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Beruf und Familie - Was "darf" man?

M|ilAky_xe77


NIEMALS mit der Firma über Baby-Pläne sprechen!! :-o

Damit landet man doch gleich am Abstellgleis. Sie würde die Beförderung dann auf keinen Fall bekommen, da der Chef denkt "ach, die ist ja gedanklich eh schon jetzt nur mehr aufs Kinderkriegen fixiert und fällt dann sowieso demnächst aus..."

Und dann klappt es aber vielleicht mit dem Kinderkriegen nicht (da zB unfruchtbar oder erst in ein paar Jahren dass es klappt.....), und alle Karrierechancen sind verbaut, weil der Chef nur darauf wartet, dass man sowieso schwanger wird und einen nicht mehr fördert.

Nwordxi84


Aber möchtest du grade allen Ernstes vorschlagen, dass eine Frau mit Kinderwunsch auf eine Beförderung verzichtet, damit sie den "Ruf" und die Karrierechancen aller nachfolgenden Frauen nicht gefährdet?

Na ein Mann kommt nunmal rein biologisch nicht in diese Situation weil es da so gut wie keine "absehbaren" Ausfallzeiten gibt. Aber würde sich jemand erst befördern lassen um dann wochenlang in Kur oder Reha zu gehen wäre das genau so ein Unding. Es schadet nunmal dem Unternehmen da es einerseits Geld kostet und andererseits eine Schlüsselposition wegbricht die erstmal irgendwie ersetzt oder aufgefangen werden muss.

Gerade in kleineren Firmen kann sowas die Existenz der Firma ins wackeln bringen und gerade dort macht ein Chef das vielleicht 1-2x mit bevor er sich das alles genauer durch den Kopf gehen lässt.

N+ordix84


Achja, und klar nehme ich hier alle Frauen mehr oder weniger in "Sippenhaft", liegt aber auch daran das an anderer Stelle stumpf versucht wird mit ner "Frauenquote" zu kommen. Das funktioniert halt nicht, ich kann auf der einen Seite nicht mit ner Frauenquote kommen wenn ich auf der anderen Seite Stolperseile spanne in dem ich mich wie hier beschrieben verhalte.

SStatu%sQ#uoVadixs


NIEMALS mit der Firma über Baby-Pläne sprechen!! :-o

Damit landet man doch gleich am Abstellgleis. Sie würde die Beförderung dann auf keinen Fall bekommen, da der Chef denkt "ach, die ist ja gedanklich eh schon jetzt nur mehr aufs Kinderkriegen fixiert und fällt dann sowieso demnächst aus..."

Kommt darauf an. Ich hätte damit bei meinem Chef keine Probleme. In anderen Firmen wäre das der Karrieretod, ja. Muss jeder für sich beurteilen.

HHanenahWxe


Na ein Mann kommt nunmal rein biologisch nicht in diese Situation weil es da so gut wie keine "absehbaren" Ausfallzeiten gibt. Aber würde sich jemand erst befördern lassen um dann wochenlang in Kur oder Reha zu gehen wäre das genau so ein Unding. Es schadet nunmal dem Unternehmen da es einerseits Geld kostet und andererseits eine Schlüsselposition wegbricht die erstmal irgendwie ersetzt oder aufgefangen werden muss.

Naja, auch ein Mann könnte theoretisch in eine ähnliche Situation kommen. Er plant langfristig, in eine andere Branche zu wechseln oder weiß, dass er eventuell in 1 Jahr aus privaten Gründen in eine andere Stadt ziehen wird. Da würde ihm wohl niemand sagen: Wenn du eventuell in 1 Jahr wegziehst, dann nimm die Beförderung nicht an, ist ja unfair dem Chef gegenüber!

Sondern eher: Was weißt du, was in 1 Jahr ist? Nimm die Chancen wahr, die sich dir jetzt bieten, und wenn du in 1 Jahr wegziehst, dann ist es halt so und die Firma muss gucken wie sie die Position wieder besetzt.

Klar schadet es dem Unternehmen, wenn eine Frau wegen Mutterschutz und Elternzeit ausfällt. Aber das ist nun mal so. Deswegen haben wir Rechte in diesem Land, um Mütter zu schützen, damit es eben nicht nur darum geht, ob der Chef das jetzt persönlich grade passend findet, dass eine Frau ein Kind bekommt, oder ob er es doof findet.

Wenn es darum geht, was den Unternehmen am wenigsten schadet, dann dürften arbeitende Frauen gar keine Kinder bekommen - damit würden sie am wenigsten finanziellen Schaden anrichten (durch 12 Wochen zusätzlichen bezahlten Urlaub), ihr Know-How und ihre Einsatzbereitschaft und Energie fürs Unternehmen wären unterändert stabil und langfristig verplanbar.

T3his TNwili|ght fGarxden


Ich denke mal als AG ist man nie auf der sicheren Seite: eine Frau kann schwanger werden und ein Mann kann körperlich/psychisch genau so ausfallen. Es gibt doch auch AN, die sich erst ihren Beamtenjob sichern um dann (geplant) auszufallen...So gesehen gibt es immer die ehrlichen AN und die, die eben (für den AG) rücksichtslos sind...

Irgendwie schon traurig, dass man sich als Frau, die Kinder will, ein schlechtes Gewissen macht, weil man trotzdem im Job voran kommen möchte.

Naja, sie könnte ja, wie ein Mann der Vater wird, nur eine ganz kurze Auszeit nehmen und nach 3 Monaten wieder voll einsteigen. Dann bleibt der Mann eben zuhause und kümmert sich um alles um ihr den Rücken frei zu halten. Ist doch beiMännern genau so.

Schwierig ist es nur, wenn man ALLES will. Da bleibt einfach immer was auf der Strecke. Du weißt nicht, wie die Schwangerschaft verläuft, ob du ein anstrengendes Baby bekommst u.s.w.

Deswegen finde ich so durchstrukturierte Masterpläne, wie bei Technikerin89 [[http://www.med1.de/Forum/Beruf.Alltag.Umwelt/708443/?p=5#p21763826]] immer sehr zweifelhaft, da es einfach zu viele Unsicherheitsfaktoren gibt

Tthis Tw/ilight ^Gaxrden


Wenn es darum geht, was den Unternehmen am wenigsten schadet, dann dürften arbeitende Frauen gar keine Kinder bekommen

Oder es werden eher Frauen ab 45 Jahren eingestellt, die schon 2 große Kinder haben ;-)

T\hisP Twili;ght G\ardxen


Im Grunde ist doch das ganze Thema hier ein gesellschaftliches Problem. Nicht die AN sind schuld und auch nicht die AG...

K2rab:belk4äferJle


@ Koboldmaki

Sie will nicht vorankommen, sondern offenbar schmarotzen.

Sag mal :|N Was glaubst, was der Grund ist, warum sie hier nach Meinungen frägt?

Kommt darauf an. Ich hätte damit bei meinem Chef keine Probleme. In anderen Firmen wäre das der Karrieretod, ja. Muss jeder für sich beurteilen.

Ich hab auch erst vor einigen Monaten eine neue Stelle bekommen, intern. Mein Chef hat mich gefragt, es stand schon fest, dass ich es mache, aber ich hab dann von Kollegen mitbekommen, dass er rumgefragt hat, wies bei mir kindertechnisch aussieht.

Daraufhin bin ich zu ihm und wir haben drüber geredet.

Ich kenne meine Chefs aber gut genug um zu wissen, dass man da gemeinsam eine Lösung finden will.

Das muss man einfach abwägen und Frau muss wissen, wie wichtig ihr die Karriere ist oder sein muss (wenn der Mann nicht als alleiniger Hauptvediener sein kann, hat man manchmal nicht die große Wahl, da kann man dann halt nicht mehrere Jahre Elternzeit nehmen und dann gleich wieder nach 2 Monaten arbeiten schwanger werden...).

bselmlagJia


Ich möchte mich allgemein nicht so detailliert äußern, das tun bereits andere. Ich denke die Berufe, Firmen, Teams, Menschen sind so verschieden, dass es keine gute und allgemein günstige Lösung geben kann.

Allgemein ist für ich Flexibilität das Stichwort.

In deinem Fall würde ich mich verhalten wie folgt:

Den neuen Job annehmen und den Kinderwunsch ein wenig hinausschieben. Du bist 25 Jahre jung, da ist ein Jährchen kein Beinbruch.

Dann würde ich mich mit Feuereifer in den neuen Job stürzen und so viel wie möglich bewegen, das lenkt dich gleichzeitig ab.

Nach ca. einem Jahr würde ich die Verhütung absetzen, es kann dann durchaus noch ein halbes Jahr dauern, bis du tatsächlich schwanger bist.

Eine normale Schwangerschaft vorausgesetzt würdest du dann etwa 2 Jahre nach der Beförderung in Mutterschutz gehen.

Du hättest im neuen Bereich einiges geleistet, du könntest eine Vertretung einarbeiten und könntest, wenn du nicht gerade drei Jahre zu Hause bleibst auch wieder in deinen Job einsteigen.

Meiner Meinung nach ist das fair genug dem Chef und auch den Kollegen gegenüber.

H@ats#chepsuxt_


HannahWe, bei uns wurde so eine Kandidatin abgesägt. Man kann natürlich es auch ein zweites Mal versuchen - ich würde es mir sparen.

HOatschSepsuet_


@ bellagia

Dies empfinde ich auch als einen fairen Ansatz.

BvambXi'ene


Aber dass selbst viele Frauen in hündischer Selbsterniedrigung ihre Familienplanung nach den vormodernen Ansichten eines Chefs richten (die im Übrigen zu hinterfragen wären), finde ich sehr seltsam.

Obig fett markierte Aussage finde ich richtig unverschämt! :-/

Wenn die TE kurz nach der Beförderung als Leiterin eines wichtigen Projektes ausfällt, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass sie sich nach ihrer Rückkehr nicht nahtlos wieder an gleicher Stelle einfügen können wird. Wenn wir die Meinung von Chef und Mitarbeitern mal ganz außen vor lassen, wenn wir die Person die in der Zwischenzeit ihre Arbeit gemacht hat, zB. einfach so beiseite schieben könnten, sehe ich noch einen anderen wichtigen Grund.

Die TE war in ihrer neuen Position noch nicht gefestigt (für manche qualifizierte Stellen rechnet man mit einer Einarbeitungszeit von bis zu 6 Monaten) und nach knapp einem Jahr der Abwesenheit ist zu befürchten, dass sie in besagtem Projekt "den Faden verloren" hat.

Es kann rein theoretisch sein, dass man sie trotzdem mit offenen Armen empfängt und sie ihre alte Stelle bekommt. In der Praxis könnte sie es gaaaaanz anderes erleben.

Deshalb fände ich es in diesem speziellen Fall taktisch klüger, den Kinderwunsch um zwei drei Jahre nach hinten zu verschieben.

K9ad`hixdya


In meiner Firma läuft das anders ab, da kann ich offenbar sehr froh sein, dass meine Vorgesetzten ihre Mitarbeiter so unterstützten und versuchen im Einzelfall Lösungen zu finden. Und wir die Gesetze haben, die wir haben.

Es ist ein Unterschied, ob Du als Gleichberechtigter in einem Team ausfällst, dann findet man eine Lösung - oder ob Du selbst Vorgesetzter bist, Projektleister und Spezialist für eine große Sache in der Firma, und direkt nach der Einnahme dieser Position (wo sich jeder drauf verlässt, dass Du diese Position ausfüllst) für mehrere Jahre abtrittst.

Ich habe den Eindruck, viele nehmen den Thread hier persönlich und lamentieren aus ihrer "Ich bin einer unter mehrerern"-Erfahrung.

Wenn einer von mehreren schwanger wird, ist das was anderes. Dann freut man sich auch eher.

Wenn eine ganz spezielle Spezialperson auf ihrem neuen Job schwanger wird, alles in den Seilen hängt und problematisch ist und die strahl "Nein, war kein Unfall x:) " - dann freut man sich nicht mit.

Was ist daran so schwer zu verstehen?

Ein bisschen in andere Situationen reinfühlen und reindenken sollte man sich schon können, anstatt nur wie ein Papagei alles aus seiner Sicht, die evt gar nicht zu der Situation passt, raus zu krähen.

KfrabbLelSkäferlxe


Wenn eine ganz spezielle Spezialperson auf ihrem neuen Job schwanger wird, alles in den Seilen hängt und problematisch ist und die strahl "Nein, war kein Unfall x:) " - dann freut man sich nicht mit.

Eben. Bei mir ist es auch so ein "Ein Mann"-Job der recht speziell ist und man oftmals erst nach ein paar Wochen Einarbeitungszeit merkt, dass man denjenigern hier nicht unbeaufsichtig lassen kann, ohne dass danach das totale Chaos herrscht. Von daher hat man da nicht mal eben nur 2-3 Wochen Einarbeitungszeit.

Das würde ich weder Chefs noch Kollegen "antun" wollen. Und auch nicht mir, wenn ich dann zurückkomme.

Die andere Frage ist dann natürlich auch, warum Kinder bekommen, wenn man danach wieder 100 % arbeiten will...Wenn es sich vermeiden lässt und die Kohle trotzdem ausreicht, dann würde ich nicht unbedingt wieder voll arbeiten wollen. Mein Kind in eine Krippe stecken, wäre für mich die letzte Option.

Die Tochter vom Chef hat hier gesessen bis zu den Wehen und war 2 Wochen nach Geburt mit Schleichgang wieder im Haus unterwegs, nach 4 Wochen wieder fast Vollzeit. Die Kinder sind ab und zu mit der Tagesmutter hier, einmal habe ich mitbekommen, wie eins der Kinder vor etwas Schiss hatte und sofort zur Tagesmutter rannte statt zur Familie. ":/ Das gab mir schon zu denken.

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