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Beruf und Familie - Was "darf" man?

g\atxo


Dass der Betrag gedeckelt ist hat ihn aber ordentlich gewurmt. Es kostet..

Wenn man so viel verdient, dann finde ich, kann man sich das ruhig leisten. Es sei denn, die Ausgaben sind so hoch, dass man diesen Ausfall kompensieren muss, dann ist die Entscheidung natürlich schwieriger.

SSolaxmie


Und darum geht es mir, den Frauen zu sagen: Nimm dich wichtig. DU bist wichtig, deine Wünsche (auch Kinderwünsche) sind wichtiger als jedes Projekt bei der Arbeit, jedes Team, das schon in ein paar Monaten aufgelöst sein kann. Und das tolle ist ja: Sich selbst wichtig zu nehmen und seine Wünsche (höflich aber bestimmt) durchzusetzen ist eben KEIN Karrierekiller und eben kein Rezept zum unbeliebt werden, im Gegenteil. Wer sich selbst und seine Bedürfnisse wichtig nimmt der wird auch von anderen wichtiger genommen.

:)=

Eine Bekannte hat morgens ihre Ernennungsurkunde (als verbeamtete Lehrerin) in Empfang genommen und nachmittags ihre Packung Pillen entsorgt. Nach ca. 3 Monaten stellte sich der "Erfolg" ein. Ihr Chef war ebensowenig begeistert wie ihre Kolleginnen und Kollegen. :(v

Allerdings plant sie auch keine Elternzeit als Vollurlaub, sondern nur eine Reduzierung der Stundenzahl. Das bedeutet aber für die Schule, dass sie kein Ersatzpersonal bekommt und den Ausfall verkraften muss. :-(

Sie musste sich bereits die Frage gefallen lassen, wieviel "Blagen" sie eigentlich noch "in die Welt zu setzen" plante. Und dabei wird es sicherlich nicht bleiben. Wenn die doch wenigstens die Klappe gehalten und das als "Unfall" dargestellt hätte... Die Dreistigkeit wird ihr ewig anhängen. :|N

Ich weiß nicht, was daran dreist sein soll. Gut, vielleicht wäre es klüger gewesen, die Gründe für sich zu behalten, aber gerade als Lehrerin kann ein Ausfall in der Regel gut ausgeglichen werden. Ich spreche übrigens aus eigener Erfahrung und möchte hier auch mal ein Gegenbeispiel nennen:

Ich bin ebenfalls Lehrerin, drei Monate nach Antritt meiner Vollzeitstelle bin ich praktisch sofort und damit unerwartet schnell schwanger gewesen. Gründe hatte ich genug: erst langes Studium, dann Referendariat, dann endlich Vollzeitstelle mit Verbeamtung, ich über 30 und wir wollten schon so lange Kinder! Für meinen Arbeitgeber macht es keinen Unterschied ob sofort oder in zwei Jahren. Und so hat mein Chef mir, als ich ihn über die Schwangerschaft informiert habe, mehrfach herzlich gratuliert. x:) So kann es nämlich auch gehen. :)z

Ich bin nach einem Jahr Teilzeit wieder eingestiegen und versuche seither zu zeigen, dass mir wirklich an dem Job liegt und ich mich ins Zeug lege. Ich denke, dass das auch eine Rolle spielt, auch wenn ich nicht alles selbst in der Hand habe Krankheiten z.B...

mNnexf


Wie kann man nur applaudieren, wenn jemand einem anderen sagt, was ihm am wichtigsten ist. :|N

Es ist immernoch Comas Sache, ob ihr der Kinderwunsch wichtiger ist, ob ihr Arbeit wichtiger ist, ob ihr beides gleich wichtig ist oder ob sie gar nicht erst alberne Wichtigkeits-Ranglisten erstellen will...

Smol}azmie


@ mnef

Du hast hier wohl nicht richtig gelesen

Nimm dich wichtig. DU bist wichtig, deine Wünsche (auch Kinderwünsche) sind wichtiger...

Das beinhaltet selbstverständlich auch Wünsche bzgl. der Karriere. Wenn sie der TE gerade wichtiger sind, dann steht dem ja auch nichts im Wege. Es ging nur darum, dass nicht jemand anders definieren kann, was ihr wichtiger zu sein hat...

N@a;mja


Ich würde wohl auch noch ein bisschen warten. Momentan bin ich ungeplant in deiner Situation, Coma. Neuen Job angetreten, spannend, verantwortungsvoll, nicht so leicht ersetzbar. Und direkt danach, so ca. 2,5 Wochen nach Arbeitsantritt, schwanger geworden.

In meinem Fall war es ungeplant und man kann uns nicht mal besondere mangelnde Vorsicht vorwerfen. Trotzdem hab ich mich furchtbar dabei gefühlt es meinem AG zu sagen, auch wenn man dort recht positiv reagiert hat (klar, keine Luftsprünge, aber auch nicht böse). Wenn es nach mir gegangen wäre hätte ich aber auch vom Kinderwunsch her noch gewartet, das ist der Unterschied.

Auf den Posten verzichten würde ich definitiv nicht.


Wir planen übrigens, jeder 7 Monate Elternzeit zu nehmen, ich am Anfang, 1 Monat Überschneidung, und die zweite Hälfte dann mein Freund. 1 Monat nach dem 1. Geburtstag will mein Freund dann auch wieder arbeiten. Spätestens dann brauchen wir also eine Vollzeit-Betreuung. Und wenn mich jemand eine schlechte Mutter nennen will weil ich nach 7 Monaten wieder arbeiten gehe kann er mir gerne mein Gehalt zahlen.

g^a3to


Für meinen Arbeitgeber macht es keinen Unterschied ob sofort oder in zwei Jahren.

Ich finde die Vergleiche mit Beamten immer daneben. Das lässt sich nämlich nicht vergleichen! Dass es deinem Chef egal ist, verwundert nicht. Er muss sich nirgendwo für einen Ausfall rechtfertigen und bekommt im Zweifel schnell Ersatz. In der freien Wirtschaft ist es eben anders.

S9olawmjie


Gato, das stimmt, ich habe mich aber auch auf das andere Beispiel mit der verbeamteten Lehrerin bezogen, das hier so negativ dargestellt wurde. Dass ich in dieser Hinsicht privilegiert bin, ist mir klar.

S9olam`ixe


...allerdings muss ein Arbeitgeber in der freien Wirtschaft genauso schnell Ersatz finden, egal ob jetzt oder später, denn eher erfährt er deshalb von der Schwangerschaft noch lange nicht.

H4a.tsche7psutx_


Ich bin ebenfalls Lehrerin, drei Monate nach Antritt meiner Vollzeitstelle bin ich praktisch sofort und damit unerwartet schnell schwanger gewesen. Gründe hatte ich genug: erst langes Studium, dann Referendariat, dann endlich Vollzeitstelle mit Verbeamtung, ich über 30 und wir wollten schon so lange Kinder!

Ja, in unserem Bekanntenkreis haben wir auch mehrere solche Lehrerinnen. Danach blieben sie dann bis zu drei Jahre zu Hause. Eine hat dies 3x gemacht. Das ist für mich schon ein Ausnutzen des System. Ok, es ist erlaubt - und so lange macht man das. Als Kind hatte ich deswegen drei verschiedene Klassenlehrerinnen in vier Jahren. War für uns Kinder auch sehr gut.

Und warum hast du erst Kinder mit deinem Beamtenstatus bekommen, warum nicht vorher? War der Kinderwunsch dann doch nicht so dringend?

S%olaxmie


Hatschepsut

Ich habe gang genauso entschieden, wie es für mich/uns richtig war. Hätte ich im Ref ein Kind bekommen, dann hätte ich im Übrigen ebenfalls in der Schule gefehlt - inwiefern das für meinen Arbeitgeber besser hätte sein sollen, erschließt sich mir nicht.

Ansonsten sehe ich mich hier überhaupt nicht in der Rolle mich irgendwie verteidigen zu müssen ;-D

Haatscfhe%psuxt_


Nun, es klingt auf mich, dass du durchaus auch wirtschaftliche Gesichtspunkte zugrunde gelegt hast. Und da finde ich es einfach ein wenig seltsam, wenn man so argumentiert, dass man dem eigenen Bauchgefühl folgen soll.

Und Beamte haben mit der freien Wirtschaft nur marginal etwas gemeinsam.

SavenjCa 8x7


Und Beamte haben mit der freien Wirtschaft nur marginal etwas gemeinsam.

Angestellte in einer Behörde übrigens auch. Die stehen den Beamten fast gleich.

Was mich stört, ist die mangelnde Akzeptanz einer Schwangerschaft. Erleidet jemand einen Verkehrsunfall und fällt aufgrund der schweren Verletzungen von jetzt auf gleich für mehrere Monate aus, wird er/sie als "Ärmste/r" bedauert und alle wünschen gute Genesung. Teilt aber jemand eine Schwangerschaft mit, vergehen immerhin noch 6-7 Monate bis zu dem kalkulierbaren Ausfall und die werdende Mutter wird noch schräg angeguckt, weil sie den Chefs und Kollegen "sowas antut".

Mal ehrlich: Was ist unterm Strich "unkollegialer": Jedes Jahr eine Kur für sich zu beanspruchen oder zweimal im Leben ein Kind zu kriegen? :-/ (Damit will ich nicht diejenigen in Misskredit bringen, die aus gesundheitlichen Gründen nur Kur bedürfen; das war nur beispielhaft gemeint)

H=ats:chepsuxt_


Es geht hier um eine geplante Schwangerschaft - nicht um einen Unfall. Ich verstehe diese Vergleiche allmählich wirklich nicht mehr.

Wie an anderer Stelle geschrieben worden ist: Es kann auch ein Klavier auf den Kopf fallen. Hat aber mit der Situation recht wenig zu tun.

mbnef


Du hast hier wohl nicht richtig gelesen

Doch, habe ich, und zwar den ganzen Satz:

Und darum geht es mir, den Frauen zu sagen: Nimm dich wichtig. DU bist wichtig, deine Wünsche (auch Kinderwünsche) sind wichtiger als jedes Projekt bei der Arbeit, jedes Team, das schon in ein paar Monaten aufgelöst sein kann

- Wünsche und Kinderwünsche sind wichtiger als Arbeitsprojekte bedeutet, dass Arbeit in "Wünsche" gerade nicht enthalten sind. Ansonsten stünde da sowas wie "Deine Arbeitswünsche sind wichtiger als die Arbeit" - also kompletter Unsinn.

v8ivixda


Ja, in unserem Bekanntenkreis haben wir auch mehrere solche Lehrerinnen. Danach blieben sie dann bis zu drei Jahre zu Hause.

ganz ehrlich: ich finde das völlig legitim, in ordnung und verständlich. natürlich ist es für die schüler doof, aber man kann seine lebenplanung nicht davon abhängig machen, ob es nun für die schüler vielleicht doof ist. wenn es danach geht, ist es immer doof für die schüler oder den arbeitgeber - oder die kollegen.

scheinbar sollte frau am besten keine kinder kriegen, könnte man meinen, wenn man manches so liest. entweder sollte man noch nicht, weil beruflich noch nicht gefestigt und, wenn man es dann endlich ist, dann sollte man auch wieder nicht, weil andere in irgendeiner weise davon geschädigt werden sollen. wenn man sich in seiner lebensplanung so sehr von anderen abhängig macht, plant man sein leben nicht selbst, es wird von anderen verplant. ein ausfall ist für den arbeitgeber immer scheiße, egal wie lange man dort arbeitet. berufliche möglichkeiten und gelegenheiten ergeben sich auch immer wieder, man kann nicht alles und jede wahrnehmen. oft wird wegen irgendwelcher möglichkeiten der kinderwunsch aufgeschoben, immer wieder, weil es ja immer eine möglichkeit gibt, es gerade blöd ist oder sonstwas, um dann jahre später festzustellen, dass es immernoch genauso doof wäre auszufallen - wie bereits vor einigen jahren auch.

ich kann nicht verstehen, wie sehr auf frauen, die berufstätig sind und schwanger werden rumgehackt wird. völlig unverständlich, warum frau sich dafür rechtfertigen muss, wann sie ein kind kriegt.

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