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Nicht arbeiten gehen, obwohl man es könnte?

_>ParvHatix_


Ach ja, eigentlich ist es nicht zum Lachen. Daher den Smilie bitte nicht falsch verstehen.

GRraf kEff vYon xIcks


Ich glaube, dass es sehr wohl ohne Zwang geht, was die notwendige Leistungsmotivation betrifft, denn Menschen leisten in Freiheit mehr als unter Zwang. Jedoch wird der Zwang dennoch ausgeübt und gefordert – nicht, weil das wirklich nötig wäre, sondern deshalb, weil es einige Menschen gibt, die ein Bedürfnis danach haben, Zwang auf andere Menschen auszuüben. Dies dient der Kompensation von früher selbst erlittenem Zwang. Es ist also ein zwischenmenschliches Problem, über das aber kaum gesprochen wird, weil es ein Tabu ist.

t`opraxnk


Das ganze Leben ist ein Zwang. Niemand von uns wurde gefragt ob er überhaupt geboren werden wollte. Niemand wurde gefragt ob er zur Schule gehen wollte und genauso wird niemand gefragt ob er Lust darauf hat zu Arbeiten um seinen Lebensunterhalt zu bestreiten.

Hier geht es um Leute die schlicht keine Lust haben und es vorziehen sich von diesem großartigen Geschenk der Solidargemeinschaft durchfüttern zu lassen. Dieser Missbrauch des Systems ist bis zu einem gewissen Grad tragbar. Wenn sich aber herausstellt das dieser Missbrauch eine Größenordnung erreicht hat die nicht mehr tragbar ist, dann muss auch der Gesetzgeber reagieren. Die Hartz4 Reform mit dem Ausspruch Fördern und Fordern war der Beginn und ich hoffe das es weitere Verschärfungen geben wird.

Bbendutz$ern/ame001


Was die Feststellung der Krankheiten betrifft können wir wohl guten Gewissens den Ärzten vertrauen.

Nur weil du in deiner naiven Scheinwelt lebst heißt das noch lange nicht, dass andere das auch tun. So manch einer hier im Forum dürfte nicht mehr unter uns weilen, wenn er immer seinem Arzt vertraut hätte. Und die 8 Mio. Privatpatienten könnten gar nicht mehr arbeiten gehen, die würden sich die meiste Zeit auf dem OP Tisch aufhalten.

Es spielt dann ja auch keine große Rolle ob der Arbeitsplatz nun in Hamburg ist oder in München.

Nicht? Dann sag das mal der Friseurin, dass sie sich von ihrem Gehalt in München oder Hamburg eine Wohnung anmieten soll.

t?oprcank


Es geht um die Feststellung der Arbeitsfähigkeit, nicht darum eine Diagnose zur Behandlung zu stellen. Zum Glück herrscht hier vom Prinzip her immer noch die Möglichkeit der freien Arztwahl...

Friseurinen können sich in Hamburg oder München keine Wohnung leisten? Woher hast Du dieses Märchen? Abgesehen davon muss man sich fragen ob es tatsächlich eine Wohnung in der unmittelbaren City sein muss oder ob es nicht auch das günstigere Randgebiet tut.

Aber schön zu lesen das Du um keine Ausrede verlegen bist ;-)

BEenutTzerLnam#e001


Und wenn du krank wärst würdest du dich bei der Feststellung der Arbeitsfähigkeit echt auf einen Amtsarzt verlassen mit dem du 10min sprichst?

Klar kann man sich auch als Friseurin in München oder Hamburg eine Wohnung leisten, aber wenn ich Friseurin im ländlichen Osten wäre, wo meine 60qm Wohnung mit Garten 250 Euro warm kostet und dann werde ich arbeitslos und Arbeitsminister Toprank sagt dann zu mir "So, jetzt geh aber mal nach Hamburg, da ist eine Friseurstelle für dich frei, hier im Osten findste eh nix", ja meinst du echt dann gehe ich nach Hamburg, gebe Freunde und meine Wohnung auf, damit ich dann für 250 Euro in ein 6qm WG-Loch ziehe, wo ich mich überhaupt nicht wohl fühle, weil ich die Großstadt wie die Pest hasse?

Das ist keine Ausrede. Es gibt nun mal Dinge die wichtiger sind als Arbeit. Und weil das die meisten Deutschen so sehen bist du auch noch nicht Arbeitsminister geworden und wirst es auch nie werden. Meine Stimme hast du nicht.

aRug.233


Aus den Gebieten, in denen es keine Arbeit gab, ergo auch kein Essen, eben nur Hunger - aus diesen Gebieten sind die Menschen zu allen Zeiten ausgewandert; Nordamerika, Südamerika, Südafrika, Australien, und ...

Dann kamen die Staatsgebilde, in denen von oben alles verordnet wurde oder versorgt wurde, mehr schlecht als recht. Danach mussten sich die einen durchschlagen, die anderen wurden weiterhin versorgt. Nun müssen sich wieder alle selbst durchschlagen und jammern um die verlorenen Versorgungsnetze.

Wenn am Abend nur für eine erbrachte Leistung etwas im Futternapf drin ist, dann hindert selbst eine Krankheit nicht an der Leistungserbringung.

Überstrapaziert das Sozialsystem nur! Keine Ahnung, wohin das führen könnte?

mBar^i>posa


Und wenn du krank wärst würdest du dich bei der Feststellung der Arbeitsfähigkeit echt auf einen Amtsarzt verlassen mit dem du 10min sprichst?

A propos, wie ist es Dir eigentlich beim Amtsarzt ergangen?

s"chneck:e1x985


Ich kann den Artikel hier wärmstens empfehlen:

[[http://www.brandeins.de/archiv/2009/arbeit/eine-frage-der-wuerde/]]

Die Dokumentation von 3sat zum Thema Grundeinkommen deckt auch die wichtigsten Fragen ab und zeigt an Pionier-Modellen, dass das BGE funktionieren kann.

[[https://www.youtube.com/watch?v=YIZnClJy57Y]]

In Minute 10:25 wird übrigens eine Statistik (die ich im brand1-magazin nicht gefunden habe) zitiert, nach der 60% der Befragten bei einem bedingungslosen Grundeinkommen weiter arbeiten würden. 30% würden weniger arbeiten und nur 10% gar nicht arbeiten.

Allerdings glauben 80% der Befragten, dass andere nicht weiter arbeiten würden :=o

Und: Nur 56 Milliarden Arbeitsstunden in Deutschland werden bezahlt, 96 Milliarden (wie Hausarbeit, Kinderbetreuung, Ehrenamt, handwerkliche Tätigkeiten, Pflege) werden nicht bezahlt.

s<chnecEke198x5


PS: Ich wäre mal gespannt, was passieren würde, wenn es eben nicht mehr selbstverständlich ist, dass Leute ohne Bezahlung arbeiten.

Wenn alle im Ehrenamt tätigen ihre Arbeit niederlegen würden (vom Tierheim bis zur Tafel, bis zur Bergrettung und dem Kirchenchor), wenn keine Menschen ihre Angehörigen mehr pflegen würden, wenn keiner mehr für gratis mal die Kinder betreut oder den Schnee am Gehweg wegschippt...??

Kurz: Wenn alles niedergelegt würde, was als "wertlose" Arbeit gilt und nebenbei noch hilft, die bestehenden Soziallöcher zu stopfen (z.B. gratis Nachhilfe, Kinderbetreuung, Tafel, Arche Noah, Telefonseelsorge, Tierheim usw.usw.)??

Der Staat lebt nur deswegen, weil es eben jene Menschen gibt, für die Geld nicht alles ist. Die gerne geben und die Not des Nächsten sehen. Die auf eigenen Luxus verzichten, um für andere dazusein, statt gemütlich auf der Couch die Füße hochzulegen.

CjhanceE007


@ Schnecke1985

:)^

S:talfyUr


Es gibt die echten Kranken...und es gibt die, die diese [[http://www.krankheit-simulieren.de/gehirnerschutterung/ Site]] kennen ;-D

OMG...die finsteren Tiefen des Internets! Man lernt nie aus! ;-D ;-D ;-D

Wenn sich aber herausstellt das dieser Missbrauch eine Größenordnung erreicht hat die nicht mehr tragbar ist, dann muss auch der Gesetzgeber reagieren.

Und, ist da so? Wenn ja, woran machst du das fest? Woher nimmst du dieses Wissen über die Arbeitsmotivation deiner Millionen von erwerbslosen Mitbürger? ":/

Die Hartz4 Reform mit dem Ausspruch Fördern und Fordern war der Beginn und ich hoffe das es weitere Verschärfungen geben wird.

Wo liegt denn dein persönlicher Vorteil an Verschärfungen? Glaubst du du hast dann mehr oder geht es dir einfach um einen Bestrafungsvoyeurismus? Sowas erinnert mich an die Hinrichtungen oder Folterungen auf Marktplätzen, heute in manchen Ländern immer noch an der Tagesordnung. Auch da versammel(te)n sich Menschen, um sich an der Bestrafung ihnen völlig unbekannter Menschen zu ergötzen, ohne dass die ihnen irgendwas getan hätten. An solcher Bestrafungsgeilheit gegen sozial Schwache, wie sie aus deinen Beiträgen hervorgeht, erkennt man deutlich, dass sich der Mensch seit damals nur wenig weiterentwickelt hat. :-|

T5im0batuxku


Stalfyr

Ich denke, meistens wird schon versucht, passgenau zu vermitteln

Die Hoffnung stirbt zuletzt. Ich weiß von einem Sachbearbeiter der Arbeitsagentur, dass dort inzwischen auch schon eine sehr große Zahl befristet beschäftigter Vermittler tätig ist. Warum sollte so jemand, der weiß, dass er in 6 Wochen seinen Stuhl räumen muss, sich noch Mühe geben? Der arbeitet doch nur noch seine Termine schnellstmöglich ab. Kann man ihm auch nicht verdenken.

S=tazlfyxr


Timbatuku

Ja, das ist richtig, in den Agenturen und Jobcentern arbeiten auch viele befristete Kräfte. Dennoch wird man den studierten Physiker nicht als erstbeste Wahl für Unkrautzupfen heranziehen. ;-) Aber wie gesagt, meiner Erfahrung nach sind es eh die Menschen selbst, gerade die qualifizierten, die durch Eigenbemühungen einen Job finden.

Übrigens ist gerade bei den Befristeten die Motivation gar nicht mal so klein, weil sich mitunter noch kurzfristig Vertragsverlängerungen oder Wiedereinstellungen ergeben können. Personalpolitik in Arbeitsagenturen und Jobcentern ist auch ein recht buntes Thema. ;-D

T1imbaktuku


Graf Eff von Icks

Es wird also nur mit einem BGE so stark wie möglich rationalisiert, nicht ohne.

Es wird immer so stark wie möglich rationalisiert.

Außerdem ist heute in vielen Fällen die Menschenarbeit billiger als die Maschinenarbeit, so dass sich in diesen Fällen die Rationalisierung nicht amortisiert.

Dort, wo menschliche Arbeit billiger als eine Maschine ist, wäre es das Gegenteil von Rationalisierung, eine Maschine die Arbeit machen zu lassen. Rationalisierung heißt ja nicht zwingend, Menschen durch Maschinen zu ersetzen, sondern Rationalisierung ist die Optimierung von Betriebsabläufen mit dem Ziel Effizienzsteigerung.

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