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Problem nicht zahlender Mieter

A\nd-rea un[d DLINxA


Als Vermieter auf 2-3 Monatsmieten verzichten, wo lebst du denn ???

Sthojxo


Na, Du hattest offenbar Glück im Unglück und hattest Mietnomadenmimosen, die sich geschämt haben, das ist ja gut. Hätten sie das nicht gemacht, hättest Du Dir was anderes überlegen müssen. Und wenn bei den zur Verfügung stehenden Möglichkeiten eben keine dabei ist, bei der man sie halbwegs ohne Schaden rausbekommt, dann muss man sich fürs kleinste Übel entscheiden.

AHlicei%mWLomnderxland


auf 2-3 Monatsmieten verzichten, wo lebst du denn

Bei einem Vergleich müssen beide Seiten Federn lassen.

Nebenbei: Wer weniger Mieteinnahmen hat, zahlt auch weniger Steuern. Ich will damit nur sagen: alles wirkt sich irgendwie aus.

Was echte Mietnomaden betrifft, hat der Gesetzgeber inzwischen auch reagiert. Durch die Möglichkeit daer Beantragung einer sogenannte Sicherungsanordnung.

[[https://www.mietrecht-reform.de/mietrechtsreform-2013/mietnomaden-sicherungsanordnung-283a-zpo/]]

S;hojxo


Bei einem Vergleich müssen beide Seiten Federn lassen.

Und KLAR ist das unfair. Ändert sich aber nicht, kann man sich auf den Kopf stellen.

E-hemalig|er rNutzer (#>54B0992I)


Und KLAR ist das unfair. Ändert sich aber nicht, kann man sich auf den Kopf stellen.

Naja, ich denke nicht, dass einem Vergleich per se etwas unfaires anhaftet, ich sehe da auch immer den Faktor Eigenverantwortung und in Einzelfällen auch den Faktor Naivität (Vermieten kann doch jeder!). Denn manchmal kann das eigene Nachgeben auch einfach ein Lehrgeld dafür sein, dass man am Anfang eben nicht alles richtig gemacht hat bzw. nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft hat, um ein Schadensszenario zu vermeiden. Gerade in Vermietungskonstellationen gibt es ja eine Fülle von Mitteln, um sich im Vorfeld gegen alle Eventualitäten abzusichern. Davon machen aber meist nur diejenigen Vermieter Gebrauch, bei denen schon mal ein Kind in den Brunnen gefallen ist.

SChoxjo


Gerade in Vermietungskonstellationen gibt es ja eine Fülle von Mitteln, um sich im Vorfeld gegen alle Eventualitäten abzusichern.

Vor allem aus Interesse (und für Choclate ja wahrscheinlich auch interessant für die Zukunft): Welche wären das?

EVheNmaligzer tNutz|er (#5r40992x)


Neben der üblichen Kaution:

- Einkommensnachweise (nicht nur über die Höhe, sondern auch von welchem Arbeitgeber, damit im Falle eines Falles bei der Vollstreckung direkt einen Zeitvorteil hat und sofort weiß, wo man ggf. Einkommen pfänden kann). Wenn jemand kein Einkommen hat und Sozialleistungen bezieht, sollte man vor Vertragsschluss mit dem Leistungsträger vereinbaren, dass dieser die Miete direkt überweist.

- Bürgschaften: Selbst wenn jemand ein gutes Einkommen hat, sollte man immer noch in Betracht ziehen, ob man nicht zusätzlich auf eine Bürgschaft, optimalerweise auf eine Bankbürgschaft, besteht. Im Optimalfall ist das nur eine formale Kleinigkeit - im worst case kann das später zum einzig rettenden Anker werden.

- Versicherungsnachweise: Man sollte sich gut überlegen, ob man von einem potenziellen Mieter nicht Nachweise für eine Haftpflicht- und Hausratsversicherung (Letzteres nicht nur, um etwaige Konfliktbereiche mit der eigenen Gebäudeversicherung abzudecken, sondern auch, um den Wert der Vermieterpfandrechte mittelbar zu schützen) verlangt.

- Mietschuldenfreiheitsbescheinigung der letzten Jahre

- Mietausfallversicherungen oder Vermieterrechtsschutzversicherung mit Ausfallübernahme. Sind natürlich mit nicht unerheblichen Kosten verbunden, aber jeder, der Wohneigentum vermietet, sollte sich darüber bewusst sein, dass die Vermietung eine stark risikobehaftete Einnahmequelle ist

- notarielle Erklärung, dass der Mieter sich im Hinblick auf eine in der Zukunft denkbare Räumung der sofortigen Zwangsvollstreckung unterwirft; das lohnt sich im Hinblick auf die Notarskosten aber nur bei eher ergiebigen Mietobjekten

Eyhemafligemr NutzeQr (#x540992)


Ich selbst - hätte ich Wohneigentum zu vermieten - würde übrigens fast nichts davon verwenden (Kaution okay, vielleicht noch ein grober Einkommensnachweis, aber auch nur bei einer gewissen Skepsis). Warum? Weil ich es bevorzuge, auf mein Gefühl zu vertrauen und mit einer gewissen Gutgläubigkeit durch die Welt zu gehen. Wenn ich dann aber mal abgezockt werde, beschwere ich mich nicht darüber, wie unfair die Welt doch ist, sondern kümmere mich um Schadensbegrenzung.

S1h,ojxo


Puh, ja, das habe ich beim Lesen auch gedacht. So wie ich eben auch bei einer Ehe keinen Ehevertrag schließen und dann, falls es zum Schlimmsten kommt, eben damit lebe und das beste - oder am wenigsten Schlimme - draus machen würde.
Meine Oma hat mal sinngemäß gesagt: "Wer immer das Schlimmste annimmt, der lebt sein ganzes Leben lang, Tag und Nacht, in einer dunklen Welt. Wer das nicht tut, lebt in einer hellen, lichterfüllten Welt, in der es ab und zu mal zappenduster wird. Zweiteres ist mir lieber." Es gibt da sicher noch ein paar Zwischenschritte, aber ich denke auch, dass man sich überlegen muss, ob das Vermieten was für einen ist - ob man sich das Risiko, den Ausfall, gegebenenfalls finanziell leisten kann, und auch, ob man es wegstecken kann, wenn man wirklich mal abgezogen werden sollte. Ist ja schon ein mentaler Schock, wenn jemand einen so unmittelbar schädigt. Das Risiko steckt aber immer mit drin, das sollte man sich klar machen.
Ich hätte keine Lust, meinem Mieter so zu begegnen. Aber ich glaube, ich würde es auch nicht so persönlich nehmen, wenn ich mich dann vertu - Mietnomaden und andere Mietscheusale meinen es ja nicht persönlich, die sind einfach, wie sie sind. Schadensbegrenzung, Wunden lecken, auf ein Neues (oder Objekt verkaufen, wenn es einen zu arg angegriffen hat und man nicht mehr will).

Smhojxo


Danke für Deine Erläuterung, übrigens.

Yhtvong1x1


Nebenbei: Wer weniger Mieteinnahmen hat, zahlt auch weniger Steuern. Ich will damit nur sagen: alles wirkt sich irgendwie aus.

;-D :)^ Und wer gar keine Einnahmen hat, ist bald pleite :)z ! Muss aber auch keine Steuern zahlen ;-) :)^

ENhemal9igerR cNutzer3 (#54.099x2)


"Wer immer das Schlimmste annimmt, der lebt sein ganzes Leben lang, Tag und Nacht, in einer dunklen Welt. Wer das nicht tut, lebt in einer hellen, lichterfüllten Welt, in der es ab und zu mal zappenduster wird. Zweiteres ist mir lieber."

Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm - daher also deine Vorliebe für Kalendersprüche! :-p

Das ist in der Tat genau die richtige Einestellung. Die Kunst ist es, auch dann noch in der lichterfüllten Welt zu leben, wenn man mit der Dunkelheit widerwillig Berührungen hatte. Manche flüchten dann regelrecht in die Dunkelheit.

Sghojxo


Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm - daher also deine Vorliebe für Kalendersprüche! :-p

Lauf. ;-D

Das ist in der Tat genau die richtige Einstellung. Die Kunst ist es, auch dann noch in der lichterfüllten Welt zu leben, wenn man mit der Dunkelheit widerwillig Berührungen hatte. Manche flüchten dann regelrecht in die Dunkelheit.

Jo, in der Illusion, man könne sich vor der Dunkelheit schützen. Klarer Fall von Identifikation mit dem Aggressor. Das war es, glaube ich, was sie meinte. Dass man, wenn man das tut, vielleicht nicht mehr davon überrascht wird, wenn mal was scheiße ist, aber eben nur um den Preis, dass alles immer scheiße ist. Eine Logik, als würde man jeden Morgen seine Schuhe in Hundescheiße tunken und jubeln, dass es einem jetzt nichts mehr ausmacht, wenn man zufällig in welche reinlatscht. Allerdings ist erstere Strategie weit verbreiteter als letztere. Die eigentliche "Kunst" ist also vermutlich, sich damit zu arrangieren, dass man und zu mal in die Scheiße latscht, und sich dann nicht hinzusetzen und drüber zu heulen, sondern sie abzukratzen und weiterzulaufen.

C*h]oc7latxe


So, der Stand ist der.

Der Mieter WAR ein Arbeitskollege meines Mannes. Er hat dann seinen Job verloren, weil er dann an einem Tag nicht zur Arbeit kam, aber den Tag davor Party (Saufgelage) hatte. Dann kam für einige Zeit die Miete vom Amt. Das war mir am liebsten. Jetzt ist der Stand der, daß er einen Job hat, Frau arbeitet auch halbtags. Kiddies sind im KiGa. Eigentlich könnte es perfekt sein. Er lebt aber immer über seine Verhältnisse. Kauft sich einen alten BMW und muss laut internet allein dafür 300€ kfz- steuer blechen. Da ich weiß was er verdient, hääte er sich das gar nicht leisten können.

Wir waren letztes Jahr einfach zu gutmütig, wo ihm fast die frau gestorben wäre. Das war eine schlimme Situation mit 2 kleinen Kindern. Aber er macht grad so weiter und das machen wir nicht mehr mit. :|N >:(

mkond*+ster^ne


Ich an Deiner Stelle würde die Vermietung einer Wohnung als ein Geschäft betrachten.

Wenn Du dieses Geschäft fair abwickelst, ist es auch im Interesse des Mieters. Denn Du entwickelst Gefühle für den Mieter, von denen er mit Sicherheit verschont bleiben möchte.

Bei Deinem Mann könnte ich eine derartige Emotionalität schon eher verstehen, weil sie mal befreundet waren.

Aber wie vermutlich schon Shojos Oma sagte: Beim Geld hört die Freundschaft auf. ;-)

@:)

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