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Sorge um die Kollegen (Einzelhandel)

Alias 708693 hat die Diskussion gestartet


Ich arbeite in einem Getränkemarkt.

Vor ein paar Wochen ist ein Erstjahrer Azubi mit glasigern Augen vor mir gestanden und hat mich gefragt ob er sich bitte im Lager für fünf oder zehn Minuten hinsetzen dürfe. Ich habe ihm daraufhin gesagt das er, so wie er aussschaut gern mindestens zwanzig Minuten lang sitzen bleiben dürfe!

Vor ein paar Tagen hat mir eine Kollegin erzählt wie sich die Arbeit an der Kasse auf sie auswirkt und stand auf einmal in Tränen aufgelöst vor mir. Ich habe sie dann an der Kasse abgelöst, damit sie sich in Ruhe sammeln konnte. Tröstende Worte hatte ich nicht, weil ich nicht so viel bewegen kann wie ich gern würde.

Ich bin Aushilfe in diesem Laden.

Langsam aber frage ich mich ob ich mich an den Chef wenden soll. Ich glaube er sieht die Überforderung der Mitarbeiter gar nicht. Aber als Aushilfe? Kommt das nicht verdammt komisch ...

Die Geschäftsleitung des Ladens ... naja ... traut sich offenbar nicht klare Worte zu sprechen. Ich kann es irgendwie verstehen, weil sie Angst um ihren Job haben. Gerade deswegen würde ich das ja sogar übernehmen, denn einen neuen Nebenjob würde ich wohl finden.

Ich möchte mich aber auch nicht einfach so aus dem Fenster lehnen ... allerdings seh ich einfach wie scheiße es da dem ein oder anderen geht und will nicht dass das so bleibt!

Habt ihr da irgendeine Idee?

Betriebsrat ist leider nicht möglich. Es gibt keinen und auch zu wenig festangestelltes Personal um einen zu gründen.

":/ :-|

Antworten
Cgra-nk1


Das, was Du beschreibst, gibt es täglich x-fach und überall. Deine Sorge und auch Mitgefühl ehren Dich und machen Dich sehr sympathisch.

Du schreibst, dass Du selber nur "Aushlife" dort bist und dementsprechend denke ich, dass Du nicht wirklich etwas bewegen oder gar positiv verändern kannst, so traurig das nun auch klingen mag.

Natürlich kannst Du der oder die erste sein, die endlich mal den Mund auf macht und auf gewisse Probleme hinweisst, nur denke ich, dass das leider nicht reichen wird. Um in einem Betrieb etwas verändern oder bewegen zu wollen und dann ja vielleicht auch zu können, bedarf es meiner Meinung nach schon einen gewissen Mut, Anstand, Fairniss, Entschlossenheit und Durchsetzungskraft!

All das kannst Du durchaus haben, nur wird es allgemein als "Aushilfe" weniger angenommen und akzeptiert werden, da Du eben "nur" eine Aushilfe bist, auf die man relativ schnell verzichten kann, da solche MA eben leider weniger Einfluss haben, als Festangestellte, die schon mehrere Jahre angestellt sind, ihre Arbeit gut bis sehr gut machen und schon deshalb vorruassichtlich unverzichtbar erscheinen!

Meine Meinung; bist Du auf diese Stelle nicht wirklich angewiesen und Dir ist es eindringendes Bedürfniss, dann ja, dann sage unbedingt und auch deutlich aber respektvoll, was Dir so bitter aufstößt, da Du eben nichts zu verlieren hast, aber wenn doch, dann nur, wenn Du nicht alleine eine Beschwerde oder Aussprache wünschst, also mit anderen gemeinsam, also zusammen.

Und genau da, wirst Du sehr schnell feststellen, dass Du meist ganz alleine auf weiter Flur stehen wirst, leider.

Merke Dir eines.

Langjährige, freundliche, fleissige und tadellose MA, die ihre Arbeit vorbildlich machen (egal wo ), haben meistens mehr Einfluss auf Vorgesetzte oder Chefs, als Aushilfen, Teilzeitmitarbeiter, unbequeme MA oder junge unerfahrene MA.

Und noch eines. Ich finde es sehr sehr lobend und wünschte mir, es gäbe mehrere von Deiner Sorte, denn dann gäbe es mit Sicheheit weniger Probleme, da niemand gerne auf gute und Zuverlässige MA verzichtet und so könnte man endlich mal den Druck , den meistens die MA ertragen müssen, auf die Vorgesetzten zurückgeben.

Aber Tatsache ist auch, mit der Angst des Arbeitspaltzverlustes, wird schon lange richtig Geld gemacht, und zwar genau auf Kosten der Mitarbeiter.

Also, überlege es Dir, wie ob und wofür Du Dich entscheidest, aber schon alleine mit Deiner Frage hier, bist Du mir sehr sympathisch. Davon müsste es sehr viel mehr geben.

Alles Gute für Dich! ;-)

P*lüschtbiexst


Was genau dort löst denn eine Überforderung der Mitarbeiter aus?

Welche Mißstände gibt es dort?

Vielleicht gäbe es eine Institution von außen die da was ausrichten könnte?

Zum Beispiel die zuständige Gewerkschaft?

CWr4ankx1


@ Plüschbiest

Betriebsrat ist leider nicht möglich. Es gibt keinen und auch zu wenig festangestelltes Personal um einen zu gründen.

EJhemaliger &NutzPer (J#5286x11)


Getränkemarkt... Ich kann mir vorstellen, dass man da ganz schön viel schleppen muss. Und das lange stehen an der Kasse... Ich kenne zumindest keinen, der Kassen hat wo die Kassierer/-innen Sitten können...

Wie viele Leute arbeiten dort.

Und bei glasigen Augen denke ich ja immer zuerst an Kiffer ;-D

Ich finde es aber echt lieb, liebe/r Alias, dass du darüber nachdenkst, was du dort verbessern könntest.

Ich muss Crank1 in allen Punkten zustimmen. Auch, was deine Kollegen angeht.

Die Erfahrung zeigt nun mal, dass du zB bei einer Aussprache alleine dasitzen würdest.

Kaum ein MA würde sich trauen, seine Job zu riskieren. Und wenn der geht, bewerben sich ja gleich 5 neue auf sie Stelle... ich denke, du hast keine Chance.

S}oroxman


Ich arbeite in einem Getränkemarkt. Ich bin Aushilfe in diesem Laden.

Vor ein paar Wochen ist ein Erstjahrer Azubi mit glasigen Augen vor mir gestanden und hat mich gefragt ob er sich bitte im Lager für fünf oder zehn Minuten hinsetzen dürfe. Ich habe ihm daraufhin gesagt das er, so wie er aussschaut gern mindestens zwanzig Minuten lang sitzen bleiben dürfe!

Aber warum bittet er dich als Aushilfe um Erlaubnis? Und setzt sich nicht einfach ohne zu fragen hin und ruht aus und macht eine Pause? Ich finde, dass hättest du ihm antworten sollen. Dass du nicht die Erlaubnis-Instanz bist. Anstatt dich als solche zu etablieren. Wer hat in der Zeit denn seine Aufgabe gemacht? Du? Und deshalb hat er dich gefragt, weil er wollte, dass du vorübergehend übernimmst? Dann ist es doch was ganz normales, wenn du die Aushilfe bist, und das so geregelt ist.

Außerdem müssen seine glasigen Augen nicht vom Job oder der betrieblichen Belastung kommen. Mancher trinkt ((im Getränkehandel ist es ja auch gut verfügbar)) oder nimmt Drogen - auch am Arbeitsplatz. Das Spektrum deiner Überlegungen sollte also schon etwas größer sein. Da ist auch wichtig, dass man dieses Verhalten nicht deckt. Nur als gedanklicher Anstoß.

Vor ein paar Tagen hat mir eine Kollegin erzählt wie sich die Arbeit an der Kasse auf sie auswirkt und stand auf einmal in Tränen aufgelöst vor mir. Ich habe sie dann an der Kasse abgelöst, damit sie sich in Ruhe sammeln konnte. Tröstende Worte hatte ich nicht, weil ich nicht so viel bewegen kann wie ich gern würde.

Ok, du warst also 2x der Kummerkasten. Und hilfst, wo du kannst, naja, so sehe ich deinen Job als Aushilfe. Nur wenn du das übertreibst, bist du der nächste Kandidat für die Überlastung. Denk mal drüber nach. Du förderst den Fluchtgedanken (weinen als Alarmsignal, weg von der Kasse, sammeln) anstatt zu fördern: "Na, dann machen Sie doch mal langsamer bevor Sie weinen müssen, ist ja keine Olympiade hier." Oder eben: "Frau x, also Weinen ist keine Lösung. Wir sollten ein anderes Zeichen ausmachen, wenn ich sie vorübergehend ablösen soll. Oder eine feste Arbeitsteilung ausmachen und unsere Pausen absprechen."

Denn was wäre denn die erwachsene Variante: "Herr <Aushilfe> an Kasse 1 bitte." über die Sprachanlage, oder per Telefon. Und dann im kurzen Gespräch: "Bitte lösen Sie mich mal für 30 min ab. Ich mache so lange Mittagspause." Oder eben: "Ich brauche mal ein paar Minuten für mich." Was auch immer das heißt. Mancher geht auch auf Toilette - oder Rauchen.

Also dass sie selbst eine Lösung in der Situation findet. Was ist denn deine Aufgaben-Beschreibung?

Wichtig: Mitarbeiter sind für sich selbst zuständig. Es sind erwachsene Menschen, sie haben einen Mund, können Entscheidungen treffen. Sie kennen ihre Arbeitsverträge und die vereinbarten Pausen. (Arbeitszeitgesetz: 15 min früh, 30 min am Mittag, nach maximal 4h, ohne Bezahlung, das wäre der Standard). Aber wahrnehmen müssen sie die selbst.

Und das solltest du fördern, wenn du was fördern willst. Dass Aufgaben zwischen euch gut abgestimmt sind, und jeder weiß, was sein Verantwortungsbereich ist, auch in Pausenzeiten. Das ist eine Frage der Arbeitsorganisation. Die Eckpunkte davon legt ein Chef fest (Aushilfe für Bereich x), die Details klären die Mitarbeiter untereinander. So weit, so normal. Bist du als Aushilfe gut eingewiesen worden? Sind die Aufgaben klar?

Langsam aber frage ich mich ob ich mich an den Chef wenden soll. Ich glaube er sieht die Überforderung der Mitarbeiter gar nicht. Aber als Aushilfe? Kommt das nicht verdammt komisch ...

Du schilderst zwei Begebenheiten. An sagen wir mal x Tagen bei y Mitarbeitern. Ich finde es kühn, daraus pauschal eine "Überforderung der Mitarbeiter" abzuleiten und diese dem Chef anzulasten. Ich frage mich auch, wie erfahren du in der Arbeitswelt oder im Einzelhandel allgemein schon bist.

Die Geschäftsleitung des Ladens ... naja ... traut sich offenbar nicht klare Worte zu sprechen. Ich kann es irgendwie verstehen, weil sie Angst um ihren Job haben. Gerade deswegen würde ich das ja sogar übernehmen, denn einen neuen Nebenjob würde ich wohl finden.

Ich finde eine wichtige Grundregel: jeder spricht erstmal für sich allein. Und verallgemeinert nicht.

Wenn die Angst vor Kündigung (deine Spekulation) diese Mitarbeiter davon abhält, eine von ihnen wahrgenommene Arbeitsüberlastung selbst zu reduzieren, ist es deren Problem. Du kannst sie bestärken, besser auf sich zu achten. Auch mal fünfe gerade sein zu lassen, dann wird halt die Schlange an der Kasse etwas länger. Oder ihre gesetzlichen Pausen auch wirklich wahrzunehmen. Aber ich sehe es als ihr Problem und sie müssen es selbst lösen. Können sie es nicht, wird es auffallen: als Differenz zwischen Anspruch des Chefs (Soll) und erbrachter Leistung (Ist). Und dann kann der Chef immer noch überlegen:

1) Ist das nur eine temporäre Sache? Z.B. durch die derzeitigen Temperaturen von > 30°C? Oder verlangt diese besondere Situation auch besondere Maßnahmen? Z.B. Arbeitszeitverkürzung. Oder eine Maßnahme hat er ja schon gemacht: er hat dich als zusätzliche Aushilfe eingestellt. Bei der Hitze wird vielleicht mehr getrunken, also mehr Absatz, und daher eben temporär mehr Mitarbeiter. Oder noch eine Aushilfe.

2) Ist es wirklich eine dauerhafte Sache? Verlang ich zuviel? Und überlaste diese zwei Mitarbeiter? Reichen die Pausen? Stimmt die Kommunikation? Haben die Mitarbeiter Gelegenheit, ihre Sorgen und Nöte individuell zu nennen?

3) Sind diese zwei genannten Mitarbeiter wirklich gut für den Einsatz in diesem Laden geeignet? Psychisch und physisch stark genug dafür? Und ja: ggf. behält er die Arbeitsleistung dann unter Beobachtung, und ggf. kündigt er ihnen dann, wenn das zu stark abweicht und Maßnahmen nicht greifen. Ist auch normal.

Ich möchte mich aber auch nicht einfach so aus dem Fenster lehnen ... allerdings seh ich einfach wie scheiße es da dem ein oder anderen geht und will nicht dass das so bleibt!

Geht es dir nur in dem Job so? Oder siehst du überall Missstände: In der Politik nur Deppen, Tiere werden misshandelt, Flüchtlinge, Kriege, die Umwelt zerstört, alles geht den Bach runter?

Das ist eine ernst gemeinte Frage. Denn falls du überall die Missstände siehst, sollte auch mal über deine Wahrnehmung nachdenken: vielleicht hast du einen besonderen Fokus auf die schlechten Sachen und verstärkst die dann noch zusätzlich.

Wenn es "dem ein oder anderen scheiße geht", warum schaffen es dann andere Mitarbeiter, dass es ihnen nicht "scheiße" geht? Was machen die anders? Und warum schauen die einen Mitarbeiter sind das nicht bei den anderen ab?

Habt ihr da irgendeine Idee?

Betriebsrat ist leider nicht möglich. Es gibt keinen und auch zu wenig festangestelltes Personal um einen zu gründen.

Betriebsrat ist eine gute Sache, um bei großen Belegschaften die Kommunikation zwischen Mitarbeitern und Unternehmen über allgemeine, nicht individuelle Dinge einheitlich zu gestalten. Bei so wenig MA kann aber doch aber noch jeder für sich sprechen.

Wo ich dir insgesamt Recht gebe: ja, auch ich sehe den Einzelhandel als eine Risiko-Branche für Überlastung:

* drängelnde Kunden, die nicht warten wollen,

* stoßweise kommende Kunden führen zu Schwankungen, die nicht planbar sind,

* vom Chef oft der Druck zur Erhöhung der Kundenzufriedenheit,

* die Mitarbeiterzufriedenheit ist seltener Thema.

Aber ich gehe davon aus, dass Bewerber das vorher wissen, und dass sie eben als Mitarbeiter auch auf sich achten. Und z.B. ihre Pausen untereinander regeln, denn oft gibt es ja keine gemeinsame Pause, weil der Laden durchgängig offen hat und nicht über Mittag schließt. Pausen sind aber wichtig. Mittag, Trinken, Essen, kurz Ausruhen, ums Eck gehen. Wer das vernachlässigt, hat eben auch mal körperliche Auswirkungen. Und Getränkehandel (schwere Lasten) kann auch eine körperlich schwere Arbeit sein, wenn es nicht genügend Hilfsmittel gibt oder die Raumtemperatur sehr hoch ist, weil eine Klimatisierung fehlt.

Insgesamt kann man die Arbeitsorganisation so anpassen, dass es die Einflüsse oben auch gut handhaben kann. Schau einfach mal in andere Läden, wie die das machen. Ich bin immer beeindruckt, wie dynamisch sowas bei dem Lidl abgeht, wo ich oft einkaufe. Ratzfatz werden neue Kassen aufgemacht und geschlossen. Und die Kommunikation scheint zu stimmen. Und Regale bleiben eben auch mal liederlich mit vielen leeren Verpackungen. Bevor das nächste Mal wieder einer durchkommt und die Ware vorzieht.

Gute Mitarbeiter denken in Lösungen. Sie nennen Probleme aber machen auch konstruktive Lösungsvorschläge. Ohne dass ihr Vorschlag als einzige Lösung akzeptiert wird, der Chef kann sich auch andere Lösungen ausdenken. Richtig gute Mitarbeiter lösen Probleme untereinander, und eskalieren nur die Dinge, die sie selbst nicht lösen können. Und Grundlage ist, dass jeder für sich denkt.

Alias 708693


@ Crank1

Dankeschön. :) Du hast natürlich Recht und das sind genau die Punkte über die ich mir Gedanken mache. Damit ein Tropfen auf den heißen Stein zu sein würde ich mich ja nicht abfinden wollen; Den Stress würde ich mir auch sparen wollen. Ich denke ich werd mich da nochmal ausführlich an unsere Geschäftsleitung wenden und die Einzelnen nochmal bitten ihren Frust auch dort anzubringen.

Das hätte wohl wirklich größere Erfolgschancen.

@ Plüschbiest

Ich möchte da nicht zu sehr ins Detail gehen, da es durchaus erkennbar für jemanden wäre, der mich kennt.

Aber da Soroman in seinem Beitrag so schön stachelig war, werde ich in meiner Antwort darauf doch ein paar Dinge erwähnen.

Institutionen von Außen sind schon mehrfach eingeschaltet worden, hatten aber entweder keine Handhabe oder es ist 'im Sande verlaufen' wie man so schön sagt. Ich denke das liegt daran das sich alles noch geraaaade so im Rahmen bewegt.

@ Benutzerin005

Natürlich gibt es auch Leute die sich zwischendurch etwas reinziehen. :) In diesem Fall geht es aber um ein tüchtiges Kerlchen das wahnsinnig rumrotiert und viel zu viele Aufgaben hat. Eigene und solche auf die die höher gestellten keine Lust haben ... und davon nicht wenig

Es ist wirklich traurig das dort so wenig Veränderung in Gang bringen kann. :/

@ Soroman

Erstmal Dankeschön das du dir so viel Mühe mit einer ausführlichen Antwort gemacht hast.

Ich weiß nicht ob es von dir beabsichtigt war, aber besonders freundlich klingt dein Schreiben nicht. ":/

Das mag ich mir aber auch einbilden. Weiß ich net.

Aber warum bittet er dich als Aushilfe um Erlaubnis? Und setzt sich nicht einfach ohne zu fragen hin und ruht aus und macht eine Pause? Ich finde, dass hättest du ihm antworten sollen. Dass du nicht die Erlaubnis-Instanz bist. Anstatt dich als solche zu etablieren. Wer hat in der Zeit denn seine Aufgabe gemacht? Du? Und deshalb hat er dich gefragt, weil er wollte, dass du vorübergehend übernimmst? Dann ist es doch was ganz normales, wenn du die Aushilfe bist, und das so geregelt ist.

Das mag daran liegen das er zu meiner Unterstützung mit in der Kassenzone war und er mich dort nicht einfach alleine stehen lassen wollte. Wenn ein Minderjähriger so vor mir steht sehe ich mich durchaus in der Pflicht ihn zu schützen - unabhängig von meiner 'Stellung'. Aber um deine Frage zu beantworten: Ja, in eben diesem Moment hatte ich seine Arbeit für die Zeit seiner Erholung übernommen.

Besondere Regeln gibt es nicht. Unterstellt bin ich nur der Geschäftsleitung, da sich meine Aufgabenbereiche kaum mit denen anderer Mitarbeiter schneiden.

Außerdem müssen seine glasigen Augen nicht vom Job oder der betrieblichen Belastung kommen. Mancher trinkt (((im Getränkehandel ist es ja auch gut verfügbar))) oder nimmt Drogen - auch am Arbeitsplatz. Das Spektrum deiner Überlegungen sollte also schon etwas größer sein. Da ist auch wichtig, dass man dieses Verhalten nicht deckt. Nur als gedanklicher Anstoß.

Wenn mir jemand regelmäßig so käme, hätte ich solche Vermutungen durchaus auf dem Schirm und würde auch entsprechend reagieren. In dem Fall kann ich es aber klar verneinen.

Ok, du warst also 2x der Kummerkasten.

Das sind zwei Fälle die ich angerissen habe.

Und hilfst, wo du kannst, naja, so sehe ich deinen Job als Aushilfe.

Das siehst du sehr frei. ;-) Aber ganz falsch ist es natürlich nicht.

Du förderst den Fluchtgedanken (weinen als Alarmsignal, weg von der Kasse, sammeln) anstatt zu fördern: "Na, dann machen Sie doch mal langsamer bevor Sie weinen müssen, ist ja keine Olympiade hier." Oder eben: "Frau x, also Weinen ist keine Lösung. Wir sollten ein anderes Zeichen ausmachen, wenn ich sie vorübergehend ablösen soll. Oder eine feste Arbeitsteilung ausmachen und unsere Pausen absprechen."

Ich glaube da hast du mich falsch verstanden. Es ging nicht genau um die Situation die gerade stattfand, sondern um die generelle Kassensituation. Permanente Hektik, nebenher möglichst Ladendiebstähle verhindern, Kunden beraten ((ich spreche von wirklicher Beratung und nicht nur von Richtungsangaben),), Bestellungen/Reservierungen aufnehmen/herausgeben, schleppen, Retouren, Beschwerdetiraden aushalten, Kunden deeskalieren u.ä..

Viele Dinge die an der Konzentration zehren, die man nunmal an der Kasse halten muss und für die im Grunde auch andere MA zuständig sind.

Ich bin seinerzeit gut eingewiesen worden und wurde als Aushilfe eingestellt als der Laden mehr Personal hatte als heute. Die Aufgabenbereiche sind 'strenggenommen' vertraglich klar, haben sich allerdings bei allen Mitarbeitern durch den Personalmangel merklich ausgedehnt (siehe Kassenbeispiel).

Geht es dir nur in dem Job so? Oder siehst du überall Missstände: In der Politik nur Deppen, Tiere werden misshandelt, Flüchtlinge, Kriege, die Umwelt zerstört, alles geht den Bach runter?

Das ist eine ernst gemeinte Frage. Denn falls du überall die Missstände siehst, sollte auch mal über deine Wahrnehmung nachdenken: vielleicht hast du einen besonderen Fokus auf die schlechten Sachen und verstärkst die dann noch zusätzlich.

Nein, es geht nicht nur mir in dem Job so. Ich bin nur offensichtlich etwas emphatischer und schaue nicht nur auf mich. Mir selbst geht es so besonders schlecht auch nicht.

Ich finde interessant das du darauf kommst ich würde eventuell generell Weltschmerz auf mich eindreschen lassen. Nein, so ist es nicht.

Wenn es "dem ein oder anderen scheiße geht", warum schaffen es dann andere Mitarbeiter, dass es ihnen nicht "scheiße" geht? Was machen die anders? Und warum schauen die einen Mitarbeiter sind das nicht bei den anderen ab?

Weil es maßgeblich den Mitarbeitern schlecht geht, die ihre Arbeit nicht auf andere übertragen können.

Denen die es können geht es allerdings auch nicht durchgängig gut. An dieser Stelle würde es vermutlich helfen wenn ich schriebe wie sich das Personal zusammensetzt, allerdings würde es mich oder den Laden evt. zu leicht erkennbar machen. Ich hoffe du verstehst daher das ich das nicht so detailiert schildern möchte.

Aber ich gehe davon aus, dass Bewerber das vorher wissen, und dass sie eben als Mitarbeiter auch auf sich achten. Und z.B. ihre Pausen untereinander regeln, denn oft gibt es ja keine gemeinsame Pause, weil der Laden durchgängig offen hat und nicht über Mittag schließt. Pausen sind aber wichtig. Mittag, Trinken, Essen, kurz Ausruhen, ums Eck gehen. Wer das vernachlässigt, hat eben auch mal körperliche Auswirkungen. Und Getränkehandel (schwere Lasten) kann auch eine körperlich schwere Arbeit sein, wenn es nicht genügend Hilfsmittel gibt oder die Raumtemperatur sehr hoch ist, weil eine Klimatisierung fehlt.

Du beschreibst damit wie es sein sollte, damit es funktioniert. In der Praxis sieht es da leider in so fern anders aus, als das die Arbeit am Ende des Tages verrichtet zu sein hat. Daher kam ich auch darauf das der Chef vielleicht nicht wirklich im Blick hat, was im Laden los ist - zumal die Geschäftsleitung, wie beschrieben, nicht immer offen über Missstände kommuniziert.

SRor{om0an


Hallo Alias,

es war ganz und gar nicht meine Absicht, unfreundlich zu sein. Ich wollte dir ein paar Gedanken mitgeben, bevor du dich da zum Klops machst. :-D

Ich will nur auf wenige Punkte eingehen:

- Aufgabenteilung und klar abgegrenzte Verantwortungsbereiche finde ich das A und O in einem Unternehmen, auch einem kleinen. Im Rahmen der Arbeitsorganisation kann man das verbessern, hilfreich ist, wenn gleich konkrete, abgestimmte Vorschläge der Belegschaft kommen.

- Je höher die Führungskräfte, um so weniger wollen sie abstraktes Gelaber oder Gejammer hören. Sondern konkrete Probleme in Zahlen, gern mit Lösungsvorschlag. Nur wenn du das so aufbereitest, wirst du Gehör finden, und nicht mit abstrakten Angaben wie "generelle Kassensituation, permanente Hektik, nebenher möglichst Ladendiebstähle verhindern, Kunden beraten, Bestellungen/Reservierungen aufnehmen/herausgeben, schleppen, Retouren, Beschwerdetiraden aushalten, Kunden deeskalieren u.ä..". Das mag deine Wahrnehmung sein, aber da kommt nur "Naja, die Aushilfe ist eben noch am sich einarbeiten, klar kommt ihr das erstmal viel vor, Herr Alias macht ja auch noch alles selbst, das zum ersten Mal, und bindet seine Kollegen bisher nicht ein. Er wird die Prozesse schon noch lernen, und wenn nicht, tauschen wir die Aushilfe aus."

Viele Dinge, die an der Konzentration zehren, die man nunmal an der Kasse halten muss und für die im Grunde auch andere MA zuständig sind.

Na dann: klärt eure Aufgaben erstmal untereinander und dann mit eurem direkten Chef, was nicht gleich die Geschäftsleitung sein muss! Bevor ihr eskalierst, macht eure Hausaufgaben. Setz dich mit deinen Kollegen zusammen, klärt eure Aufgaben für z.B. 10 problematische Fälle (Wer macht was? An welchem Ort? In welcher Reihenfolge? Wer vertritt wen? Wie ist das mit Pausen?) - auf ein großes Flipchart oder Whiteboard, an dem man so lange rummalt bis alle zufrieden sind. Dieses Ergebnis bekommen alle ausgedruckt nochmal mit. Und dann schaut man, ob es dann besser wird. Dafür braucht es an sich keinen Chef. Und die Tätigkeitsangaben in Arbeitsverträgen werden ja nicht zum Spaß gemacht. Legt die einfach mal nebeneinander. Ich kann mir vorstellen, an sich ist das den anderen Mitarbeitern gut bekannt, nur dir als neuem MA im Unternehmen (eben als Aushilfe) ist das noch nicht klar.

Ein gutes Hilfmittel ist hier ein Planspiel. Man skizziert den Getränkemarkt auf ein A0-Blatt und stellt die Leute dar (Mitarbeiter, Kunden), die Ressourcen (z.B. Stapler, Getränkekisten, Lkw) und die typischen Aufgaben/Probleme. Und spielt man das quasi auf dem Whiteboard mit Magneten mal durch. Und dann wird jeder mal in versch. Rollen versetzt. Jeder muss mal ins Lager, an die Kasse, in den Einkauf/Büro/Reklamation, in die Distribution, Kommissionierung, was halt eure Abteilungen in eurem Getränkehandel so sind. Der Rollentausch fördert das Verständnis für die Prozesse sehr. Und das Teamgefühl verbessert sich. Doppelarbeit wird reduziert, und der Kunde landet gleich beim richtigen Ansprechpartner.

Weil es maßgeblich den Mitarbeitern schlecht geht, die ihre Arbeit nicht auf andere übertragen können.

Da kann man konkret ansetzen. Jeder muss einen Vertreter haben, schon für krankheitsbedingte Fehlzeiten.

Denen die es können geht es allerdings auch nicht durchgängig gut. An dieser Stelle würde es vermutlich helfen wenn ich schriebe wie sich das Personal zusammensetzt, allerdings würde es mich oder den Laden evt. zu leicht erkennbar machen. Ich hoffe du verstehst daher das ich das nicht so detailiert schildern möchte.

Nö, hier will ich das auch nicht sehen. Und ich will ja nicht deine konkreten Probleme lösen. Aber ich finde schön, wenn du Lösungsansätze findest, die ihr dann unter den Kollegen besprecht.

Du beschreibst damit wie es sein sollte, damit es funktioniert. In der Praxis sieht es da leider in so fern anders aus, als das die Arbeit am Ende des Tages verrichtet zu sein hat. Daher kam ich auch darauf das der Chef vielleicht nicht wirklich im Blick hat, was im Laden los ist - zumal die Geschäftsleitung, wie beschrieben, nicht immer offen über Missstände kommuniziert.

Es ist nicht Aufgabe der Geschäftsleitung, "offen über Missstände zu kommunizieren" - sie muss sie mitbekommen, erkennen und abstellen, und nicht breitreden. Eine Geschäftsleitung kommuniziert in Planungen (z.B. zu Personal, Budget, Ressourcen, Betriebsmitteln), Zielvorgaben (z.B. zu Umsatz, Personal, Zeiten), Entscheidungen (z.B. Hauptlieferanten) und Maßnahmen, Arbeitsanweisungen/vorgaben.

Schwierig ist immer ein Punkt: was kann durch Effizienzmaßnahmen erreicht werden (gleicher Personalstand, aber bessere Aufgabenverteilung und Arbeitsorganisation, bessere Kommunikation der Mitarbeiter, das strebt die Führung immer an) und an welchem Punkt geht an zusätzlichem Personal wirklich kein Weg mehr vorbei (nur diesen Weg sieht in der Regel das Personal).

m/neMf


Deine Intention ist sehr lieb, aber du könntest damit auch mehr verbocken, als deine eigene Aushilfsstelle.

Wenn du mit dem Chef sprichst wird es nicht reichen, generell von Überforderung zu sprechen. Der wird schon hören wollen, wer genau welche genauen Probleme habe. Und dann einfach Namen zu nennen ist evtl. gar nicht im Interesse der Betroffenen.

Ich würde mich bei dir nicht gerade bedanken, wenn du zum Chef gehst und sagst "Die mnef bricht unter ihrer Arbeit zusammen, traut sich aber nicht Ihnen das zu sagen" .

Also wenn du irgendwas tust, dann nicht ohne dich vorher mit den anderen kurzzuschließen.

Ggf. kannst du sie auch ermutigen, selbst etwas an ihrer Situation ändern zu wollen. Abnehmen kannst du ihnen das eher nicht, auch wenn du dich "opfern" würdest.

Alias 708693


@ mnef

Ich möchte auch in keinem Fall jemanden übergehen.

Wenn du mit dem Chef sprichst wird es nicht reichen, generell von Überforderung zu sprechen. Der wird schon hören wollen, wer genau welche genauen Probleme habe. Und dann einfach Namen zu nennen ist evtl. gar nicht im Interesse der Betroffenen.

Daher habe ich auch keinen Blindflug gestartet in dem ich den Chef einfach angesprochen hätte. Zumal man es mir ja auch nicht gesagt hätte, wenn man nicht wüsste das es von mir vertraulich behandelt wird.

Es wäre schön wenn der/die Einzelne den Mund selbst aufmachen würde ... vielleicht bin ich da auch einfach zu fürsorglich. {:(

@ Soroman

Dann entschuldige bitte das ich dir Unrecht getan habe. @:)

Manchmal lesen sich Texte anders als sie gemeint sind - meiner klang sicherlich auch knochiger als gemeint.

Bevor auch das ein Missverständis wird:

Unsere Geschäftsleitung untersteht dem Chef und hat ihn über alles in Kenntniss zu setzen. Einen anderen Ansprechpartner als die Geschäftsleitung gibt es für Azubis, Festangestellte und Aushilfen (Ladenintern) nicht. Vielleicht ist der Begriff 'Geschäftsleitung' für mich dann verständnisspeziefisch falsch besetzt, aber genau so sind die Bezeichnungen die innerhalb des Betriebs benutzt werden.

Na dann: klärt eure Aufgaben erstmal untereinander und dann mit eurem direkten Chef, was nicht gleich die Geschäftsleitung sein muss! Bevor ihr eskalierst, macht eure Hausaufgaben. Setz dich mit deinen Kollegen zusammen, klärt eure Aufgaben für z.B. 10 problematische Fälle (Wer macht was? An welchem Ort? In welcher Reihenfolge? Wer vertritt wen? Wie ist das mit Pausen?) - auf ein großes Flipchart oder Whiteboard, an dem man so lange rummalt bis alle zufrieden sind. Dieses Ergebnis bekommen alle ausgedruckt nochmal mit. Und dann schaut man, ob es dann besser wird. Dafür braucht es an sich keinen Chef. Und die Tätigkeitsangaben in Arbeitsverträgen werden ja nicht zum Spaß gemacht. Legt die einfach mal nebeneinander. Ich kann mir vorstellen, an sich ist das den anderen Mitarbeitern gut bekannt, nur dir als neuem MA im Unternehmen (eben als Aushilfe) ist das noch nicht klar.

Ein gutes Hilfmittel ist hier ein Planspiel. Man skizziert den Getränkemarkt auf ein A0-Blatt und stellt die Leute dar (Mitarbeiter, Kunden), die Ressourcen (z.B. Stapler, Getränkekisten, Lkw) und die typischen Aufgaben/Probleme. Und spielt man das quasi auf dem Whiteboard mit Magneten mal durch. Und dann wird jeder mal in versch. Rollen versetzt. Jeder muss mal ins Lager, an die Kasse, in den Einkauf/Büro/Reklamation, in die Distribution, Kommissionierung, was halt eure Abteilungen in eurem Getränkehandel so sind. Der Rollentausch fördert das Verständnis für die Prozesse sehr. Und das Teamgefühl verbessert sich. Doppelarbeit wird reduziert, und der Kunde landet gleich beim richtigen Ansprechpartner.

Ich werde etwas in der Art vorschlagen.

Ich sage nochmal das ich nicht neu dazugekommen bin. Ich bin also nicht erst seit ein paar Wochen/Monaten da und 'will mal eben die Welt ein bisschen besser machen'. ;-)

Da kann man konkret ansetzen. Jeder muss einen Vertreter haben, schon für krankheitsbedingte Fehlzeiten.

Gibt es nicht. Wir haben quasi 'abgezähltes' Personal.

Nö, hier will ich das auch nicht sehen. Und ich will ja nicht deine konkreten Probleme lösen. Aber ich finde schön, wenn du Lösungsansätze findest, die ihr dann unter den Kollegen besprecht.

Es wäre zum Verständnis sicherlich nicht uninteressant für dich gewesen, da du so intensiv darauf eingehst. Das Problem konkret zu lösen wäre dir aber auch selbst dann nicht möglich gewesen. Darauf bin ich auch nicht aus.

I do my very best. Könnte dort auch einfach nur meine Kontoauszüge prüfen und den Rest vor die Hunde gehen lassen.

Es ist nicht Aufgabe der Geschäftsleitung, "offen über Missstände zu kommunizieren" - sie muss sie mitbekommen, erkennen und abstellen, und nicht breitreden. Eine Geschäftsleitung kommuniziert in Planungen (z.B. zu Personal, Budget, Ressourcen, Betriebsmitteln), Zielvorgaben (z.B. zu Umsatz, Personal, Zeiten), Entscheidungen (z.B. Hauptlieferanten) und Maßnahmen, Arbeitsanweisungen/vorgaben.

Schwierig ist immer ein Punkt: was kann durch Effizienzmaßnahmen erreicht werden (gleicher Personalstand, aber bessere Aufgabenverteilung und Arbeitsorganisation, bessere Kommunikation der Mitarbeiter, das strebt die Führung immer an) und an welchem Punkt geht an zusätzlichem Personal wirklich kein Weg mehr vorbei (nur diesen Weg sieht in der Regel das Personal).

Niemand in unserer Geschäftsleitung ist dazu ausgebildet. Nichtmal in Form von Seminaren. Alles Autodidakten und 'rechte Hände'.

Ich nehme viel von dem mit was du schreibst. Nochmal danke dafür das du dir diese Mühe überhaupt machst. Aber ein bisschen ist es eben doch 'wie es sein sollte' und in dem Laden bisher nicht klappt.

Ich werd einiges vorschlagen und mich spaßeshalber mal nur an meinen Vertrag halten, um dem Rest ähnliches zu empfehlen.

SVoro"mxan


Gibt es nicht. Wir haben quasi 'abgezähltes' Personal.

Dann werden die Fälle "Urlaub" und "Krankheit" in eurem Planspiel aber interessant werden. ;-) Lass im Spiel einfach mal 2 MA Urlaub machen und zeitgleich 2 Leute krank werden. Gibt mehrere Lösungen: Überstunden für die anderen, von extern Kapazität einkaufen (weitere Aushilfen), naja oder bestimmte Aufträge mangels Personal ablehnen (z.B. den Laden für die Zeit schließen).

Könnte dort auch einfach nur meine Kontoauszüge prüfen und den Rest vor die Hunde gehen lassen.

"Wenn es mich mit meinem Einsatz nicht gäbe, ginge alles vor die Hunde." - das finde ich für dich als Aushilfe eine recht eigenwillige und schon größenwahnsinnige Ansicht.

Niemand in unserer Geschäftsleitung ist dazu ausgebildet. Nichtmal in Form von Seminaren. Alles Autodidakten und 'rechte Hände'.

Naja, dann führen sie eben ihre Firma, wie sie sie eben führen.

Aber ein bisschen ist es eben doch 'wie es sein sollte' und in dem Laden bisher nicht klappt.

Das eine nennt sich "Soll", das andere nennt sich "Ist". Typisch macht man eine Ist-Analyse, um dann Soll-Maßnahmen abzuleiten. Im Ist ist das Problem enthalten, im Soll eine mögliche Lösung.

Ich werd einiges vorschlagen und mich spaßeshalber mal nur an meinen Vertrag halten, um dem Rest ähnliches zu empfehlen.

Das zwingt die Geschäftsleitung und den Chef zumindest dazu, die Tätigkeitsbeschreibungen in den Arbeitsverträgen zu aktualisieren. Wenn da bisher keine Punkte drinstehen, die sich dehnen lassen wie Gummi. Und damit die Aufgabenverteilung zu schärfen.

Alias 708693


Das Thema 'Urlaub und krank' ist schon des öfteren interessant geworden. Ich habe z.B. bald Überstunden angesammelt, mit denen ich zwei Monate Urlaub machen könnte. Die andere Aushilfe hat ähnlich viele Überstunden. WIR können das aufschreiben, nachhalten und geltend machen.

Bei den Festangestellten, Praktikanten und Azubis sieht es ein wenig anders aus. Naja.

Ich möchte nicht gegenreden. Wie gesagt, ich nehme viel von dem was du geschrieben hast mit (und habe schon versucht es bei der Leitung zu vermitteln). Ich denke mittlerweile das es nichts bringt sich den Kopf zu zerbrechen, solang alle weiter Speichel lecken gehen. Demnächst gibt es für ein paar Mitarbeiter angekündigte Zwölf-Stunden-Schichten, gegen die sich niemand wehren möchte. Ich zuck die Schultern und denk mir meinen Teil.

Traurig finde ich es trotzdem.

Alias 708693


Ich bin immernoch da, es ist immernoch kurios, aber ich versteh jetzt warum ich da dem Chef nichts ankreiden kann. |-o

Ein spätes aber ernst gemeintes Danke, Soroman. Mir hats gerafft! ;-D *:) @:)

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