancen von jungen Frauen im Beruf dauerhaft gemindert sind.

C-oma hBerenixces


@ Black Gun

@ Little-mit-Lotte

@ Kadhidya

@ mnef

Aufgrund der Firmenstruktur und dem Aufgabengebiet der neuen Abteilung, gehe ich nicht davon aus, dass die "Übergangslösung" eine neue Person (egal ob neu angestellt oder aus einer anderen Abteilung) ist. Ich sag mal so: Für die Beförderung bin ich die einzige qualifizierte Bewerberin. Es handelt sich einfach um ein sehr kleines Themengebiet, in dem nur sehr wenige Personen (innerhalb und außerhalb meines Unternehmens) arbeiten Ich habe mich zufällig schon im Studium auf dieses Thema konzentriert . Bei jemand, der mit dem Thema noch nie was zu tun hatte, müsste man die Einarbeitungszeit wahrscheinlich mindestens verdoppeln. Von dem her ist es für meinen Vorgesetzten wahrscheinlich das einfachste, die Arbeit einfach anders auf das vorhandene Personal zu verteilen.

Aber ein Risiko besteht natürlich immer.

Und, es gibt ja noch wesentlich mehr Aspekte, die wir für eine Entscheidung mit einbeziehen.

@ Svenja 87

Gegenüber der Kollegin finde ich das Verhalten einfach nur respektlos.

Gut, wenn Teilzeit bei Lehrer zu Personalproblem führt, ist das natürlich ärgerlich. Aber dann hätte man auch schon im Vorfeld mit der Kollegin sprechen, dass eine komplett Auszeit für alle besser ist.

Und, bei Lehrern ist das WANN man wegen einem Kind ausfällt, im Vergleich zu vielen anderen Berufen, eher nebensächlich.

@ Taps

Aber sie ist dann in einer höheren Ausgangsposition. Ich würde nicht von vornherein auf die Chance verzichten. Du weißt nicht, was kommt. Vielleicht klappt es mit dem schwanger werden ja nicht gleich.

Im Grund genommen hast du in wenigen Sätzen nochmal zusammengefasst, worüber ich mir aktuell am meisten Gedanken mache.

@ bellagia

Im Grunde genommen hast du recht auch wenn mein Mann und ich es auch anders machen werden..

Nach meiner Erfahrung: ein erster Schritt in die richtige Richtung wäre aber schon, wenn ALLE Väter mindestens 2 Monate Elternzeit nehmen würden.

Ich glaube nicht, dass es umsetzbar wäre, aber ich hoffe, dass sich die Gesellschaft immer mehr in die Richtung bewegt, dass beide Elternteile gleichermaßen wegen Kindern zurückstecken.

@ Elinalove

Um den Gedanken von bellagia fortzusetzten: Dann wäre es auch sinnvoll, wenn beide Elternteile gleichviel arbeiten (z.B. beide 30 Stunden/Woche).

Gut, Gehaltsunterschiede gäbe es, aufgrund unterschiedlicher Berufe, weiterhin.

Toapxs


Das ist ja nun wirklich kein Problem

Im Prinzip hast Du ja recht, wenn es auch (gerade bei Mehrphasenpräparaten) absolut nicht zu empfehlen ist. Ich finde Svenjas Post und Wortwahl nur so... Das hat schon was von einem gewissen Zeitungsniveau.

Bsl1ack eGuxn


@ little:

Eine Freundin von mir wurde gekündigt weil sie nach dem Jahr Elternzeit mangels Kita-Platz nicht kommen konnte. Ich könnte jedes Mal schreien wenn ich darüber nachdenke wie schlecht die Familienpolitik hierzulande ist.

dass deutschland nicht gerade kinderfreundlich ist stimmt und finde ich auch schade. aber mal ganz konkret gefragt: was hätte der AG deiner freundin deiner meinung nach machen sollen? sie weiterbezahlen, obwohl sie nicht kommen kann... sie also für... ähm... "nichts" bezahlen? ":/

wegen des vorschlags, dass beide eltern gleichermaßen elternzeit nehmen müssen: dann wären familien benachteiligt, in denen einer von beiden ohnehin arbeitslos ist. und es wäre ein massiver eingriff in die privatsphäre. viele paare entscheiden sich nicht ohne grund dafür, dass der mann weniger lang elternzeit nimmt als die frau sondern weil der mann mehr verdient. das wiederum liegt nicht nur an ungleicher bezahlung für gleiche arbeit sondern vor allem an so dingen wie studienwahl (ingenieur vs germanistik) oder auch daran, dass sowohl männer als auch frauen dazu neigen, paarbindungen einzugehen, bei denen der mann älter ist als die frau und somit im schnitt im job halt schon ein paar jahre weiter ist und foglich mehr verdient. hinzu kommt noch die neigung vieler frauen, sich bei der partnerwahl "nach oben" zu orientieren, also männer zu bevorzugen, die gebildeter, wohlhabender, einflussreicher sind als sie selbst. wenn man dann kinder bekommt ist der verdienstausfall durch seine elternzeit dann eben größer als der durch ihre elternzeit, so dass der mann oft nur die 2 monate nimmt, die nötig sind, um das elterngeld voll auszuschöpfen.

LBolaXx5


Gerade kommt mir der Gedanke, dass es wohl der einzig sinnvolle Weg wäre, wenn Frauen und Männer jeweils die gleiche Anzahl an Monaten Elternzeit nehmen. Jeder z.B. 6 oder 8 Monate.

Einfach ganz automatisch. Geburt- Elternzeit Frau- Elternzeit Mann.

Dann müsste der AG nicht nur bei Frauen die Elternzeit einkalkulieren, sondern bei Männern auch.

Ja, das sehe ich schon lange so. Natürlich kann man niemanden zu diesem Modell zwangsverpflichten, aber alle Paare, die die Elternschaft und Elternverantwortung partnerschaftlich wahrnehmen wollen, sollten nach Lösungen in dieser Richtung denken und handeln. Und zwar meiner Meinung nach auch dann, wenn das finanziell mit größeren Einbußen verbunden ist als wenn nur sie in Elternzeit gehen würde. Es sollte einem schon auch etwas wert sein, dass der Vater sich geauso kümmert wie die Mutter.

C8oma TBe^renxices


@ Black Gun

Du holst gerade sämtliche Klischees raus.

Weißt du, ich habe zufällig alles getan, was frau heutzutage empfohlen wird. Ich habe ein MINT-Fach studiert. Seit dem setzte ich mich in einer männerdominierten Welt durch. Ich habe bisher jede Karrieremöglichkeit wahrgenommen, ohne (typisch weiblich) dabei zuerst an andere zu denken.

Ich habe einen Partner, mit einem vergleichbaren Bildungsabschluss. Gehaltsunterschiede ergeben sich dadurch, dass er älter und entsprechend länger im Berufsleben ist.

Wir teilen die Hausarbeit gerecht, sodass wir uns beide gleichermaßen auf die Arbeit konzentrieren können.

Unsere Wunschvorstellung für die Zukunft:

Wir arbeiten beide 75%, ich fange früh morgens an, und hole die Kinder mittags von KiTa/Schule ab. Er macht morgens die Kinder fertig, bringt sie weg und arbeitet dann, bis in den Nachmittag. Sodass wir den Abend gemeinsam haben.

Wenn Kinder krank werden, fallen wir abwechselnd aus.

Wir haben beide die Selben Chancen im Berufs- UND Privatleben.

ABER glaubst du, jemand hätte mich (oder meinen Mann) jemals danach gefragt, wie wir uns unser Leben vorstellen?

Seit der Hochzeit warten sämtliche Leute nur darauf, dass ich schwanger werde. Jeder geht davon aus, dass ich mindestens 12 Monate ausfalle, wenn ich schwanger werde. Jeder geht davon aus, dass ich max. 20 Stunden/Woche zukünftig arbeite. Und dass zwangsläufig ich zuhause bleibe, wenn zukünftige Kinder krank werden. Auch hier haben sehr viele gesagt, dass auch nach der Elternzeit hauptsächlich MEINE Arbeit leiden wird.

Und nur weil es öfter so aufgeteilt ist, werden Frauen häufig auch so behandelt. Damit wird oft genug jede Karrierechance zerstört – und somit wieder Argumente für die klassische Rollenverteilung geschaffen. Es ist schlicht und einfach ein Teufelskreis, aus dem frau nicht alleine herauskommen kann.

Langfristig wird sich dies erst ändern, wenn mehr Männer ihre Rechte im Bezug auf Kinder wahrnehmen – unabhängig, was Vorgesetzte und Kollegen denken.

In einer idealen Welt, würde der Durchschnitt aller Männer genau so viel Elternzeit wie der Durchschnitt aller Frauen nehmen. Das wird nicht passieren.

Aber jeder Monat, den ein Mann in Elternzeit geht, jeder Tag, an dem er wegen kranken Kinder zuhause bleibt, jeden Tag, an dem er die Arbeit liegen lässt, um die Kinder pünktlich abzuholen, hilft er dabei, dass Frauen und Männer in der Berufswelt als "gleicher" angesehen werden.

Erst, wenn das regelmäßig passiert, stellen Männer ein vergleichbares Risiko für den AG dar. Erst dann hat kein AG mehr einen Grund, die Nachteile zu sehen, wenn er eine Frau beschäftigt.

C!omYa BerVenic<exs


Es sollte einem schon auch etwas wert sein, dass der Vater sich geauso kümmert wie die Mutter.

:)^

BNlaDck xGun


Ja, das sehe ich schon lange so. Natürlich kann man niemanden zu diesem Modell zwangsverpflichten, aber alle Paare, die die Elternschaft und Elternverantwortung partnerschaftlich wahrnehmen wollen, sollten nach Lösungen in dieser Richtung denken und handeln. Und zwar meiner Meinung nach auch dann, wenn das finanziell mit größeren Einbußen verbunden ist als wenn nur sie in Elternzeit gehen würde. Es sollte einem schon auch etwas wert sein, dass der Vater sich geauso kümmert wie die Mutter.

sollte es, ja. wobei ich selbst dann noch probleme sehe, wenn beide elternteile vor der geburt genau solch einen gleichberechtigten plan für die elternzeit haben. aus biologischen gründen (stillen, geschundenen leib nach der geburt heilen lassen) ist es fast zwingend, dass die mutter die ersten monate der elternzeit nimmt. danach hat - falls der vater berufstätig ist - die mutter vermutlich eine engere bindung an das kind als der vater. ich glaube es gibt durchaus auch viele fälle, in denen die mutter sich so in ihr kind verliebt, dass sie dann doch noch ein bischen länger bei ihm bleiben will und gar nicht mehr erpicht darauf ist, schon nach 6 oder 7 monaten wieder arbeiten zu gehen und den vater ranzulassen.

am besten fände ich es daher sogar, wenn vater und mutter beide zeitgleich 6 oder 7 monate aussetzen und sich gerade in der anstrengenden anfangsphase zu zweit um das kind und auch umeinander kümmern. ist halt nur blöd, wenn danach beide wieder arbeiten gehen sollen. mit 6 oder 7 monaten das kind an eine nanny oder tagesmutter geben find ich schon ein bischen sehr früh.

B5lac.k Gxun


@ coma:

ich habe nur gründe genannt, warum männer in der mehrzahl der fälle besser verdienen als ihre partnerinnen. wie lola schon gesagt hat: man kann sich durchaus auch bewusst dafür entscheiden, als familie finanzielle einbußen in kauf zu nehmen, damit der vater sich genauso kümmern kann wie die mutter. auf die im speziellen war das gar nicht bezogen.

was du sagst stimmt sicherlich und ich fände es sogar begrüßenswert, wenn männer zb ohne schief angeschaut zu werden mal nen tag zu hause bei ihrem kranken kind bleiben könnten.

aber: auch frauen könnten etwas tun, was automatisch zu mehr gleichberechtigung im arbeitsleben führen würde: "nach unten" heiraten. wenn die ärztin den pfleger heiratet, wäre es aus genau den gleichen gründen wie bisher naheliegend, dass nun er derjenige ist, der mehr elternzeit nimmt als sie. wenn die jungmanagerin den einfachen sachbearbeiter heiratet ebenso. da könnte sie so 2-4 monate ausfallen, dann wieder einsteigen (das wäre in den meisten jobs selbst bei verantwortungsvollen posten nicht daaas riesendrama für den AG) und er könnte danach den großen rest der elternzeit und der beruflichen nachteile übernehmen. in diesen beiden beispielen wäre es auch der mann, der eher mal daheim bleiben würde, um die kranken kinder zu hüten etc. pp.

aber ich glaube eher sagt alice schwarzer, dass männer die besseren menschen sind, als dass frauen gleich oft nach oben wie nach unten heiraten.... :=o

Beladck Goun


auf dich im speziellen war das gar nicht bezogen.

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