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Angst vorm eigenen Vater

TGan@jaglieb>tWintexr hat die Diskussion gestartet


Liebes Forum,

vielleicht habt ihr zu meinem Problem ja einen Tipp.

Kurz zu meiner Situation: Ich bin Studentin und habe mittlerweile ein abgeschlossenes Bachelorstudium. Zu meinem Vater bestand nie Kontakt und er hat sich auch nie um diesen bemüht. Selbst der Unterhalt wurde angezweifelt und nur durch den Anwalt durchgedrückt.

Mein Vater neigte zur Gewalttäigkeit, weshalb meine Mutter auch mit mir auszog, da sie sich da er regelmäßig zum schießen ging und Sportschütze war irgendwo auch bedroht fühlte.

Jedenfalls gab es nie Kontakt zwischen ihm und mir.

Nach langem hin und her war ich es leid und habe mir im letzten Semester einen Anwalt genommen, der mein Recht auf Unterhalt durchdrückt. Meine Mutter verdient soviel auch nicht und selbst mit Nebenjob wurde es knapp das Studium durchzuziehen.

Mit dem Bachelor allein kann ich aber nichts anfangen. Deshalb auch der Schritt.

Seit ein paar Tagen und seitdem mein Anwalt mit mir den letzten Brief verfasst hat, indem steht, dass mein Vater noch weiter Unterhalt zahlen muss, was er mit Sicherheit ungern tut, habe ich Angst.

:(v

Ich träume, dass er mich erschießt, dass er austickt, wenn er vom Gericht verpflichtet wird, weitere Jahre zu zahlen. Sein Umfeld beschreibt ihn als gestört und aggressiv und früher war er das ja auch.

Ich fühle mich unsicher, wenn ich nachts in der Wohnung bin, habe Alpträume und frage mich, ob es das alles wert war.

Vielleicht übertreibe ich ja. Aber irgendwie habe ich Panik, dass er austicken könnte. Wir leben in der gleichen Stadt. Es wäre ein leichts für ihn mir aufzulauern.

Mir ist jedes Mal total unwohl wenn ich allein unterwegs bin.

Was kann ich tun? Ich frage mich manchmal, ob ich die Sache mit dem Unterhalt nicht abblasen soll. Vielleicht kann ich dann nicht weiter studieren. Aber lebe irgendwie ruhiger.

Antworten
PCl?üschbi'eOst


Dein Vater weiß wo du wohnst?

TLanjal iekb+tW1in*ter


Ja :-(

TVanja>lie.btWi9ntexr


Noch jemand Ideen?

Q.uinxtus


Wenn du dich bedroht fühlst, solltest du dich an die Polizei wenden. Schildere ihnen deine Situation, wobei es halt ohne konkrete Bedrohung wohl schwierig werden dürfte, deinem Vater etwas nachzuweisen.

T?anja<lxiebtWintYexr


Es liegt ja eben nichts konkretes vor.

Ob er momentan noch Waffen hat kann ich nicht nachweisen.

Genauso wenig kann ich eine konkrete Bedrohung nachweisen.

Es sind eben meine Ängste.

Und solange er mir nicht auflauert oder vor meinem Haus herum lungert und ich da sehe meinte selbst der Anwalt würde da eh nichts unternommen werden.

Er hat ja bisher nichts gemacht.

TKanjalkieSbtWJigntxer


Außer mir mit seinen permanentem einstellen vom Unterhalt und den beleidigenden Briefen (in denen aber nie Gewalt angedroht wurde)

Wenn der jetzt erfährt, dass er noch weiter zahlt glaube ich nicht das er sich freuen wird und da er so unberechenbar ist hab ich Angst.

M^r. }ForesJkin


Glaubst Du er würde Dich ermorden, damit er keinen Unterhalt mehr zahlen muss?

CRranRkx1


Du hast das getan, was Du für richtig und notwendig erachtet hast und nun auch einfach Dein gutes Recht ist. Die Tatsache, dass Dein Vater Sportschütze ist und eigentlich nichts mit Dir zu tun haben möchte, bringt Dich jetzt in eine emotionale verängstigende Position, in der Du Ängste entwickelst.

Ich kann Dir dazu nur sagen, dass Du versuchen solltest, diese Gedanken nichts zu sehr zuzulassen, da das ziemlich starke Auswirkungen auf Dein künftiges Leben nehmen kann, wenn nicht schon geschehen.

Solange noch nichts wirklich gravierendes vorgefallen ist, was Deine Angst in dieser Richtung begründet, solange würde ich alles versuchen, dieses mal auszublenden. Du hast kein Kontakt zu ihm, also belasse es dabei und mache Dein Ding. Den Weg zur Polizei kannst Du Dir im Grunde genommen aber erst einmal sparen, da es eben "nur" Ängste sind, auf die die Polizei nun mal nichts machen kann.

Solange es keine Vorfälle jeglicher Art gibt, die Dir begründet Angst machen sollen , also durch Deinen Vater, solange würde ich das alles nicht zu sehr an mich heranlassen und mein Leben leben.

Nicht jeder Sportschütze wird zum Mörder oder Amokläufer, auch wenn es bekannt ist, dass es das immer wieder einmal gibt, leider.

Verzichtest Du nun nachträglich auf den Unterhalt, dann wirst Du Dir das künftig immer wieder mal selber vorwerfen und verzichtest Du nicht, was ich persönlich besser und richtiger finde, dann stehst Du auch dazu, Dein Recht auf Unterhalt, nötigenfalls einzuklagen, ohne ihm nun das Gefühl zu geben, er könne Dir Angst machen und Dich einschüchtern.

Die Entscheidung kann Dir keiner abnehmen, aber wenn Du meinst, Du kommst mit den Ängsten nicht mehr klar, würde Dir vielleicht auch eine Therapie ein wenig helfen, dass ganze objektiver und realistischer zu sehen, als es jetzt der Fall ist. Ausschliessen kann man natürlich nie etwas, nur dann Bestimmst nicht Du Dein Leben , sondern Deine Ängste bestimmen weiterhin Dein Leben, was künftig skurile Züge annehmen kann.

Willst Du das wirklich?

Du könntest heute oder morgen überfahren werden, als unbeteiligter in eine Schlägerei geraten, als Bankgeisel genommen werden, mit dem Flugzeug abstürzen oder was auch immer. Das weisst Du auch, aber darüber denkst Du nicht nach, was eben genau den Unterschied ausmacht. Verstehst Du , was ich meine?

Sollte es Anlass zur Sorge geben, weil Dein Vater Dir auflauert, Dich mies anschreibt, beschimpft oder ähnliches, dann würde ich das der Polizei melden und auch Deine Sorgen und Ängste schildern, aber solange würde ich mir mein Leben nicht von meinen Ängsten diktieren lassen, was Deinem Vater sicher noch gefallen würde, wenn er darum wüsste und dieses dann erst Recht für sich nutzen.

Für nichts gibt es im Leben eine Garantie, da stetig zu viele Unabwegbarkeiten das Leben bestimmen, aber versuchen, seine Ziele und Wünsche zu verwirklichen, können doch nur und überhaupt das Ziel und der Sinn des Lebens sein, was nur funktionieren kann, wenn man das tut, was man möchte und auch konsequent daran arbeitet, ohne vor lauter Ängsten gelähmt zu werden!

CRralnk1


Außer mir mit seinen permanentem einstellen vom Unterhalt und den beleidigenden Briefen (in denen aber nie Gewalt angedroht wurde)

Das sind aber ganz natürliche und leider auch normale Reaktionen, um sich eben Luft darüber zu machen. Lasse die Post zurückgehen ,also ungeöffnet, so begreift er nach einiger Zeit, dass es wenig Sinn macht, Dir überhaupt noch zu schreiben. Die Frage kannst Du das überhaupt, oder überkommt Dich die Neugier, unbedingt jeden Brief lesen zu wollen?

Post von ihm nicht mehr anzunehemen und auch nicht zu lesen, schwächt ihn und stärkt Dich insofern, dass Du weniger Grund zum grübeln hast. Entweder ergibt auf, oder er wird Dir doch mal auflauern, was dann aber genau der das wäre, was Du polizeilich und anwaltlich klären lassen kannst.

TZaGnjalIiebtLWintexr


Na, klar hast du recht.

Aber irgendwie macht mir eben die Tatsache, dass er Umgang mit Waffen hat oder hatte Angst.

Und irgendwo fühle ich mich auch ziemlich mies dabei. Wer verklagt schon gern seinen Vater?

:|N

T)anjalisebtWinxter


Post nicht anzunehmen geht nicht, da ich sie ja für einen eventuellen Prozess brauche.

Selbst wenn er an meinen Anwalt schreibt bekomme ich die Briefe ja.

C{ranxk1


Im Vordergrund sollten meines Erachtens jetzt die "Behandlung" Deiner Ängste stehen. Alles andere führt zu nichts! Denke mal drüber nach und auch, über das von anderen und mir zuvor geschriebene.

Viel mehr gibt es dazu auch nicht zu schreiben, falls Du noch auf eine Wunderlösung hoffen solltest.

Das ist nun leider auch das Leben! Nur wer annimmt , analysiert und dementsprechend reagiert, kann nach vorne schauen, wobei Ängste immer der schlechteste Ratgeber ist.

Konzentrier Dich auf was anderes, als auf Deine mögl. Ängste, oder lasse Dir helfen.

Alles Gute. *:)

MYelgC7x7


Hat er Dich je schon mal bedroht?

Wenn nicht, dann wird er es auch jetzt nicht machen.

TFanjal6ieb]tWOintexr


Nicht direkt.

Aber in den Briefen stand, dass wenn er weiter zahlen muss, er an die Öffentlichkeit geht wie lange ich für mein Studium gebraucht habe und quasi Rufmord betreibt.

Er kam dabei sehr aggressiv rüber und war meiner Mutter auch immer sehr aggressiv gegenüber.

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