» »

Kann es sein, daß ich nicht in die Gesellschaft passe?

CFiRnnamoxn4


P.S.:

Und mittlerweile will ich auch gar nicht mehr in diese Schubladen passen. Ganz im Gegenteil freue ich mich, wenn ich nun meinen Blick öffnen kann für Menschen, die auch anders sind, sich nicht anpassen können oder wollen, nicht oberflächlich sondern vielschichtig und tiefgründig sind.

sfchEneckei1985


Ich finde es auch schade, wenn so Leute wie schnecke1985 erfahren müssen, dass sie wohl nicht in die Gesellschaft passen. Ich finde es total super, wenn Menschen ihren Weg gehen und auch (für ihr Alter) ungewöhnliche Hobbies pflegen! Ich finde solche Menschen immer sehr spannend und sie ziehen mich schon immer an. Vermutlich, weil ich selber auch nicht in irgendwelche Schubladen passe.

Ich finde es auch schade für dich. :)_

Ich denke, die Wahrheit ist, dass niemand wirklich in diese Schubladen passt. Es gibt nur Menschen, die es besser verstehen oder denen es weniger ausmacht, nach außen hin jemand zu sein, der sie nicht wirklich sind. Ich war darin nie besonders gut.

Bei mir ist das einfach ein biographischer Knacks. Ich war als Kind nie richtig so, wie ich war. Ich musste immer gewisse Seiten unterdrücken / gewaltsam anpassen (ich spreche hier nicht von physischer Gewalt, sondern psychischer Ablehnung und Liebesentzug), wurde zu Tätigkeiten gezwungen oder als unnormal betitelt. Nach den Jahren der psychischen Vergewaltigung kann ich das einfach nicht mehr ertragen - dieses Herumgebiege an mir. Das ist wohl ein Trauma.


Was ich die hier Versammelten noch fragen wollte: Fühlt ihr euch jemals richtig geborgen? Habt ihr ein Urvertrauen in das Leben, die Zukunft, dass alles gut wird? Habt ihr Schultern, an denen ihr euch in schweren Zeiten anlehnen könnt?

Ich tue mich damit oft sehr schwer. Ich wollte nie ein Opfer sein, d.h. ich habe immer für mich gekämpft - mir blieb ja auch nichts anderes übrig, weil niemand anderes für mich eingestanden wäre. Das resultiert einerseits in einer Genügsamkeit (d.h. ich mache so ziemlich alles mit mir selber aus), andererseits fühle ich mich oft (mir fällt kein besseres Wort ein) "unweiblich". Ich habe das Gefühl, dass, wenn ich nicht meinen Mann stehe, es niemand anderes tut. Dass da keine "Elternfiguren" sind, die die Verantwortung übernehmen, wenn ich es nicht kann. Dass es (gefühlt) niemanden gibt, der mich hält und trägt, wenn ich strauchle.

Um es vielleicht ein bisschen besser zu formulieren: Ich möchte die Welt verbessern, ich habe für jeden ein gutes Wort, ich hab immer Verständnis, ich nehme weinende Menschen in den Arm oder frage Leute (z.B. am Bahnhof) ob sie Hilfe brauchen. Und gleichzeitig geht es mir sehr an die Substanz, weil ich (gefühlt) keine Schwächen haben darf. Um ein Klischee zu bedienen: Da ist kein Ritter, der mich trägt, wenn ich verletzt bin.

Tatsache ist, und das schreibe ich heute und hier zum ersten Mal: Ich trinke seit einem Jahr viel zu viel, ich habe Bulimie und mein Inneres passt mit meinem (trampeligen, übergewichtigen) Äußeren in keinem Punkt zusammen. Ich habe mir immer gewünscht, äußerlich zerbrechlich zu sein, damit jemand meine verletzliche Seele sehen kann. Aber das ist eine Diskrepanz, die ich nicht auflösen kann.

mXond~+stxerne


Fühlt ihr euch jemals richtig geborgen?

Kann ich mich nicht dran erinnern.

Habt ihr ein Urvertrauen in das Leben, die Zukunft, dass alles gut wird?

Für mich stellt sich jeden Tag die Frage, wie gehe ich damit um, dass ich so bin wie ich bin. Für mich ist es Arbeit, mir diese Frage jeden Tag zu beantworten. Es ist nervige absurde Arbeit.

Wenn ich es nicht täte, würde es mir noch schneller noch schlechter gehen. So kann ich den Verfall etwas bremsen. Aber ich schaffe es noch nicht einmal, mich auf einem stabilen Niveau zu halten.

Damit stellt sich die Frage nach dem Urvertrauen für mich nicht. Ich weiß, es geht bergab. Wenn ich mich bemühe, geht es nicht ganz so schnell. Wenn ich mich hängen lasse, geht es etwas schneller.

Warum sollte ich das Urvertrauen haben, alles wird gut, wenn ich weiß, es wird immer schlimmer?

Habt ihr Schultern, an denen ihr euch in schweren Zeiten anlehnen könnt?

Nein.

n%ulli)&prigesemuxt


Manchmal glaube ich, daß wenn jemand von Kindheit an immer Außenseiter war, bleibt das meistens so. Denn selbst wenn ich selbstsicherer auftreten könnte, wären die anderen Defizite wie Naivität, Schusseligkeit und Langsamkeit ja noch da.

Oder meint ihr, die würden dann in den Hintergrund rücken, wenn ich mehr zu mir stehen würde?

Wer kann das wissen? Vielleicht sind diese Eigenschaften nur da, weil dir immer gesagt wurde, dass du genau das bist: naiv, schusselig und langsam. Vielleicht sind sie aber auch einfach Teil deiner Persönlichkeit. Wäre das so schlimm? Finde heraus, wer du bist! Was in dir drin ist. Man hat mir früher manchmal gesagt, ich sei unfreundlich. Ich war unfreundlich, weil ich unsicher war. Ich war dann später erstaunt, als ich herausfand, dass ich eigentlich ein freundlicher Typ bin. Aber das war ich immer schon, es war nur irgendwann weg.

sTchRnecke1x985


@ nulli

Ja, bei der Selbsterfahrung kommen oft erstaunliche Sachen raus :)^

Mir hat man immer gesagt, ich sei "eiskalt". Erst in der Therapie habe ich entdeckt, dass da eigentlich ein ganz sensibler Mensch sitzt. Aber das war am Anfang auch schwer, damit zurechtzukommen. Alles, was ich glaubte, über mich zu wissen, war nur Trug.

Ab da hab ich dann auch angefangen, das ein oder andere an mir zu akzeptieren und die Welt Welt sein zu lassen.

Hiolazbiexne


schnecke

Ich tue mich damit oft sehr schwer. Ich wollte nie ein Opfer sein, d.h. ich habe immer für mich gekämpft - mir blieb ja auch nichts anderes übrig, weil niemand anderes für mich eingestanden wäre. Das resultiert einerseits in einer Genügsamkeit (d.h. ich mache so ziemlich alles mit mir selber aus), andererseits fühle ich mich oft (mir fällt kein besseres Wort ein) "unweiblich". Ich habe das Gefühl, dass, wenn ich nicht meinen Mann stehe, es niemand anderes tut. Dass da keine "Elternfiguren" sind, die die Verantwortung übernehmen, wenn ich es nicht kann. Dass es (gefühlt) niemanden gibt, der mich hält und trägt, wenn ich strauchle.

Das kommt mir sehr bekannt vor. :-/ Ich helfe auch vielen, aber wird mir geholfen? Also ich meine ernsthaft? Letztendlich habe ich auch die Erfahrung gemacht ich kann mich nur auf mich selbst verlassen, denn sobald man Hilfe erwartet oder wirklich brauchen würde, bekommt man die eh nicht.

EGhemaElKiger( NutzlerW (V#528611x)


Meine Eltern haben es z.B. nie gefördert, dass ich integriert werde (z.B. Übernachtungen, Kinder einladen, mich zu Events fahren) und so blieb ich sehr viel alleine - und habe mich schrecklich einsam gefühlt.

Meine Mutter in ihrem Perfektionismus hat immer gesagt, dass sie sich schämt dafür, wie es bei uns aussieht. Bei uns hätte man vom Boden essen können, nur die Möbel und Gardinen waren halt älter. Aber alles immer pikobello sauber. Wenn die gewusst hätte, wie es bei anderen zu Hause aussah, sie wäre stolz auf sich gewesen.

Bei mir war es schon eine mittlere Katastrophe, wenn mein bester Freund in 10 Jahren 2 Mal zum essen da war.

Ich wusste zB nicht, wie es bei anderen aussieht, mit denen ich befreundet war... Es kam mir nie in den Sinn, mich bei denen zu Hause zu treffen :-/

Mittlerweile ist das Bedürfnis nach Sozialkontakten zu sehr verkrüppelt, ich kann das einfach nicht. Als es schwierig wurde, waren die "Freunde" immer weg oder sie haben mich nur als Mittel zum Zweck benutzt.

Ist bei mir 1:1 dasselbe... Traurig, echt...

Mein Problem liegt im Nähe-Distanz-Verhalten. Ich kann Menschen nur schwer an mich heranlassen, Probleme mache ich mit mir selber aus (weil ich mich aus meinen Erfahrungen eh auf keinen / kaum einen anderen verlassen kann). Und 'nur', um bei gewissen Anlässen nicht alleine zu sein, ist mir der Kraftaufwand zu viel. Denn: Menschen haben Erwartungen. Und mit diesen Erwartungen kann ich nicht umgehen. Zum Beispiel ein gewisses Kontaktmuster (einmal die Woche melden) halten - das kann ich nicht und da stehe ich mir auch selber im Weg, weil mich dann bei Nichterfüllung permanent ein schlechtes Gewissen plagt.

Schnecke, immer wenn ich dich irgendwo lese denke ich "Gibt es mich 2 mal?". :)_

Mich stressen diese Erwartungen ja auch immer sehr. Ich möchte mich melden, wann ich will. Nicht, weil ich MUSS. Damit ist es ein Zwang und erzeugt Druck. Und beides verkrafte ich ganz schlecht.

Mein Credo war immer: verlass dich auf andere und du bist verlassen.

HJolabixene


Mein Credo war immer: verlass dich auf andere und du bist verlassen.

:)z :)^

Aber irgendwie ist es auch traurig, weil es doch viel Kraft kostet, alles alleine zu machen oder zu regeln. :-/

E(hemal{igCer NEutzer e(#528x611)


Was ich die hier Versammelten noch fragen wollte: Fühlt ihr euch jemals richtig geborgen?

Ich seit Neuestem. Irgendwie ist da was an meinem Freund, das ich so nicht kenne. Wenn ich bei ihm bin ist alles weg... Also manchmal zumindest.

Fühlt sich komisch an, sich mal für 5 Minuten keine Sorgen zu machen und sich einfach nur geliebt zu fühlen. Er ist der allererste Mensch der nichts von mir fordert. Zum ersten Mal im Leben gibt sich jemand mit mir ab, ohne mich auszunutzen.

Habt ihr ein Urvertrauen in das Leben, die Zukunft, dass alles gut wird?

Nein. Aber ich wünsche mir, dass mit meinem Freund zusammen zu schaffen. Irgendwie kriegen wir das hin. Auch wenn ich nicht weiß wie.

Habt ihr Schultern, an denen ihr euch in schweren Zeiten anlehnen könnt?

Ja. Meinen Freund.

Sonst niemanden.

Vor ihm war hätte ich jede deiner Fragen mit NEIN beantworten müssen.

M5achdiiea;ugenmzud666


Wow. Ich bin gerade voll platt. Ich habe deinen Beitrag und auch die ergänzenden Schilderungen von dir gelesen und mich extrem wiedererkannt.

Bloß dass ich das NIENMALS so gut hätte beschreiben können. Du hast eine unwahrscheinlich gute Selbstreflektion.

Was mich interessiert ist, du sagst, du bist in manchen Dingen so langsam. Woran liegt das?

n4ullOi_&pruiesemcut


Meine Mutter in ihrem Perfektionismus hat immer gesagt, dass sie sich schämt dafür, wie es bei uns aussieht. Bei uns hätte man vom Boden essen können, nur die Möbel und Gardinen waren halt älter. Aber alles immer pikobello sauber. Wenn die gewusst hätte, wie es bei anderen zu Hause aussah, sie wäre stolz auf sich gewesen.

Die könnte sich mit meiner Mutter anfreunden. Sie mochte nie jemanden einladen, weil wir wenig Geld hatten und die anderen ja alle mehr und darum hatten die dann alle viel schönere Wohnungen und Möbel. Dachte sie. Und Sonntags rausgehen ging schon mal gar nicht, weil da hatte sie nichts schönes anzuziehen. Das macht sie heute noch nicht gern. Das ist immer noch so in ihr drin. Aber es ist halt wichtig, dass man das irgendwann erkennt, dass die Eltern eben so sind, man selber aber nicht so sein muss.

E|hemaCliger= NutrzRer: (i#528611)


Ich tue mich damit oft sehr schwer. Ich wollte nie ein Opfer sein, d.h. ich habe immer für mich gekämpft - mir blieb ja auch nichts anderes übrig, weil niemand anderes für mich eingestanden wäre. Das resultiert einerseits in einer Genügsamkeit (d.h. ich mache so ziemlich alles mit mir selber aus), andererseits fühle ich mich oft (mir fällt kein besseres Wort ein) "unweiblich". Ich habe das Gefühl, dass, wenn ich nicht meinen Mann stehe, es niemand anderes tut. Dass da keine "Elternfiguren" sind, die die Verantwortung übernehmen, wenn ich es nicht kann. Dass es (gefühlt) niemanden gibt, der mich hält und trägt, wenn ich strauchle.

Ich kenne das. Ich bin auch mehr Mann als alle Kerle die ich kenne zusammen. Bis auf meinen Freund. Der darf sensibel und liebevoll sein und schwach. Seine Schwächen berührt mich.

Um es vielleicht ein bisschen besser zu formulieren: Ich möchte die Welt verbessern, ich habe für jeden ein gutes Wort, ich hab immer Verständnis, ich nehme weinende Menschen in den Arm oder frage Leute (z.B. am Bahnhof) ob sie Hilfe brauchen. Und gleichzeitig geht es mir sehr an die Substanz, weil ich (gefühlt) keine Schwächen haben darf. Um ein Klischee zu bedienen: Da ist kein Ritter, der mich trägt, wenn ich verletzt bin.

So bin ich auch... Ganz genauso.

Tatsache ist, und das schreibe ich heute und hier zum ersten Mal: Ich trinke seit einem Jahr viel zu viel, ich habe Bulimie und mein Inneres passt mit meinem (trampeligen, übergewichtigen) Äußeren in keinem Punkt zusammen. Ich habe mir immer gewünscht, äußerlich zerbrechlich zu sein, damit jemand meine verletzliche Seele sehen kann. Aber das ist eine Diskrepanz, die ich nicht auflösen kann.

Also Ich hab keine Bulimie, und trinken tu ich auch nicht (mehr). Hab in meiner letzten Beziehung viel zu viel getrunken.

Aber ich wünsche mir auch schon mein ganzes Leben lang, dass ich feiner und schmaler und sensibler aussehen würde, wie eine Elfe oder so, nur damit man mir glaubt, dass ich nicht immer stark bin... Ich bin 1,74 m und hab 100kg. Selbst wenn ich abnehme wäre ich immer noch breit. Und groß.

Und große und dicke Menschen sind ja eh hart im nehmen.

Mit denen kann man es ja machen.

Die sind nie schwach. Mir hat noch nie jemand Hilfe angeboten. Nur mein Schatzi. Der weiß, dass wenn ich schwach bin, ich Hilfe brauche.

Und seine Hilfe kann ich wenigstens annehmen.

Von anderen erwarte ich nichts mehr in die Richtung, da selbst meine komplette Familie darin versagt.

Berig<htersdxay


@ Schnecke1985

Deine Geschichte hat mich besonders berührt. :)_

Kein Wunder, daß du heute versuchst, deine seelischen Verletzungen aus der Kindheit mit Alkohol und einer Essstörung zu betäuben.

In der Hinsicht war es in meinem Elternhaus wie bei dir.

Ich durfte auch nie ich sein. Musste immer meine Gefühle unter Kontrolle haben (vor allem Weinen war verpönt und wurde bestraft!) und durfte nie über Probleme sprechen.

Wenn ich mal nicht funktionierte, folgte bei mir auch gleich Liebesentzug und Ablehnung.

Das einzige, was ich meinen Eltern irgendwie hoch anrechne, ist, daß sie fast nie Geschrei wegen meiner schlechten Noten gemacht haben. Mein Vater machte mir zwar desöfteren Vorhaltungen, aber ich wurde nie massiv unter Druck gesetzt und bestraft.

Allerdings haben dich diese Erlebnisse wohl anders geprägt als mich.

Du meinst, nach außen hin immer stark sein müssen und keine Schwächen zeigen zu dürfen.

Das ist sicher eine große Last.

Toll finde ich, daß du für andere Menschen da bist und hilfsbereit bist und Trost spenden kannst!

Bei mir ist es so, daß ich seit ich erwachsen bin, meine Emotionen oft deutlich zeige.

Ich glaube oft, daß ich keine Kraft mehr habe, nach außen hin immer die Starke zu spielen. Denn das bin ich ja nicht. Ich bin ein unwahrscheinlich sensibler Mensch, der sich alles zu Herzen nimmt.

Vielleicht bin ich auch so geworden, weil ich mir heute das Recht zugestehe, mich so geben zu dürfen, wie ich bin. Also auch mal weinen dürfen oder sagen, daß es mir jetzt gerade schlecht geht.

Wenn mir etwas an bestimmten Menschen liegt, kann ich sehr hilfsbereit und vor allem fürsorglich sein. Trost geben war lange ein Problem für mich. Ich habe es ja nie kennengelernt, mal in den Arm genommen zu werden und weinen zu dürfen. Wohl deshalb konnte ich das bis vor ein paar Jahren auch bei anderen nicht tun.

@ Machdieaugenzu666

Du hast dich in meinem Beitrag so gut wiedererkannt?

Würdest du sagen, du bist auch von deinem Elternhaus so geprägt worden?

Du hast mich gefragt, woran es liegt, daß ich so langsam bin. Ich bin nicht sicher, weiß aber, daß ich dieses Problem schon im frühen Kindesalter hatte. Bei mir hat alles länger gedauert als bei anderen. Besonders auffällig wurde es, als ich in die Schule kam.

Meine Mutter hat schon mal vermutet, daß es mit meiner Geburt zusammenhängen könnte.

Ich kam per Notkaiserschnitt zur Welt, nachdem meine Herztöne zunehmend schwächer geworden waren. Doch bis es zum Kaiserschnitt kam, verging vielleicht zu viel Zeit, weil die Hebamme erst noch den Chefarzt von einer Party herbeitelefonieren musste.

Allerdings wurde ich zu Hause auch nie gefördert. So ergab wohl eins das andere...

Die Schusseligkeit gehört wahrscheinlich zu meiner Persönlichkeit und ist nicht anerzogen.

Meine Gutgläubigkeit hingegen liegt bestimmt viel an der Erziehung meiner Eltern.

Sie haben mir immer vermittelt, daß alle Menschen gut sind, vor allem, wenn ich freundlich zu ihnen bin. Dann würde mir niemand schaden wollen oder böse zu mir sein.

Tja, das hat sich leider nicht bewahrheitet. :|N

Es gibt Phasen, wo ich denke, ich möchte mich nicht mehr für andere verbiegen.

Dann bin ich eben langweilig, frech, weil ich mich zur Wehr setze oder egoistisch, weil ich endlich auch mal NEIN sage.

Andererseits bin ich inzwischen sozial so isoliert, daß das auch kein tragbarer Zustand für mich ist. Ich kann mich zwar gut allein beschäftigen, ab desöfteren sehne ich mich auch nach Gesellschaft und natürlich nach Zuneigung und Trost.

Wer möchte schon auf Dauer wie auf einer einsamen Insel leben?

Aber es ist halt schwer, das in die Realität umzusetzen. :-/

F}reimau1rer


Liebe Teilnehmerin,

wollte mich jetzt nochmal zu Wort melden. Deine Geschichte macht mich ganz traurig, v. a. die mit dem Hündchen :°(

Aber als Kind reagiert man da doch recht anders.

Auch wenn deine Ausstrahlung, wie du beschrieben hast, vielleicht viele dazu animiert dich schlecht zu behandeln, muss es doch auch Menschen/Kinder gegeben haben, welche ein ausgeprägtes Werte - Bewusstsein hatten.

Oder etwas emphatisch waren.

Welche, die auch wenn keine Freundschaft besteht, dich zumindest mit Respekt behandelten. ":/

Sehr schade, dass du das nicht (bewusst) erfahren durftest.

Das bringt mich total ins Nachdenken, du bist ja gewiss nicht die Einzige auf der Welt, die sich im Zwischenmenschlichen schwer tut.

Mir ist noch was eingefallen:

Das Patenkind meiner Freundin hatte als Teenager auch viele Schwierigkeiten im Gym., das Mädchen hat dann an einem Selbstverteidigungskurs teilgenommen. Nicht um Andere zu verkloppen, aber es hat ihrer Ausstrahlung und inneren Stärke sehr geholfen, nun ist sie eine aufrechte junge Frau. (Natürlich nicht nur aufgrund des Kurses, hat aber auch mit geholfen)

Vielleicht hilft dir etwas in der Richtung @:) @:)

MXachdieVau0genzu66x6


Also mein Wesen wurde definitiv auch von meinen Eltern geprägt.

Deren Botschaften waren permanent widersprüchlich.

Einerseits blindes Vertrauen in andere Menschen, andererseits genau das Gegenteil bis hin zu Angst vor anderen Menschen.

Einerseits "du bist die schönste (gescheiteste usw.)", andererseits "bilde dir nichts ein".

Schüchternsein war albern. Selbstbewusst auftreten war empörend.

Das nur so kurz zusammengefasst...

Wegen deiner Langsamkeit... Du bist ja nun weiß Gott nicht dumm! Im Gegenteil. Deswegen verwirrt mich das so... Aber das mag natürlich mit der Geburtssituation zusammenhängen.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Beruf, Alltag und Umwelt oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Allergien · Zahnmedizin


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH