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Kann es sein, daß ich nicht in die Gesellschaft passe?

EBhemaligVerv Nutzer (@#52861x1)


Bis auf das mit dem, dass sich die Männer immer von dir getrennt haben liebe TE, liest sich deine Geschichte beinahe deckungsgleich zu meiner.

Ich war auch immer das 5. Rad am Wagen. Gerade die Geschichte mit der "Freundin" erinnert mich an mich. 3 beste Freundinnen gehabt bisher und alle haben mich für andere verlassen (ich drück das jetzt mal so aus).

Oder das mit den Klassenkameraden. Meine haben es jedes Jahr wieder geschafft, mir am "beweglichen Ferientag" (der immer anders lag) NICHT Bescheid zu sagen. Was hab ich mich geschämt ALS EINZIGES KIND zur Schule zu fahren und vor verschlossenen Türen zu stehen. :°( Bin dann immer nach Hause und habe stundenlang geweint.

Auf Klassenfahrt wurde ich auch immer "ausgesetzt". Zwangsweise Gruppen bilden und dann sind alle weggelaufen und haben mich stehen lassen...

Manchmal denke ich da noch dran. Wie ich mich damals gefühlt hab... ich kann dich also ziemlich gut verstehen, denke ich :°_

Wieso bist du zu langsam?

Oder bist du vielleicht nur pedantisch und möchtest deine Sachen perfekt erledigen?

Ich bin ja angeblich auch oft zu langsam. Auch damals in der Schule. Dabei war mein Werkstück zB VIEL SAUBERER gearbeitet. Nur halt eben nicht fertig.

dCatsxcha


Ups, der letzte Satz ist irgendwie verruscht. Der gehört ein Stück höher. ;-D

HLola2bilen[e


Hast du mal überlegt eine Umschulung zu machen? Vielleicht ist das auch einfach nicht der richtige Job für dich.

Letztendlich kommt mir das alles auch sehr bekannt vor. :-) Was hab ich versucht zu ändern?! Ja, Selbstbewusstsein spielt eine Rolle. Überlege mal, es gibt sicherlich Dinge die machst du ganz super, viel besser als andere.

Ich sag auch oft ich beim ein Freak, ja bin ich, na und ??? ? Ein guter Bekannter sagte mal: Manche kennen mich, andere können mich.........Jawoll, so sehe ich das auch. Notfalls kann ich auch alleine mit mir glücklich sein und ich finde immer noch, Tiere sind die besten Freunde. ;-)

E!hemaligedr Nutzer4 (#I528611x)


@ Datscha:

Das würde ich der TE auch raten. Und arbeitstechnisch halt irgendetwas suchen, wo man nicht viel mit Kollegen oder Menschen generell zu tun hat. 

Sowas würde ich auch gerne machen. Aber meine Fallmanagerin beim JC meint zb in meinem Fall: "Sie können sich so gewählt ausdrücken, sie müssen doch mit Menschen reden können!"

Ich selbst WILL ABER NICH. Wenn es die Gesundheit zulässt, wäre Garten- & Landschaftsbau übrigens ein schöner Job. Halt Grünpflege, Friedhofspflege usw...

Diese ewige Gelaber von Selbstbewußtsein anschaffen und blabla ist nur Theorie. Ich habe noch keine Menschen kennengelernt, die erst jahrelang Aussenseiter waren und auf einmal nach Anschaffung von Selbstbewußtsein der Hit der Clique oder so...

Finde ich auch Quatsch. Ich finde der Denkfehler liegt darin zu glauben, dass man andere braucht um glücklich zu sein. Stimmt aber nicht. Ich habe mir meine Isolation zwar nicht ausgesucht, aber ich behalte sie mittlerweile auch freiwillig, weil ich festgestellt habe, dass ich nicht genug sozialisiert wurde und wenig Sozialkompetenz hab...

Die paar Leute, die ich kenne und behalte... ich kann die an einer Hand abzählen ;-D

Es gibt auch viele andere Gründe, warum man ausgegrenzt wird, und viele kann und will man gar nicht ändern. Das hat nicht immer was mit Selbstbewußtsein zu tun. 

Ich will es auch nicjt mehr ändern. Denn ICH hätte mich dafür viel zu sehr ändern und verdrehen müssen. Ich bin doch keine Bergkiefer, die sich im Wind biegt und verrüppelt wächst... Nee, dann lieber ich selbst sein und dafür gemocht werden.

Aber Bekannte oder Freunde habe ich nicht.

GARKEINEN ???

CYorwnCelixa59


Ich habe ähnliche Sachen erlebt, zumindest in meiner Schulzeit. Im Berufsleben habe ich dann meinen Platz gefunden. In manchen Dingen bin ich auch heute noch die Außenseiterin, aber ich habe gelernt, mir eine Maske zuzulegen.

Ich glaube, du hast einen Minderwertigkeitskomplex von der Größe des Saarlandes. Was aber auch weiter kein Wunder ist, so wie du dein Leben lang behandelt worden bist. Das Dumme ist, daß sich das mit der Zeit zum Selbstläufer entwickelt. Man bekommt so oft gesagt, daß man es ja sowieso nicht auf die Reihe kriegt, daß sich die Prophezeiung dann schließlich selbst erfüllt.

Meiner Meinung nach solltest du dich in Therapie begeben und anfangen, diese ganzen Probleme aufzuarbeiten. Du brauchst dringend ein gesundes Selbstbewußtsein (ich weiß, einfacher gesagt als getan, wenn dein ganzes Leben nur auf dir rumgetrampelt wurde). Das erste, was du dir bewußt machen solltest: es ist DEIN Leben, und du lebst es so, wie du willst, nicht wie irgendein böswilliger Vollidiot meint, dir einreden zu müssen. Warum die Männer dich verlassen haben, kann ich nicht beurteilen, dazu müßte ich mehr darüber wissen, was in diesen Beziehungen vorgegangen ist. All das solltest du mit einem Therapeuten klären! :)_

mso]nd+stxerne


Diese ewige Gelaber von Selbstbewußtsein anschaffen und blabla ist nur Theorie.

(datscha)

Schon diesem einen Satz kann ich entnehmen, dass Du nicht in unsere Gesellschaft passt. Denn man braucht nicht nur Selbstbewusstsein, um die Unfreundlichkeit von anderen zu ertragen, sondern man muss auch selbst etwas nett und freundlich sein, um in diese Gesellschaft zu passen.

Da gibt es bei Dir offensichtlich Defizite. Also, wenn Du aus Deiner Einsamkeit herauskommen wolltest, würde ich Dir einen Benimmkurs empfehlen. Solche Kurse sind im kommen, und das Angebot wird immer großer, weil es immer mehr Menschen gibt, die sich nicht gut benehmen können.

Nur leider ist der Leidensdruck eher auf der Seite derer, die unter schlechtem Benehmen leiden. Sie brauchen mehr Selbstbewusstsein, um die Unfreundlichkeiten ihrer Mitmenschen auszuhalten.

Deshalb würde ich den Schwerpunkt des Problems eher beim Mangel an Selbstbewusstsein sehen.

CDomrxan


Da ich selber jetzt nicht davon ausgehe, daß ich strunzdumm bin

Brighterday, das glaube ich auch nicht. Du hast (bis auf die launigen aktuellen ss/ß-Regeln) einen nahezu fehlerfreien längeren Beitrag am Stück abgeliefert. Das ist in heutigen Zeiten und in so einem Forum schon mal eine Wohltat.

Ein bisschen kann ich dich verstehen. Meine Schulzeit lief ähnlich ab, da ich komplett unsportlich war, in den Augen anderer sehr komische Musik hörte und sowieso ein paar komische Interessen hatte und gerne Einzelgänger war, der sich mit irgendetwas in Ruhe beschäftigen konnte.

Mich haben zwei Dinge "sozialisiert": in der 10. Klasse bemerkte man, dass ich gut Gitarre spielen könnte und hörte mir zu. Das hat mir Selbstbewusstsein gegeben. Genauso wie ich Glück mit meiner Berufswahl hatte und in meinem Job Talent bewies.

Ich bin heute noch ein Mensch, der nicht viel Zeit mit Freundschaftspflege verbringt (obwohl ich eine kleine Handvoll Freunde habe) und sich lieber in "sein Ding" vergräbt, was ich für mich machen will. Dafür brauche ich auch Zeit, sonst werde ich unglücklich. Aber ich weiß genau, wo ich stehe und komme gut klar damit.

Wie würdest du dich beschreiben, dass es in Hierarchien wie Jobs nicht gut funktioniert? Bist du vielleicht ein Mensch, der Träumen hinterherhängt? Ist dein Interesse an der Tätigkeit gering?

Eigentlich mag ich Menschen, die nicht dem Mainstream folgen. Aber es gehört (wie hier auch schon geschrieben wurde) Selbstbewusstsein dazu. Vermutlich fehlt es dir etwas daran. Du solltest dich nicht daran orientieren, was andere machen. Sondern lernen, auf dich selbst zu hören, was dir gut tut und vielleicht auch mal ungewohnte Wege probieren. Gibt es Dinge, die du mit Leidenschaft machen würdest? Probiere, dort Fuß zu fassen, und ich bin sicher, dass du auch dort Menschen finden wirst, die dich so aufnehmen, wie du bist. Es gibt nicht "die Gesellschaft", sondern viele Facetten davon.

Ich wünsche dir viel Glück, deinen Platz zu finden. Dass du dich mit Mitte 30 als junge Frau bezeichnest finde ich wunderbar uneitel (bin selbst Ende 40) und es zeigt, dass du eigentlich ein lebenshungriger Mensch bist. :)_

m#ond+st{erxne


@ Soroman

Ich greife den Vorschlag aus [[http://www.med1.de/Forum/Beruf.Alltag.Umwelt/710942/#p21863701 Deinem ersten Beitrag]] mal auf.

Angenommen, die TE würde einen Faden eröffnen, in dem sie sich positiv und realistisch darstellt. Sie ist überdurchschnittlich intelligent. Sie hat Abitur. Sie hatte schon mehrere Beziehungen. Einer der Männer hat ihr zum Abschied einen Brief geschrieben, in dem er noch mal ordentlich nachgetreten hat.

So, das sind weitgehend Tatsachen. Sie würde sich in dieser Form positiv darstellen, weil sie nichts über ihr Gefühl schreibt, nicht auf diese Welt zu passen.

Meine Prognose für eine derartige Diskussion wäre, es würden sich sicherlich einige User finden, die sich auf sie stürzen, weil sie angeblich überheblich und eingebildet ist, und die sie wegen ihrer gescheiterten Beziehungen kritisieren.

Also, ich behaupte, das was Du vorgeschlagen hast, würde nicht gut ausgehen. Denn man muss immer hübsch bescheiden tun, sonst passt man nicht in diese Gesellschaft.

dMats[chxa


GARKEINEN ???

Benutzerin005

Ne, nachdem noch Krankheiten dazukamen, die mich noch unpraktischer in der Handhabung machten, nun gar keinen mehr.

Nochmal wegen dem Selbstbewußtsein: selbst, wenn man auf einmal mit Selbstbewußtsein gemocht würde, so würde ich diese Leute gar nicht haben wollen, die mich ohne Selbstbewußtsein ablehnten. Von daher wäre dazugewonnenes Selbstbewußtsein für mich in Sachen Kontaktzunahme eh kein Gewinn.

m{ond6+stexrne


@ datscha

Nochmal zum Thema Selbstbewusstsein:

Ich betrachte Selbstbewusstsein als eine Art Schutzpanzer um das menschliche Herz.

Es geht also nicht darum, gemocht zu werden, weil man Selbstbewusstsein hat (mir zumindest nicht).

Es geht darum, einen Selbstschutz zu haben, wenn man nicht gemocht wird, oder wenn die Kollegen einfach nur jemanden brauchen, um ablästern zu können.

Letztlich geht es um die Entscheidung, ob man versucht, überangepasst zu sein, um keine Angriffsfläche zu bieten, oder ob man auf seine Individualität beharrt. Im zweiten Fall, braucht man dann Selbstbewusstsein.

n]ulli&wprieskemuxt


Ich betrachte Selbstbewusstsein als eine Art Schutzpanzer um das menschliche Herz.

Es geht also nicht darum, gemocht zu werden, weil man Selbstbewusstsein hat (mir zumindest nicht).

Mh. Für mich ist Selbstbewusstsein genau was das Wort sagt: Das Bewusstsein, wer man selbst ist. Mit sich selbst im Reinen zu sein. Das braucht dann kein starkes Auftreten, das häufig mit Selbstbewusstsein verwechselt wird. Sich annehmen, für sich selbst einstehen können. Bei dem zweiten stimme ich zu. Wobei natürlich jeder irgendwo gemocht werden möchte. Aber eben um seiner selbst willen, so wie man ist.

nXulli&p3riesexmut


Denn man braucht nicht nur Selbstbewusstsein, um die Unfreundlichkeit von anderen zu ertragen, sondern man muss auch selbst etwas nett und freundlich sein, um in diese Gesellschaft zu passen.

;-D Na ja, das macht es wohl etwas leichter. Manche sind aber einfach Persönlichkeiten, die auf den ersten Blick unfreundlich erscheinen, im Grunde aber herzensgute Menschen mit Macken sind... Ich kenne da jemanden, mit dem ich regelmässig gepflegte Beleidigungen austausche. Brauchst du aber etwas, würde der dir noch dein letztes Hemd geben. Vielleicht mit einer spitzen Bemerkung, aber... ;-)

H!olab#iene


datcha und mond und sterne

mond und sterne hat das gut geschrieben, so war das z.b. bei mir auch gemeint.

Ich betrachte Selbstbewusstsein als eine Art Schutzpanzer um das menschliche Herz.

Es geht also nicht darum, gemocht zu werden, weil man Selbstbewusstsein hat (mir zumindest nicht).

Es geht darum, einen Selbstschutz zu haben, wenn man nicht gemocht wird, oder wenn die Kollegen einfach nur jemanden brauchen, um ablästern zu können.

:)z

s_chne:ckje1985


Ich würde mal von mir selber behaupten, dass ich ein sehr, sehr freundlicher Mensch bin. Ich kann auch super Smalltalken und wirke nach außen sehr kontaktfreudig. Ich kann sozusagen mit jedem ein Gespräch anfangen, auch mit Wildfremden auf der Straße.

Ich schließe mich da Benutzerin an und sage, dass bei mir in der Sozialisation, als Kind, einiges schief gelaufen ist. Meine Eltern haben es z.B. nie gefördert, dass ich integriert werde (z.B. Übernachtungen, Kinder einladen, mich zu Events fahren) und so blieb ich sehr viel alleine - und habe mich schrecklich einsam gefühlt.

Mittlerweile ist das Bedürfnis nach Sozialkontakten zu sehr verkrüppelt, ich kann das einfach nicht. Als es schwierig wurde, waren die "Freunde" immer weg oder sie haben mich nur als Mittel zum Zweck benutzt.

Mein Problem liegt im Nähe-Distanz-Verhalten. Ich kann Menschen nur schwer an mich heranlassen, Probleme mache ich mit mir selber aus (weil ich mich aus meinen Erfahrungen eh auf keinen / kaum einen anderen verlassen kann). Und 'nur', um bei gewissen Anlässen nicht alleine zu sein, ist mir der Kraftaufwand zu viel. Denn: Menschen haben Erwartungen. Und mit diesen Erwartungen kann ich nicht umgehen. Zum Beispiel ein gewisses Kontaktmuster (einmal die Woche melden) halten - das kann ich nicht und da stehe ich mir auch selber im Weg, weil mich dann bei Nichterfüllung permanent ein schlechtes Gewissen plagt.


Das Bewusstsein darüber, was ich will, was mir guttut, was ich nicht leisten kann, das hilft mir sehr, mein Glück im Exotenstatus zu finden. :-) bekennende Exzentriker sollen ja überdurchschnittlich zufrieden und glücklich sein. :-D

[[https://de.wikipedia.org/wiki/Exzentriker#Wissenschaftliche_Untersuchungen]]

FBreitmaQurer


Hallo liebe TE,

ich musste etwas schmunzeln, weil ein Teilnehmer in einem Beitrag oben ganz salopp einen "Benimmkurs" vorgeschlagen hat.

An und für sich ist das eine gute Idee.

Etwas eher in die Richtung deines Problems würde eine kognitive Verhaltenstherapie bei einem Therapeuten gehen.

Vielleicht wäre das ja was für dich? Geschulte Fachkräfte hätten ein offenes Ohr für dich und zeigen dir bestimmt so manche Lösungswege auf. Hoffe du schreibst deine Erfahrungen, egal welchen Weg du einschlägst. Alles Gute! @:)

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