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Nicht arbeiten gehen, obwohl man es könnte?

B%enutGzernalme0x01


Also ich bin ein ganz angenehmer Akademiker-Kunde beim Jobcenter: Ich war noch kein einziges Mal da, rufe nicht an, benutze den Kopierer nicht und reiche meine Weiterbewilligungsanträge immer fristgerecht ein. Mit mir hat man wirklich 0 Arbeit.

CphanSceT007


Also ich bin ein ganz angenehmer Akademiker-Kunde beim Jobcenter

Na dann genieß mal Deine Bude auf gehobenem HartzIV-Niveau, liebe TE in neuem Gewand.

Und damit es nicht so langweilig wird, hier und da ein paar provokante Thesen, wie unter etlichen Nicks davor, damit die Masse tobt, und alles wird gut. :-D :)=

Ggraf Effy vxon Icks


@ Timbuktu:

Man wird so oder so stark rationalisieren, und zwar genau so stark wie es irgend möglich ist, völlig unabhängig davon, ob es ein BGE gibt oder nicht.

Es ist heute schon möglich, auf 45% der erwerbsfähigen Bevölkerung zu verzichten. Man macht es aber nicht, da aufgrund der enormen Abhängigkeit der meisten Menschen von der Erwerbsarbeit (finanziell und emotional) es hiergegen viel zu viel Widerstand gibt. Außerdem ist heute in vielen Fällen die Menschenarbeit billiger als die Maschinenarbeit, so dass sich in diesen Fällen die Rationalisierung nicht amortisiert.

Es wird also nur mit einem BGE so stark wie möglich rationalisiert, nicht ohne.

Ergo wird man zum Zeitpunkt X mit deinen genannten 55% der erwerbsfähigen Bevölkerung auskommen (wobei ich mich jetzt nicht präzise auf die Zahl festnageln würde).

Der Zeitpunkt X ist heute schon. Präzise ist die Zahl in der Tat nicht, jedoch eine gute Schätzung: 1993 wurde in einer Studie festgestellt, dass man bei vollständiger Rationalisierung im Rahmen der damaligen technischen Möglichkeiten auf 38% der erwerbsfähigen Bevölkerung verzichten könnte. Das bedeutet, dass man damals nur 62% gebraucht hätte.

Nun sind seither 22 Jahre vergangen. Die Technik hat sich indessen weiterentwickelt. Also sind ca. 55% (ev. sind es auch noch ein bisschen weniger) eine ganz gute Schätzung.

Und in Zukunft wird das noch viel weniger werden: Noch in diesem Jahrhundert wird die 20%-Marke erreicht werden.

t>oprqanxk


Vom Prinzip her ganz einfach. Hartz4 dürfte nur begrenzt gezahlt werden. Wer tatsächlich komplett Berufsunfähig ist bekommt statt Hartz4 Sozialhilfe bzw. Erwerbsunfähigkeitsrente. Wer sich dauerhaft nicht vermitteln lässt.... die Brücke lässt grüßen.

B;enWutz\ernWamxe001


Wer tatsächlich komplett Berufsunfähig ist bekommt statt Hartz4 Sozialhilfe bzw. Erwerbsunfähigkeitsrente.

Und wer kümmert sich dann darum, dass der Berufsunfähige möglichst schnell wieder eine Arbeitsstelle findet? Hinzu kommt: Wenn ich Erwerbsminderungsrente bekomme, weil ich Berufsunfähig bin will ich möglicherweise gar nicht mehr arbeiten gehen, weil ich in anderen Berufen weniger verdienen würde als wenn ich EU-Rente bekomme.

tZoprxanxk


Dann lasse es mich anders formulieren... Wer "Arbeitsunfähig" ist, wird von der Gemeinschaft aufgefangen und versorgt. Wer Arbeitsunwillig ist, muss selber sehen wo er bleibt. Wenn die Gesellschaft auch diesen letzt genannten Menschen helfen möchte, so lässt sich dies über private Organisationen realisieren. Die staatliche Subvention von Leuten die einfach keine Lust auf Arbeit haben kann nicht ewig aufrecht erhalten werden.

Buenutzernxame001


Was hat das jetzt mit Berufsunfähig und Sozialhilfe zu tun? Wie willst du herausfinden ob jemand einfach nur einen auf arbeitsunfähig macht, weil er keinen Bock hat arbeiten zu gehen oder ob jemand wirklich arbeitsunfähig ist?

UprlaubUerixn15


Wer "Arbeitsunfähig" ist, wird von der Gemeinschaft aufgefangen und versorgt.

Das ist Wunschdenken. Es stimmt einfach nicht. Weswegen haben denn viele wirklich kranke Menschen große Probleme mit dem staatlichen "Auffangen"?

Wenn die Gesellschaft auch diesen letzt genannten Menschen helfen möchte, so lässt sich dies über private Organisationen realisieren.

Ach und welche?

t_op^rasnxk


Mit Berufsunfähigkeit im tatsächlichen Sinne hat es gar nichts zu tun, deshalb habe ich den Begriff geändert in Arbeitsunfähigkeit! Es spielt also keine Rolle ob die betreffende Person im erlernten Beruf berufsunfähig ist... Es geht generell um die Arbeitsfähigkeit.

Der zweite Teil ist noch einfacher. Wir drehen einfach die Beweislast um. Derjenige der Leistungen beziehen möchte muss nachweisen das er zum Leistungsbezug berechtigt ist. Stellt dabei ein Arzt fest das eine Arbeitsunfähigkeit vorliegt wird diese Feststellung durch einen Amtsarzt überprüft und ggf. widerlegt. Das würde so manchen antriebslosen ruck zuck wieder in Lohn und Brot bringen ;-)

Bfen=utzeLrna>mex001


Und wie soll der Narkoleptiker nachweisen, dass er zu müde ist zum Arbeiten?

Wie soll der Epileptiker nachweisen, dass er in stressigen Situationen zu Anfällen neigt?

Wie sollen der Depressive und der Mensch mit einer Sozialphobie nachweisen, dass sie nicht in der Lage sind arbeiten zu gehen?

Wie soll der Schmerzpatient beweisen, dass er zu große Schmerzen hat um Arbeiten zu gehen?

Wie soll der Traumatisierte beweisen, dass er mit seinem Trauma nicht arbeiten kann?

Du stellst dir das ja alles sehr einfach vor. Ich nehme an, du warst noch nie echt krank?

Y5tJong1x1


Es gibt die echten Kranken...und es gibt die, die diese [[http://www.krankheit-simulieren.de/gehirnerschutterung/ Site]] kennen ;-D

mEittelg>robröxhrig


@ toprank

Und wie geht dein System mit der Tatsache um, dass es viel weniger offene Stellen als Arbeitslose gibt? Muss dann das Arbeitsamt beweisen, dass es für den Arbeitssuchenden auch eine Stelle gibt?

tbopraxnk


Was die Feststellung der Krankheiten betrifft können wir wohl guten Gewissens den Ärzten vertrauen. Natürlich wird es immer Leute geben die durch das Raster fallen, aber dies ist unvermeidbar und hinnehmbar.

Wenn es tatsächlich keine verfügbaren Arbeitsplätze geben "sollte", dürfte das den Arbeitssuchenden meiner Meinung nach nicht zum Nachteil sein. Ich würde z. B. nicht soweit gehen wollen, dass jemand völlig frei in ganz Deutschland eingesetzt werden kann. Klar ein wenig Flexibilität ist Voraussetzung. 150km Umkreis würde ich noch für zumutbar halten. Wenn die Umstände es erlauben z. B. weil keine Kinder oder Angehörigen vorhanden sind könnte man den Einsatzbereich natürlich auch ganz flexibel erweitern. Es spielt dann ja auch keine große Rolle ob der Arbeitsplatz nun in Hamburg ist oder in München.

MSonrgexr


Es muss einen Zwang geben, alles andere wäre ein falsches Signal.

Man kann es kaum glauben. Da haben Menschen Jahrzehnte lang für Freiheit gekämpft, um sich aus dem Joch der Unterdrückung und Lehnschaft zu befreien, und dann schreibt jemand im Jahr des Herrn 2015, es muss einen Zwang geben. Nein, muss es nicht. Es muss ohne Zwang gehen. Es muss freiwillig gehen. Und das geht es auch. Freiwillige Leistung ist im Übrigen vielfach effizienter als erzwungene Leistung.

Ich glaube, es könnten sich viele Menschen etwas Beseres vorstellen, als 40 oder mehr Stunden die Woche zu arbeiten. Die tuns es aber dennoch.

Ich hingegen glaube, das siehst du falsch. Viele Menschen haben sich den falschen Beruf ausgesucht. Welche Gründe dazu geführt haben, sei dahingestellt, aber wer nicht glücklich und zufrieden ist in seinem Job, kann sich selbstverständlich etwas Besseres vorstellen. Es gibt aber auch viele Menschen, die den für sich genau richtigen Beruf gefunden haben, die in ihrem Beruf aufgehen. Da gibt es viele, die sich nichts Besseres vorstellen können und die gerne 40 oder mehr Stunden arbeiten. Glaubst du nicht? Möglicherweise hast du auch den falschen Beruf erwischt.

Timbatuku

Ich fände es auch schön, wenn das ohne Zwang ginge, ein BGE ist eine gute Idee, allerdings nur zusammen mit anderen Veränderungenin unser Gesellschaft, ein BGE alleine halte ich für unrealistisch.

Bitte nicht falsch verstehen: ich bin ganz zufrieden mit meinem Job und der Bezahlung und nicht totunglücklich. Dennoch gibt es Dinge, die ich lieber täte. Den allerwenigsten Menschen ist es vergönnt mit dem was sie sehr gerne tun ihren Lebensunterhalt bestereiten zu können. Ich würde nicht sagen, dass alle anderen einfach nur den falschen Job haben. Mal ehrlich, diese Sprüche von Selbstverwirklichung im Job ist doch in den allermeisten Fällen Schwachsinn. Im Endeffekt tauscht man Lebenszeit gegen Geld und wenn man ehrlich ist, kann nunmal nicht jeder sein Hobby zum Beruf machen. Alleine dadurch, dass man dieses Hobby dann ausführen muss, um seinen Lebensunterhakt bestreiten zu können, lässt erkennen, dass das so nicht funktioniert.

_`Parvasti_


Und wie soll der Narkoleptiker nachweisen, dass er zu müde ist zum Arbeiten?

Wie soll der Epileptiker nachweisen, dass er in stressigen Situationen zu Anfällen neigt?

Wie sollen der Depressive und der Mensch mit einer Sozialphobie nachweisen, dass sie nicht in der Lage sind arbeiten zu gehen?

Wie soll der Schmerzpatient beweisen, dass er zu große Schmerzen hat um Arbeiten zu gehen?

Wie soll der Traumatisierte beweisen, dass er mit seinem Trauma nicht arbeiten kann?

Du stellst dir das ja alles sehr einfach vor. Ich nehme an, du warst noch nie echt krank?

Um nachzuweisen, ob tatsächlich jemand krank ist, gibt es doch genügend "unabhängige" medizinische Gutachter ;-D

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