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Nicht arbeiten gehen, obwohl man es könnte?

mnnef


Von Hartz 4 kann doch keiner lange gut leben.

Kann man so nicht sagen.

Ich beziehe zwar kein Hartz 4, könnte aber von den vorgesehen Sätzen durchaus lange gut leben.

Und nein ich durchfuchse keine Prospekte um am Supermarkt-Ekelfleisch 5 Cent zu sparen das Argument lässt dann ja meist nicht lange auf sich warten ;-D

S$c.arxo


So wie der Startpost geschrieben ist, bist du mir alles andere als symphatisch. Ich habe auch oft keine Lust, morgens aufzustehen und zur Arbeit zu gehen, aber es ist MEIN verdientes Geld und ich helfe einem Unternehmen. Ich finde diese Identifikation wichtig. Sie brauchen mich irgendwie, um Gewinn zu erwirtschaften. Ich bin nützlich. o:)

S}tal6fy^r


Unterhaltsamer Faden. :p> Interessant, was für eine Bissigkeit hier wieder auftaucht, wenn sich jemand dem ewigen kapitalistischen Kreislauf aus Erwerbsarbeit und Konsum/Erwersbarbeit und Konsum/Erwerbsarbeit und Konsum entzieht. Der kann folglich also gar nicht glücklich sein, der kann kein hohes Selbstwertgefühl haben...hmmm...inwiefern bitte erhöht es euren Selbstwert, dass ihr für irgendein Unternehmen buckeln geht? ":/

Mein Job ist ganz geschmeidig, aber dennoch arbeite ich sicher nicht für das "Ideal Erwerbsarbeit", sondern in erster Linie um Geld zu verdienen. Ich bin halt auch ein leidenschaftlicher Konsument, H4 würde mir da nicht reichen

Obwohl ich sagen muss, früher zu Studienzeiten ist man auch mit Geld auf dem Niveau klargekommen. Alles auch eine Frage, wie sich die Ansprüche verändern und welche Ansprüche man selbst hat. Von rund 800 € kann man schon leben.

Wenn es SorgenfreiAllerlei gerade gut mit seinem Leben geht, so what? Ich meine, wir können doch angeblich 1 Millionen refugees pro Jahr vertragen, da werden doch ein, zwei Deutsche in der sozialen Hängematte nicht gleich zu Schnappatmung führen, oder? ;-D

Das hier

WIR arbeiten für DICH.

ist übrigens gequirlter Quatsch. Jeder arbeitet für sich und zahlt Steuern an den Staat. Der Staat zahlt Geldleistungen an Bedürftige. Und ob es 2 Millionen oder 4 Millionen oder 8 Millionen "Hartzer" gäbe würde für uns keinen Unterschied machen - wir würden trotzdem Steuern zahlen. Und der Staat würde auch weiterhin Gelder verbraten für sinnlose Auslandsabenteuer, obskure Flughafenpläne, jahrelang nicht vollendete Brücken etc. (da höre ich allerdings komischerweise selten, dass "wir" das bezahlen - nur bei Arbeitslosen, da kommt immer die "Dafür zahle ich Steuern"-Keule ":/ ).

Swhoxjo


Unterhaltsamer Faden. :p> Interessant, was für eine Bissigkeit hier wieder auftaucht, wenn sich jemand dem ewigen kapitalistischen Kreislauf aus Erwerbsarbeit und Konsum/Erwersbarbeit und Konsum/Erwerbsarbeit und Konsum entzieht.

Da frage ich mich auch oft, ob die Leute selbst sehr ungern arbeiten gehen. Mich verwirrt es, wenn jemand absichtlich arbeitslos ist, weil ich verflixt gern arbeite, ich habe aber auch das Glück, genau das zu tun, was ich gern tun möchte, ich freue mich also am Wochenende schon auf den Montag. Wenn man sich durch Behelfsjobs mit unerfreulichen Vorgesetzten quält, immerzu das Gefühl hat, austauschbar zu sein und so klein wie möglich gehalten zu werden, und für sich keine Perspektive sieht, dann sieht das mit Sicherheit anders aus, und das vielbeschrieene Selbstwertgefühl durchs Arbeiten stellt sich so wohl auch nicht ein. Gerade im Bereich der Gelegenheits- und Aushilfsjobs und im Niedriglohnsektor wird oft ziemlich übel mit den Leuten umgegangen, auch mit den fleißigen, guten. Ich glaube, dass es sehr viel weniger Leute gäbe (niemals keine, aber sehr viel weniger), wenn nicht viele in dieser Mühle feststecken und trotz viel Arbeit nur wenig Geld und wenig Anerkennung durch die Arbeit verbuchen können.

#Ofc-b<ohnen8los


Kannst Du nicht "wenigstens" das zweite Staatsexamen noch machen? Egal, was danach ist, aber dann hast Du wenigstens nicht umsonst gelernt und hast einen Abschluß. *:)

KzrabbelXkäfxerle


Obwohl ich sagen muss, früher zu Studienzeiten ist man auch mit Geld auf dem Niveau klargekommen.

Wie du sagst....die Ansprüche sind anders. Die meisten entwickeln sich nunmal weiter, wollen Familie, Wohnung/Haus, usw.

Jeder arbeitet für sich und zahlt Steuern an den Staat. Der Staat zahlt Geldleistungen an Bedürftige. Und ob es 2 Millionen oder 4 Millionen oder 8 Millionen "Hartzer" gäbe würde für uns keinen Unterschied machen - wir würden trotzdem Steuern zahlen. Und der Staat würde auch weiterhin Gelder verbraten für sinnlose Auslandsabenteuer, obskure Flughafenpläne, jahrelang nicht vollendete Brücken etc. (da höre ich allerdings komischerweise selten, dass "wir" das bezahlen - nur bei Arbeitslosen, da kommt immer die "Dafür zahle ich Steuern"-Keule ":/ ).

Doch, ich hab auch schon gesagt, dass "wir" die die Autobahnen im Osten bezahlen o:) Oder ich rege mich ich auf, weil bei uns im Ort ein sinnloser Radweg direkt neben der Bundesstraße gebaut wird, obwohl 100 m Luftlinie parallel dazu ein schöner Radweg hinter den Bahngleisen verläuft, wo man in aller Ruhe, ohne Gehupe seine Radtour machen kann. Hauptsache es wird was gebaut, damit die Gemeinde die Zuschüsse in voller Höhe weiter beziehen kann. :-|

Naja, trotzdem könnte das Geld sinnvoller eingesetzt werden oder vielleicht würde wir weniger Steuern zahlen müssen, weil der Staat irgendwann Schuldenfrei wäre Ja ich weiß, lächerlich. Brauchen wir nicht mal in unseren kühnsten Träumen zu hoffen. Trotzdem....... 8-)

Jtunge 2Be#rgfee


Wie siehst du deine Zukunft wirklich? Als Hausfrau und Mutter? Dann ist deine Denke legitim, zumindest imho. Ansonsten: irgendwas wirst dunwohl machen können.

Und, ja, auch wenn man mich steinigt, ich seh meine Zukunft als Hausfrau und Mutter ohne Arbeitsplatz (außer frei beruflich von zubause aus), aber nicht, weil ich zu faul bin, hab lang genug gearbeitet, sondern, weil ich Prioritäten anders gewichtet habe.

Sltal0fDyr


ich habe aber auch das Glück, genau das zu tun, was ich gern tun möchte, ich freue mich also am Wochenende schon auf den Montag.

Das ist natürlich der Optimalfall. So weit würde ich noch nicht gehen. ;-) Ich finde es zumindest schon ganz angenehm, dass es mich am Wochenende nicht stört, dass bald wieder Montag ist (das sah auch schon mal anders aus).

Oder ich rege mich ich auf, weil bei uns im Ort ein sinnloser Radweg direkt neben der Bundesstraße gebaut wird, obwohl 100 m Luftlinie parallel dazu ein schöner Radweg hinter den Bahngleisen verläuft, wo man in aller Ruhe, ohne Gehupe seine Radtour machen kann. Hauptsache es wird was gebaut, damit die Gemeinde die Zuschüsse in voller Höhe weiter beziehen kann. :-|

Allerdings, das ist wirklich stumpf. ;-D

sHev~enthrexe


Wenn es SorgenfreiAllerlei gerade gut mit seinem Leben geht, so what? Ich meine, wir können doch angeblich 1 Millionen refugees pro Jahr vertragen, da werden doch ein, zwei Deutsche in der sozialen Hängematte nicht gleich zu Schnappatmung führen, oder? ;-D

ganz deiner Meinung, aber ich würde mich irgendwie Sch.... fühlen. Ich krieg ja schon ein schlechtes Gewissen wenn am Wochende daheim faul abhänge. Ich bin ein fauler Sack und es kostet mich immer Überwindung, aber wenn ich mich aufgerafft und irgendwas produktives geschafft habe fühl ich mich besser.

B(e,hind2 Thee S(cenxes


Wenn es SorgenfreiAllerlei gerade gut mit seinem Leben geht, so what? Ich meine, wir können doch angeblich 1 Millionen refugees pro Jahr vertragen, da werden doch ein, zwei Deutsche in der sozialen Hängematte nicht gleich zu Schnappatmung führen, oder?

Da hat Stalfyr Recht. Ich habe aufgehört, mich darüber aufzuregen, wie mit Steuern und Sozialabgaben umgegangen wird. Ich kann es sowieso nicht ändern. Es soll jeder machen, wie er oder sie meint. Wenn der TE so mit seinem Leben zufrieden ist, ist das völlig okay für mich. Ich selbst könnte es nur nicht, weil ich Struktur im Tag brauche.

A.ntiQgonxe


und ich helfe einem Unternehmen. Ich finde diese Identifikation wichtig. Sie brauchen mich irgendwie, um Gewinn zu erwirtschaften. Ich bin nützlich. o:)

(Scaro)

Diese Aspekte sind für mich völlig unwichtig. Ich könnte auch gut ohne Arbeit leben und meinen Interessen nachgehen und würde mich dabei nicht unnützlich fühlen.

YBton7gx11


Leute, Leute....seid ihr denn alle auf der Buttermilch daher geschwommen, das euch ein studierter Pseudo-burn-outer die provokative Mär von der Sozialwohnung mit Garten und EBK und dem süßen Nichtstun schön polarisierend verkaufen kann ;-D ?!

cSrie]charl'ixe


Also früher war die "Abstammung" am wichtigsten dafür, wie jemand im sozialen Leben eingeschätzt wurde, heute ist es der Beruf. Mir wäre das zu blöd, wenn jemand erfahren würde, dass ich mit Anfang 30 nichts arbeite. Kommt iwie nicht gut.

Für mich würde z.B. auch kein Parnter in Frage kommen, der nicht arbeitet... also arbeitslos werden, kein Thema, aber von vorneherein?

never ever. Und da geht es nicht um's Geld.

TKhis ?Twilight GaYrdxen


hehe, das dachte ich auch schon. Läuft doch immer gleich ab: ordentlich provokanten Faden eröffnen und dann kommt nüscht mehr und es haben sich alle für nichts aufgeregt ;-D

SOtalfxyr


ganz deiner Meinung, aber ich würde mich irgendwie Sch.... fühlen. Ich krieg ja schon ein schlechtes Gewissen wenn am Wochende daheim faul abhänge. Ich bin ein fauler Sack und es kostet mich immer Überwindung, aber wenn ich mich aufgerafft und irgendwas produktives geschafft habe fühl ich mich besser.

Absolut. Nur würde ich dieses Produktivsein nicht auf Erwerbsarbeit beschränken. Dass jemand keinen Job hat muss ja nicht heißen, den ganzen Tag mit Chips auf dem Sofa zu liegen. ;-)

Leute, Leute....seid ihr denn alle auf der Buttermilch daher geschwommen, das euch ein studierter Pseudo-burn-outer die provokative Mär von der Sozialwohnung mit Garten und EBK und dem süßen Nichtstun schön polarisierend verkaufen kann ;-D ?!

Unmöglich ist das nicht. Nette, kleine renovierte Wohnungen mit EBK zum bezahlbaren Preis, das gibt es. Wie gesagt auch eine Frage der eigenen Ansprüche. Mancher braucht 80 m² um sich wohlzufühlen, mancher nur 25. Zudem gibt es auch Menschen, die einfach nicht viel Geld ausgeben. Da reicht dann auch ein H4-Satz.

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