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Unzufriedenheit und gerade ratlos am Arbeitsplatz

c<aroblinxaBY hat die Diskussion gestartet


Guten Morgen Ihr Lieben!

Ich habe erst seit 1,5 Monaten einen neuen Arbeitsplatz. Da mein Arbeitsplatz zuvor nur befristet war, musste ich einen neuen suchen und bin jetzt hier gelandet.

Ich arbeite in einer IT Firma. Eingestellt wurde ich für Marketing, Vertrieb und Projektassistenz.

Tatsächlich arbeite ich aber im Backoffice - grundsätzlich kein Problem - ABER: Es ist nichts zu tun!

Ich arbeite täglich 7 Stunden, bzw. bin ich 7 Stunden anwesend.

Mein Alltag besteht aus Telefon bewachen, Tür öffnen, alte Lieferscheine scannen und archivieren, ein bisschen Eingangspost öffnen und hin und wieder ein Angebot gegenlesen.

Ich bin total frustriert.

Ich habe 15 Jahre als Büro- und Marketingleitung gearbeitet und sehr anspruchsvolle Dinge verantwortet und bearbeitet. Jetzt ist es so, das ich innerlich verkümmere.

Mit den Chefs zu reden bringt nichts, da mich keiner einarbeiten kann. Außerdem gibts keine Arbeit für den Vertrieb derzeit, da dies eine externe Firma macht (warum wurde ich dann dafür eingestellt ??? ?)

Meine Vorgesetzte und ich (sitzen gemeinsam im Büro) werden nicht wirklich warm miteinander. Sie ist äußerst genau und kontrolliert jeden i-Punkt, was mich schon ziemlich nervt mit meiner beruflichen Erfahrung.

Ich muss dazu sagen, dass ich alleinerziehende Mutter von (ab Sept.) 2 schulpflichtigen Kindern bin. Die Jobsuche gestaltet sich daher nicht so leicht. Ich bin arbeitszeittechnisch zwar wirklich in meinem Rahmen sehr flexibel, aber oftmals gibts eben doch Vorurteile. Derzeit arbeite ich 35 Stunden, auf 40 Stunden traue ich mich nicht wirklich wegen den Kids (einer kommt in die 5. Klasse, der andere in die 1. Klasse, da will ich schon greifbar sein) und zum 2. bin ich auch noch selbständig, was ich samstags ausübe.

Nach meiner Probezeit habe ich eine längere Kündigungsfrist von 3 Monaten. Diese schreckt mich auch bisschen ab, hier zu bleiben, denn welcher AG wartet auf mich 3 Monate? Die meisten Stellen sind ja ab sofort bzw. kurzfristig zu besetzen.

Ich bin hin und hergerissen. Hier habe ich eine unbefristete Stelle mit gutem Gehalt, bin aber eindeutig unterfordert.

Ich war letztes Jahr im Burnout gesteckt und merke, wie mich diese Unterforderung so langsam wieder depressiv werden lässt. Habe kaum noch Freude an privaten Dingen, weil mein Kopf immer nur darum kreist, wie ich mich auf Arbeit beschäftigen kann.

Ich bin ein sehr sehr bodenständiger Typ und dieser ständige Wechsel ist für mich immer eine kleine Katastrophe. *nerv*

Habt Ihr einen Tipp für mich?

:-x

Antworten
NNordxi84


Fakt ist doch, das du in dieser Stelle da nicht glücklich wirst, oder ? Dann bleibt dir am Ende ja garnichts anderes übrig als dich weg zu bewerben. Über die Kündigungsfrist würde ich mir keine Gedanken machen, ne fristlose Kündigung bekommt man im Notfall immer auf die Reihe.

Die Alternative wäre das du dich mit dem eher ruhigen Job anfreundest und deine Zeit einfach absitzt. Ich weiß, das kann nicht jeder aber das ist eben alles was übrig bleibt wenn du keine andere Stelle findest. Ich denke "Zuhause sitzen" ist noch weniger spaßig da dort dann gleichzeitig das Geld wegfällt.

Wäre denn ein Ausbau der Selbstständigkeit möglich oder ist das zu unsicher bzw. verdienst du damit zu wenig ?

c4arol_ixnaBY


Wäre denn ein Ausbau der Selbstständigkeit möglich oder ist das zu unsicher bzw. verdienst du damit zu wenig ?

Ich arbeite als Sängerin, eigentlich nur Samstag zu Hochzeiten, wegen der Kinder.

Das ist leider auch zu ungewiss, da das Musikerleben schon ein hartes Brot ist.

Fakt ist doch, das du in dieser Stelle da nicht glücklich wirst, oder ?

Ich bin wirklich sehr unglücklich :-(

wJin=tersoxnne x01


Ich würde mich auch woanders bewerben, ob die dann warten wirst du ja sehen, wenn du eine andere Stelle hast.

Bis dahin würde ich mir eigene Aufgaben auf Arbeit stellen...zum Beispiel Vokabeln lernen (dagegen kann ja keiner was haben, wenn du zum Bespiel dein englisch verbesserst), Fachzeitungen lesen, etc.

Wie genau passt denn deine Vorgesetzte auf?

n;ulliV&priesxemut


Ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass man dich einstellt und gut bezahlt, um Lieferscheine einzuscannen. Hast du mit der Vorgesetzten gesprochen? Möglicherweise ist einfach im August nicht so viel los wegen der Ferienzeit (je nach Bundesland natürlich). Ich bin selbständig, bei mir sind Juli und August immer flaue Monate. Wie reagiert die Chefin denn, wenn du nach Arbeit fragst? Die muss doch irgendwas sagen, was du tun kannst? Ansonsten würde ich mir erstmal auch Aufgaben suchen. Da Marketing zu deinen Aufgaben gehört, würde ich mich da durchwühlen, was es bereits gibt; vielleicht kann man ein Archiv aufbauen, Kontakte zu Pressestellen pflegen, einen Verteiler erstellen usw...

NzordRix84


Stimmt, wenn du in der jetzigen Firma bleiben und mehr tun willst führt kein Weg um ein Gespräch mit deiner direkten Vorgesetzten und dem Chef drum herum. Irgendwas müssen die sich bei deiner Einstellung doch gedacht haben und damit müssen die einfach raus rücken. Anschließend kann man sehen was man tun kann, ob es Projekte gibt die du angehen kannst o.ä.

c~aroli!naxBY


Wie genau passt denn deine Vorgesetzte auf?

Ich habe den Eindruck, dass jeder Brief, jede Email, etc. mehrfach von ihr Korrektur gelesen wird, auch wenn es sich um die einfachsten Schreiben handelt.

Telefonate hört sich immer mit, auch hier egal, um welche banalen Themen es sich handelt.

Hast du mit der Vorgesetzten gesprochen?

Ja habe ich.

Wie reagiert die Chefin denn, wenn du nach Arbeit fragst? Die muss doch irgendwas sagen, was du tun kannst?

Sie muss erst ihr Zeugs fertigmachen ist ihre Antwort. Danach kann sie sich dann um mich und die weitere Einarbeitung kümmern. Sie gibt mir immer den gleichen Ordner, in den ich mich einlesen soll. Das habe ich jetzt bestimmt schon 50 mal gemacht. Ich kann ihn schon im Schlaf aufsagen.

Marketing wurde hier seit 5 Jahren nicht betrieben. Alles liegt brach. Aber ich kann allein nichts anfangen, da die Vorgesetzte auch hier ihren Daumen oben auf hat.

Sie will sich erst eine Struktur selbst erarbeiten, dann kann ich auf den Zug mit aufspringen.

Kurz vor meinem Feierabend fallen ihr dann immer noch Aufgaben ein, die ich in den paar Minuten nicht schaffen kann und daher immer länger bleiben muss, obwohl den ganzen Tag über Zeit ist. Ich bin davon sowas von genervt. Außerdem bringt sie mich auch in blöde Situationen, indem sie mich täglich fragt, ob ich pünktlich gehe. Beim Einstellen habe ich gesagt, dass ich gerne schon sehr früh anfangen kann, aber eben um 15:30 Uhr gehen muss. 16 Uhr geht zwar auch noch, aber es sollte nicht jeden Tag darauf hinauslaufen. Aber sie bringt mich eben jeden Tag in die Situation, dass ich sagen muss, dass ich pünktlich gehen möchte. Find das schon doof.

w#int)erson>neq 0x1


Na, das ist ja echt doof :(v

Lass dich bloß nicht thyranisieren.

Nimm dir vor höfflich aber bestimmt das was dich stört anzusprechen.

Zum Beispiel, kannst du doch freundlich sagen: den Ordner habe ich schon fertig ddurchgearbeitet.

Und wegen pünktlich gehen: eine Gegenfrage ;-) Ist das jetzt so dringend? Ich würde es gerne morgen erledigen, denn tagsüber habe ich viel freie Zeit ;-)

Und bloß nicht ein schlechtes Gewissen machen lassen: ja ich muss pünktlich gehen, da ich meine soziale Verantwortung für meine Kinder warnehmen muss.

Wenn du das zwei mal hintereinander sagst, hört sie vielleicht auf

Wenn nicht: freundlich sagen: Überstunden kann ich in dringenden Angelegenheiten natürlich machen, ich bitte Sie aber um eine bessere Arbeitsoganisation. Tagsüber fühle ich mich oft unausgelastet.

oder irgenwie so... nicht thyranisieren lassen ;-)

denn danach sieht es aus, dass du eine launische Chefin hast, die eben an dir ihren Frust ausläst.

Die sucht keine Kollegin, mit der sie gut auskommt, sondern eine die ihr untergeordnet ist und sie die Chefin spielen kann.

p|inkenicox75


Du bist seit 1,5 Monaten in der Firma. Ich drücke Dir die Daumen, dass die Arbeitssituation für Dich besser bzw. befriedigender wird. Sonst wird es Dich vermutlich zermürben.

Du hast eine Probezeit von 6 Monaten, nehme ich an. Die würde ich abwarten und dann gegebenenfalls das Gespräch mit der Vorgesetzten erneut suchen und sagen, was besser laufen müsste. Vielleicht könnte die Probezeit dann nochmal 3 Monate verlängert werden. In dieser Zeit beläuft sich Deine Kündigungsfrist auf 14 Tage, meine ich.

Gäbe es innerhalb dieser Firma noch andere Abteilungen und wärst Du so flexibel, Deine Fühler in andere Arbeitsbereiche auszufahren?

c>aro5lin:aBY


Die sucht keine Kollegin, mit der sie gut auskommt, sondern eine die ihr untergeordnet ist und sie die Chefin spielen kann.

Genau das denke ich auch. Dafür war ich aber zulange selbst in Führungspositionen. Beim Bewerbungsgespräch wurde ich gefragt, ob ich ein Problem damit habe, dass meine Vorgesetzte jünger als ich sei. Ich verneinte, denn mit 35 ist es ja nicht unüblich jüngere Kolleginnen bzw. Vorgesetzte zu haben. Ich war damals mit 19 auch eine sehr junge Vorgesetzte.

Aber ich hab manchmal das Gefühl, als würde sie mein Wissen und meine Erfahrung mit Absicht runterdrücken.

Sie kommt frisch vom Studium und muss meines Erachtens noch viel in der Praxis lernen, was ja nicht schlimm ist.

Aber so kommen wir halt nicht auf einen Zweig.

Problem ist halt auch, dass die beiden Geschäftsführer meine Vorgesetzte in den Himmel loben und auch so Sachen zu ihr sagen wie: "... na wenn die Chefin das so sagt... " - das gibt ihr halt auch einfach einen gewissen Handlungsspielraum.

crarwolinaxBY


Sonst wird es Dich vermutlich zermürben.

Das tut es schon. Hatte jetzt 6 Tage Urlaub und hab in der Nacht vorm ersten Arbeitstag total gezittert. Nerven!

Gäbe es innerhalb dieser Firma noch andere Abteilungen und wärst Du so flexibel, Deine Fühler in andere Arbeitsbereiche auszufahren?

Nein - gibt es nicht. Die anderen Abteilungen bestehen nur aus ITlern, da kann ich überhaupt nicht dienen.

Das Ding ist ja, dass ab Oktober noch eine weitere Bürokraft kommen soll.... ":/ ":/ ":/

painkLnico?75


Ich denke halt 1,5 Monate ist noch nicht viel Zeit gewesen, um abschließend zu urteilen, wie sich das noch entwickeln könnte. Vielleicht rauft ihr Euch noch zusammen. Vor allem wenn noch eine weitere Arbeitskraft hinzukommt, dann werden die Aufgaben ja verteilt werden müssen.

Dann solltet ihr drauf bestehen regelmäßig miteinander zu sprechen. Teammeetings, aber das weißt Du ja eh, als alter Hase ;-)

c8arolinxaBY


Wir reden ja jeden Tag miteinander. Sitzen ja gegenüber.

Ich merke halt sofort, ob es passt oder nicht. Sie ist wirklich auf diesem Chefinnentrip. Ich habe damit auch null Problem, da ich derzeit mit den Kids auch keine Führungsposition anstrebe. Aber dieses Kontrollgetue in Verbindung mit zuwenig Arbeit macht mich mürbe.

w-intger[sonxne 01


Aber ich hab manchmal das Gefühl, als würde sie mein Wissen und meine Erfahrung mit Absicht runterdrücken.

Wenn Sie jünger ist erklärt das schon vieles.

Na dann lass dich nichtvon ihr rumschupsen. Klara freundliche Sätze von dir....verstecke nicht deine Meinung. Kein Streit natürlich...

aber, dass du zu Hause schon ein schlechtes Gefühl hast ":/ ....überlege dir lieber Sätze, die du ihr sagen kannst. Du merkst ja , was dich stört...kommuniziere das sachlich, dann fühlst du dich ihr nicht so ausgeliefert.

Das die Chefs sie toll findent, ja das ist deren Sache...lass sie

c6awrolixnaBxY


Sie erwähnt auch immer wieder, dass ihr Bachelor-Abschluss unter den besten 5% deutschlandweit war. *gääääääääähn* Ich denk mir immer, sie wird noch merken, dass es nicht nur darauf ankommt.

Ich denke, das gescheiteste ist, mir was anderes zu suchen.

Bin aber einfach so hin- und hergerissen. Die anderen Umstände hier sind halt schon sehr gut: Gehalt, Arbeitsweg, sonstige Kollegen.

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