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Warum bezieht ihr Hartz IV?

Pzlüs>chbiensxt


Übrigens längst nicht jeder Hartz 4 Empfänger lebt in einer Sozialwohnung.

Viele haben sogar eine kleine Eigentumswohnung, oder ein Haus. Völlig legal,

sofern es einen gewissen Wert nicht überschreitet.

Als Hartz 4 eingeführt wurde mussten viele verkaufen, haben das Geld nach und nach ausgegeben und das Amt durfte später zusätzlich zum Hartz 4 Satz noch die Mietkosten übernehmen.

I\sabeelxl


Portland

Ist nicht böse oder persönlich gemeint, aber einfach interessant.

Du schreibst:

Ich persönlich - als TE - war an Einzelschicksalen interessiert, und nicht an verallgemeinerten Vorurteilen.

Und dann:

Wie gehen Betroffene mit der Perspektivlosigkeit/den Einschränkungen/dem Leben am alleruntersten Rand der Gesellschaft um? ....(....)..... dass ich mir überhaupt nicht vorstellen kann in Armut zu leben....(....)......Es muss schrecklich sein, nicht für sich - oder gar für seine Kinder :-o - sorgen zu können.

Das sind Vorurteile. ;-) Auch wenn sicher von Dir nicht beabsichtig @:)

Ich bin mehr oder weniger 10 Jahre in dieser "Mühle" gewesen, mit sämtlichen Umständen die es nur so geben kann: gesundheitliche Einschränkungen, alleinerziehend, arbeitslos/arbeitssuchend.....

Meine Kinder mußten nicht ein Mal hungern, ich konnte immer gesund kochen oder waren vernachlässigt angezogen oder bekamen keine Weihnachtsgeschenke, ich konnte mir meinen Tabak für mein einziges Laster, das des Rauchens leisten usw..

Ganz ehrlich: Ich habe keine Ahnung was mit den Kindern ist, die täglich zur Tafel gehe müssen, aber ich maße mir auf keinen Fall an hier irgendwelche Schuldzuweisungen auch nur ansatzweise zu äußern.

Nur eben so viel: ICH war auch in der HartzIV-Mühle mit zwei Kinder und wir mußten es nicht. Und ich habe mich in dieser Zeit NIE an der Armutsgrenze gefühlt - ich hatte eben einfach "wenig Geld".

Juan74


sagt mal gehts noch? An die Fadenstarterin, wie auch an die Moderatoren, die diesen Tiefpunkt des Forums stehen lassen?

Fassungslos

naulli?&pribe-semxut


Nur eben so viel: ICH war auch in der HartzIV-Mühle mit zwei Kinder und wir mußten es nicht. Und ich habe mich in dieser Zeit NIE an der Armutsgrenze gefühlt - ich hatte eben einfach "wenig Geld".

Ich bin so aufgewachsen, in einer Zeit, als es noch kein Hartz IV gab. Wir waren nach heutigen Maßstäben vermutlich arm, aber es ging immer. Meine Eltern haben gearbeitet, wenn es ging, und sich Hilfe geholt, wenn nötig. Als Kind fällt dir das glaube ich auch nicht immer so auf, zumindest nicht gleich. Wir haben furchtbar viel aus der Konserve gegessen, und die Klamotten waren zum weglaufen, aber das war lange Zeit auch einfach egal. Meine Eltern waren Kriegskinder, wieviel schwieriger muss DAS gewesen sein? Von daher kann ich mir die Situation, dass man tatsächlich nichts mehr zu essen zuhause hat für die Kinder hierzulande wirklich auch nicht vorstellen. Das will ich jetzt nicht so sehr Vorurteile nennen, eher Vorbehalte vielleicht. Ich kenne ja niemanden persönlich, der so leben muss. Dass es mit Krankheiten sehr viel schwieriger ist, kann ich mir aber gut vorstellen.

LToavely9x4


Meine Eltern waren Kriegskinder, wieviel schwieriger muss DAS gewesen sein?

Furchtbar.

Meine Oma war Kriegskind. Sie hat mir oft erzählt,dass sie betteln mussten bei den Leuten. Das tut mir immer so sehr weh,wenn sie weint :°(

Zjwerg?elf2


Ohne dass die TE es wohl beabsichtigt hat, wird der Faden aber recht schnell explodieren (können). Wie man hier schon öfter miterleben durfte. Die Moderation sollte ein gutes Auge drauf haben. Solche Themen und auch einige andere funktionieren hier einfach nicht...

v9oriaxn82


hab diverse chronische Krankheiten.

z.Zt. ist das größte Problem die Perspektivlosigkeit und daraus resultierende Depressionen.

außerdem hab ich durch die Krankheiten gesteigerte Lebenshaltungskosten (v.a. Lebensmittel, Nahrungsergänzungsmittel), die aber offiziell keinen Mehrbedarf rechtfertigen

c-omp{yfxreak


Jetzt frage ich mich: Bis zu welcher Grenze werden Mietkosten denn übernommen? Für den Fall, dass ich mal Hartz IV beziehen müsste, wäre das interessant zu wissen. Wobei ich glaub eh, dass das kompliziert werden würde, weil wir die Wohnung zu zweit mieten, für mich alleine würde das Amt die Wohnung wohl nicht zahlen, aber mein Freund könnte meine "Miethälfte" auch nicht für mich mitbezahlen… ;-D

Ich hoffe ja, dass es mir erspart bleibt, aber vielleicht kann ich irgendwann ja auch mal was persönliches zu dem Faden hier beitragen, ganz unwahrscheinlich ist es wohl leider nicht.

Ich denke mal dass hinter Hartz IV auch oft psychische Krankheiten wie Ängste oder Depressionen stecken, die einen daran hindern, für sich selbst zu sorgen. Und wer heute eben nicht die Talente und naturgegebenen Voraussetzungen für eine etwas anspruchsvollere Ausbildung mitbringt (das ist ja nichts, was man jemandem vorwerfen kann) hat es sicher auch nicht leicht mit der Jobsuche, auch mit viel Mühe kann das schwer werden und wird mit zunehmender Automatisierung immer schwerer. Es kann ja nicht jeder im Maschinenbau, als Mathematiker oder Lehrer arbeiten.

So klassische Fließbandjobs oder in Zukunft vielleicht auch LKW-/Taxifahrer sind am aussterben. Amazon gibt es noch, aber wer weiß wie lange die noch Menschen fürs Verpacken brauchen. Sogar Reinigungsarbeiten brauchen dank Maschinen immer weniger menschliche Mithilfe. Immer mehr "geistige" Tätigkeiten übernimmt die IT, so dass immer weniger Mitarbeiter für wiederkehrende Tätigkeiten (Berechnungen, Beurteilungen, Beantwortungen, Berichte…) benötigt werden. Wahrscheinlich werden aber selbst manche IT-Jobs zukünftig weniger gefragt: Einzelne Server muss man nicht mehr warten, kommt jetzt alles aus der Cloud mit ein paar wenigen Admins beim Dienstleister statt eigenen Admins pro Betrieb. Und auch das, was zumindest ein wenig Gehirnschmalz erfordert (abfällig "Code Monkeys") soll angeblich mal automatisch erstellt werden können, so dass man nur noch auf einer höheren Ebene entwerfen muss. Sagen jedenfalls manche Lehrstühle, andere widersprechen. Wie auch immer.

Die Regel "wo ein Job wegfällt, kommt auch ein neuer dazu!" galt vielleicht noch beim Hufschmied oder beim Kutscher, aber heutzutage zweifele ich schon etwas daran. In der Pflege etc. kann man sicher nie genug Menschen haben, aber das muss auch jemand bezahlen. Und ich frage mich, ob die Antwort dann wirklich sein kann, dass alle Menschen, für die es einfach keine Arbeit mehr gibt, für die jemand bereit ist zu bezahlen, mit dem Hartz IV-Satz aufs Abstellgleis geschickt werden, noch ein Stempel "selbst schuld!" drauf und fertig. Eine gute Antwort habe ich aber auch nicht. Vielleicht entstehen ja doch wieder neue einfache Jobs. Ich mein… Irgendjemand muss die ganze Kohle, die wir ausgeben, ja trotzdem noch verdienen, die Roboter behalten das ja nicht für sich. Vielleicht lässt der sich dafür täglich den Rasen mähen (ach ne, das macht ja jetzt auch der Gardena-Roboter…) und das Unkraut jäten oder er beschäftigt privat 10 Köche…

Naja. ;-D Philosophisches Thema.

mAnef


Wie gehen Betroffene mit der Perspektivlosigkeit/den Einschränkungen/dem Leben am alleruntersten Rand der Gesellschaft um?

Und danach soll dir noch einer abkaufen, dass du ehrliches "Mitgefühl" (wer braucht das?) hast bzw. dich neutral-interessiert umhören willst?

Durch einen H4-Bezug ist man noch lange nicht am alleruntersten Rand der Gesellschaft. Weder gefühlt noch real noch überhaupt. Was für ein saublöder Satz ;-D

Jnuley


Jetzt frage ich mich: Bis zu welcher Grenze werden Mietkosten denn übernommen? Für den Fall, dass ich mal Hartz IV beziehen müsste, wäre das interessant zu wissen. Wobei ich glaub eh, dass das kompliziert werden würde, weil wir die Wohnung zu zweit mieten, für mich alleine würde das Amt die Wohnung wohl nicht zahlen, aber mein Freund könnte meine "Miethälfte" auch nicht für mich mitbezahlen

Bin mir nicht sicher, aber ich glaube ca 340€.

Was deinen Freund betrifft: seid ihr zusammen oder eine WG? Das ist da ein Unterschied.

mtnexf


Kommt doch immer auf die Umstände an. Die Großfamilie hat logischerweise einen Wohnflächenbedarf der in die Tausender gehen kann.

J@u!ley


Kommt doch immer auf die Umstände an. Die Großfamilie hat logischerweise einen Wohnflächenbedarf der in die Tausender gehen kann.

Ich ging von 1 Person aus. Und für 1 Person darf die Wohnung bis zu 50qm groß sein.

AwntPigNone


Ich differenziere zwischen Leuten, die Aufgrund verschiedener Umstände (Kündigung, Krankheit, usw.) in Hartz IV gerutscht sind und solchen, die es nicht anders wollen oder nicht anders gewohnt sind (es gibt ganze Generationen, die Hartz IV beziehen und es nicht anders kennen).

Die wenigsten Hartz 4 Empfänger sind schuld an ihrer Arbeitslosigkeit.

(Plüschbiest)

Teilweise hat da meiner Meinung nach aus die Arge Schuld, weil sie noch jungen Menschen keine Ausbildung vermitteln, sondern nur Nachweise nach Jobbemühungen (ungelernt als Aushilfskräfte) abverlangen.

m>nef


Die Wohnung darf beliebig groß sein - es wird aber nur der nötige Anteil übernommen.

Ja ich weiß, Erbsenzählerei. :=o

J_ulYexy


Ok... Ich hatte da nur mal so ne Tabelle.

Aber als mein Ex Hartz IV hatte, wurde ihm auch eine größere Wohnung bezahlt, weil ein Umzug wohl teurer gewesen wäre.

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