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Kinderwunsch + Finanzielle Sorgen

XyxRotsHchoxpfxX


also unsere Fixkosten sehen Folgendermassen ungefähr aus (also die grössten "Batzen")

1800 CHF Miete (warm)

1000 CHF Bausparer

200 CHF Weiterbildungskosten

ca. 450 CHF für öV Ticket, damit können wir allerdings in der gesamten Schweiz kostenlos fahren (Preis für uns beide)

ca. 1000 CHF Lebensmittel und Haushalt

400 CHF Krankenkasse (auch für uns beide)

Der Rest geht ungefähr drauf für Versicherungen, Auto, Internet, TV etc.

Das Preisniveau ist in der Schweiz einfach komplett anders als in Deutschland. Demnach ist das Lohnniveau hier auch anders. Der Mindestlohn bei einer Vollzeit Stelle beträgt hier um die 4000 CHF.

sPtürm chexn


Hinter diesen ganzen Planerei steckt doch eine tiefere Angst vor Kontrollverlust. Heutzutage soll das Leben perfekt sein. Die Karriere, die Freizeit, das Kind, die Erziehung, die Freunde und die Freizeit des Kindes - alles muss minutiös geplant sein.

Mann machst du dir das Leben schwer. Ersten läuft es immer anders und zweitens als man denkt. Du kriegst ja schon Panik bevor etwas anders läuft als du denkst.

Was sagt dir dein Gefühl? Was möchtest du? Möchtest du ein Kind? Dann bekomme eins. Alles andere fügt sich, wenn es soweit ist. Ihr werdet nicht unter der Brücke enden und dein Kind wird nicht am Hungertuch nagen. Fühlst du dich noch nicht bereit für ein Kind? Hast du zu viele Ängste oder Baustellen? Dann warte halt noch.

Oder mach eine Business-plan fürs Leben inklusive Liquiditätsplanung für die nächsten drei Jahre. Rechne 10% für Eventualitäten mit ein und vergiss nicht die GEZ. ;-D

Nqamjxa


Ich kann verstehen dass du dich bein Gedanken an das Ersparte zu gehen unwohl fühlst, mir gehts genauso. Aber: Die 1000 CHF Bausparer sind ja auch wieder sparen. Dh eure tatsächlichen Ersparnisse gehen praktisch nicht runter, nur die "freien". Ich würde es so bald wie möglich versuchen. Niemand kann dir versprechen dass es gleich klappt, und wenn du es erst ein Jahr später versuchst und es dann nicht gleich, oder im worst case vielleicht gar nicht mehr klappt wirst du es immer bereuen. Das Risiko sehe ich andersrum nicht. Außerdem: Wollt ihr nur ein Kind? Dein Alter beim nächsten wäre sonst auch zu bedenken.

JWolTenxe


Liebe Rotschopf,

viele Grüsse von einer Schwangeren, die auch in der Schweiz lebt und sich ähnliche Gedanken gemacht hat! *:)

Grundsätzlich kann ich deine Angst verstehen, kann dich aber auch beruhigen. Ihr verdient gut, seit beide sehr gut ausgebildet und im Falle des Falles könntest du nebenbei Teilzeit schaffen, falls doch 500 CHF zusätzlich gut tun können.

Ein ganzes Jahr werde ich nicht aussetzen, weil ich Angst um meinen Job habe bzw. einen Neueinstieg im Teilzeitpensum (ist in meinem Beruf eher weniger), daher "nur" 7 Monate Berufsauszeit. Habe grob die finanziellen Sachen überlegt. Das wird schon irgendwie klappen, am Hungertuch müssen wir aber nicht nagen. Ein Baby kostet nicht die Welt, maximal die Erstausstattung und dann hängt es alles von euren Anprüchen ab. Meine Freundin hat z.B. zwei Kinder und die Familie lebt vom Gehalt des Mannes (<6000 CHF), das geht schon.

Guck mal für den Kosten bei [[www.swissmom.ch]] nach, da hab ich viele wertvolle Infos bekommen.

Ob ihr noch etwas wartet oder nicht, ihr steht sehr gut da, auch mit einem jahr Pause und etwas weniger Lohn. Sieh es mal so: das Haus ein Jahr später als gedacht, was ist das auf eure ganze Lebenszeit? ;-)

X!xR(otschoxpfxX


@ Jolene

Vielen Dank für deine hilfreiche Antwort :-)

Es beruhigt mich tatsächlich, was du schreibst und dass das bei euch auch funktioniert.

Wegen dem Aussetzen nach der Geburt mache ich mir natürlich auch Gedanken. Ich mache mir natürlich auch Sorgen, dass ich dann den Wiedereinstieg in den Job nicht mehr richtig kriege. Andererseits hätte ich auch grosse Angst, dass ich dann die wichtigsten Entwicklungsschritte von unserem Kind verpassen würde. Allenfalls könnte ich mir vorstellen, wieder früher einzusteigen, aber dann am Anfang nur 40%. Vielleicht könnte auch mein Mann sich an einem Tag noch frei nehmen oder von zu Hause arbeiten.

Ich bin so hin, und hergerissen was wir machen sollen.

PnI{A


Es ist ja schön dass man sich vorher Gedanken macht, aber Sorry DAS ist "jammern auf sehr hohem Niveau"...

Hinter diesen ganzen Planerei steckt doch eine tiefere Angst vor Kontrollverlust. Heutzutage soll das Leben perfekt sein. Die Karriere, die Freizeit, das Kind, die Erziehung, die Freunde und die Freizeit des Kindes - alles muss minutiös geplant sein.

Mann machst du dir das Leben schwer. Ersten läuft es immer anders und zweitens als man denkt. Du kriegst ja schon Panik bevor etwas anders läuft als du denkst.

Ich glaube auch dass das da mit rein spielt

X6xRogtsc,hop%fxxX


Mann machst du dir das Leben schwer. Ersten läuft es immer anders und zweitens als man denkt. Du kriegst ja schon Panik bevor etwas anders läuft als du denkst.

Ich bin einfach der Meinung, dass wir nicht unüberlegt oder leichtfertig so wichtige Entscheidungen treffen sollten. Deswegen finde ich es schon wichtig, dass man sich genau seine Optionen überlegt und dann auch die beste Entscheidung trifft.

Bei unserer Hochzeit war es auch ähnlich. Wir haben auch nicht spontan gesagt "komm, lass uns nächste Woche heiraten" Erstens muss man sich so eine wichtige Entscheidung gut überlegen und auch entsprechend planen.

JbolGene


Weisst du planen und gut überlegen ist wirklich gut und schön, doch wird recht viel unerwartetes auf einen zukommen. Z.B. kann es ganz schnell gehen, dass du schwanger wirst oder auch etwas länger. Es kann dir enorm schlecht in der Schwangerschaft ergehen oder supidupi. Das Kind kann ruhig sein und leicht abzugeben oder auch ganz anders. Die Wohnsituation kann sich verändern, die Joblage, die Beziehung, die Familie. Es gibt soviele Variablen. Ein Grobkonzept zu haben ist gut, gleichzeitig kommt es gut, spontan auf Änderungen einzugehen, mit neuen Situationen umzugehen und immer wieder neue Lösungen zu finden. Natürlich ist es toll, wenn Plan A klappt! Plan B oder Plan C kann schlussendlich auch klappen und vielleicht besser sein, als anfänglich vermutet.

Ich versuche es entspannter zu sehen, es kommt schon gut, sag ich mir dann. Es gibt immer wieder einen Weg, der klappt! :)_

E_sche3lbaLcher


Von was für Probleme sprichst du denn,das sind ja wohl echte Wohlstandsprobleme!!!!!

Mit einem Bruchteil eures Einkommens leben wir und sind doch GLÜCKLICH!!!!!!!

MDongTer


Ich glaube dahinter verbirgt sich auch die Angst vor Kontrollverlust, wenn bei solchen Einkommen überlegt wird dieses oder jenes könnte finanziell passieren (auch wenn die Lebenshaltungskosten in der Schweiz recht hoch sind). Die totale Kontrolle über das eigene Leben zu haben ist eine Illusion, daher sollte man hin und wieder auch ein paar "Risiken" eingehen.

J]unge 3B^ergxfee


Merke: Ein Kind kann man nicht planen, wie einen Urlaub. Da spielen auch natürliche Faktoren mit, haut es beim 1/2 Mal hin, usw.

Ansonsten stimme ich den Vorrednern zu, die gesagt haben, das seien Wohlstandsprobleme, Kontrollangst usw. Von dem Geld können andere nur träumen.... Und sie ziehen trotzdem Kinder auf

t;raucmDtänHzerinUabc


Ich finde es wahnsinnig gut, dass du dir ernsthafte Gedanken machst und nicht zu der Kategorie Mensch gehörst, die planlos Kinder in die Welt setzen und dann hinterher merken, dass sie noch keine Ausbildung haben bzw. ihnen 10 Jahre später auffällt, dass sie ihrem Kind nichts bieten können.

Natürlich kann man Kinder nicht planen, aber ich würde meinem Kind auch das höchstmögliche bieten wollen und das geht heutzutage eben nicht mit Hartz 4.

Respekt vor dir. Schade, dass eher weniger Menschen so denken wie du.

tsrau?mtän&zer{inabRc


PS: Ich weiß jetzt leider nicht wie man schweizer Franken in Euro umrechnet. Aber deinen Grundgedanken finde ich bemerkenswert.

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