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Arbeitgeberwechsel, seitdem totale Reue und fast schon depressiv

r{ox7xta hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

ich konnte hier bereits einige Beiträge lesen und habe mich nun dazu entschieden auch meine aktuelle (bzw seit 4 Monaten vorhandene) Situation zu äußern.

Ich war 4 Jahre in einem mittelständischem Unternehmen, 20 Mitarbeiter in DE, weltweit ca 230 Mitarbeiter als regionaler Vertriebsleiter tätig.

Ich habe das Gebiet komplett selbst aufgebaut, hatte drei Kollegen die mir zugearbeitet haben im operativen Geschäft und zwei Qualitätsmitarbeiter die rein für mich abgestellt waren.

Ich muss dazu sagen, dass ich mich wirklich mit dem Unternehmen identifizieren konnte und Narrenfreiheit hatte.

Reines home-office, wenn ich Lust hatte konnte ich ins Büro fahren.

Mit meinen Kunden hatte ich eine wirklich freundschaftliche Beziehung.

Natürlich, wenn man so erfolgsorientiert ist, wie ich es war hat man nicht immer nur Freunde im Unternehmen, ich hatte gelegentlich stress mit zwei drei Kollegen die das einfach als "normale Arbeit" gesehen haben, für mich war es ja weit mehr als das.

mein Geschäftsführer kam auch erst vor einem Jahr, ein netter Kerl, aber ehrlich gesagt eher ein guter Buchhalter der selbst nie etwas entscheiden konnte.

Naja, wie dem auch sei. Ich hatte in den letzten Jahren einige Angebote von Mitbewerbern, habe diese abgelehnt, fühlte mich ja sehr wohl.5

Nun kam vom größten Unternehmen Europs unserer Branche ein Angebot, selber Job dort, mit 25% mehr Gehalt.

habe wirklich Ewigkeiten überlegt und extrem schweren Herzens zugesagt.

Bereits als ich meine letzten Urlaubstage bei meinem alten AG angetreten habe, hatte ich gehofft "hoffentlich geht das gut"

nun ja, angefangen habe ich. der Anfang fiel mir extrem schwer.

Die Kollegen alle wirklich sehr nett, aber

-Das mir zugeteilte Gebiet war auf einmal ein ganz anderes, wie zu Vertragsbeginn vereinbart

-das Büro ist entgegen unserer Vereinbarung noch nicht angemietet worden und ich muss täglich 80km fahren!

bei meinem alten Arbeitgeber konnte ich alles selbst entscheiden, wirklich alles.

bei der neuen Firma muss ich mir wirklich alles absegnen lassen, bin ein winziges Licht im Unternehmen was mir zu schaffen macht

Leider Gottes habe ich den riesen Fehler gemacht, mich mit der alten Firma am Ende trotz meines super Standings ins Abseits zu schießen.

Ich glaube ich habe meinem Nachfolger einfach nicht gegönnt, das er meinen Job jetzt bekommt, meinen neuen Wagen fährt etc (hört sich blöd an, ist aber wohl leider so)

Ich habe 4 Wochen nachdem ich den neuen Job angefangen habe schweren Herzens bei meinem alten AG angefragt, ob es einen Weg zurück gibt. Leider wurde mir gesagt, das meine STelle besetzt ist und es aktuell keine Möglichkeit gibt.

Das war ein tiefer Schock ehrlich gesagt.

Meine Probezeit ist nächsten Monat um, ehrlich gesagt geht es mir immernoch sehr schlecht, ich schlafe kaum, bin nur schlecht gelaunt und komme gedanklich einfach nicht weiter, als das ich es bereue und am liebsten rückgängig machen würde.

ich finde keinen antrieb für die neue firma und bin bei weitem nicht so gut wie ich weiss sein zu können.

was würdet ihr an meiner stelle tun?

ich bin euch wirklich sehr dankbar für eure meinungen.

Antworten
Ehhemal#iger Nutz%er (#4~671x93)


was würdet ihr an meiner stelle tun?

Dem ganzen Zeit geben. Versuch dich dort einzuleben. Das dauert auch.

-Das mir zugeteilte Gebiet war auf einmal ein ganz anderes, wie zu Vertragsbeginn vereinbart

-das Büro ist entgegen unserer Vereinbarung noch nicht angemietet worden und ich muss täglich 80km fahren!

Das würde ich gegenüber des AGs definitiv ansprechen. Besonders wenn es vertraglich und schriftlich vereinbart wurde.

bei meinem alten Arbeitgeber konnte ich alles selbst entscheiden, wirklich alles.

Naja, du bist jetzt in einem anderen Unternehmen. Nichts für ungut, aber die 'Narrenfreiheit' die du bei deinem Ex-AG hattest, ist heute im Regelfall absolute Seltenheit. Das hat nicht zuletzt etwas mit Unternehmensstruktur und Qualitätsmanagement zu tun.

Leider Gottes habe ich den riesen Fehler gemacht, mich mit der alten Firma am Ende trotz meines super Standings ins Abseits zu schießen.

Ganz ehrlich? Schlecht. Du meinst du gehst und baust dann, auf nicht genauer geschilderte Art und Weise Mist? Du arbeitest jetzt bei einem Mitbewerber... mal sehen wie sich das entwickelt. Bei sowas wäre ich immer vorsichtig - man sieht sich ja bekanntlich immer zeimal im Leben.

Ilo0retxh


Wenn es keinen Weg zurück gibt und du dort unglücklich bist... such nach etwas anderem und achte da nochmal besonders auf die Konditionen. Bei deiner Berufserfahrung sollte das eigentlich kein Problem sein, einen neuen Job zu finden. Warum du so schnell einen Wechsel anstrebst, kannst du ja im Anschreiben erklären. Besonders das mit dem Büro und der Entfernung ist ein sehr nachvollziehbares Argument.

Es klingt für mich so, als wärst du bei einem Mittelständler mit niedriger Hierarchie wesentlich besser aufgehoben als bei einem großen Konzern.

Pzlüs2ch!biesxt


Vielleicht sollte man nicht immer nur nach dem Geld schielen?

rKo)xHxtxa


vielen Dank für eure Antworten.

@ Plüschbiest

Geld war nicht wirklich ausschlaggebend (also nicht nur)

Der Gedanke war, das in einem mittelständigen Unternehmen ich den Job wohl sicher leichter bekomme als in so einem großen Konzern und es eher eine Chance wäre.

Nach dem Motto: "Wo ist es leichter die Position zu erhalten, Konzern oder Mittelstand."

dazu kam dann natürlich das liebe Geld, klar.

@ Kramuri

ja, ich wollte ehrlich gesagt auch wirklich im Guten auseinander gehen, als hätte ich es geahnt das es so laufen wird.

aber irgendwie hat sich das wirklich so ergeben. die Kollegen in der alten Firma reden nunmal sehr gern und stacheln sich auch gegenseitig sehr gern auf. ich habe mich dazu verleiten lassen und sicher auch meinen teil dazu beigetragen.

Der Bewerber ist meiner Meinung nach wirklich fehl am Platz, (ich habe früher die Mitarbeiter mit eingestellt, war bei den Vorstellungsterminen mit dabei) und bin mir einfach sicher, er passt weder in die Firma noch an diese Position.

Ich wollte hierzu einfach noch wirklich irgendwie versuchen, dass jemand -in meinen augen (dummerweise) besser geeigneteres diesen Job erhält. leider ist es am Ende so rübergekommen, als würde ich nachträglich noch stänkern wollen. Die ehemaligen Kollegen, denen ich vertrauen geschenkt hatte, mit denen ich über alles reden konnte haben auch Ihren Teil dazu beigetragen und persönliche Gespräche an das gesamte Team samt Geschäftsleitung mit einigen dazugereimten Texten übermittelt :(v

C.oteuSau5vaxge


Irgendwie scheinst du recht blauäugig an die Sache rangegangen zu sein. Es ist doch sonnenklar, dass das in dem "größten Unternehmen Europs unserer Branche" alles völlig anders läuft als in einem mittelständischen Unternehmen mit nur 20 MA in DE, zB das

bei der neuen Firma muss ich mir wirklich alles absegnen lassen, bin ein winziges Licht im Unternehmen


leider ist es am Ende so rübergekommen, als würde ich nachträglich noch stänkern wollen. Die ehemaligen Kollegen, denen ich vertrauen geschenkt hatte, mit denen ich über alles reden konnte haben auch Ihren Teil dazu beigetragen und persönliche Gespräche an das gesamte Team samt Geschäftsleitung mit einigen dazugereimten Texten übermittelt :(v

Tja, dann ist dein ehemaliger Job wohl verbrannte Erde, also Vergangenheit. Dahin führt kein Weg zurück, also musst du nach vorne schauen.

Das mir zugeteilte Gebiet war auf einmal ein ganz anderes, wie zu Vertragsbeginn vereinbart

Was heißt "vereinbart"? Was steht in deinem Vertrag? Und: Fühlst du dich für das Neue weniger qualifiziert, und macht es dir weniger Spaß als das Vereinbarte?

das Büro ist entgegen unserer Vereinbarung noch nicht angemietet worden und ich muss täglich 80km fahren!

Auch hier: wie verbindlich ist die Vereinbarung? Auf jeden Fall solltest du das anmahnen.

Insgesamt bleibt dir nichts anderes übrig als bei der neuen FA so lange zu bleiben wie sie dich lassen. Gib dem neuen Job doch erst mal eine reelle Chance. Und wenn du dann immer noch nicht klarkommst, kannst du dich vielleicht von einer guten Position aus weiterbewerben.

F.red+3x1


Ich denke du brauchst echt noch Zeit. Auch ich habe diese Erfahrung machen müssen, das ich nach einem AG Wechsel mich nicht wohl gefühlt habe, diese Phase dauerte fast ein 1 Jahr ! Im Nachhinein war es eine gute Entscheidung da wegzukommen, auch wenn ich jetzt auch nicht so zufrieden bin wie ich es gern hätte.

Das man dir in deiner Probezeit keine "Narrenfreiheit" gibt, finde ich selbstverständlich. Du musst dich erst einmal beweisen und das Vertrauen deines neuen AG erarbeiten. Wie du schon gemerkt hat gibt es derzeit kein zurück mehr für dich, also schau nach vorne, versuche deine Arbeit so gut wie möglich zu machen und ich denke in 3-4 Monaten siehst du die ganze Sache anders.

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