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Nicht arbeiten gehen, obwohl man es könnte?

S>orgenf!reiVAllerlexi hat die Diskussion gestartet


Hi,

ich habe schon mehrmals in meinem Leben versucht arbeiten zu gehen. Hat aber nie lange geklappt, da ich immer schnell eine Art Burn Out hatte. Nun bekomme ich also Hartz IV.

Auch wenn ich erst 30 bin überlege ich echt mich ganz vom Berufsleben zu verabschieden. Zu einer Vollzeitstelle werde ich nie in der Lage sein. Somit wird das 2. Staatsexamen für mich auch immer unerreichbar sein. Folglich ist mein Studium nicht viel wert.

Ich könnte mir also höchstens eine Teilzeitstelle suchen für die ich keine Qualifikation brauche oder als pädagogische Hilfskraft oder so arbeiten.

Nur habe ich mir ausgerechnet, dass ich dann mit hoher Wahrscheinlichkeit sogar noch weniger Geld habe als mit Hartz IV, aber definitiv nicht mehr. Und selbst wenn ich mehr Geld verdienen würde, würde mir das nicht mal was nutzen, da ich Schulden habe und dann alles gepfändet wird.

Also traue ich mich gar nicht so recht eine Arbeit aufzunehmen, eben aus Angst, dass ich dann noch tiefer sinke. Hinzu kommt das in meinem Leben gerade alles recht gut läuft: Habe eine tolle Wohnung auf gehobenem Hartz IV Niveau ;-D (also mit Garten und neuer EBK in toller Lage), meine Freunde wohnen in der Nähe, ich habe viel Zeit, keinen Stress, genug Bewegung, nehme endlich ab (mit Arbeit nie möglich gewesen), etc.

Geht es jemandem ähnlich?

LG

Antworten
Hmoney9X1i_mit_|Minxi13


Ich finde arbeiten hebt auch irgendwie das Selbstwertgefühl... Fühlst du dich nicht gut, wenn du dein eigenes Geld ausgeben kannst, was du mit deinen eigenen Händen erarbeitet hast?

D^iyanxa


Was meinst du mit "eine Art Burnout"? Wie hat sich das geäußert? Lag es konkret an dem Job oder bist du generell nicht belastbar?

Hast du irgendwelche psychischen oder körperlichen Krankheiten? Ganz wichtig: Bist du in Behandlung?

Es gibt sicher Möglichkeiten für dich. Eine andere Branche, eine Umschulung absolvieren etc.

Ich glaub dir gerne, dass du dich bequem eingerichtet hast. Zumindest klingt es so, als würdest du die Vorzüge genießen.

Viel Freizeit, Freunde treffen, keine feste Aufstehzeit. Das hätten wir alle gerne :-) Nur wartet der Arbeitsmarkt nicht auf dich, wenn du es dir irgendwann anders überlegst.

Nun das Aber: kein geregelter Tagesablauf, wenig geistiger Input und kaum Perspektiven. Wenig Geld für Hobbies, Urlaube, Ausgehen. Willst du das wirklich für immer?

eHule7i2


Ich war auch lange arbeitslos. Mein Mann ( Ex) wollte das ich Kinder und Haushalt versorge. Es war dann mehr, als schwer eine Arbeit zu finden. Ich bin jetzt wirklich froh, ja geradezu glücklich, wieder einen Job zu haben. Zwar nur 450 Euro , aber ein Anfang. Und dabei ist es mir egal und fällt mir nicht schwer,das die Nacht um 3.50 Uhr vorbei ist.

RHatl os23


Für Menschen wie dich gibt es eine Bezeichnung: Sozialschmarotzer! Hartz4 ist keine Hängematte für alle "die keinen Bock" auf arbeiten haben, sondern eine kurzfristige Absicherung.

Habe eine tolle Wohnung auf gehobenem Hartz IV Niveau ;-D (also mit Garten und neuer EBK in toller Lage),

Sorry, da schüttele ich nur den Kopf. Schonmal daran gedacht das viele Menschen hart für ihr Geld arbeiten und dir damit deine neue Einbauküche finanzieren? >:(

E*hemali\ger Nu~tzer {(#4694x85)


Nur habe ich mir ausgerechnet, dass ich dann mit hoher Wahrscheinlichkeit sogar noch weniger Geld habe als mit Hartz IV, aber definitiv nicht mehr. Und selbst wenn ich mehr Geld verdienen würde, würde mir das nicht mal was nutzen, da ich Schulden habe und dann alles gepfändet wird.

Bist Du mit dem Verdienst unter H IV, kannst Du aufstocken. Und es gibt Pfändungsschutzgrenzen. Soll heißen, man kann nur das pfänden, was über einem Betrag X liegt und dieser Betrag ist doch einiges höher als Dein H 4.

Hinzu kommt das in meinem Leben gerade alles recht gut läuft: Habe eine tolle Wohnung auf gehobenem Hartz IV Niveau ;-D (also mit Garten und neuer EBK in toller Lage), meine Freunde wohnen in der Nähe, ich habe viel Zeit, keinen Stress, genug Bewegung, nehme endlich ab (mit Arbeit nie möglich gewesen), etc.

typisches Schmarotzerdenken würd ich jetzt mal sagen.

Die vom Jobcenter werden dich sicherlich bald zum medizinischen Dienst zur Begutachtung schicken und wenn die sagen so und soviele Stunden arbeitsfähig, dann werden sie Dich schon in Arbeit schicken. Hoffe ich zumindest.

Aber irgendwie will ich die Story nicht glauben. Man kann doch nicht nichts arbeiten wollen und dem Statt auf der Tasche liegen wollen. Oder doch? Geht in meinen Kopf nicht rein.

Szhxojo


Bist Du denn glücklich damit? Oder ist es ein Notbehelf, weil Arbeiten für Dich immer schrecklich war?

e/uleA72


Damit man dir nicht alles Geld weg nehmen kann gibt es ein PKonto.Dann ist ein bestimmter Betrag geschützt. Liegt die aber nichts daran deine Schulden auf lange Frist zu begleichen?

mpnexf


, da ich immer schnell eine Art Burn Out hatte. Nun bekomme ich also Hartz IV.

Was ist eine Art Burnout?

Warst du (erfolglos) in Behandlung?

Und selbst wenn ich mehr Geld verdienen würde, würde mir das nicht mal was nutzen, da ich Schulden habe und dann alles gepfändet wird.

Falsche Denkweise. Dir wird nichts genommen - du kannst dann das geben, was du geben musst. Leistung - Gegenleistung (die von dir ausblieb, wenn du verschuldet bist).

g_atao


Habe eine tolle Wohnung auf gehobenem Hartz IV Niveau (also mit Garten und neuer EBK in toller Lage), meine Freunde wohnen in der Nähe,

Das klingt jetzt vielleicht verlockend, aber was ist in ein paar Jahren? Die Küche nutzt sich ab, Sachen gehen kaputt, Freunde ziehen weg, erlauben sich mit steigendem Einkommen einen Lebensstil, bei dem du nicht mithalten kannst... Was dann?

Eine Familie zu gründen unter diesen Bedingungen ist auch schwierig. Vorausgesetzt man möchte Familie.

KOing-kPong1x4


Sorry, aber so einen Schwachsinn habe ich noch nie gehört.

Warum solltest du mit Arbeit nicht abnehmen können? DU bist beschäftigt, abgelenkt, hast Bewegung (also keine Zeit zu sündigen, und verbrennst Kalorien).

Und woher hast du die Schulden? Selbstverschuldet? Dann begleiche sie gefälligst. SOrry, aber sowas ist echt armselig. Schulden machen, und dann rumjammern, dass man dann ja das Geld, was man verdient nicht zur Verfügung hat.

Möchtest du dir nicht mal was leisten im Leben? Also ich kann nicht genug Geld bekommen und möchte auch etwas mehr verdinen im Leben...verstehe die Einstellung überhaupt nicht.

KEraXbbelkä\ferle


Im ersten Moment vielleicht verlockend, aber mir würde die Decke auf den Kopf fallen.

Freunde führen ein geregeltes Leben und ich schmuggel mich durch.

Was denken die da eigentlich so drüber? Ganz ehrlich...hätte ich eine Freundin dir mir "so daher kommen" würde, da wäre ich mehr als geschockt.

Außerdem würde es mich irgendwann ankeksen, dass ich keine Urlaube machen kann, Dinge die früher oder später ersetzt oder repariert werden müssen kommen immer unerwartet und man kann sich nichts leisten.

Und es wurde ja schon erwähnt: Kein Input mehr, das Leben plätschert vor sich hin, man hat keine Ziele, keine Vorfreude auf irgendwas, weil man sich nichts leisten kann.

Und: WIR arbeiten für DICH. Und lustig finde ich das bei der Einstellung ehrlich gesagt nicht :-|

Ich könnte niemandem, absolut niemanden genau das so erzählen wie du es uns hier geschrieben hast, ich würde im Boden versinken und mir wäre es absolut peinlich.

Hat aber nie lange geklappt, da ich immer schnell eine Art Burn Out hatte.

Das heißt was?

ZVeena


Machen wir uns nichts vor - wenn jemand aus welchen Gründen auch immer nicht arbeiten will, wird er das in Deutschland auch nicht tun. Es gibt Lücken und die, die sie nutzen wollen, werden sie immer in Erfahrung bringen.

Ich gebe dir eher zu bedenken, dass Hartz IV nicht auf ewig so bequem ist, wie es nun anscheinend bei dir läuft. Ich entnehme deinem Beitrag, dass du studiert hast und etwas an Berufserfahrung mitbringst. Bist du ausreichend eloquent bei diesem Background, wird dich dein Sachbearbeiter erstmal machen lassen, dich vielleicht zu ein paar Bewerbungen verpflichten. Das bleibt aber nicht ewig so. Früher oder später wirst du zu Kandidat für Maßnahmen, sinnlos oder auch nicht, und wenn du deine Karriere mit 30 startest, hast du gute Chancen, in deinem Erwerbslosenleben alles kennenzulernen, was die lokalen Bildungsträger die nächsten 37 Jahre auf den Markt werfen. Du wirst dich zusehends rechtfertigen müssen, der Druck wird erhöht. Du sprichst von psychischen Problemen? Da kommt da amtsärztliche Dienst ins Spiel - ich kann dir aber garantieren, dass dieser, sofern du nicht mindestens an einer schweren Depression leidest und diese auch behandeln lässt, zu dem Ergebnis kommen wird, dass du arbeiten kannst. 'Kaputt geschrieben', da muss man schon den sprichwörtlichen Kopf unter'm Arm tragen.

Du wirst dein Leben auf geringem finanziellen Niveau bestreiten müssen und jede größere Investition (Waschmaschine kaputt o.ä.) wird schwer zu bewältigen sein... Du musst dich für jede finanzielle Zuwendung rechtfertigen und gibst ne ganze Menge Selbstbestimmung ab. Lebst du in einer Partnerschaft? Falls nein, was machst du, wenn mal jemand in dein Leben tritt, der arbeitet? Möchtet ihr zusammenziehen, wird das Einkommen angerechnet, das heißt jemand muss die volle finanzielle Verantwortung für dich tragen. Nicht jeder ist dazu bereit... Wie willst du dich in so einem Fall krankenversichern?

Bei allem Verständnis, dass die Zeiten hart sind und der Arbeitsmarkt schwierig und du offensichtlich auch Schwierigkeiten hast - ein Leben mit Hartz IV bedeutet ein Leben in Abhängigkeit und permanentem Rechtfertigungsdruck, mit wenig Selbstbestimmung. Das würde ich mit für mich so nicht vorstellen können. Und ja, zu guter letzt ist dein Ansinnen Schmarotzen, bei allem Respekt.

Im übrigen würde ich dir empfehlen, eine Schuldnerberatung und vielleicht auch psychosoziale Beratung aufzusuchen. Das simd sog. kommunale Eingliederungsleistung und für dich kostenfrei.

K|antuenmecha^nixker


P-Konto!

efxpert^e5x6


die werden dir schon sagen wo es lang geht beim Amt. Von wegen nicht arbeiten müssen. Selbst Leute mit leichten bis mittlerem "Dachschaden" gelten nach deutschem Recht noch als voll erwerbsfähig.

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