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Nicht arbeiten gehen, obwohl man es könnte?

S<ilokPieaxrl


Gut, diese Frage hat noch eine letzte Antwort verdient:

Wiese gehst du eigentlich wie selbstverständlich davon aus, dass die meisten Menschen nicht arbeiten wollen?

Gehe ich davon aus? Nicht dass ich wüsste. Wäre spannend zu wissen, wie es zahlenmäßig aussähe, wäre das Aussteigen aus dem Erwerbsleben, außer staatlich lanciert, auch gesellschaftsfähig akzeptiert ...

Deine Aufzählung klingt harmlos. Wieso ignoriert Du aber das Selbstverständlichste? Ein bedingungsloses Grundeinkommen würde vor allem von denjenigen gern angenommen, die - wie bereits geschrieben - schlicht keine Lust haben, zu arbeiten, und das ist vermutlich ein ansehnlicher Prozentsatz - wie sich auch am Zunehmen solcher Fäden zeigt. Es wird anscheinend immer normaler, in die Welt zu posaunen: Ich hätte lieber Freizeit, statt zu arbeiten.

Ob es in Ordnung ist, dass sich die "Freizeit-Bürger" von den Arbeitenden finanzieren lassen, kann jeder für sich selbst beurteilen; aus meiner Sicht ist sie das nicht. Wer sich der Erwerbstätigkeit entziehen und lieber vom Steuerzahler aushalten lassen will, handelt antisozial. Das meine Meinung, und die darf ich haben, gell?

*:)

S6talWfyr


es gibt schon zum teil gutes Geld vom amt, sodass die leute sagen mir reicht es so.

Das liegt aber nicht an den luxuriösen Sozialleistungen, sondern an den Ansprüchen der Menschen. Die Sätze sind immer gleich. Es gibt Mietkosten und für die alleinstehende Person 399, für Paare pro Kopf ca. 354 usw. (ab 2016 mehr). Zum Leben reicht es, klar. Aber viel Raum bleibt da nicht. Auto, Sportvereine, regelmäßig ausgehen, essen gehen ist dann oft schon nicht mehr drin. Wem das nicht fehlt der lebt halt gut. Aber einen Grund für Sozialneid der Marke "Denen geht's viel zu gut!" sehe ich darin nicht. ":/

Naal{a85


das ist doch das Problem. es gibt schon zum teil gutes Geld vom amt, sodass die leute sagen mir reicht es so.

Ich glaube ein großes Problem ist außerdem dass in D alles geregelt wird. Miete wird bezahlt, ein fixer Satz für Essen, Reparaturen von wichtigen Dingen kann man auch beantragen. Die Menschen müssen sich selbst keine Gedanken drum machen und kommen daher gut damit aus.

In Ö gibts einfach nur Notstandshilfe und dann Mindestsicherung. Dass du eine Wohnung hast die du damit bezahlen kannst ist dein eigenes Problem. Gradmal Rezeptgebührenbefreiung, GIS Befreiung sind die Unterstützung die man noch erhält. Und wenn ich von 827 Euro alles selbst zahlen muss, ist glaub ich keiner gern lange ohne Job.

BXenu6tzer\namex001


Ich denke Leute die "gerne" auf Staatskosten leben, sind dann auch meist Leute wie ich, welche einfach mit einem Job nicht mehr Geld verdienen würden als wie sie vom Staat kriegen. Ich würde sofort eine Stelle finden, wo ich 1000 Euro Brutto vom Monat verdiene. Hab ich aber nichts von.

YRtonxg11


Ich würde sofort eine Stelle finden, wo ich 1000 Euro Brutto vom Monat verdiene. Hab ich aber nichts von.

Wenn das ein Fulltimejob ist, umgeht der AG das Mindestlohngesetz vom 11. August 2014, BGBl. I S. 1348.

So beträgt das Mindestentgelt bei 23 Arbeitstagen in Vollzeit und einem 8-Stunden-Arbeitstag 1.564,00 EUR brutto (8,50 x 8 x 23).

Usrlaube`rinx15


@ Benutzername001

Wenn du gesundheitlich so angeschlagen bist, aber noch arbeiten kannst, wieso versuchst du es nicht mal mit einer Umschulung?

mgittelgrrobrxöhrig


Ob es in Ordnung ist, dass sich die "Freizeit-Bürger" von den Arbeitenden finanzieren lassen, kann jeder für sich selbst beurteilen; aus meiner Sicht ist sie das nicht. Wer sich der Erwerbstätigkeit entziehen und lieber vom Steuerzahler aushalten lassen will, handelt antisozial.

Du hast meinen Beitrag entweder nicht genau gelesen oder ihn nicht verstanden. Es geht doch genau darum: diese künstliche Trennung zwischen Arbeit (bezahlt) und Freizeit ist meiner Meinung nicht sinnvoll. Gibt genügend Leute, die sich Z. B. ehrenamtlich engagieren - ist das nun auch wertlos und Privatvergnügen und in jedem Fall geringer zu werten als irgendein Fliesbandjob, der nur auf Grund künstlich erzeugter Nachfrage überhaupt existiert? Wir hätten mittlerweile genügend Produktivität erreicht, dass wir nicht mehr annähernd Vollzeit arbeiten müssten, um unseren Lebenstandard zu halten, aber anstatt dass wir sagen, wir lassen uns ein neues System einfallen, von dem alle profitieren, arbeiten die einen für einen Hungerlohn oder finden gar keine Arbeit, die anderen arbeiten 60 Stunden + und brennen aus und die dritte stopfen sich derweil die Taschen voll.

Für alles andere: siehe Stalfyr. Das BGE wär übrigens ziemlich selbstfinanzierend, wenn der Staat endlich mal lernen würde, sein Geld vernünftig im Sinne des Bürgers einzusetzen und nicht hauptsächlich auf Machterhalt und Versorgerposten für diverse Politiker und Freunde ausgerichtet wäre.

Ich bin übrigens nur theoretisch für ein BGE. Praktisch ginge das erst in einer sozial und einkommenstechnisch homogenen Welt oder einem abgrschlossenen System mit hermetisch dichten Grenzen. Und beides ist aktuell unrealistisch bzw. auch gar nicht wünschenswert.

m;ithtelVgrobrröhrxig


Ich finde das übrigens immer wieder interessant: eurer Staat bzw. eure Gesellschaft hat es irgendwie geschafft, dieses "hauptsache Arbeit" - Dogma so fest in euch hineinzuprügeln, dass der Tenor (zmd. in der gesellschaftlichen Ecke, aus der sich dieses Forum rekrutiert) nicht nur ist, "besser Arbeit als keine, egal zu welchen Bedingungen, wurscht, ob ich für 1.000 netto auch noch 3 Stunden Fahrzeit am Tag habe", sondern auch noch jede Alternative undenkbar ist und die Leute, die öffentlich sagen, dass sich das obige für sie scheiße anfühlt, dafür gemaßregelt werden, gerne mit den Worten "beschwer dich nicht, ich: fahre noch länger / verdiene noch weniger / lass mich noch besser ausbeuten" (siehe zb. Faden zu "wie lange fahrt ihr in die Arbeit".

Woher kommt diese unendliche Neigung zur Selbstgeißelung? %:|

(Und ja : ich arbeite. Viel. Aber ich würde im Leben nicht auf die Idee kommen, dass man 10 Std+ mit 2 Stunden Fahrzeit am Tag auch noch toll finden muss und als alleinseligmachenden und alternativlosen Lebensinhalt betrachten muss %:|)

Y@toWngx11


dass man 10 Std+ mit 2 Stunden Fahrzeit am Tag auch noch toll finden muss und als alleinseligmachenden und alternativlosen Lebensinhalt betrachten muss

Nich :-o ? Also ich steh drauf x:) ! Danke Angie x:) :-p

Bei euch gehen ja 2 Stunden Fahrzeit zur Arbeit im Land gar nicht. Da ist man ja schon mal quer durch und wieder raus ;-D

mhittel`grobgröhrxig


Fast ;-)

Du musst natürlich einrechnen, dass die ganzen Züge wegen der ganzen Berge, die im Weg sind, nie schneller als 30km/h fahren :p

Das zieht sich also scho mal. ;-D

Y8toRng11


Ihr habt Züge ;-D ? Wow :-) :)^

Jetzt mal ohne Quatsch....wie kommstn drauf, das wir Piefkes nur rabotten wollen :-) ?

mcitNte;lgrobröShrxig


Hab ja extra dazugeschrieben, dass ich diese Beobachtung rein aus dem Biotop med1 ableite. Lies mal diverse Fäden zum Thema, die Leute übertrumpfen sich zum Teil gegenseitig damit, wer's beschissener hat oder hatte... Und euer tolles Wirtschaftswunder mit eurem tollen 1-Euro-Job-und-Aufstocker-System spricht ja da auch irgendwie dafür, oder? Nicht, dass es hier besser wäre. Ihr habt wenigstens noch irgendwie Anteil, unsere Reallöhne sinken seit 2007 und wir wählen trotzdem wie die Schafe immer wieder dieselben Politiker, anstatt mal auf die Straße zu gehen und sie zum Teufel zu jagen. {:(

Yhton9g11


Hmmm...ich versteh dich :)z ;-) ! Ich versteh nur nicht, warum du so abfällig von der arbeitenden Bevölkerung in Teutschelande sprichst :-| Im gegensatz zu den von dir zitierten 1 EUR-und Aufstocker-Dingens kenn ich keinen einzigen, dem es hier so richtig schlecht geht. Vielleicht bin ich ja der Einzige...aber ich kenn echt nur Leute, denen ihr Job Spaß macht (mal abgesehen von ein paar Querelen, die es immer gibt) und die auch gutes Geld damit verdienen. Sicher fällt mal die eine oder andere Überstunde an...aber so richtig vom bösen Kapitalisten ausgesäckelt fühlt sich keiner meiner Freunde und Bekannten. Ich mich im übrigen auch nicht ;-) ! Es kommt auch immer auf dein Einzelnen an. Man kann immer jammern das die da oben die gebratenen Tauben in den Mund gesteckt bekommen und die da unten nüscht hamm...oder man nimmt sich sein Schrotgewehr und schießt sich selbst ein paar ;-) ! Will damit sagen...wer was aus seinem Leben machen will, der bekommt das auch hin. Wer nur jammert, bekommt eben nix hin :-| !

S2ilkPexarl


Du hast meinen Beitrag entweder nicht genau gelesen oder ihn nicht verstanden.

Doch, ich hab ihn genau gelesen und auch richtig verstanden. Ich kann aber nicht drauf eingehen. Denn den dicken Haken benennst Du hier selbst:

Ich bin übrigens nur theoretisch für ein BGE. Praktisch ginge das erst in einer sozial und einkommenstechnisch homogenen Welt oder einem abgrschlossenen System mit hermetisch dichten Grenzen. Und beides ist aktuell unrealistisch bzw. auch gar nicht wünschenswert.

mittelgrobröhrig

Es geht darum, uns ein Schlaraffenland zu schaffen - ja, es geht immer besser, wissen wir - das ist aber einfach unrealistisch und traumtänzerisch - um so mehr unter den jetzt eingetretenen, neuen Bedingungen. Ich bin nicht für die linken Träume zu haben, so wie auch nicht für die rechten Stammtischparolen (sagte ich das schon? ;-) )

Und nun lass mi aus! ;-D

S_haone54


Woher kommt diese unendliche Neigung zur Selbstgeißelung?

Darin sind wir hier in Deutschland leider Weltmeister. Hat wohl viel mit der Vergangenheit zu tun.

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