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Mehr Geld - kürzerer Vertrag. Was tun?

EyndlOich El4lxa hat die Diskussion gestartet


Hallo liebes Forum,

ich bin gerade unsicher, was ich tun soll. Ich komme am besten mal direkt zur Sache. Ich arbeite (leider nur) halbtags und habe eine befristete Stelle. Ich bin bereits seit ich den Job angenommen habe weiter auf der Suche nach einem Vollzeitjob, wurde aber bisher nicht fündig. Nun ist bei meinem Arbeitgeber eine Vollzeitstelle ausgeschrieben. Das Aufgabengebiet wäre zwar recht neu für mich, aber ich denke, dass mir der Job in meiner zukünftigen Jobsuche weiter helfen würde, da die Aufgaben anspruchsvoller sind und ich damit eher punkten kann. Einziges Problem: Der Vertrag ist 9 Monate kürzer als mein jetziger.

Ich habe jetzt also die Wahl weiterhin halbtags arbeiten zu gehen, mit dem Geld kaum über die Runden zu kommen und zu hoffen, dass sich bald eine bessere Stelle auftut (Was seit einem Jahr leider nicht passiert ist). Oder die Vollzeitstelle zu nehmen (Außer es findet sich ein deutlich besserer Bewerber als ich), mehr Geld zur Verfügung haben, dafür aber 9 Monate früher um meinen Job bangen müssen. Bei beiden Jobs ist bisher unklar, ob es eine Verlängerung gibt. Benötigt werden beide Stellen, aber es muss halt auch Geld da sein.

Was würdet ihr tun?

Antworten
m0uskEatmnuxss


Wenn dich das Aufgabengebiet reizt und es deinem gesamten Berufsweg auch gut tun würde, dann die neue Stelle.

c5lai8ret


Ich würde die Vollzeitstelle nehmen. Da hast du dann die Chance dich zu beweisen und ein Verlängerung zu erhalten. Oder dich mit der neuen Erfahrung woanders bewerben.

Der Halbtagsjob sieht eher wie eine Sackgasse aus.

M]issusxMia


Hallo Ella,

bis wann ginge denn Dein jetziger Vertrag und wann liefe der neue Vertrag aus?

Bei weniger als einem halben Jahr Vollzeit würde ich bei der Halbtagsstelle bleiben.

Ansonsten stellen sich mir da noch diverse Fragen.

Hat sich Deine Tätigkeit während des letzten Jahres verändert bzw. hat sich der Aufgabenbereich erweitert?

Wäre es ein komplett neues Aufgabengebiet oder wären da auch Bereiche aus der jetzigen Tätigkeit enthalten?

Fühlst Du Dich grundsätzlich in dem Betrieb wohl?

Kannst Du Dir vorstellen, bei einer Vertragsverlängerung oder -entfristung wirklich langfristig weiterhin halbtags zu arbeiten?

Oder könntest Du Dir das eher mit der Vollzeitstelle vorstellen?

Würdest Du den Mehrverdienst bei der befristeten Vollzeitstelle sparen oder (zumindest vorerst) einfach so mitausgeben?

Wie vorhin schon gesagt, die "magische Grenze" liegt für mich bei 6 Monaten. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass in einem halben Jahr viel passieren kann. Die Situation innerhalb des Betriebes kann sich verändern, aber auch die Lage auf dem Arbeitsmarkt.

AUleAonor


ich würde auch die Vollzeitstelle nehmen. Du kannst ja zeitig deinen Arbeitgeber ansprechen wie es mit einer Verlängerung aussieht oder dann bei der Jobsuche mit den neuen Kenntnissen punkten

d'esLpenxtes


Ich denke es wäre nicht schlecht das vorher beim Arbeitsamt zu besprechen. Nicht, dass die dir nach Beendigung des Vollzeitvertrages vorwerfen, du hättest ja eigentlich noch Arbeit, wenn du den neuen Vertrag nicht angenommen hättest. (Hier wäre echt interessant zu wissen, bis wann die jeweiligen Vertrag mit Sicherheit laufen)

Aber ansonsten ist dein neuer Vertrag nur von Vorteil - z.B. auch bei der Berehnung des möglichen Arbeitslosengeldes.

E;ndliych Ella


Ich muss gleich leider los. Nur ganz kurz:

bis wann ginge denn Dein jetziger Vertrag und wann liefe der neue Vertrag aus?

Mein aktueller Vertrag geht bis Mitte/Ende 2017 und der neue geht bis Anfang 2017. Wären also 1 1/4 Jahr, die der neue Vertrag gehen würde.

Kannst Du Dir vorstellen, bei einer Vertragsverlängerung oder -entfristung wirklich langfristig weiterhin halbtags zu arbeiten?

Nein, niemals. Dieser Job war nur eine Notlösung, weil ich nichts anderes bekommen habe. Bin im Grunde seitdem weiter auf der Suche nach einer Vollzeitstelle.

Würdest Du den Mehrverdienst bei der befristeten Vollzeitstelle sparen oder (zumindest vorerst) einfach so mitausgeben?

Sparen. Ich möchte irgendwann mal in Eigentum investieren. Aber mit einer Halbtagsstelle komme ich grade so über die Runden. :-|

Ich denke es wäre nicht schlecht das vorher beim Arbeitsamt zu besprechen. Nicht, dass die dir nach Beendigung des Vollzeitvertrages vorwerfen, du hättest ja eigentlich noch Arbeit, wenn du den neuen Vertrag nicht angenommen hättest. (Hier wäre echt interessant zu wissen, bis wann die jeweiligen Vertrag mit Sicherheit laufen)

Davor habe ich auch ein wenig Bammel. Im Grunde ist das der Hauptpunkt, weshalb ich so zögere. Ansonsten wäre der Job vom Aufgabenfeld her - gerade was spätere Bewerbungen angeht - super und ich könnte endlich Vollzeit arbeiten.

Mehr kommt später. Muss leider los. Aber vielen herzlichen Dank schonmal für eure Antworten. @:)

S\tatunsQuowVadis


Ich würde auch die neue Stelle nehmen. Du kannst ja dann parallel Mitte / Ende 2016 schonmal anfangen, nach einem anderen Job zu schauen und hast dann eine stärkere Ausgangslage als mit dem Halbtagsjob. Außerdem ist Anfang 2017 ja noch lange hin, für mich spricht auch alles dafür, diese Chance zu ergreifen :)^ (zumal ja auch noch gar nicht klar ist, dass Du die Stelle wirklich bekämst...versuchen solltest Du es aber)

M*isseusMixa


Ah, ok...

Dann die Vollzeitstelle.

CZoTmran


Bewirb dich auf die neue Stelle. Bis Anfang 2017 ist lang genug (wenngleich mich diese befristeten Arbeitsverhältnisse unglaublich nerven), finanziell stehst du besser da, und diese Stelle macht sich in deinem Lebenslauf besser.

Ich finde auch, dass dies deine Chancen auf Weiterbeschäftigung erhöht. Du zeigst Engagement (musst natürlich auch gut sein - sonst hilft alles nichts ;-) ) und lernst den Betrieb vielfältiger kennen. Dein Wert als Mitarbeiterin steigt dadurch.

B6am9bienxe


Was würdet ihr tun?

Ganz klar auf die Vollzeitstelle bewerben und wenn du sie bekommst, gib Gas und bewähre dich! Falls dein Vertrag nicht verlängert wird, kannst du bei den Bewerbungen punkten. Vom Mehrverdienst ganz zu schweigen!

Das Arbeitsamt hat da nix zu melden, denn du willst ja sowieso vollzeit arbeiten.

Außerdem, solltest du nach Ablauf dieser Frist, tatsächlich arbeitslos werden, ist dein Anspruch auf Arbeitslosengeld höher als bei einem Teilzeitjob UND man kann dir von der AA nicht so einfach eine Teilzeitstelle zumuten.

Alles gute und viel Erfolg :)^ @:)

ScunflZow@erx_73


Als jemand, der seit Jahren auch nur auf befristeten Teilzeitstellen festhängt: Nimm' die Vollzeitstelle an, auch wenn der Vertrag eher endet!

Denn: Der höhere Verdienst schlägt sich nicht unwesentlich im Arbeitslosengeld nieder. Wenn Dein jetziger Teilzeitvertrag endet, dann wird das ALG ziemlich wenig. Und Du schreibst, dass es jetzt schon knapp ist. Also: Vollzeit, Reserve anlegen - und dann mit mehr ALG dastehen. Und weitersuchen.

Das Arbeitsamt wird Dir wohl kaum einen Strick drehen aus dem Wechsel. V.a. wolle die ja nur die Kündigung oder den befristeten Vertrag sehen. Die forschen nun auch nicht unendlich, was da vorher für Verträge waren.

Und wir reden von 2017...!

Jyogrxi


Ich würde auch die Vollzeitstelle nehmen. In etwas mehr als einem Jahr kann viel passieren und Du kannst ja zwischenzeitlich weiterhin die Augen offen halten. Falls Du dann doch ALG in Anspruch nehmen musst, wird das ALG auf Basis des höheren Vollzeit-Gehaltes berechnet.

Ich denke nicht, dass Du Schwierigkeiten beim Job-Center haben wirst. Du wechselst doch normal von einer (befristeten) Beschäftigung in eine andere. Woher sollten die wissen, dass Du damit ggf. 9 Monate "verlierst"?

Auf jeden Fall hast Du aus einer Vollzeitstelle mit einem anspruchsvolleren Aufgabengebiet bessere Chancen auf einen anspruchsvolleren "Anschluss"-Job.

lZerchpenzungxe


ein Rechenansatz wäre der folgende:

ca. 1 1/4 Jahre sind ca. 15 Monate, die die Restlaufzeit der Vollzeitstelle wäre

daraus folgend wäre die Halbzeitstelle noch 24 Monate

15 mal ein volles Gehalt sind netto wieviel?

24 mal ein halbes Gehalt sind netto wieviel?

Wo bekommst Du also in Summe mehr netto raus?

Dann kommt dazu: für den worst case, dass Du anschliessend arbeitlos wirst und länger bleibst, wie hoch ist das ALG I jeweils hinterher? Das dürfte nach der Vollzeitstelle auch spürbar höher sein...

Finanziell dürfte somit alles für die Vollzeitstelle sprechen.

Wenn es nun auch noch so ist, dass die Aufgabenstellung in der Vollzeitstelle Deine Chancen auf einen neuen Arbeitsplatz anschliessend verbessert, wie Du schriebst, dann sollte die Entscheidung eigentlich klar sein.

Einzig erwägen musst Du natürlich, wieviel Dir die Mehr-Freizeit bei der Halbtagsstelle wert ist...

S/oro+man


In deiner Rechnung fehlt aber im Fall des Wechsels in die Vollzeitstelle die Probezeit, Lerchenzunge. Mit Risiko der einfacheren Kündigung seitens des Arbeitgebers. Also wer das so ganz rational durchrechnen will.

Da es der gleiche Arbeitgeber ist, wäre ein Thema im Bewerbungsgespräch, auch mit dem Personal-Vertreter: wie handhabt man die Probezeit? Das ist ja dann vereinbarungsabhängig. Ich denke, sie hätte gute Chancen, dass diese verkürzt oder aufgehoben wird. Aber es wäre ein Entgegenkommen des AG.

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