» »

Kinderwunsch + Finanzielle Sorgen

X@xRoStscZhopxfxX hat die Diskussion gestartet


Hallo

Mein Mann und ich stehen im Moment vor dem folgenden Problem: Wir haben beide in nicht allzu ferner Zukunft einen Kinderwunsch. Sprich spätestens 2018 allenfalls 2019 möchten wir Eltern werden.

Jetzt ist es aber so, dass wir im Moment beide gut verdienen und gut die Hälfte von unserem Einkommen sparen können (was wir auch tun). Mein Mann wird voraussichtlich allerdings ab Sommer 2016 für 3 Jahre in einem Projekt beschäftigt, wo er Vollzeit an seiner Dissertation arbeiten kann. Allerdings bekommt er dann ungefähr 20 % weniger Lohn als momentan. Die Projektstelle wird dann bis ca. August 2019 laufen. Danach kann er eine Stelle antreten wo er ca. 20% mehr Lohn bekommt als Aktuell. Wenn ich dann allerdings in der Zeit der Projektstelle von meinem Mann schwanger werde und in Mutterschutz gehe fällt mein Lohn 14 Wochen nach der Geburt weg (wir leben nicht in Deutschland). Das heisst wir müssten dann von dem deutlich reduzierten Lohn von meinem Mann auskommen.

Wenn es nach mir gehen würde, würde ich gerne Mitte 2018 (dann bin ich 32) Mutter werden. Das heisst wir müssten dann knapp ein Jahr mit deutlich reduzierten Lohn über die Runden kommen. Das Problem ist, dass unsere aktuellen Lebenshaltungskosten schon gut über dem reduzierten Lohn von meinem Mann liegen. Wir könnten sicher noch an einigen Stellen was einsparen, aber es würde dann für ein Jahr finanziell sehr sehr knapp werden, wenn ich innerhalb der Projektstelle Mutter werde und beruflich ausfalle. Alternative könnten wir unseren Kinderwunsch bis Mitte 2019 verschieben. Aber dann wäre ich schon 33 und man kann ja nicht sagen ob es auch sofort klappt.

Was würdet ihr machen?

1. Während der Projektstelle schwanger werden und die finanzielle Knappheit für 1 Jahr in Kauf nehmen.

2. Den Kinderwunsch um ein Jahr verschieben?

Für mich spricht gegen Variante 2 ganz klar, dass ich eigentlich nicht so lange warten möchte, bis ich schwanger werde, ausserdem wäre ich mit 33 dann auch schon eine recht "alte" Mama. Und wir möchten ja eigentlich auch noch ein 2. Kind.

Gegen Variante 1 spricht halt die Vernunft, dass wir dann finanziell sehr knapp dran wären, bzw. wirklich an unser Erspartes gehen müssten. Das möchte ich allerdings auch nur ungern, weil wir eigentlich auch auf eine eigene Immobilie sparen.

Ich bin echt etwas zwiegespalten und weiss nicht was die schlauere Lösung ist. ":/

Antworten
MCongxer


Was bedeuten denn "gut verdienen" und "finanzielle Knappheit" in Zahlen? ":/

NFord=i84


Sehe ich das richtig ? Ihr verdient zur Zeit etwa doppelt soviel wie ihr braucht und das geht auch noch bis Sommer 2016 (also wenigstens 10 Monate) so weiter ? Was spricht denn dagegen in dieser Zeit ausreichend Geld anzusparen um die finanzielle Knappheit mit euren Ersparnissen zu überbrücken ?

Klar, das Eigenheim müsst ihr dann erst mal hinten anstellen aber das ist eben so, einen Tod müsst ihr sterben. Und da ist in meinen Augen das Warten auf das Eigenheim das kleinste Problem.

zkodiacx1010


Hallo!

Wenn ich dir einen ganz ehrlichen Tip geben kann würde ich an eurer Stelle den Kinderwunsch nicht verschieben.

Ich (36) und meine Freundin (27) haben ein ähnliches Problem. Ich hab immer gesagt, dass ich meinen Kinderwunsch mit 40 erledigt haben möchte. Nachdem meine Freundin längere Zeit auf Arbeitssuche war und dann doch nichts gefunden hat haben wir beschlossen wir ziehen das mit dem Baby jetzt durch da ich ein relativ überdurchschnittliches und vor allem aber sicheres Einkommen habe. Wir haben uns auch beide etwas auf die Seite gelegt und meinten das dann gut für's Baby verwenden zu können.

Siehe da, jetzt vergingen mehr 1,5 Jahre des übens und nach etlichen Untersuchungen und warten auf Terminen bei Ärzten stellt sich heraus, dass der Kinderwunsch bei uns nur mit ärztlicher Hilfe bzw. auf künstlichem Weg erfüllbar sein wird. Wir sind mitten drin im ersten Versuch und haben dafür schon mehr als EUR 1000,- ausgegeben.

Ich würde euch raten nicht ewig damit zu warten. Mir persönlch tuts auch leid, dass wir nicht schon früher damit begonnen haben.

X\xRotscUho;pxfxX


In Zahlen bedeutet, dass wir hier in der Schweiz aktuell zu zweit ca. 12000 CHF verdienen und ungefähr 6000 CHF sparen können. Zusätzlich sparen wir ca. 600 CHF im Moment für unser Eigenheim. In der Zeit der Finanziellen Knappheit könnten wir entweder gar nichts sparen oder müssten schätzungsweise 1000- 1500 CHF jeden Monat vom Sparkonto nehmen.

Wir können bis Sommer 2016 natürlich einiges ansparen. Nur habe ich auch ein sehr ungutes Gefühl, wenn wir ungefähr ein Jahr lang an unsere Ersparnisse gehen müssen. Und wenn wir unsere Finanzielle Reserven anknapsen müssen wir mit dem Eigenheim länger warten. Und ich denke halt auch so, dass es Sinn macht ein Eigenheim möglichst dann zu kaufen wenn die Kinder noch relativ klein sind, so dass wir als Familie möglichst lange was "davon haben". Wenn die Kinder dann mal schon halb beim ausziehen sind, dann lohnt es sich auch nicht mehr eine grosse Wohnung, Haus oder ähnliches mit genug Platz für alle zu kaufen, wenn bald die Kinder weg sind.

M,iilkys_eT7x7


Ich würde auch sagen: zurzeit sparen und soviel zur Seite legen wie möglich

Den Kinderwunsch dann zügig angehen. Weil man eben nicht weiß, ob es dann wirklich so rasch klappt.

NgordVi8x4


In der Zeit der Finanziellen Knappheit könnten wir entweder gar nichts sparen oder müssten schätzungsweise 1000- 1500 CHF jeden Monat vom Sparkonto nehmen.

Ja und wo ist das Problem ? Ihr habt jetzt noch 10 Monate in denen ihr insgesamt 60.000 CHF ansparen könntet. Wenn ihr dann 12 Monate lang 2000 CHF pro Monat davon nehmen müsst bleiben am Ende immer noch 36.000 CHF übrig und die entnommenen 24.000 CHF habt ihr nach der "Dürreperiode" innerhalb von 3-4 Monaten wieder angespart. Euer Hauskauf verzögert sich also maximal um 1 1/2 Jahre, mehr nicht.

XbxRots5chopfFx7X


Ich bin halt so hin und hergerissen, zwischen mit dem Kinderwunsch warten, bis es finanziell wieder locker ist und dem Fakt, dass ich nicht jünger werde und lieber früher als später ein Kind möchte.

KLruiMdo2}5


Denk nicht so lange nach über könnte hätte wäre, mach einfach das Kind. Wenn arbeitslose Hartzer das Kind versorgen können, dann könnt ihr das schon lange.

NDord(i84


Ja aber jetzt sei doch mal realistisch, ihr habt keine finanziellen Sorgen sondern es geht gerade nur darum das ihr alles gleichzeitig wollt. Ihr wollt möglichst bald ein Kind, ein Haus kaufen, Karriere machen und euer Erspartes in Ruhe lassen. Alles gleichzeitig geht nicht, das sollte klar sein also müsst ihr euch entscheiden.

V8erMBckt-nNach-xSC


Zum einen denke ich, dass ihr auch einen Teil des Sparbeitrags für die Überbrückungsphase zurücklegen könntet, zum anderen macht das eine Jahr mehr warten auch nichts aus. Aus meiner Sicht jedenfalls. Ich bin in dem Alter, in dem du dann wärst, auch zum ersten Mal Mutter geworden und das nächste Kind kommt demnächst (2 Jahre später).

Wenn du statt einem Jahr länger 5 Jahre länger hättest warten müssen/wollen, dann wäre das was anderes. Aber ob du 32 oder 33 beim ersten Kind bist, macht aus meiner Sicht nichts aus.

X,xRRoetsc hopfNxX


Ja aber jetzt sei doch mal realistisch, ihr habt keine finanziellen Sorgen sondern es geht gerade nur darum das ihr alles gleichzeitig wollt. Ihr wollt möglichst bald ein Kind, ein Haus kaufen, Karriere machen und euer Erspartes in Ruhe lassen. Alles gleichzeitig geht nicht, das sollte klar sein also müsst ihr euch entscheiden.

Natürlich hast du damit recht. Wir müssen uns für eine Variante entscheiden. Aber es ist nun mal so, dass wir vorübergehend einen finanziellen Engpass haben würden wenn wir während der Projektstelle ein Kind bekommen. Ich weiss auch noch gar nicht genau, wie viel wir zusätzlich für das Kind an Kosten rechnen müssten.

Also die Projektstelle möchte er auf jeden Fall annehmen. Das Kann ich auch verstehen und unterstütze ihn dabei. Ich habe nur Sorge, dass wenn wir uns für irgendeine Lösung entscheiden, genau das Falsche tun. ":/

Denk nicht so lange nach über könnte hätte wäre, mach einfach das Kind. Wenn arbeitslose Hartzer das Kind versorgen können, dann könnt ihr das schon lange

Das finde ich auch die falsche Herangehensweise. Ich bin der Meinung, dass ein Kind schon geplant und gut überlegt auf die Welt kommen sollte. Ich will ja auch das Kind gut versorgen können und dann auch später wieder im Job Anschluss finden.

Lculaxni


Achtung es folgt meine persönliche Meinung:

wenn ich eines gelernt habe, dann das man ein Kind auf gar keinen Fall von vorne und hinten durchplanen kann. Das wird schief gehen. Wir wollten immer erst ein Kind haben, wenn das Studium beendet ist (beide 27 Jahre alt gewesen) und wir mindestens 1-2 Jahre gearbeitet haben um finanziell etwas trockene Tücher zu haben. Wir der Zufall es wollte, bin ich genau zum Ende des Studiums schwanger geworden, habe mit meiner Kugel noch schriftliches und mündliches Examen abgelegt und habe dann (sogar noch am Tag der letzten Prüfung) meine Tochter auf die Welt gebracht.

Joarh hätte auch besser laufen können, aber so ist die Welt.

Wir standen beide ohne Job da, ohne Anspruch auf große finanzielle Hilfe (Eltern konnten uns auch nicht wirklich unterstützen), haben aber das bezauberndste Wesen auf der Welt in unserer Mitte, das uns jeden Tag aufs neue glücklich macht. Sie ist jetzt 8 Monate alt. Mein Mann hat einen Job an der Uni (ebenfalls für seine Doktorarbeit eine Projektstelle) in Teilzeit (50%) gefunden und ich arbeite seit einem Monat in meiner Traumstelle ebenfalls in Teilzeit (75%). Die 7 Monate ohne Finanzielle Hilfe war hart, wir sind an alle Ersparnisse gegangen und so weiter und so fort. Aber wenn man mich fragen würde, ob ich wieder so entscheiden würde (für das Kind), dann würde ich eindeutig ja sagen.

Niemand kann dir sagen, wie lange du in er Lage sein wirst Kinder zu bekommen. Und meinem Kind ist es gelinde gesagt erstmal Scheißegal wie viel ich verdiene. Das was sie brauchte kam aus meiner Brust und aus unserem Herzen. Ein Kind ist kein Projekt, wie ein Haus oder ein Urlaub, eine teure Anschaffung etc....

Ein Kind kannst du nicht durchplanen. Weißt du ob die Schwangerschaft unproblematisch verläuft, oder die Geburt oder das erste Jahr.... es gibt so viele Faktoren die da mit reinspielen....

Ihr seid Jung, gesund, jetzt schon finanziell abgesichert....legt los...worauf warten?

Mit jedem Jahr tickt die biologische Uhr...ist einfach so. In den 20er Kinder zu bekommen ist Risikoarmer als in den 30er. Ab dem 35. LJ zählt es schon als Risikoschwangerschaft. (medizinisch gynäkologischer Sicht) muss nichts heißen, ist aber so....

Wir gehörten auch zu den Menschen die sonst alles minuziös geplant und durchdacht haben....nun nicht mehr (jedenfalls nicht mehr so arg) und es geht uns damit auch gut. Macht nicht zuviel von Zahlen und Fakten abhängig. Und denk auch daran, wenn dein Freund/Mann mit seiner Projektstelle anfängt, wieviel Zeit wird er dann für das Baby haben.

Dem Baby interessiert kein Geld, sondern nur die Zeit und die Liebe und Fürsorge die ihm zuteil wird....

X9xRot]scho>pfxX


@ Lulani

Danke für deine Antwort und deine Meinung. :)^ :-)

Du hast natürlich Recht, dass man ein Kind nicht durchplanen kann wie ein Projekt. Das hatte ich auch gar nicht vor. Aber ich mach mir Sorgen was wäre, wenn aus irgendeinem Grund unser Kind irgendwelche teureren Anschaffungen bräuchte oder es krank wäre und spezielle teurere Therapien. Ich weiss nicht ob wir das finanziell alles hinkriegen.

Ausserdem, und ja ich weiss das ist Luxus, möchte ich mindestens 1 Jahr mit dem Kind daheim bleiben. Ich fände die Vorstellung schrecklich, dass ich mein Kind von der KiTA abhole und die Erzieherin mir dann, dass mein Kind heute seine ersten schritte oder so getan hat. :(v

M{ongxer


Mit eurem finanziellen Hintergrund würde ich mir um das Geld keine großen Gedanken machen und pro Kind jetzt entscheiden. Habe das gefragt, weil manche hier 3000€ zu zweit schon als gut verdienen bezeichnen.

Ich weiß, die Schweiz ist teuer, aber von den 12.000 CHF könnt ihr "nur" 6000 sparen? :-o In meinen Augen ist da ja noch deutliches Einsparpotential für schlechte Zeiten. Zu zweit braucht ihr 5500€ / Monat? Wie geht das denn?

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Beruf, Alltag und Umwelt oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Allergien · Zahnmedizin


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH