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Beruf und Familie - Was "darf" man?

vtivxida


Es geht hier um eine geplante Schwangerschaft - nicht um einen Unfall. Ich verstehe diese Vergleiche allmählich wirklich nicht mehr.

na ja, das resultat ist unterm strich gleich: frau fällt aus und muss ersetzt werden. in urlaubs- oder kranheitszeit ist es doch auch meist gleich. du musst vertreten/ersetzt werden, so oder so. der einzige unterschied ist, dass der urlaub längerfristig geplant und entsprechend vorbereitet werden kann.

ein ausfall durch krankheit ist für den arbeitgeber ebenfalls richtig kacke und den kann er wie eine schwangerschaft ebenfalls nicht ausschließen. so oder so sind ausfälle kacke, egal aus welchem grund und egal aus welchem grund müssen sie irgendwie ersetzt/kompensiert werden. die ursache, warum jetzt jemand aktuell nicht da ist, spielt doch beim prozess an sich eher eine untergeordnete rolle. mitarbeiter krank, nicht da = muss ersetzt werden = mitarbeiter schwanger, nicht da = muss ersetzt werden. ich finde diese vergleiche deswegen gar nicht so abwegig. wird ein mitarbeiter krank, muss der arbeitgeber genauo eine lösung finden. bei einer schwangerschaft ist ja dann teilweise doch noch deutlich planbarer (dauert ja bis frau dann in mutterschutz geht, elternzeit wird geregelt). krankheit kommt ungeplant, ist manchmal nicht absehbar. bei uns wurde ein mitarbeiter mal nicht ersetzt, weil er immer nur relativ kurze krank geschrieben war. insgesamt über einen langen zeitraum, aber da nicht absehbar war, wann er wieder kommt, gab es kein ersatz. wenn ich jetzt dann weg bin wegen meiner schwangerschaft ist ja klar, wie lange und entsprechend kann ich ersetzt werden.

HoatschepRsutx_


Vivida, wir reden jetzt aber nicht vom Arbeitgeber, sondern vom Arbeitnehmer. Die TE fragt nach Meinungen zur Planung - nicht zu spontanen Schwangerschaften oder Unfällen. Dass man ungeplant schwanger werden kann, ist jedem bewusst.

Und hier hackt keiner auf Schwangeren herum. Ich persönlich sehe es lediglich kritisch, wenn man sofort nach der Verbeamtung schwanger wird, und dann anderen aber erzählt, dass man nach eigenen Wunsch schwanger werden soll. Denn letztendlich ist diese Schwangerschaft nach der Verbeamtung auch sehr gut geplant, weil einem da nichts mehr passieren kann. Denn man hätte auch sehr gut davor schwanger werden können, aber scheinbar war einem der Job dann doch wichtig. Und die Te hat schlicht dasselbe Problem, nur nicht den Luxus einer Verbeamtung, sondern noch ein paar mehr Variablen.

Und ja, wenn jemand nach der Verbeamtung praktisch jahrelang nicht mehr arbeitet, dann finde ich das menschlich, aber für den Rest des Umfeldes suboptimal. Jetzt schließt sich der Kreis wieder, weil nun diejenigen gleich wieder aufspringen und mir vom Recht auf Fortpflanzung, Emanzipation, Unterdrückung, Verrat am eigenen Geschlecht usw. entgegenrufen.

K8r3ab9belkXäfe>rle


Ich seh das so wie Hatschepsut_....man kann das "System" ausnutzen oder nicht. Es kommt einfach drauf an, wie wichtig oder unwichtig einem der Job, die Kollegen/Schüler oder sonst was ist, das mit der Arbeit zusammen hängt.

HFan7naahWe


Ich wollte eigentlich nichts mehr in diesem Faden schreiben, weil ich finde, ich habe alles gesagt, was ich zu diesem Thema zu sagen hatte. Jeder weitere Wortbeitrag meinerseits wäre nurnoch eine Verteidigung meines Standpunkts, der halt eindeutig von dem anderer Poster hier abweicht. Da kann man diskutieren solange man will.

Aber da mein letzter Beitrag hier oft zitiert wurde und teilweise falsch verstanden wurde, melde ich mich doch nochmal zu Wort.

Ich hatte geschrieben:

Und darum geht es mir, den Frauen zu sagen: Nimm dich wichtig. DU bist wichtig, deine Wünsche (auch Kinderwünsche) sind wichtiger als jedes Projekt bei der Arbeit, jedes Team, das schon in ein paar Monaten aufgelöst sein kann

und mnef dann:

Wünsche und Kinderwünsche sind wichtiger als Arbeitsprojekte bedeutet, dass Arbeit in "Wünsche" gerade nicht enthalten sind. Ansonsten stünde da sowas wie "Deine Arbeitswünsche sind wichtiger als die Arbeit" - also kompletter Unsinn.

Ich möchte richtigstellen, dass ich mit "Deine Wünsche" auch Wünsche in Bezug auf die berufliche Entwicklung gemeint habe. Aber eben nicht bei einer bestimmten Arbeitsstelle. Ich unterscheide zwischen der persönlichen beruflichen Entwicklung und der aktuellen Situation bei einer bestimmten Arbeitsstelle.

Wenn die TE und auch andere Frauen berufliche Ambitionen haben, kann auch dies ein Wunsch sein, den es sich durchaus lohnt, zu verfolgen. Wenn jemand eine neue interessante Position annehmen will, ist auch das ein eigenes Ziel, ein eigener Wunsch. Was ich meinte, ist, dass man seine persönlichen Wünsche nicht wegen der aktuellen Situation am aktuellen Arbeitsplatz hinten anstellen sollte. Es ist ein Unterschied, ob man berufliche Ziele aus eigenem Antrieb und Motivation verfolgt, oder ob man sie aus Loyalität einer Firma oder einem Chef gegenüber verfolgt.

Beispiel: Eine Frau arbeitet in einem Job, der für sie o.k. aber ziemlich langweilig ist. Sie bekommt in einer anderen Firma einen neuen, besseren, interessanteren Job angeboten. Gleichzeitig arbeitet sie aber noch in ihrem langweiligen Job an einem langfristigen Projekt, dass nur sie bearbeiten kann, weil sonst niemand da ist, der sich auskennt. Wenn sie kündigt, entsteht der Firma schaden, weil jemand neues eingearbeitet werden muss und dadurch Zeit und Know-How verloren geht.

Um das Projekt sauber zu beenden, müsste sie noch 1 Jahr im alten Job bleiben.

Der neue Job ist aber von der Sorte: Jetzt oder nie. In 1 Jahr, wenn die Frau den alten Job ohne Probleme verlassen könnte, wäre die Chance weg.

Die "Loyalitäts-Verfechter" hier würden wohl argumentieren, dass es unanständig und unfair dem AG gegenüber wäre, den neuen Job anzunehmen. Es schafft dem AG Probleme. Noch vor ein paar Jahren hätte ich sehr ähnlich gedacht und wäre zähneknirschend im alten Job geblieben. Ohne dass der alte AG jemals wüsste, welches Opfer ich für ihn gebracht habe, damit die Betriebsabläufe nicht durcheinanderkommen.

Heute sage ich: Ein unbefristeter Arbeitsvertrag ist kein Eheversprechen "bis das der Tod uns scheidet". Wenn der AG finanzielle Verluste einfährt, muss er dich entlassen, egal wie nett du bist, egal wie viel Einsatz du lange Zeit gezeigt hast. Das ist nichts persönliches, gemeines, unfaires, das ist Business. Ein Arbeitsverhältnis ist keine Ehe "in Guten wie in schlechten Zeiten". Sondern ein: Wenn es von beiden Seiten passt. Und: Gemäß des in diesem Land geltenden Arbeitsrechts.

Daher würde ich Frauen in diesem Beispiel raten, den neuen Job zu nehmen. Dieser persönliche Wunsch nach beruflicher Weiterentwicklung ist meiner Meinung nach höher zu Werten als das betriebliche Interesse des AGs.

Und der Wunsch, ein Kind zu bekommen, ist, wenn man es mal aus Business-Sicht sieht, nichts anderes als der persönliche Wunsch nach einem privaten Langzeitprojekt, dem jede Frau individuell für sich eine gewisse Priorität einräumt. Man kann natürlich sagen: Kinderwunsch hat bei mir keine hohe Priorität: Wenn grade in der Partnerschaft alles stimmt, die finanzielle Situation passt, es bei der Arbeit gerade super passt, (auch wenn das meiner Meinung nach 9 Monate vorher sowieso nicht abzusehen ist), man im richtigen Alter ist, finanziell komplett unabhängig ist, usw., dann bekomme ich, wenn die Natur dann auch grade meint, es ist der richtige Zeitpunkt, ein Kind.

Kann aber sein, dass dieser Zeitpunkt niemals kommt. Oder dass er so spät kommt (siehe 40% der Akademikerinnen, die dauerhaft kinderlos bleiben), dass die Natur nichtmehr mitspielt.

Diese oben genannte Priorisierung des Kinderwunsches (es muss erst ALLES andere passen) ist, wie man in diesem Faden und auch dem ganzen Forum sehen kann, gar nicht mehr so selten.

Ich möchte aber zu bedenken geben, dass, wenn alle Frauen in Deutschland so denken würden, es kaum mehr Kinder geben würde. Ein großer Teil der Kinder, die in Deutschland geboren werden, werden noch heute in Verhältnisse hereingeboren, in denen nicht alle objektiven Umstände perfekt waren und trotzdem würde wohl kaum eine Mutter auf sie verzichten wollen.

Die Gesellschaft kann es sich im Übrigen ebenfalls nicht leisten, solch hohen und unrealistischen Anforderungen an die Mutterschaft zu stellen.

AgJWNEVS


Hallo *:) ,

ich habe mir jetzt nicht den ganzen Faden durchgelesen & weiß dementsprechend nicht wie dein jetziger Standpunkt ist aber ich möchte dir trotzdem sagen was meine Meinung dazu ist:

Im Job bist du ersetzbar, in der Familie nicht.

Für mich geht Familie immer vor!

Den "richtigen" Zeitpunkt gibt es nur im Herzen. Wenn du/ihr dafür bereit seid.

Und wenn du beruflich schon etwas erreicht hast ist das doch super.

Du weißt nie wie es kommt.

Selbst wenn du dich dafür entscheidest jetzt sofort ein Kind zu bekommen dann heißt das noch lange nicht dass es SOFORT klappt.

Da steckt man ja nicht drin.

Wie es auch sein mag, ich wünsche dir alles liebe und dass du dich für das entscheidest was DU auch wirklich willst.

:)*

v*ivixda


Und hier hackt keiner auf Schwangeren herum. Ich persönlich sehe es lediglich kritisch, wenn man sofort nach der Verbeamtung schwanger wird, und dann anderen aber erzählt, dass man nach eigenen Wunsch schwanger werden soll. Denn letztendlich ist diese Schwangerschaft nach der Verbeamtung auch sehr gut geplant, weil einem da nichts mehr passieren kann. Denn man hätte auch sehr gut davor schwanger werden können, aber scheinbar war einem der Job dann doch wichtig.

ich finde es völlig normal, wenn man einen kinderwunsch hat, der noch nicht so drängend ist, dass man ihn sofort umsetzen muss, auf gewisse "meilensteine" (verbeamtung, festvertrag) in der karriere zu warten und ihn dann sofort umsetzt, wenn dieser meilenstein oder mindestanspruch erreicht ist. wenn die te für sich aber noch unbedingt noch den meilenstein beförderung möchte, dann soll sie es machen, ist doch ok. ich hätte zu bestimmten zeitpunkten meiner karriere auch kein kind geplant, weil mir das berufliche zu dem zeitpunkt noch wichtiger war. ich habe vorerst das, was ich beruflich wollte und deswegen war mir dann der kinderwunsch wichtiger - unabhängig davon, dass mir jetzt weitere möglichkeiten dadurch entgehen und es für meinen arbeitgeber und insbesondere für meine kollegen scheiße ist.

wäre ich in der beamtenlaufbahn hätte ich wohl bis verbeamtung gewartet, sofern der kinderwunsch vorher nicht bereits übermächtig gewesen wäre. die te muss halt selbst entscheiden wie wichtig ihr diese beförderung ist, wobei sich eine beförderung und eine verbeamtung schwer vergleichen lassen. auf eine verbeamtung wird gewartet, weil der job dann sicher ist, bei der te gehe ich mal davon aus, dass sie einen unbefristeten vertrag und damit eine sichere stelle hat, es geht quasi nicht mehr nur um sicherheit.

Und ja, wenn jemand nach der Verbeamtung praktisch jahrelang nicht mehr arbeitet, dann finde ich das menschlich, aber für den Rest des Umfeldes suboptimal.

aber es ist doch immer suboptimal. egal, ob kurz danach, 5 oder 10 jahre später. insofern würde ich meinen kinderwunsch nicht davon abhängig machen wie gerade die aktuelle situation bei meinem arbeitgeber ist. sofern ich der meinung bin beruflich erstmal gewisse dinge für mich selbst (eine gewisse position, unbefristeter vertrag, verbeamtung usw.) erreicht zu haben und diese standards, die ich mir selbst als voraussetzung für ein kind gesetzt habe, erreicht habe, kann ich das doch nicht noch von der aktuellen lage meines arbeitgeber abhängig machen. wenn es danach geht, wird der kinderwunsch dann niemals umgesetzt.

v:ividxa


ich finde es völlig normal, wenn man einen kinderwunsch hat, der noch nicht so drängend ist, dass man ihn sofort umsetzen muss, auf gewisse "meilensteine" (verbeamtung, festvertrag) in der karriere zu warten und ihn dann sofort umsetzt, wenn dieser meilenstein oder mindestanspruch erreicht ist.

machen frauen es anders, wird es ihnen ja auch zum vorwurf. dann heißt es, frau hätte erstmal so lange arbeiten sollen bis sie berufserfahrung hat, beruflich etabliert und auf eigenen beinen steht, eine sichere stelle hat. dazu wird geraten (würde ich auch zu raten)

was meinst du denn, wie frau es machen sollte,Hatschepsut_ ? zu beginn der karriere ist scheiße, mitten drin ist scheiße, aber wann dann?

S}olgamxie


Nun, es klingt auf mich, dass du durchaus auch wirtschaftliche Gesichtspunkte zugrunde gelegt hast. Und da finde ich es einfach ein wenig seltsam, wenn man so argumentiert, dass man dem eigenen Bauchgefühl folgen soll.

Ich habe nie gesagt, dass man allein aus dem Bauchgefühl heraus entscheiden sollte! Dann hätte ich vielleicht schon mit 20 ein Kind bekommen, obwohl das von fast allen rationalen Punkten noch überhaupt nicht gepasst hätte. Natürlich muss man abwägen, wie gut es in das eigene Leben passt. Ein Punkt von mehreren ist, wie sehr sich mein "Bauch sehnt", ein anderer zum Beispiel, wie es zur Arbeitssituation passt. Und natürlich spielen meist auch wirtschaftliche Überlegungen mit rein - wo hab ich je gesagt, dass man sich bar jeder Überlegung in eine Schwangerschaft stürzen soll? Das würde ich schon für ziemlich unklug halten!

Ich denke, das Problem vieler Akademikerinnen liegt ja gerade darin, dass man die Möglichkeit überhaupt noch schwanger werden zu können schon fast verpasst, wenn man immer wieder nur auf diese rationalen Punkte hört, denn 100% passen tut es nie, schon gar nicht, wenn man auch noch überlegt, wie das der Arbeitgeber wohl findet. Es muss reichen, die vielen Punkte, die da ins eigene Leben reinspielen mit im Blick zu haben, die Belange meines Arbeitgebers habe ich allenfalls noch nebenbei im Blick, z.B. wenn nach einer für alle gangbaren Elternzeitregelung gesucht wird.

Als Akademikerin war ich eben auch schon jenseits der 30, als ich endlich eine Stelle hatte und damit auch sofort nach dem Ref verbeamtet war.. Sicherlich habe ich die Schwangerschaft nicht von der Verbeamtung abhängig gemacht - ich war es einfach sofort. Und zwei Jahre später hätte es meinen Arbeitgeber eben vor die selben Probleme gestellt, die zugegeben, in meinem Fall nicht so gravierend waren wie es wohl in der freien Wirtschaft sein kann.

Ich wollte mit meinem Beispiel aber v.a. deutlich machen, dass nicht jeder Arbeitgeber so unsachlich reagiert wie in dem Beispiel der anderen Lehrerin. Keinesfalls wollte ich je raten, sachliche Argumente völlig zu vergessen, aber wie mein Arbeitgeber meine Schwangerschaft findet ist eben kein Punkt, der mich davon abhalten würde, schwanger zu werden. Mein Arbeitgeber hat übrigens noch darauf hingewiesen, dass ich etwas beitrage, damit Lehrer nicht arbeitslos werden.

Kinder werden in Deutschland gebraucht. wo sollen sie herkommen, wenn alle gut ausgebildeten Frauen noch mehr Steine in den Weg gelegt bekommen? Gerade gut ausgebildete Frauen tun sich meist ohnehin schon schwer genug, irgendwann den richtigen Zeitpunkt zu finden. Manchmal habe ich das Gefühl, dass da eher der Neid mit reinspielt nach dem Motto: die will alles haben, jetzt hockt sie einfach auf dieser Stelle und gibt sie nicht mehr frei. Ja, manche Frauen wollen alles haben und geben ihr Bestes, leisten viel, das ist kein Grund, auf Kinder zu verzichten!

C*ote;Sauvaxge


wenn man sich in seiner lebensplanung so sehr von anderen abhängig macht, plant man sein leben nicht selbst, es wird von anderen verplant.

Wenn man von anderen abhängig IST, tut man aber sehr gut daran, diese anderen in seine Planungen einzubeziehen, soweit einem das möglich ist. Prioritätensetzung und Risikoabwägung ist dann wieder eine persönliche Sache.

Wenn ich zB nach Familiengründung weitgehend berufstätig sein/ bleiben will, das Kind während meiner Arbeit aber nicht selbst betreuen kann, bleibt mir nichts anderes übrig, als das mit anderen Menschen zu planen, zB mit dem Partner, den Großeltern des Kindes, Freunden, Einrichtungen usw.

Und wenn ich jobmäßig nicht auf der Strecke bleiben will, muss ich mich ebenfalls mit den möglichen Reaktionen zB meines Arbeitgebers auseinandersetzen, ob diese Reaktionen fair und "richtig" sind oder nicht.

S.venIja+ 8x7


Ich kann CoteSauvage da nur voll zustimmen.

Ich bin ledig, also von meinem Job abhängig. Erziehungsurlaub und son Spökes kann ich mir also gar nicht leisten, denn das konservative "Ernährermodell" gibt es für Singles nicht (die Ernährerin wäre ich selbst). Das heißt aber nicht, dass ich nie Kinder haben oder mich "an einen Kerl binden" möchte.

Zurzeit befinde ich mich im Referendariat. Aber auch danach stellt sich das Problem für mich zunächst noch gar nicht, weil - wie CoteSauvage schon geschrieben hat - auch eine ordnungsgemäße Betreuung des Kindes gewährleistet sein müsste. Meine Mum kann jetzt Gott sei Dank Ende 2017 vorgezogene Altersrente in Anspruch nehmen. Ursprünglich hätte sie das schon mit 60 gekonnt, dann erst mit 65 und jetzt mit 63 Jahren und 4 Monaten. Bis dahin muss ich schön fein verhüten - und kann schon etwas die Karriereleiter hochgeklettert sein. Es wäre dann zwar auch ein Wunschkind, aber nicht (provokativerweise) direkt nachdem ich einen neuen Job bekommen habe. Aus meinem Kinderwunsch würde ich aber auch keinen Hehl machen, wenn es dann soweit wäre. Aber wohlgemerkt: Ich wäre dann auch bereits mindestens 30.

Insbesondere darf man Kinderwunsch und Karriere nicht gegeneinander ausspielen, sondern muss beide Ziele im Auge behalten und deshalb den geeigneten Moment abwarten, um sich keins von beiden kaputtzumachen. :)^

LHo:laxX5


Ich bin ledig, also von meinem Job abhängig.

Der Satz erstaunt und irritiert mich, muss ich zugeben. ":/ Klingt wie eine Aussage aus den 1960ern oder so. Ich würde soetwas jedenfalls niemals schreiben. Zum einen, da ich es als recht unerheblich finde, dass ich unverheiratet/ledig bin. Und noch wichtiger: Auch in einer Beziehung bin ich ja weiterhin von (m)einem Job abhängig. Ich würde da nie einen Zusammenhang zu meinem Beziehungsstatus sehen. Das Einkommen eines Partner ist sein Einkommen, nicht meines. Ich würde auch nicht freiwillig die Abhängigkeit von einem Arbeitgeber durch die Abhängigkeit von einem Partner tauschen wollen.

Insbesondere darf man Kinderwunsch und Karriere nicht gegeneinander ausspielen, sondern muss beide Ziele im Auge behalten und deshalb den geeigneten Moment abwarten, um sich keins von beiden kaputtzumachen. :)^

Tja, nur dass man sich den Kinderwunsch sehr, sehr gut auch durch "den geeigneten Moment abwarten" kaputtmachen kann. ;-D Und auch in Bezug auf Karriere erscheint mir "Abwarten" nicht gerade als die beste aller möglichen Strategien zu sein.

man!exf


Vielleicht sollte man das Wort 'Abhängigkeit' auch einfach nicht zu hoch hängen. Es ist doch eine Tatsache, dass man bei 2 Einkommen pro Haushalt eher von seinem Job abhängig ist.

Das heißt ja nicht, dass man als Vergebene den anderen arbeiten schickt und den Herd hütet. Aber bei 2 Gehältern wird es nicht gleich so eng, wenn eines wegfällt, wie wenn noch das Gehalt des anderen als "Notpflaster" vorhanden ist.

Ich würde da nie einen Zusammenhang zu meinem Beziehungsstatus sehen. Das Einkommen eines Partner ist sein Einkommen, nicht meines.

Spätestens wenn man zusammenlebt - auch wenn man getrennte Kassen und 50:50 macht - ist doch eigentlich selbstverständlich, dass man sich im Fall der Fälle gegenseitig aushilft und nicht sagt "Puh Schatz, jetzt wo du deinen Job verloren hast musst du ausziehen, ich komme bis zum nächsten Job nicht für deinen Mietanteil auf". "Abhhängig" würde ich das jetzt rein gefühlsmäßig auch nicht nennen, aber das ist Erbsenzählerei.

Scolamxie


Meine Mum kann jetzt Gott sei Dank Ende 2017 vorgezogene Altersrente in Anspruch nehmen. Ursprünglich hätte sie das schon mit 60 gekonnt, dann erst mit 65 und jetzt mit 63 Jahren und 4 Monaten. Bis dahin muss ich schön fein verhüten -

Hier finde ich es erstaunlich, wie sehr Du Dich von Deiner Mutter abhängig machst. Klar ist es eine riesen Erleichterung, wenn eine Oma zur Verfügung steht, aber es soll vorkommen, dass das eh nicht zur Debatte steht. Was dann? Keine Kinder bekommen?

Für mein Kind bin ich selbst verantwortlich, Hilfen haben sich nach und nach aufgetan, der Gedanke an die inzwischen heiß geliebte Kita war bereits in der Schwangerschaft präsent, aber sonst entwickelt sich alles nach und nach. Nicht alle haben so ein Netzwerk mit dem sie von Anfang an rechnen können. Klar, ist toll, aber geht auch ohne bzw. entwickelt sich...

T9apxs


Ich würde da nie einen Zusammenhang zu meinem Beziehungsstatus sehen. Das Einkommen eines Partner ist sein Einkommen, nicht meines.

Wer so denkt, sollte sich lieber überhaupt keine Kinder anschaffen. Wenn man gemeinsame Kinder hat, ist das nicht mehr SEIN Einkommen. Wenn einer vorwiegend die Betreuung übernimmt, ist der andere natürlich durch Geld gefordert.

Wir haben damals überhaupt keinen Gedanken daran verschwendet, dass meine Mann mich (uns) nach den üblichen 20 Wochen Wochenurlaub "durchfüttern" muss.

Heute wird alles zu Tode zerredet. Armes Deutschland!

Hier finde ich es erstaunlich, wie sehr Du Dich von Deiner Mutter abhängig machst.

Wenn es für beide passt, sollen sie es doch tun.

L`ol)aXD5


Wer so denkt, sollte sich lieber überhaupt keine Kinder anschaffen.

Aha. Also sollten Paare, die sich Erwerbstätigkeit und Erziehung jeweils teilen wollen, am besten keine Kinder bekommen? Seltsame Logik.

Wenn man gemeinsame Kinder hat, ist das nicht mehr SEIN Einkommen. Wenn einer vorwiegend die Betreuung übernimmt, ist der andere natürlich durch Geld gefordert.

Das ist ja gerade der Punkt: ich möchte eben NICHT, dass "einer vorwiegend die Betreuung übernimmt". Das ist genau die Falle, die man vermeiden muss, wenn man nicht in einer (annähernd) klassischen Rollenverteilung landen will.

Heute wird alles zu Tode zerredet. Armes Deutschland!

ohne darüber nachzudenken und zu reden, wird man auf den ausgetretenen Pfaden landen. Wenn man davon abweichen will, wird man darüber nachdenken, reden und verhandeln wollen. Das können maximal die schlecht finden, die wollen, dass alles so bleibt, wie es ist, und niemand Muster der klassischen Rollenverteilung in Frage stellt.

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