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Beruf und Familie - Was "darf" man?

PAortlxand


Liebe Coma Berenices

Bitte werde schwanger, wann immer Du willst!

Es ehrt Dich, dass Du Dir Gedanken bezüglich Deines Arbeitgebers machst - aber das brauchst Du nicht - das geht zu weit!

Mutter zu werden ist ein unveräußerliches Grundrecht. :)z

Genau deshalb gibt es Gesetzewie:

• Die Frage im Bewerbungsgespräch nach bestehender Schwangerschaft oder nach einem Kinderwunsch ist nicht erlaubt.

• Mutterschutz

In Artikel 3 unseres deutschen Grundgesetzes steht:

(1) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.

(2) Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.

(3)Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.

[[http://www.gesetze-im-internet.de/gg/art_3.html Quelle]]

Ergo:

Würdest du die Stelle nicht antreten dürfen wegen dem Kinderwunsch (oder deinen Kinderwunsch nach hinten verschieben), würdest du wegen deines Geschlechtes diskriminiert werden beziehungsweise "dich selbst diskriminieren", falls Du Deinen Kinderwunsch verschiebst.

Ich kenne sogar mehrere Frauen, die eine Stelle gar nicht erst angetreten haben, da sie Bewerbungsgespräch bereits schwanger waren und dann schon direkt in (verfrühten) Mutterschutz gingen.

Und danach in Elternzeit.

Also lagen zwischen Einstellung und Arbeitsantritt fast 2 Jahre. ;-)

Bitte lass Dir nichts einreden, und komme deinem Kinderwunsch genau dann nach wann es für dich und deinen Partner stimmig ist. :)_

"Rücksicht" auf den Arbeitgeber ist hier fehl am Platz!

Alles Liebe @:)

mrnDef


Wen man Karriere machen möchte, dann muss man eben ein bisschen härter sein als andere und nicht so viel drüber nachdenken, ob alle Kollegen und Chef x damit einverstanden sind, wenn man dieses oder jenes tut. Menschen die Karriere machen nehmen sich das, was ihnen zusteht, und wollen es nicht jedem Recht machen.

Mit der Einstellung kann man sich reichlich verkalkulieren, wenn man meint als Angestellter auf alle (inkl. Chef) scheißen zu können und sich einfach nehmen müsse, was einem "zusteht" (=nix, schon gar nicht ne Beförderung).

Am Ende wird dann das Forum vollgejammert, dass die Kollegen und die Arbeitsatmosphäre soo schlimm sind, über einen gelästert wird, man rausgeekelt werden soll....

PCortlxand


Nachtrag:

Sehr traurig, dass selbst einige Frauen hier schreiben, sie würden warten "um besser dazustehen" o.ä. :-(

Es liegt in der Natur der Sache dass eine Frau körperlich eine Weile ausfällt wenn sie schwanger wird, geboren hat, sich um einen Säugling kümmert.

Oder sollen Männer dann auch lieber warten? :=o

Schade, dass sich nicht mehr Frauen dieses Recht nehmen - ohne Gewissensbisse.

Das "schlechte Gewissen", die "Rücksichtnahme" auf den Arbeitgeber führt leider genau dazu, dass Schwangerschaft oder Mutterschaft fast als etwas geilt wofür man sich entschuldigen muss.

:|N

BCa4mbQimeknxe


Die andere Frage ist dann natürlich auch, warum Kinder bekommen, wenn man danach wieder 100 % arbeiten will...

Es ist Ansichtsache. Manche Frauen fühlen sich gut in der Rolle der "Familienmanagerin".

Ich selber war nach der Geburt meines Sohnes 4 Monate daheim. Danach ging es wieder voll in den Beruf. Mann war ich froh, als die Nabelschnur endlich etas länger wurde und ich wieder andere Themen auf dem Schirm hatte als Baby ;-D

Allerdings wußte ich meinen Kleinen in meiner Großfamilie (natürlich gegen einen Obulus) immer gut versorgt. Die Stunden die wir dann am Abend und an den WE zusammen hatten war umso schöner. Mit gut drei Jahren kam er in den Kindergarten.

Später war er immer total stolz, dass seine Mama voll arbeitet. Für mich stand schon als junges Mädchen fest, dass finanzielle Abhängigkeit von einem Mann keine Option ist.

Bitte **werde schwanger, wann immer Du willst!

;-D ;-D ;-D

Sowieso. @:)

M]eidster_AGlxanz


warum Kinder bekommen, wenn man danach wieder 100 % arbeiten will

Weil man zB. seine Erfüllung im Leben nicht nur in einem Kind sieht. Am Anfang ist ein 100%-Pensum wohl noch etwas schwierig, aber wenn der Nachwuchs ein gewisses Alter erreicht hat, spricht doch nichts dagegen. Wenn die Möglichkeiten gegeben sind.

mLnexf


Wo ist da die Gleichberechtigung, wenn man sich den Posten krallt und dann bald kalkuliert ausfällt? :|N Aber um die rechtl. Seite gehts es auch gar nicht.

mune+f


Es hat nicht für jede Frau was mit "Gewissensbissen" oder "besser dastehen" zu tun, wenn man jemand ist, der fair handeln will und nicht nur an sich selbst denk oder nur etwas moralisch richtig empfundenes gegen direkte Gegenleistung tut.

mfnef


Oder sollen Männer dann auch lieber warten? :=o

Wenn sie planen, vorerst als Hausmann beim Kind Zuhause uu bleiben, gilt dasselbe wie hier für die TE, richtig.

Deshalb ist es absoluter Quatsch, daraus eine Mann vs. Frau Debatte zu zimmern.

Pportlaxnd


Ich finde es aber unredlich, sich auf die tolle Aufstiegsposition zu bewerben, um dann wie geplant schwanger zu werden, sobald man den Job bekommen hat.

Wahnsinn - und das von einer Frau? :-o :-o

Jahrhundertelang wurden Frauen von Männern und Systemen diskriminiert und unterdrückt.

Und jetzt unterdrücken sie sich selbst? ???

:|N Aber um die rechtl. Seite gehts es auch gar nicht.

Recht und Moral gehen in diesem Bereich Hand in Hand!

Recht basiert auf der Moral und dem Ethos welcher durch geschichtliche und politische Entwicklung der Vergangenheit unseren heutigen Status Quo bildet.

Mein Partner und ich sind entsetzt!

Jedes Arbeitsgericht dieses Landes würde der Schwangeren Recht geben die dann selbstverständlich eine gewünschte Stelle annimmt und dann direkt schwanger wird

tmig;erd^uack13x7


Hallo!

Ich sehe das genauso wie Portland. Es ehrt dich, dass du Rücksicht nehmen willst un dir diese Gedanken machst aber ganz ehrlich...ich würde den Job annehmen und wenn du schwanger werden willst, tu es! Es kann ja auch sein, dass es zwei oder drei Jahre dauert bis es klappt... du musst eben abwägen, wie wichtig dir der Kinderwunsch jetzt ist..aber ein schlechtes gewissen wegen der Arbeit brauchst du nicht zu haben. Klar ist es in dem Moment für die Firma und vielleicht die Kollegen ärgerlich, aber Kinder zu kriegen ist dein gutes recht. Und andere Kollegen würden sich keine Rücksicht nehmen.

m<nef


Nein, die gehen hier nicht Hand in Hand.

Jedes Arbeitsgericht dieses Landes würde der Schwangeren Recht geben die dann selbstverständlich eine gewünschte Stelle annimmt und dann direkt schwanger wird

Und? Ihr Standing in der Firma kann kein Gericht der Welt retten. Deshalb ists fatal, nur die rein juristische Seite zu betrachten und sich dabei besonders tough zu fühlen.

bxelulaxgia


Die "ich mache was ich will und nach mir die Sintflut" Variante ist schön und gut, wenn einem der Job nichts bedeutet.

Wenn man nach der Elternzeit sowieso damit rechnet auf einen minderwertigen Teilzeitjob abgeschoben zu werden.

Wenn man kein Interesse am harmonischen Arbeiten in diesem Betrieb mehr hat.

Möchte man aber tatsächlich auf der höheren Position Fuß fassen und evtl. den Job sogar nach einer Schwangerschaft zurück haben, dann ist es unklug, genau in der Umbruchphase schwanger zu werden.

Man nimmt in diesem Fall in erster Linie Rücksicht auf die Wünsche zum eigenen Werdegang.

mFnef


... Und hör mir mit diesem wir-sind-entsetzt Unterdrückungsmist auf. ;-D Mein nicht-entsetzter, ununterdrückter männlicher Partner würde auch keiner Projektmitarbeit fürden August zusagen, wenn der Karibikurlaub für den Zeitraum längst gebucht ist....

tqigertduc,k13x7


Das Problem St eben, dass sie in der Firma vielleicht doof da steht... aber was nützt dir ne tolle Karriere und in fünf Jahren willst du Kinder und es klappt nicht? Natürlich ist ein Job, der einem Spaß macht, immens wichtig, ich selber gehe auch nach einen Jahr babyzeit wieder arbeiten weil ich will. Aber wenn sie deswegen oder Firma unten durch ist, ist das auch kein angenehmer Arbeitgeber.

Myeiste*r_Gxlanz


Geben und nehmen. Natürlich hat man das Recht, spricht ihr niemand ab. Aber das Wie ist halt auch wichtig. Vor allem, wenn man noch was erreichen will. Nach einem Jahr im Job schaut die ganze Sache anders aus, niemand würde ein böses Wort verlieren, es gäb vom Chef einen Blumenstrauss und man freut sich auf die Rückkehr.

Es spielt auch eine Rolle, ob man als kleines Rädchen in einem multinationalen Konzern rotiert oder als wichtige Stütze in einem kleinen Team oder einer kleinen Firma. Ob man 25 oder 35 ist. Etc. Entscheiden muss man am Ende natürlich selber. Die Inputs hier sollen ja nur verschiedene Überlegungen darlegen.

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