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"Langeweile" im Nachtdienst

AEntiagone


Deswegen ein Fernstudium. ;-)

R:hel)ia


Genau ;-D

Meine FH hat ihren Sitz in Hamburg und ich studiere Zuhause mit Vollzeitjob.

Rechne es dir mal durch. PDL kostet um die 6000€ auf 2 Jahre.

Der Bachelor auf 3 Jahre zwar 10000, allerdings könntest du dich für ein Stipendium bewerben und du hast auch für die Zukunft eine sichere Qualifikation.

Mit einer PDL - Ausbildung kannst du im Krankenhaus auch nichts mehr anfangen, sollte das mit der Selbständigkeit in die Hose gehen. ( Was ich dir natürlich nicht wünsche)

ANntigoAne


Bei der WINGS (siehe mein Link) kostet das Studium 7632 € (wenn ich alles richtig gelesen habe).

Ich sehe eine "nur" PDL-Ausbildung auf Dauer auch kritisch. ":/

SChmi


Also ich bin ja jetzt noch aktiv im Pflegebereich und da werden ja ständig händeringend PDL gesucht. Ich denke wenn es mit der Selbstständigkeit nichts wird dann werde ich die Stelle als PDL sicherlich auch woanders nutzen können. Oder mir in der hintern beißen warum ich nicht studieren gegangen bin :P aber das ist jetzt iwie beschlossene Sache und ich hab das für mich einfach so entschieden. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt

Shh1mxi


So, hab Mal wieder ND :-D

Wer ist noch wach? Ab November bin ich dann sogar Vollzeit im ND und mache ab nächstes Jahr meine Weiterbildung zur PDL, und hab dann im ND genug Beschäftigung mit dem Lernen.

Zu euren Ideen: Ich hab tatsächlich Stricken gelernt, was etwas wunderbares ist im Nachtdienst, ich hab mehrere Bücher gelesen und viele Kleinarbeiten auf Station entdeckt, die super im Nachtdienst zu erledigen sind :)

Wie ist es dem Rest von euch denn so ergangen?

vlillca_nova


Oh Mann, das sind Sorgen. Komm und hilf mir, kannst auch gerne die Tabletten für die Mannschaft stellen oder so, ich bin zeitweise alleine mit 40- 50 Patienten, davon jeden Tag mehrere Frisch operiert... :=o

viillanxova


Ich bin JETZT natürlich zu Hause :)*

S+hsmi


villanova

ohje, mein Beileid :/

Kenne hardcore Nächte auch noch aus dem Altenheim. Die Psychosomatik hat halt einfach ihre Vorteile (natürlich auch Nachteile). Was machst du denn genau? Also wie man unschwer rauslesen kann ist es was Pflegerisches, aber in was für einer Einrichtung genau? ;-D

v<illba3nxova


Ich arbeite in einem Akutkrankenhaus auf einer interdisziplinären Station mit über 50 Betten. Bei uns liegen Patienten mit allen möglichen Fachrichtungen, außer Gyn. Sonst: Unfall- und Visceralchirurgie, Intern, HNO, Urologie. Neuerdings kam ein Trakt mit MMS- Multimodale Schmerztherapie- dazu, mit 4 bis 5 Betten. Nur Interne liefert nicht jeden Tag mehrere Frischopierierte. Seit knapp einem Jahr ist der Nachtdienst eigentlich alleine, also 1 Pflegekraft, es kommt nur Springer hinzu. Ich finde es unverantwortlich seitens der Geschäftsleitung und würde nie z. B. meine Eltern bei uns liegen lassen. Aber Geiz ist geil, und solange es keinen Personalschlüssel gibt und seitens Politik geben darf, wird sich solche Willkür nicht ändern. Ich fange heute mit 6 Nachtdiensten an und berichte dann, wie es war ]:D

S_hmxi


Das klingt ja schrecklich :|N ich hab heute meine letzte nacht und nach einigen Tagen frei steige ich wieder in den Tagdienst ein. Ich wünsche dir trotzdem ganz ruhige und möglichst stressfreie Nächte. Aber freue mich schon auf berichte ;-D

cHlv


schreib deine Memoiren ;-)

v$illanxova


Hallo,

also gestriger Nachtdienst gestaltete siech wie folgt: 39 Patienten, davon 4 Frischoperierte ( Hüft- TEP, Kyphoplastie, Leisten/ Hodenhernie, Kreuzbandplastik). 3 Hüften von gestern, also am 1 Post- Op- Tag auch noch mit vollem Programm, mit Redons, Kathetern, Schmerzpumpen, Kühlung, Lagerung mit Schiene/ Spreizkissen etc. Dazu 3 Commotio- Überwachungen, wobei ich dem Arzt vom Dienst 3- Stündige Überwachung der Vitalzeichen aus den Rippen geleiert habe- 1- 2 stündlich ist im Nachtdienst schlicht nicht machbar. Ich hatte auch 5 massiv demente Patienten, davon 2 mittels Bauchgurt und an den Händen fixiert, und einen mit Weglauftendenz. Dann PKMS und sonstige "A3- er", also Patienten, die ich nachts 2x lagern muss, mit Schutzhosen versorgt, insgesamt waren es 12 Patienten. 2 isolierte Patienten, einmal MRSA, einmal Noro. Mein Glück war, dass der Springer diesmal eine examinierte Kollegin ist und keine Pflegehilfe, die nicht einmal eine Infusion richten darf, und auch keine Tabletten stellt- wir haben natürlich für alle 39 Mann Tabletten gestellt. Kurzinfusionen hatten wir die Nacht 21 Stück, die Frischoperierten bekommen Novalgin nach Standard alle 6 Stunden, dazu kommen viele Antibiosen auf der internistischen Seite. Dann muss ich natürlich alles dokumentieren. Pause habe ich erst um 1 Uhr machen können, die muss ich sowieso stückeln, weil 45 Minuten Ruhe am Stück gibt es auf meiner Station einfach nicht, und der Springer heißt so, weil er eben springt- mal bei mir, mal auf anderen Station, und "eigentlich" meine Pause vertritt, aber da reden wir lieber nicht drüber, bringt sowieso nichts.

Szhmxi


Du hast meine vollste Anerkennung und mein tiefstes Mitgefühl. ICh hoffe für dich dass gut entlohnt wirst wobei ich mir denke dass er dir wohl genauso geht wie jedem in der Pflege :|N

Das klingt nach unheimlich viel Arbeit. Und das auch noch alleine, um Himmels Willen...

Zxim


Schachcomputer...........also ein Schachprogramm aufs Tablet laden

v7i;l2lanoxva


2. Nachtdienst

Patientenzahl 39, davon 9 neue Patienten- vor allem in operativen Fachrichtungen sind die Liegezeiten immer kürzer und die Rotation groß. Gestern waren es wieder 4 Op's, Galle, Proktoskopie in Narkose mit Hämorrhoidenabtragung, dann Brustreduktion beidseits. Die vierte OP ergab sich gleich bei meinem Dienstantritt, eine 18- Jährige mit laparaskopischem Blinddarm, also erstmal schnelle Vorbereitung zur OP usw. Sie entwickelte sich nach der OP zu einer recht problematischen Patientin, sie hat alles geboten, was es so zu bieten nach OP gibt. Dass ich sie ins OP brachte und wieder von dort abholte, ist ja selbstverständlich, es gibt keinen Fahrdienst. Diese Nacht kamen noch 2 Neuzugänge, einmal eine 92- Jährige Frau, mit der nicht zu kommunizieren ging, weil sie hochgradig dement war und sowieso alles anders sah. Mit dem zweiten Neuzugang erging es mir nicht anders, er war zwar erst 19, aber ein Flüchtling und sprach nur arabisch. Wundersamerweise haben wir uns aber auf ein Klysma geeinigt und es ging sogar irgendwie. Araber und Klysma ist nämlich so eine Geschichte für sich. Zu lagern und Schutzhose wechseln hatte ich 14 Patienten, ich weiß nicht warum Dauerkatheter momentan so verpönt sind, es gab nur 5 Patienten mit DK, und alle anderen mit den Schutzhosen kosten nun mal sehr viel Zeit. Die eine Patientin musste von dem Springer heute Nacht zwei mal quasi komplett gewaschen werden, weil es nicht anders ging, die Hose war so voll und dazu noch überall hingeschmiert, wie das nun mal so bei dementen Patienten öfters vorzufinden ist. Die Iso- Zimmer wurden aufgelöst, der eine Patient hatte doch kein MRSA und der andere kein Noro, so fiel das Verkleiden weg.

Was ich gestern Nacht noch dringlich erledigen musste, war die mega- Material- und Apothekenbestellung fürs Wochenende und die Tage danach, weil Montag Feiertag ist und das nächste erst am Mittwoch nächste Woche kommt.

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