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Zukunftsaussichten...?

Alias 709502 hat die Diskussion gestartet


Liebe Community,

dies sei mein Faden, in dem ich versuche, einen Lebensweg zu finden. Denn ich werde wahnsinnig, wenn ich nicht weiß, wohin es die nächsten Jahre gehen soll.

Vor 4 Jahren, direkt nach dem Abitur, begann ich mein Bachelorstudium (Germanistik/Deutsch als Fremdsprache). Ich erhielt BaFöG (voller Satz) und ging nebenher als Kassier-Aushilfe in einem Discounter arbeiten, was mir zusätzliche 400 - 550 € im Monat einbrachte.

Mein Studentenleben gestaltete ich zunächst für ein Jahr in einem privaten Studentenwohnheim; dort lebte ich auf 11 m² mit einer fensterlosen, schimmligen Küche und einem zwielichtigen, männlichen Mitbewohner, der in seinem Zimmer rauchte und unglaublich "dreckig" war. Miete und Strom? 350 €. Das Geld war stets schnell weg, denn ich konnte damit überhaupt nicht umgehen. Es gab oft Nudeln, Fertiggerichte und Eierkuchen sowie dadurch ca. 20 kg Gewichtszunahme von 70 auf 90 kg. Gelobt sei die Freiheit fern des Elternhauses...

Zu den Vorlesungen und Seminaren ging ich regelmäßig, hatte ansonsten aber einen sehr faulen Alltag - oft begann das erste Seminar des Tages erst um 14 Uhr, ich schlief dann wirklich oft bis 13 Uhr durch und hatte einen katastrophalen Tagesrhythmus.

Die Lernmotivation ist bis heute ein Buch mit sieben Siegeln für mich. Trotz eines ganz guten Abiturs (2,0) weiß ich, ich hätte mehr rausholen können, wenn ich mich langfristiger auf den Unterricht und die Prüfungen vorbereitet hätte. Ich war immer schon eine "Schnelllernerin", die den Stoff ganz gut in den Kopf rein bekommt, aber zu spät anfängt. Ein Abend vorher war schon eine Spitzenleistung, denn meistens lernte ich am Tag der Klausuren in der Frühstückspause vorm Unterricht.

Das Abitur war ähnlich, wenn auch in einem größeren Maßstab. So fingen meine Freunde bereits 2, 3 Monate vorher mit dem Lernen an (wie es sich eigentlich auch gehört), ich startete so 2 Wochen vor den Prüfungen. Das glaubt mir bis heute irgendwie niemand und ich bin auch gut bis sehr gut durch alle Prüfungen außer Geographie mündlich gekommen. Aber gut, Geo war nie meine Stärke. Als meine beiden Leistungskurse wählte ich Deutsch und Philosophie und meine beiden Grundkurse waren Mathematik und Englisch. Bis auf Sprachen hat mich zum Schluss kaum etwas interessiert und in Naturwissenschaften kam ich überhaupt nicht mehr klar, sobald es nur noch um chemische Verbindungen und Formeln ging...

Diese fehlende Motivation zog sich auch durch das Studium, ich habe nur eine Prüfung geschrieben und diese mit 2,0 bestanden. Nach einem Jahr ging es dann aus dem überteuerten Wohnheim raus in die nächste Hölle - Ms. Sauberfrau vom Dienste in einer piekfeinen WG, die es zu Stande brachte, mich innerhalb von 3 Wochen rauszuekeln, obwohl sie sich davon gerade mal eine Woche überhaupt in der Wohnung aufhielt. Ich wurde beschuldigt, zu klauen, zu lügen und eine "Dreckssau" zu sein, obwohl ich sehr wohl ein gewisses Maß an Sauberkeit von meinen Eltern anerzogen bekam und selbst ja vor kurzem durch meinen letzten Mitbewohner erlebt hatte, was denn eine WIRKLICHE Dreckssau ist. Dem Kollaps nahe floh ich zu meinen Eltern und wollte nicht mehr zurück. Dort fasste ich den Entschluss, mein Studium zu beenden, viele andere Faktoren spielten ebenfalls da rein. Seit März 2013 bin ich also exmatrikuliert.

Und dann war da nur noch Leere in meinem Kopf.

Ich habe meine Karriere direkt für gescheitert erklärt, ich stellte mir jegliche Ausbildung, die ich machen könnte, als verschwendet vor. Abends saß ich vorm Laptop und habe verzweifelt Ausbildungsberufslisten durchgescrollt mit dem Ergebnis, dass das alles irgendwie nichts für mich ist. Und doch war ich für ein Studium ja auch noch nicht reif genug. Habe dann ein paar Bewerbungen geschrieben (5 oder so) und wurde zu drei Bewerbungsgesprächen geladen. Zwei Mal eiskalt abgelehnt, beim dritten Mal zumindest von den vertraglichen Konditionen her ein Volltreffer.

Ich bin jetzt Azubi zur Bürokauffrau wie meine Mutter. Die drei Gründe, die dafür sprachen:

1. Siehe letzter Satz. Ich versprach mir davon Hilfe, wenn ich mal nicht weiterkomme.

2. Als Bürokauffrau ist man in den meisten Unternehmensbereichen einsetzbar, dementsprechend mehr Arbeitsplätze.

3. Bürokauffrau ist leicht zu lernen, kann jeder "Vollidiot". (bitte nicht böse nehmen, das war meine verbitterte Einstellung zu der Zeit!)

Letzteres war tatsächlich der Hauptgrund, denn nach meinem Scheitern im Studium wollte ich auf jeden Fall etwas machen, was ich schaffen kann und auf keinen Fall etwas abbrechen. Mein Selbstbewusstsein war sozusagen zerstört.

Im Spätsommer 2013 begann ich meine Ausbildung, ich werde großartig vergütet und habe auch ansonsten absolut traumhafte Arbeitskonditionen (viel Urlaub, Urlaubs- und Weihnachtsgeld, die eine oder andere Sonderzahlung, Betriebsrat im Unternehmen, mehrere Abteilungen zum Durchlaufen). Nun läuft das dritte Lehrjahr an und ich frage mich, wie es mit mir weitergehen soll. Berufsschule läuft so la la, hatte 87 % in der Zwischenprüfung dieses Jahr und auf dem Zeugnis halt eine Zwei, die nicht sein sollte. Alles in allem bin ich nicht zufrieden. Übernommen werde ich nicht und mir fehlt grade total die Perspektive. Ich weiß nur, dass ich jetzt weder was ganz anderes machen will noch in meinem Beruf in dieser Bezeichnung für immer bleiben möchte. Und dass ich mein Abi nicht umsonst gemacht habe.

BWL war schon so eine unausgereifte Idee, aber ich weiß nicht, ob ich das packen kann. Germanistik lag mir auch hobbymäßig, ich habe mich gern damit beschäftigt und es trotzdem nicht geschafft. Außerdem wäre das Geld für ein zweites Studium nicht da, ich müsste also wahrscheinlich erstmal unterbezahlt für 5 - 10 Jahre in meinem Beruf arbeiten, um mir sowas leisten zu können. Habe ja kaum Rücklagen.

Im Moment geht es mir richtig sch****. Ich fühle mich so minderwertig, nutzlos und so, als sei mein Leben perspektiv los, obwohl man doch was draus machen könnte. Mein Traum in arbeitstechnischer Hinsicht ist es, eines Tages 2000 netto zu bekommen (das wären ca. 3200 € brutto) und halt in einem Betrieb zu arbeiten, in dem man von den Kollegen und vom Chef geschätzt wird und auch wertvoll ist. Sodass man nicht gleich gehen kann, wenn man aus dem Mutterschutz zurück kommt. Aber gut, das wünscht sich wohl jede Frau. Bis dahin ist es noch ein weiter Weg mit meinen Grundvoraussetzungen, aber ich muss es unbedingt schaffen.

Leider habe ich einige charakterliche Schwächen oder innere "Knackse", sodass das nicht leicht wird, selbst wenn ich mich im Moment um ein vorzeigbares Abschlusszeugnis und eine gute Prüfung bemühe.

Ich suche ein Netz, das mich auffängt. Ich fall grad und weiß nicht, ob da unten irgendwo fester Boden oder doch einfach nichts ist. Vielleicht ist da ja nichts und ich bleib mein Leben lang das Mädel, das den Geschirrspüler ausräumt, das Papier aus dem rumspinnenden Kopierer zieht und Daten in eine Tabelle abschreibt.

Ich will mehr sein und traue mir das nicht zu. Vielleicht kann ich hier etwas Motivation(-stipps) oder Lebensweisheiten abgreifen.

Antworten
gpato


2. Als Bürokauffrau ist man in den meisten Unternehmensbereichen einsetzbar, dementsprechend mehr Arbeitsplätze.

Naja, so einfach ist es nicht. Wirklich spezialisiert sind Bürokauffrauen nicht.

Ich kann dir nur raten, einen sehr guten Abschluss zu machen. Bürokauffrauen gibt es wie Sand am Meer und ohne Berufserfahrung wirst du es schwer haben.

Bevor du von einem Studium träumst, informiere dich erstmal über die Weiterbildungen bei der IHK. Finanziell gesehen zahlt sich das mit grosser Wahrscheinlichkeit früher aus.

Alias 709502


Naja, so einfach ist es nicht. Wirklich spezialisiert sind Bürokauffrauen nicht.

Wir lernen halt Grundlagen. Wenn ich andere Kaufleute über den Stoff reden höre, der ihnen vermittelt wird, denke ich mir umso mehr, dass mein Beruf eigentlich nichts ist. Grundsätzlich kann ich mit dem Job aber in der FIBU, ANBU, am Empfang, im Personalwesen oder Sekretariat arbeiten.

Ich kann dir nur raten, einen sehr guten Abschluss zu machen. Bürokauffrauen gibt es wie Sand am Meer und ohne Berufserfahrung wirst du es schwer haben.

An einem sehr guten Abschluss sitze ich dran. Wobei die Prüfung natürlich erheblich schwerer wird als der Unterricht und wenn sie so blöd läuft wie die Zwischenprüfung (die ja eigentlich leicht dagegen war), male ich mir keine guten Chancen später aus.

Bevor du von einem Studium träumst, informiere dich erstmal über die Weiterbildungen bei der IHK. Finanziell gesehen zahlt sich das mit grosser Wahrscheinlichkeit früher aus.

Ja, das wäre günstiger, auf jeden Fall. Wobei ich gern irgendwann weiter oben dabei wäre, wo ich einen Überblick über die komplexen Zusammenhänge im Unternehmen habe und nicht mehr so ersetzbar bin wie jetzt.

Ncorbdi8x4


Eine Ausbildung zur Bürokauffrau kann wirklich nur die Basis sein wenn du später mal bei einem etwas besseren Gehalt landen möchtest. Als Grundlage für ne Weiterbildung ist der Job auf jeden Fall richtig, du musst dich dann nur entscheiden in welche Richtung du dich weiterbilden möchtest. Möglich wäre was in Richtung Finanzbuchhaltung, Bilanzbuchhaltung, Controlling oder Personal aber auch Betriebswirt, am Ende hängt es allein von dir und davon was dir liegt ab.

Ich sehe die Chancen aber schon recht gut und es ist in deinem Fall sicher sinnvoller als dich nach der Ausbildung nochmal in ein Studium zu stürzen das dich nicht wirklich glücklich macht.

EShemalig=er Nutze4r (#467193x)


Grundsätzlich kann ich mit dem Job aber in der FIBU, ANBU, am Empfang, im Personalwesen oder Sekretariat arbeiten.

Eben. Man hat von allem irgendwie ne Grundidee/Ahnung... aber das wars dann auch schon mal.

Mein Traum in arbeitstechnischer Hinsicht ist es, eines Tages 2000 netto zu bekommen (das wären ca. 3200 € brutto) und halt in einem Betrieb zu arbeiten, in dem man von den Kollegen und vom Chef geschätzt wird und auch wertvoll ist.

Tjoar. Was soll man darauf schreiben? Ist sicherlich möglich, aber in vielerlei Hinsicht wohl eher die Ausnahme, als die Regel. 2000 netto verdienen als Bürokauffrau Menschen, die eine sehr lange Firmenzugehörigkeit haben. Mir wär noch niemand begegnet der in dem Job finanziell besonders gut aussteigt - gerade am Anfang.

Das tut aber eigentlich niemand. Weil selbst für einen jungen Akademiker (als zB angehender Steuerberater) sind 2000 netto oft ein gutes Stück entfernt.

Ich suche ein Netz, das mich auffängt. Ich fall grad und weiß nicht, ob da unten irgendwo fester Boden oder doch einfach nichts ist.

Das würde ich mir definitiv woanders suchen, als in einer Firma. Das ist etwas, was man sich, meiner Meinung nach, in seiner Freizeit aufbauen kann. Gibt sicher auch Firmen die bis zu einem Gewissen Grad Rückhalt gewähren, keine Frage, aber die haben auch oft nicht immer gerade eine Engelsgeduld.

Wobei ich gern irgendwann weiter oben dabei wäre, wo ich einen Überblick über die komplexen Zusammenhänge im Unternehmen habe und nicht mehr so ersetzbar bin wie jetzt.

Darüber kann man sich mal Gedanken machen, wenn man mal wirklich länger dabei ist und auch einen gewissen Erfahrungsschatz hat, als langfristiges Ziel.

Sehr lange Unternehmenszugehörigkeit, kannte noch Leute die im gleichen Betrieb die Ausbildung gemacht haben und dann dort in Rente gingen, ist heut doch eher die Ausnahme.

Warum wurdest du von deinem Ausbildungsbetrieb eigentlich nicht übernommen?

Alias 709502


2000 netto verdienen als Bürokauffrau Menschen, die eine sehr lange Firmenzugehörigkeit haben.

Ich möchte nicht Bürokauffrau bleiben! Bislang gingen die Gedanken in Richtung Betriebswirtin (B. A.), Bilanzbuchhalterin oder Controlling. Das Studium wäre mir deshalb so wichtig, weil man damit statistisch gesehen bis zu 1000 brutto mehr verdient als mit einem Abschluss durch Weiterbildung oder Fachhochschule.

Das würde ich mir definitiv woanders suchen, als in einer Firma. Das ist etwas, was man sich, meiner Meinung nach, in seiner Freizeit aufbauen kann. Gibt sicher auch Firmen die bis zu einem Gewissen Grad Rückhalt gewähren, keine Frage, aber die haben auch oft nicht immer gerade eine Engelsgeduld.

Das Netz, das ich suche, hat mit meiner Freizeit nichts zu tun, sondern mit meinem Wunsch nach beruflicher Stabilität und dem Einklang mit der eigenen Arbeit. Freizeitlich bin ich durch meine Beziehung, Literatur, Haustiere und sportliche Aktivitäten sehr gut beschäftigt und auch glücklich damit.

Warum wurdest du von deinem Ausbildungsbetrieb eigentlich nicht übernommen?

Ich WERDE wahrscheinlich nicht übernommen, Ausbildung ist ja noch nicht vorbei. Meine Firma ist sehr klein, zwischen 10 und 20 Leute. Das Sekretariat ist besetzt und nach mir rückt halt ein weiterer Azubi nach. Es besteht keine Notwendigkeit, eine weitere, voll ausgebildete Bürokauffrau hinzusetzen, das würde niemals abgesegnet werden. Wir hätten noch eine Muttergesellschaft, die erheblich größer ist, aber die setzen mehr auf andere Kaufleute. Bürokauffrauen sitzen dort nur im Sekretariat und in der FIBU, beides ist aber voll besetzt und keine Änderung in Sicht. Sollte jemand spontan abhauen wollen oder sterben, lässt sich darüber sicher reden. Ist aber beides unwahrscheinlich. Wer in diesem Unternehmen gelandet ist, will garantiert bleiben. Die Leute, die dann doch nochmal weggehen, sind mehr die Jungen. Und davon gibt es nicht mehr allzu viele. Die Frauen sind nicht mal mehr in einem Alter, dass man ihnen zutrauen würde, nochmal schwanger zu werden bzgl. Mutterschaftsvertretung oder so.

N7ordxi84


Das Studium wäre mir deshalb so wichtig, weil man damit statistisch gesehen bis zu 1000 brutto mehr verdient als mit einem Abschluss durch Weiterbildung oder Fachhochschule.

Naja, das musst du aber erstmal erreichen. Vorallem darfst du nicht vergessen das erstmal wieder mehrere Jahre vergehen bis du überhaupt fertig studiert hast. In dieser Zeit hättest du dich locker weitergebildet und gleichzeitig Berufserfahrung gesammelt (und Geld verdient) so das ich hinter die "1000€ mehr brutto" ein großes Fragezeichen setzen würde.

Und was du auch nicht vergessen darfst: Gerade eine kleine oder mittelständische Firma überlegt sich zweimal ob sie einen "Diplom-Betriebswirt" für ne durchschnittliche Controllerstelle einstellt. Da kann die Bezeichnung schon fast abschreckend wirken weil man sich denkt du wärst überqualifiziert.

Jcori


Vielleicht solltest Du einen Schritt nach dem anderen machen. Mach erstmal die Prüfung, so gut es geht. Such Dir einen Job, in dem Du Erfahrungen sammeln kannst. Und dann kannst Du Dir in Ruhe überlegen, wie es weitergehen soll, welche Weiterbildung Du in Angriff nehmen willst.

Niemand wird als Anfänger (weder aus der Ausbildung noch aus dem Studium) gleich in komplexe Aufgaben gesetzt und verdient viel Geld. Natürlich ist eine gute Ausbildung wichtig, aber um weiterzukommen, braucht man auch Erfahrungen. Und die muss man sammeln. Und jeder fängt klein an.

Man kann durchaus sich mit einer kaufmännischen Ausbildung hocharbeiten und später verantwortungsvolle, komplexe Arbeitsgebiete betreuen und gutes Geld verdienen. Aber man muss eben irgendwo mal anfangen.

Und so ein Netz, was Du suchst, wird Dir niemand spannen. Das musst Du selbst tun bzw. Dir erarbeiten. Versuche, Dich zunächst immer nur auf das Naheliegenste zu konzentrieren und Dich darauf zu motivieren: Die Prüfung steht an und die schaffe ich mit sehr gut. Dann der nächste Schritt: Ich finde einen Job, in dem ich Erfahrungen sammeln kann. Dann der nächste Schritt: Ich überlege mir, in welche Richtung ich gehen will und suche mir entsprechende Weiterbildungsmaßnahmen. usw. usf.

Ich hoffe, dass Du Dich aus Deiner "Schleife" befreien kannst und Dich auf Deinen Weg machen kannst.

Viel Glück

D`ie eSeherxin


ich habe das gefühl, dass du dein berufsleben sehr stark auf die finanzielle und die sicherheitsmäßige seite reduzierst!? mir fehlt in deinen überlegungen ein wenig die auseinandersetzung mit den fragen

was liegt mir besonders gut

wo habe ich stärken

was sind meine schwächen

welche themen interessieren mich

kann ich gut mit menschen umgehen

was macht mir auch noch in 5 jahren spaß

natürlich ist es wichtig, dass du dir über eine spätere vereinbarkeit von familie und beruf gedanken machst und darüber, dass dich dein job ernähren können sollte - aber vielleicht nicht als wichtigste komponente!?

Alias 709502


"Diplom-Betriebswirt" für ne durchschnittliche Controllerstelle einstellt. Da kann die Bezeichnung schon fast abschreckend wirken weil man sich denkt du wärst überqualifiziert.

Ist Betriebswert denn "höher" bzw. "besser" als Controlling? Habe bislang beides auf eine Ebene gestellt.

ersuche, Dich zunächst immer nur auf das Naheliegenste zu konzentrieren und Dich darauf zu motivieren: Die Prüfung steht an und die schaffe ich mit sehr gut. Dann der nächste Schritt: Ich finde einen Job, in dem ich Erfahrungen sammeln kann. Dann der nächste Schritt: Ich überlege mir, in welche Richtung ich gehen will und suche mir entsprechende Weiterbildungsmaßnahmen. usw. usf.

Das ist denke ich auch die richtige Einstellung. Es fällt nur schwer, weil ich immer hinterfrage, ob ich in dem Moment das Richtige tue und was danach das Richtige ist. Aber nun erstmal muss ich die Ausbildung schaffen.

was liegt mir besonders gut

Sprachen, schreiben, zeichnen... So Zeugs.

wo habe ich stärken

Ich habe die "Stärke", mich auf die Sachen zu konzentrieren, um die sich keiner kümmert. Das Detail zu sehen, während andere das große Ganze erfassen. Anders gesagt - ich kenne mich mit den unwichtigen Sachen aus, die man laut Meinung der Gesellschaft nicht wissen muss. (bzw. interessiere mich für unwichtige Sachen)

was sind meine schwächen

Ganz viel. Zu viel.

welche themen interessieren mich

Ernährung. Aber was in der Richtung zu machen, wäre wieder sehr Richtung Naturwissenschaft. Ansonsten für eine bestimmte Sportart. Für deutsche Literatur, obwohl ich nicht dazu komme, sowas zu machen. Aber Buchhaltung ist auch cool.

kann ich gut mit menschen umgehen

Absolut nicht. Ich schätze mich in dem Punkt als unglaublich inkompetent ein.

was macht mir auch noch in 5 jahren spaß

Hobbymäßig fiele mir einiges ein, aber beruflich umsetzbar nicht wirklich. Gut, vielleicht Buchhändlerin, aber damit muss ich in meiner Region gar nicht erst anfangen. Es gibt kaum Arbeitsplätze für so einen "Streber/Träumer"-Traumberuf. Oder mich um Tiere kümmern. Nicht im Zoo, um Himmels Willen. Bliebe nur noch Tierheim oder Gnadenhof. Außerdem kann ich nur mit kleinen Tieren. Weniger mit großen Hunden oder so. Auch vor Katzen habe ich Respekt.

NTordix84


Ist Betriebswert denn "höher" bzw. "besser" als Controlling? Habe bislang beides auf eine Ebene gestellt.

Was hat das eine mit dem anderen zu tun ? "Controller" ist ja kein Ausbildungsberuf sondern die Aufgabe wird von jemandem übernommen dem es liegt, ob das jetzt ein studierter Betriebswirt, ein talentierter Industriekaufmann oder was ganz anderes ist hängt komplett vom jeweiligen Betrieb ab.

Wenn du gut bist und ggf. entsprechende Weiterbildungen hast kannst du sowas auch als Bürokauffrau machen. Ist sicher nicht ganz so einfach wie für ne Industriekauffrau aber absolut nicht unmöglich.

t<raumttänzveri(nabc


Erstmal. Erster Gedanke: Wahnsinn. Du bist mir verdammt sympathisch. Wenn du ein Mann wärst, dann... Okay, zurück zum Thema.

Zu allererst habe ich mich verdammt in deiner Beschreibung wieder erkannt.

Eine WG hätte meinen Untergang bedeutet damals zu Studienbeginn. Ich bin nicht extrem chaotisch, aber auch nicht so, dass ich meine Sachen nach Farbe und Marke sortiere. Aus der besagten WG hätten sie mich auch raus geekelt.

Dann weiter: Bürokauffrau. Ich kann dich aufbauen: Es gibt Leute, die haben mit mir studiert, waren über 30 und hatten noch keine Ausbildung und haben das jetzige Studium auch nicht geschafft. Die stehen dann da, haben mit 30 gar keine Ausbildung und stehen im Prinzip vor dem nichts. Du hast das nicht. Du hast wenigstens eine Ausbildung und rechtzeitig die Notbremse gezogen.

Ich denke schon, dass du noch Zeit für ein Studium hast.

Alias 709502


Was hat das eine mit dem anderen zu tun ? "Controller" ist ja kein Ausbildungsberuf sondern die Aufgabe wird von jemandem übernommen dem es liegt, ob das jetzt ein studierter Betriebswirt, ein talentierter Industriekaufmann oder was ganz anderes ist hängt komplett vom jeweiligen Betrieb ab.

"Controlling" habe ich mal als Weiterbildungsrichtung gesehen, deshalb dachte ich, es wäre eine Art Abschluss.

Erstmal. Erster Gedanke: Wahnsinn. Du bist mir verdammt sympathisch. Wenn du ein Mann wärst, dann... Okay, zurück zum Thema.

Wow, danke. Das höre ich extrem selten. Tut gut. Auch wenn ich ja "leider" weiblich bin. :=o

Was WGs angeht, war es so, dass ich zu Studienbeginn unbedingt in eine WG wollte. Ich habe mir das Zusammenleben mit anderen jungen Menschen, die gemeinsamen Abende oder auch einfach gemeinsames Saufen oder so Studentensachen cool vorgestellt. Außerdem fand ich es leichter, mich auf eine Wohngemeinschaft einzustellen, als gleich allein zu sein. Vorm Alleinwohnen hatte ich Angst. Leider habe ich nur zwei Horror-WGs erlebt und würde sowas nie wieder tun. Jetzt wohne ich mit meinem Freund zusammen. Ist zwar auch eine WG, aber eine der sehr angenehmen und anderen Art.

Was hast du denn studiert?

t&raumtägnzerGinGawbxc


Du wirst es jetzt nicht glauben, aber ich habe Soziale Arbeit studiert.

Eigentlich müsste man da ja total sozial und umgänglich sein was Leute angeht.

Aber ich habe auch meine misanthropen Phasen.

Du kannst wirklich sympathisch schreiben und ich kann mich total in dich hinein versetzen, weil ich vor einem ähnlichen Dilemma stand und stehe.

Ich habe das Gefühl kein Job ist für mich der richtige und nichts passt.

ezsoftnica


Koennte man bei euch denn BWL nicht berufsbegleitend machen? Dann kannst du dein Geld weiterverdienen und trotzdem studieren?

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