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Nicht arbeiten gehen, obwohl man es könnte?

Y<ton5g11


@ Twilightgarden:

so seh ich das nämlich auch ;-D ! Zum polarisieren und seitenweise sich in die Haare zu bekommen, dient ja so manches Thema trefflich :-)! Warum nicht mal wieder ein provokativer "fauler Hartzler" ;-D

COhanc9e0e07


Nicht aufregen. TE ist doch schon gesperrt. Aber wenn es dem einen oder anderen hilft, seinen Lebensfrust loszuwerden ... weitermachen. ;-D

EJhemaliger# Nutzer .(#57266x1)


Habe eine tolle Wohnung auf gehobenem Hartz IV Niveau ;-D (also mit Garten und neuer EBK in toller Lage), meine Freunde wohnen in der Nähe, ich habe viel Zeit, keinen Stress, genug Bewegung, nehme endlich ab (mit Arbeit nie möglich gewesen), etc.

Da bekomme ich einfach nur das kotzen. Ich kann mir auch schöneres vorstellen, als arbeiten zu gehen. Aber ich leiste mir dafür was. Ich hab jetzt mit anfang 30 eine Eigentumswohnung, keine finanziellen Sorgen, keine Schulden. Und ich hab hart dafür gearbietet, bin dafür aber jetzt glücklich mit meiner Frau, können mal schön in den Urlaub fahren. Nur wenn ich dran denken muss, dass ein Teil meines Geldes an Schmarotzer wie dich geht, bekomme ich das kotzen. Wenn jemand Hartz 4 braucht, diskutiere ich da nicht drüber, dafür ist das System da und ich weiß, ich würde auch aufgefangen werden, falls es nötig werden sollte. Nur werde ich mich dann um Arbeit bemühen und was zurückgeben. Ich könnte sonst nichtmehr in den Spiegel schauen...

SGtalNfyr


Ok, auch wenn der/die TE gesperrt wurde, das Thema an sich kommt ja immer mal wieder auf. Ich würde mich da gar nicht so aufregen.

Ich hab jetzt mit anfang 30 eine Eigentumswohnung, keine finanziellen Sorgen, keine Schulden. Und ich hab hart dafür gearbietet, bin dafür aber jetzt glücklich mit meiner Frau, können mal schön in den Urlaub fahren.

Na siehst du, das sind doch schon etliche Punkte, die dich von einem Lebenslauf wie dem im Eingangspost unterscheiden, und zwar zum Guten für dich. :)z Der Lebensentwurf, den der/die TE zeichnet, ist neben dem "Schön viel Zeit in einer tollen Wohnung" doch auch von Schulden, Burn Out, Zukunftsängsten, Unsicherheit geprägt. Folglich hat sich deine harte Arbeit demgegenüber doch schon ausgezahlt. :)^

Y(tonxg11


Nicht aufregen. TE ist doch schon gesperrt.

Ups....da scheinen wohl noch woanders die Alarmglocken geläutet haben ;-D

EUheimalige"r Nutzer :(#b5286511x)


Wenn der TE so mit seinem Leben zufrieden ist, ist das völlig okay für mich. Ich selbst könnte es nur nicht, weil ich Struktur im Tag brauche.

Den haben auch Hartzies. Einen strukturierten Alltag. Nur wir können, je nach Anspruch und Sparsamkeit, mal viel spontaner etwas unternehmen.

Woher kommt immer diese Denke, dass Hartzies um 10 aufstehen, um 12 Frühstück essen und auch sonst nichts auf die Reihe bekommen?

Ich habe mich frei gemacht davon, dass mich erst Arbeit zu einem wertvollen Mitglied der Gesellschaft macht.

Hartzies zahlen vielleicht keine Einkommensteuer, aber dafür auch so ziemlich jeden anderen Mist. Hundesteuer, Mehrwertsteuer, KFZ-Steuer usw.

Das nur mal so.

Ehhema liger NuAtzerG (#57x2661)


Woher kommt immer diese Denke, dass Hartzies um 10 aufstehen, um 12 Frühstück essen und auch sonst nichts auf die Reihe bekommen?

Suggerieren so tolle Sender wie RTL...

Ich habe mich frei gemacht davon, dass mich erst Arbeit zu einem wertvollen Mitglied der Gesellschaft macht.

Arbeiten gehen macht einen auch nicht zu einem Wertvolleren Mitglied. Nur habe ich ein Problem damit, dass man kann, aber nicht will. Dafür ist das Sozialsystem nicht da. Das Sozialsystem ist dafür da, Leuten, die es brauchen, einen angemessenen Lebensstandart zu gewährleisten, damit sie nicht auf der Straße landen. und nicht für "ich hab kein Bock, Deutschland zahlt ja eh". Jeder hätte gerne mehr Freizeit. Freizeit ist super. Aber es gehört mehr zum Leben. Wer nicht kann, kann nicht, wie gesagt, da braucht man nicht diskutieren. Und seit dem Mindestlohn zieht die Ausrede "mit Arbeit bekomme ich weniger als mit Hartz" auch nichtmehr.

Hartzies zahlen vielleicht keine Einkommensteuer, aber dafür auch so ziemlich jeden anderen Mist. Hundesteuer, Mehrwertsteuer, KFZ-Steuer usw.

Klar zahlen sie das. Aber sie führen nichts rück ins Sozialsystem, von dem sie nunmal Leben. Wie gesagt, wer nicht kann, kann nicht. Dafür ist das System da, denen zu helfen. Wer aber kann und nicht will, ist nunmal ein Schmarotzer, der auf der Arbeit von anderen Lebt. Und das halte ich für höchst Zweifelhaft...

T(imBbatuxku


Scaro

So wie der Startpost geschrieben ist, bist du mir alles andere als symphatisch.

Das ist typisch für unsere Gesellschaft: Der Wert eines Menschen wird nur daran gemessen, wie viel er besitzt und wie viel er arbeitet. Ich habe bis zu diesem Punkt hier nichts gefunden, was mir den TE unsympathisch macht. Kann gut sein, dass er ein prima Kerl oder gar ein toller Freund ist, wer weiß?

... und ich helfe einem Unternehmen ... um Gewinn zu erwirtschaften

Ach, und das macht dich stolz? Anderen ihren Reichtum zu mehren? Na, ich weiß nicht ...


Stalfyr

Interessant, was für eine Bissigkeit hier wieder auftaucht, wenn sich jemand dem ewigen kapitalistischen Kreislauf aus Erwerbsarbeit und Konsum/Erwersbarbeit und Konsum/Erwerbsarbeit und Konsum entzieht.

Dachte ich auch gerade. Dabei ist die Behauptung, dass Selbstwertgefühl und Erwerbsarbeit korrelieren würden, nur der Gehirnwäsche durch INSM und ähnliche zu verdanken.


Shojo

... dann sieht das mit Sicherheit anders aus, und das vielbeschrieene Selbstwertgefühl durchs Arbeiten stellt sich so wohl auch nicht ein.

Eben! Genau deswegen setzt man ja auch alle manipulativen Möglichkeiten ein, um den Leuten einzureden, dass auch der letzte Drecksjob ihr Selbstwertgefühl heben würde. Dann wird auch schon mal eine Frau aus Ostdeutschland gegen einen entsprechenden Obolus zu Anne Will in die Talkshow gekarrt, um sie berichten zu lassen, dass sie täglich 70 km weit zur mies bezahlten Arbeit fährt und durch die Fahrerei am Ende weniger hat als H4, aber egal, Hauptsache, man hat Arbeit. So bekloppt kann man ohne Drogen doch gar nicht werden, oder?


Chance007

Nicht aufregen. TE ist doch schon gesperrt.

Wie? So weit ist es jetzt schon, dass man nicht nur schräg angemacht wird, wenn man sich dem Erwerbsterror entzieht, sondern jetzt wird man hier sogar schon gesperrt?? Meine Güte ... was ist aus dieser Gesellschaft geworden. :-/


Benutzerin005

Hartzies zahlen vielleicht keine Einkommensteuer, aber dafür auch so ziemlich jeden anderen Mist. Hundesteuer, Mehrwertsteuer, KFZ-Steuer usw.

Hast du nicht Angst, dass gleich jemand daherkommt und dir die Hundehaltung neidet? ;-) Schließlich zahlst du das Hundefutter von SEINEM Geld.


ZahlenBitte

Arbeiten gehen macht einen auch nicht zu einem Wertvolleren Mitglied.

Tatsächlich nicht, aber vielen wohnt dieses Denken inne, wie man auch an Beiträgen in diesem Faden ablesen kann.

Nur habe ich ein Problem damit, dass man kann, aber nicht will.

Ich nicht mehr. Ich befürworte sogar ein Bedingungsloses Grundeinkommen.

Dafür ist das Sozialsystem nicht da.

Nein, aber es sollte dafür da sein. Die Befriedigung der Grundbedarfs sollte ein Grundrecht sein, dass frei von jeder Bedingung jedem Bürger zugestanden werden sollte.

Acnstipgonxe


Die Befriedigung der Grundbedarfs sollte ein Grundrecht sein, dass frei von jeder Bedingung jedem Bürger zugestanden werden sollte.

(Timbatuku)

Steht schon so im Grundgesetz:

Artikel 2

(1) Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt.

AZntigxone


Ähm....zwar nicht des Grundbedarfs im Sinne eine Einkommens, aber wenn jemand den Grundbedarf woanders sieht, als zu arbeiten, ist es laut Grundgesetz legitim.

S^h:oejo


Nein, aber es sollte dafür da sein. Die Befriedigung der Grundbedarfs sollte ein Grundrecht sein, dass frei von jeder Bedingung jedem Bürger zugestanden werden sollte.

Ich wüsste gern, ob das, was ich in der Theorie sehr sympathisch finde, auch in der Praxis klappen würde. Wenn also das System Arbeit nicht über auch Kleinmacherei und Druck, sondern nahezu ausschließlich durch Anreize und Selbstbelohnung und auch durch Verantwortungsgefühl funktionieren würde. Es gibt angenehme Jobs, und es gibt unangenehme (wobei das auch immer eine Frage des Betrachters ist). Können die unangenehmen durch entsprechende Rahmenbedingungen zu angenehmen aufgewertet werden? Würden die notwendigen Jobs ausreichend erledigt werden? Wenn wir davon ausgehen, dass sie NICHT erledigt werden - ist das dann nicht eigentlich in gewissem Sinne so zu deuten, dass moderne Sklavenarbeit systemimmanent ist ("Wirst bezahlt, aber scheiße, machstes nicht, wirste abgewertet, also quasi mental ausgepeitscht")?

Ich kenne ätzende, unfähige Arschgeigen, die viel arbeiten und keinem das Leben angenehmer machen. Und ich kenne ausgesprochen arbeitswillige, großartige Leute im HartzIV-Bezug. Ich kenne auch frustrierte und/oder psychisch recht lädierte Leute im HartzIV-Bezug, aber mir fällt jetzt innerhalb der zugegebenermaßen kleinen Bezugsgruppe niemand ein, der wirklich antriebslos wäre und einfach nur faul und der nicht eine Arbeit, bei der er fair behandelt und entlohnt wird und die ihm mindestens einigermaßen liegt, nicht annehmen würde. Ist aber natürlich nicht repräsentativ, da müsste man sehr viel umfassendere Studien anstellen als meine persönlichen Beobachtungen in einem sehr stark selektierten, sehr kleinen Personenkreis.

Emhemaliger Nu tzer (#5~73012)


Dieses Leistungsdenken hat meiner Meinung nach ganz viel mit der Erziehung zu tun.

Als ich mit 11 Jahren schlagartig einen massiven Leistungsabfall in der Schule hatte, wurde ich von Lehrern und meinen Eltern unter Druck gesetzt und als faul angesehen- keine Frage wie es mir geht, was dahinterstecken könnte, es gab nur noch Stress , Unmut und Geschimpfe. Irgendwann merkte ich , dass ich so nur noch tiefer sinke und fing wieder an zu lernen.

Siehe da- ich wurde wieder "geliebt"

Mit 20 Jahren war ich einen Monat arbeitslos -ich wollte eigentlich nicht mehr auf dem Gleis weiterfahren das vorgegeben war- ich wollte meinen Weg suchen - großes Drama -ich bin leider eingeknickt- selber Schuld.

Gerade weil ich dieses Gefühl kenne- kann ich verstehen , dass es Menschen gibt, die einfach nicht mehr mitschwimmen können. Ich möchte da nicht urteilen. Es sind nicht immer die stark- die die stärkste Leistung erbringen.

CYhan!cex007


@ Timbatuku

Wie? So weit ist es jetzt schon, dass man nicht nur schräg angemacht wird, wenn man sich dem Erwerbsterror entzieht, sondern jetzt wird man hier sogar schon gesperrt?? Meine Güte ... was ist aus dieser Gesellschaft geworden. :-/

Ich gehe davon aus, dass die Sperre themenunabhängig erfolgte und andere Gründe hat.

Das 'nicht aufregen' von mir bezog sich darauf, dass es nicht lohnt, der TE zu unterstellen, sie würde provokant auftreten und sich nicht mehr melden. Dabei kann sie eben gar nicht mehr antworten, selbst wenn sie wollte.

C=hanBce00x7


Und sorry, dass ich von einer weiblichen TE ausgegangen bin. Liegt wohl daran, dass mir die Art des Schreibens bekannt vorkam. Muss aber nicht stimmen.

Das der Vollständigkeit halber.

d#ummTschgmarrDer74


ich beziehe mich mal nicht direkt auf die eingangsstory ;-D

Wenn es SorgenfreiAllerlei gerade gut mit seinem Leben geht, so what? Ich meine, wir können doch angeblich 1 Millionen refugees pro Jahr vertragen, da werden doch ein, zwei Deutsche in der sozialen Hängematte nicht gleich zu Schnappatmung führen, oder? ;-D

natürlich können wir 1mio Flüchtlinge pro jahr verkraften, da muss kein "angeblich" hin. die 1-2 hängemattenbewohner fallen nicht weiter auf, aber ich zumindest zahle meine steuern prinzipiell lieber für leute ohne Chance, als für leute, die vorhandene chancen verbummeln oder verbummelt haben.

"WIR arbeiten für DICH." ist übrigens gequirlter Quatsch. Jeder arbeitet für sich und zahlt Steuern an den Staat. Der Staat zahlt Geldleistungen an Bedürftige. Und ob es 2 Millionen oder 4 Millionen oder 8 Millionen "Hartzer" gäbe würde für uns keinen Unterschied machen - wir würden trotzdem Steuern zahlen. Und der Staat würde auch weiterhin Gelder verbraten für sinnlose Auslandsabenteuer, obskure Flughafenpläne, jahrelang nicht vollendete Brücken etc. (da höre ich allerdings komischerweise selten, dass "wir" das bezahlen - nur bei Arbeitslosen, da kommt immer die "Dafür zahle ich Steuern"-Keule ":/ ).

der unterschied ist doch, dass die genannten sinnlos-Projekte Subventionen darstellen, also andere leute in arbeit halten. und da das bedingungslose grundeinkommen z.z. keine Mehrheitsmeinung darstellt, ist diese indirekte geldverteilung über arbeit (die also implizit als Aufwertung und Gewinn für eine Person angesehen wird) der direkten Ausschüttung über Sozialausgaben vorzuziehen.

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