» »

Wenn man langsamer ist als die Mitmenschen

Storormaxn


Übrigens, eine Psychotherapie habe ich schon hinter mir. Aber hat mir null gebracht :|N

Eine Ergotherapie könnte dir helfen. Das würde ich dir mal empfehlen. Da kommen Sachen drin vor wie:

* Kompromisse aus Anspruch und Geschwindigkeit

* Wie kann man qualitativ gut arbeiten, aber schneller werden. Und gibt es da eine Grenze?

* Wie kann man sich kleine Pausen in der Arbeit schaffen?

* Vorbereitung von Arbeit, Nachbereitung, Anordnung von Arbeitsmitteln

Und Rollenspiele mit Kunden. Mit wartenden Kunden, mit anspruchsvollen Kunden, mit ungeduldigen Kunden, mit langsamen Kunden, wo du auch denkst: "Na kommen Sie mal zu Potte!" Wenn jemand schon 1 Minute nach einem 10 Cent-Stück kramt. Einfach so Reaktionsmuster, wo du freundlich bleibst, aber deine Interessen besser ausdrückst. Hier kann man sich auch oft die Verhaltensweisen anderer abschauen. Wie machen die denn das in einer vergleichbaren Situation?

Und wie immer bei Sachen mit gefühlten "zu viel, zu wenig, zu schnell, zu langsam" mal eine Betrachtung in echten Zahlen. Messwerte. Und Aussagen: welche messbare Leistung "reicht" denn? Auch das beugt ja einem "höher, schneller, weiter" vor.

In der Floristik so Beispiele, die mir einfallen:

Wie lange darf es brauchen, einen Strauß zu binden? Für verschiedene Arten. Wo liegen die Erwartungen, auch z.B. des Chefs/Chefin?

Wie viele Kunden in einer Schlange sind für eine Verkaufskraft noch handhabbar, und wann braucht es eine zweite, der du dann Bescheid sagen solltest?

Welche Geschwindigkeit der Floristin überfordert denn auch den Kunden? Der braucht ja ggf. auch Zeit: Blüten auswählen, Alternativen abwägen, ggf. Preis im Kopf überschlagen.

BTW: Wenn Teilzeit zu arbeiten für dich eine Option ist, dann besprich das doch. Ich finde, Menschen sollten erkennen, was gut für sie ist, und das dann auch mal probieren. "Chefin, ich würde gern für 4 Wochen mal nur Teilzeit arbeiten. Ich komme mir jetzt so gestresst vor und möchte schauen, ob sich das dadurch bessert. Finden wir da eine Regelung?" So in der Art.

KNokardxenblume


Wenn du net daran glaubst, wieso kommst du dann damit?! ":/

To do liste kann man machen. Hab allerdings auch im Gefühl dass ich bei ein paar sachen viel zu lange brauche. Das weiß ich dann auch schon so.

Ausserdem werde ich von meinen kollegen ja dran erinnert wie lahm ich bin. Achja...

Nordi natürlich werde ich jetzt alles daran setzen die Ausbildung zu beenden. Auf den letzten Metern gibt man ja nicht kampflos auf. Ich muss nur für die Zukunft überlegen ob ich das weiter machen will in dem Maße oder nicht. Ich wäre gerne belastbarer. Bin ich aber nun mal nicht...

N ordxi84


Ich muss nur für die Zukunft überlegen ob ich das weiter machen will in dem Maße oder nicht.

Das mein ich ja, die Belastung wird ja danach kleiner. Wenn du Abends Feierabend machst und Zuhause nichts mehr machen, lernen oder nachholen musst sondern einfach "frei" hast ist das was völlig anderes. Du kannst die Zeit dann für den Alltag und die Dinge die dir Spaß machen nutzen und wirst dann nicht mehr fremd bestimmt.

Ich würde das erstmal nen viertel Jahr ausprobieren bevor ich direkt auf Teilzeit wechsle, die Nachteile dort sind schon deutlich und müssen einem vollständig bewusst sein.

w,inte+rsonnxe 01


Ich habe auch eine Kollegin, die leider viel zu langsam ist. Ein bisschen können das alle tolerieren, aber auf Dauer nervt es alle, weil sie eben wirklich viel weniger schafft.

Als Denkanstoß für dich: vielleicht ist es so, dass du alles besonders gründlich, ordentlich machen willst?

(bei meiner Kollegin st das so...sie fühlt sich da auch anderen überlegen, weil sie ja so gewissenhaft, fleißig ist...)

Versuch doch mal etwas weniger gut zu machen...dir zu sagen: so reicht es auch, passt schon.

Villeicht bist du dann erstaunt, dass dieses Ergebnis für die anderen dann auch ausreichend gut ist.... wenn es dies nicht ist, werden sie es dir kommunizieren und du kannst so heraus finden, wie gründlich du etwas erledigen musst.

Und ansonsten musst du dich eben wirklich immer ermahnen: "Zeit ist Geld"...jedenfalls auf Arbeit, so ist es nun mal... leider

Zu Hause musst du dir dann eben genügend Ausruhzeit gönnen, das ist ja bei einem nomalen Arbeitstag nach Feierabend durchaus möglich.

Jiunge dBergxfee


@ blume:

Weil mir in laufe meines Lebens genug Leute übern Weg gelaufen sind, die meinten, weil sie ein gewisses Sternzeichen hatten, müßten Sie das erfüllen, was über dieses gesagt wird, daß sich das sogar ins Unterbewußte fraß und sie nicht mehr aus konnten.

nTulli&.prliesexmut


Ich würde mir folgende Fragen stellen:

- Macht die Arbeit Spaß? Also grundsätzlich.

- Bist du dir unsicher bei bestimmten Arbeiten (und deshalb langsam), oder KANNST du grundsätzlich alles?

- Glaubst du, dass du die grundlegenden intellektuellen Fähigkeiten hast, die diese Arbeit erfordert? (Das soll nicht beleidigend klingen, aber deine Langsamkeit könnte auch einfach Gründe haben, die außerhalb des Charakters liegen - und das ist nicht schlimm, man muss es sich dann aber eingestehen!)

Es kann ja schlicht sein, dass andere Tätigkeiten für dich besser geeignet sind als gerade solche, die handwerkliches Geschick erfordern?

K-okaVrdenblxume


@ wintersonne

Natürlich ist Zeit Geld. Aber davon wird es nicht besser. Ich bin gründlich bzw möchte damit auch schneller werden. Eben weil wenn ich etwas schnell erledige fehlt die Hälfte.

Und genau das was du sagst beunruhigt mich! Ich sehe wie es den anderen nervt weil ich länger brauche. Spaß macht mir das ganz bestommt nicht und in den Himmel loben tu ich mich damit schon mal recht nicht.

Ich kann verstehen wenn den anderenso langsam aber sicher der geduldsfaden reisst. Aber ich fühle mich auf meiner seite kaum verstanden. Das zieht mich völlig runter.

BDenitBaxB.


Wenn ich etwas nicht so kann wie gefordert, habe ich die beste Erfahrung damit gemacht, dies genau zu verklickern, Leute, ich brauche jetzt mal genaue Anweisung. Mich daneben gestellt und den routinierten Griffen zugeschaut. Nur zugeschaut! Und wenn es nicht reichte, eben noch einmal. Und noch mal, wenn es sein mußte.

Dann das gerade gezeigte genau so wiederholt und so lange, bis es saß. Und wenn es dann saß, war nicht nur ich zufrieden, sondern andere auch. Und wenn ich es zig Mal machen mußte. Aber genau der Punkt war dann schon mal vom Tisch.

Und leider ist es so im heutigen Leben, dass, wer nicht mitfließen kann, schnell auch wieder gehen darf. In meinem Betrieb landete einmal die beste aus der Ausbildung, mit 1++++++ Auszeichnung.

Die flog bereits in der Probezeit. Was sie geistig drauf hatte, war im praktischen Arbeitsleben nicht anwendbar, sie kriegte keinen Handschlag irgendwas irgendwie gebacken, sie nervte nur, blockierte andere Arbeitswege, niemand kam deswegen vorwärts. Die Frau mußte gegangen werden.

Heute ist sie Lehrerin für den Beruf, da ist sie richtig aufgeblüht. Dort ist sie richtig.

Von daher sollte man sich die Frage stellen, ob man an Paddeligkeit "arbeiten" sollte, an Routiniefähigkeiten mit Denkschema 1 , dann 2, dann SChritt 3 usw.

Oder ob es überhaupt der richtige Beruf ist? Darin steckt doch das Wort berufen...

Bist Du dafür berufen?

K|ok}ardenxblume


Benita diese Frage stelle ich mir mehr als häufig. Ich arbeite sehr gerne mit Pflanzen und Blumen und viele sachen habe ich auch schon gut hin bekommen, nur das Tempo stimmt einfach nur nicht.

Ich bin ja jetzt auch keine 17 oder 18 mehr...sondern da kann man noch 10 Jahre drauf legen. Und da dann noch zu sagen "oh ich muss mal nachdenken ob das überhaupt das richtige für mich ist" ist halt eben dann auch nicht mehr einfach mal eben so.

Ich hab schon sehr viel in meinem Leben ausprobiert und Praktika gemacht, hatte vorher auch schon eine Ausbildung angefangen und das war nichts für mich, da ich dort hinterher richtig psychische Probleme hatte.

Wenn das jetzt nicht funktioniert, dann weiß ich auch leider nicht mehr was ich noch ausprobieren soll. Mein Umfeld denkt, ich bekomme nichts auf die Reihe wenn es das jetzt auch nicht ist. Ich denke es mittlerweile von mir selber, nur das macht es ja nicht besser.

Deswegen frage ich mich ja schon mittlerweile ob ich eigentlich noch "normal" bin oder ob ich wirklich einfach nichts finden soll was für mich die Berufung ist....

E7hemal6iger 4Nutzer (#u528611x)


Schon mal an eine Störung gedacht?

Also zB Pedanterie? Asperger - Spektrum - Störung, mangelndes Selbstwertgefühl usw?

m*s92


Bist du eigentlich mal auf ADS untersucht worden? Wärst du ein Kind, hätte man das bestimmt schon gemacht. Bei Erwachsenen denkt man eher nicht daran.

Im Verwandtenkreis habe ich das erlebt. Erst mit der Diagnose und dem dann verordneten Ritalin war es der Person möglich, den Handwerksberuf zu Ende zu erlernen. Heute hat sie das Medi abgesetzt und durch Berufserfahrung und das gestiegene Selbstbewusstsein geht es auch sehr gut ohne. Doch in der Lehre zur Friseurin ging es nicht anders. Mit Ritalin konnte sie sich fokussieren und ordnen und wurde dadurch schneller.

Allerdings braucht es eine gründliche Diagnostik und Abwägung.

wHinterVson#ne x01


Eben weil wenn ich etwas schnell erledige fehlt die Hälfte.

und bemerkst du es nur selbst, dass die Hälfte fehlt oder meckern die anderen dann.

Wies chon gesagt: Mut zur Lücke...vielleicht wäre das ein Versuch wert?

Denn schau mal, dir zu sagen: du seiest nicht "normal", hilft dir ja nicht weiter. Klar bist du normal!!! nur vielleicht etwas langsam, anders...aber daran kann man doch arbeiten...gib nicht auf, schau, wie du es ein bisschen schneller hinbekommst...klar ist es dann für dich ein wenig anstrengender, als wenn du in deinem eigenen Tempo arbeitest. Man gewöhnt sich aber auch daran.

Fang an schon mal dein Schritttempo zu erhöhen, das beeinflusst auch die anderen Abläufe in deinem Körper.

Ich lief als junger Mensch auch immer sehr bummelig, bis ich mit einer Freundin zusammen zur Schule lief. Am anfang dachte ich noch: was für ein Stress immer so zu rennen. irgendwann war es normal für mich..ich hatte mich daran gewöhnt und heute kann ich gar nicht mehr langsam durch die Gegend schlumpern. Das nervt mich.

Genauso ist es mit dem Arbeiten...bei einfachen Tätigkeiten, wie aufräumen, sauber machen etc. einfach das Tempo erhöhen, sich sagen: da beeile ich mich jetzt mal...so wird man langsam schneller und es klappt dann vielleicht auch beim Straußbinden etc, wo du momentan noch wenig Rutine hast.

Gib nicht auf, man kann vieles lernen! :)_ ;-)

T5his Twileight GDarden


hm, das klingt schon ein bisschen träge was du da beschreibst.

- Wie bist du denn im Urlaub, WE? Bist du da auch langsamer (Haushalt, Einkaufen, Dinge organisieren)?

- Hast du immer viel machen lassen, abgegeben oder musstest du früh von zuhause aus selber ran, mithelfen etc.?

Was gibt es für Jobs wo man langsam, ruhig sein kann? Bücherei?

K'ok<ar=denblumxe


@ Benutzerin und ms92

Ja an sowas habe ich manchmal schon gedacht aber ich habe das alles nie zu ende gedacht....wie macht sich sowas bemerkbar?

Kenne mich damit auch garnicht aus eigentlich, ich hatte zwischen 18 und 25 Jahren mal sehr häufig Angststörungen ohne jeglichen Grund. Also auch Angst vor der Angst usw und konnte häufig deswegen nicht schlafen. Hatte damals aber auch mit der Schilddrüse zu kämpfen keine Ahnung ob sowas auch daher rühren kann, bin aber mittlerweile gut auf Tabletten eingestellt mit dem entsprechendem Hormon.

ADS....Keine Ahnung. Ist man da nicht eher wibbelig? Ich bin ja eher ein sehr ruhiger Mensch und hasst viel Unruhe. Bzw stresst mich sowas schon wieder. Volle Kaufhäuser sind für mich ein Schreckgespenst.

KQokarYdenfbluxme


Fang an schon mal dein Schritttempo zu erhöhen, das beeinflusst auch die anderen Abläufe in deinem Körper.

Du darfst mich nicht beim Spazieren gehen durch den Wald beobachten....für andere ist das schon nordic walking ;-) also daran liegt es schon mal nicht

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Beruf, Alltag und Umwelt oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Allergien · Zahnmedizin


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH