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Nicht arbeiten gehen, obwohl man es könnte?

S,ilkYPearl


Timbatuku

Na sicher, es ist für viele ein schöner Traum: Nie mehr arbeiten müssen, und nicht erst, wenn man jenseits von Gut und Böse, sprich Rentner (wie ja viele fälschlich denken, es gibt viele Ruheständler, die ihr Leben noch absolut genießen (können)).

Ist ein Staat so reich, dies seinen Bürgern zu ermöglichen - also, ich hab nix dagegen. Das widerspricht ja eben keineswegs meiner Einstellung: derzeit - und wie es aktuell ausschaut, mehr denn je - ist es notwendiger Konsens, dass die Gesellschaft sich selbst erhält durch Arbeit. Das ist der äußere Rahmen, und sich dem zu entziehen, geht für viele nicht ohne Gewissenskonflikte.

Die, die es tun, können sich dem auch nur mühsam entziehen - die meisten, denke ich. Und es ist auch nicht fair, dies ohne Notwendigkeit zu tun, solangel andere dafür im wörtlichen Sinne bezahlen. Diese Menschen verhalten sich wie Kinder: Lass Papa Staat für mich sorgen, ich lebe nur vor mich hin und trage nichts dazu bei.

Und Kinder zu bekommen und sich damit die Einstellung zuzulegen, ich hab nun schon genug für den Staat getan - nun ja, dazu gibts genug - wie ich finde abschreckende - Beispiele, gell? Nein, das sehe ich NICHT als ausreichenden Beitrag an, als Rechtfertigung dafür, für den Rest seines Lebens keiner bezahlten Arbeit mehr nachzugehen.

SIi'lkP&earl


Mir fällt auf: Es ist wieder so ein Thema, worüber sich im Grunde nicht diskutieren lässt. Die Werte verändern sich und auch der Wert der Arbeit ist davon nicht ausgenommen (NICHT der Wert der Menschen, um es nochmals klar zu sagen!). Damit muss jeder für sich zurechtkommen.

Ich hab gesagt, was von meiner Seite aus zu sagen war und steige hier aus. Ein weiteres Hin und Her ist für mich nicht mehr zielführend, denn über manches im Leben gibts nun mal unterschiedliche Einstellungen und keinen Konsens.

GBraf vEff vo?n Icks


Ich habe mich mit dem Thema Bedingungsloses Grundeinkommen lange beschäftigt. Durch die Absicherung jenseits der Erwerbsarbeit kann man stark rationalisieren, so dass man mit 55% der erwerbsfähigen Bevölkerung auskommt, um alles Nötige wie bisher zu erzeugen. Ergo könnte man auf die Erwerbstätigkeit von 45% problemlos verzichten. Nun gibt es aber garantiert keine 45 % der Bevölkerung, die mit 1.000 Euro monatlich zufrieden wären. Daher wird es auch dann – wie auch heute schon – nicht nur genügend Arbeitskräfte geben, sondern sogar ein Überangebot.

Problem gelöst.

Tzimbnatuxku


Graf Eff von Icks

Durch die Absicherung jenseits der Erwerbsarbeit kann man stark rationalisieren, so dass man mit 55% der erwerbsfähigen Bevölkerung auskommt, um alles Nötige wie bisher zu erzeugen.

Man wird so oder so stark rationalisieren, und zwar genau so stark wie es irgend möglich ist, völlig unabhängig davon, ob es ein BGE gibt oder nicht. Ergo wird man zum Zeitpunkt X mit deinen genannten 55% der erwerbsfähigen Bevölkerung auskommen (wobei ich mich jetzt nicht präzise auf die Zahl festnageln würde). Die Frage ist, was man mit den restlichen 45% macht. Wird man ihnen durch ein BGE ein würdevolles Leben mit ausreichender soziokultureller Teilhabe ermöglichen? Oder wird man weiter auf ein repressives System wie Hartz IV setzen und damit einen Bürgerkrieg riskieren? Oder wird man ganz salomonisch die Arbeitszeit drastisch verkürzen, um die vorhandene Arbeit auf alle aufzuteilen?

Aontig,one


Die Frage ist, was man mit den restlichen 45% macht.

Das macht dann der Fachkräftemangel bedingt durch den demografischen Wandel. ;-)

TFimNbatxuku


Welcher Fachkräftemangel?

A"ntitgone


Der, der kommen wird.

TwimbRatukxu


Ja, so sicher wie der Weltuntergang, oder wie? ;-D

Aentigbone


Ich könnte jetzt meine Hausarbeit vom März dazu verlinken, lasse es aber. ;-)

Es kommen immer weniger junge Menschen nach und es wird immer mehr über ca. 55 Jahre geben.

Da die Unternehmen bisher wenig in die Fort- und Weiterbildung ihrer Mitarbeiter investieren, wird es einen Fachkräftemangel geben. Alleine zahlenmäßig. Außer, es kommen viele gut ausgebildete Flüchtlinge, die das auffangen können.

Es gab vor einigen Jahren schon einen Mangel an IT-Fachleuten. Da hieß es dann: Kinder statt Inder.

NOCH haben wir keinen Fachkräftemangel. Der in der Pflege (Krankenhaus und Altenheime) ist selbstgemacht, weil es am Umgang mit dem Personal und der Bezahlung hapert.

Und wenn Absolventen in z.B. BWL oder Ingenieure mit guten Praktika und guten Noten mehr als 50 Bewerbungen schreiben und immer noch keinen Job bekommen, kann es da auch keinen Fachkräftemangel geben. Unternehmen müssen auch bereit sein, in die Aus- und Weiterbildung ihrer Mitarbeiter zu investieren.

I*chmac6hmiVrdie6Welxt


Das Märchen vom Fachkräftemangel:

[[https://www.youtube.com/watch?v=lFq2aAcf-8s]]

S=ilkPxearl


Wird jetzt auch hier "von rechts" geschubst? Macht keinen Spaß ... :(v

A6nti|go4ne


Wird jetzt auch hier "von rechts" geschubst?

???

Diese Aussage verstehe ich nicht.

S4ilkPJeaxrl


Antigone, ich meinte, es schleichen sich auch in diesen Faden Aussagen hinein, die man der politisch rechten Ecke zuordnen kann. Welche dies sind, kann jeder selbst beurteilen. (Deine meine ich nicht!)

_MParv:atip_


@ SilkPearl

Antigone, ich meinte, es schleichen sich auch in diesen Faden Aussagen hinein, die man der politisch rechten Ecke zuordnen kann.

Hä? Wo denn? ":/

Tsimba/tuk!u


Welche dies sind, kann jeder selbst beurteilen.

Nein, eben nicht. Ich habe keine Ahnung, welche der zuletzt gemachten Aussagen aus der rechten Ecke kommen soll. Zweifel am behaupteten Fachkräftemangel kommen aus allen politischen Lagern, aus dem rechten eher am wenigsten. Vielleicht wäre es doch ganz hilfreich, wenn du klar benennst, welche Aussage du im rechten Lager verortest.

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