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Aufstehen, das Horrorthema Nr.1

B!lack? Ghun


Solange alle Betroffenen Fernreisen mit mehrstündigen Zeitverschiebungen gegen den angeblich festen Biorhythmus ohne Probleme überstehen,

weiss nicht wie's anderen geht, aber MIR machen solche fernreisen probleme. ich brauche dann immer einige tage, bis ich halbwegs an den neuen rythmus gewohnt bin. während dieser anpassungsphase bin ich zu gar nichts zu gebrauchen.

sorry comran, aber deine beiträge machen nur zu deutlich, dass du schlichtweg keinerlei ahnung von den problemen hast, um die es hier im thread geht. ist kein vorwurf, du bist halt ne lerche und kannst dich nachvollziehbarerweise nicht in diese situation und problematik einfühlen. aber tu mal bitte nicht so, als ob nur du allein die wahrheit gepachtet hättest und es mit einem "kein mimimi, steh früher auf, geh früher ins bett, dann passt das schon" getan wäre. :(v

eYxpeHr!te56


ich frage mich ja, wie das die ganzen Rentner machen. Hocken 24 Stunden 365 Tage im Jahr in der Wohnung (obwohl manche sogar ein Auto haben und den Wald/Park vor der Tür), stehen jeden Tag um 7:30 Uhr auf und gehen abends um 22-23 Uhr pennen. Was machen die eigentlich den ganzen Tag? Vor der Glotze sitzen? Ich hoffe, ich werde im Alter so gebrechlich, dass ich möglichst früh ins Altersheim komme, am besten schon mit 65, ernsthaft.

mvirxi80


Und die Anmerkung von Comran habe ich zur Kenntnis genommen, aber ich kann nicht behaupten, das ich das alles ohne Probleme überstanden habe. Ich habe 23 Jahre versucht morgens gut rauszukommen und es war ein täglicher Kampf. Ich habe trotzdem so oft verschlafen, das ich bei Lehrern und Arbeitsstellen ständig Ärger bekam und in Angst vor Strafe/Kündigung lebte. Meine erster Handlung morgens war ein panischer Blick auf den Wecker. Ich kann in unter 10 Minuten aus dem Bett und das Haus verlassen, inkl. Zähneputzen. Knapp war es immer, so dass ich auf jeden Fall Hetzen musste. Die Zeitumstellung im Frühling ist der Horror. Die spürt man lange. Die im Herbst ist dagegen spitze. Fernreisen in die USA finde ich auch witzig. Da wird man plötzlich zum Frühaufsteher, obwohl man sich garnicht ändern muß. Nach und nach wird man aber jeden Tag eine Stunde später wach, bis man wieder in seinem normalen Rhythmus ist. Das geht relativ schnell. Der Rückflug ist dann krass, denn plötzlich ist alles durcheinander. Da braucht der Körper dann ewig, bis es wieder stimmt.

RGoger3Rabbxit


Solange alle Betroffenen Fernreisen mit mehrstündigen Zeitverschiebungen gegen den angeblich festen Biorhythmus ohne Probleme überstehen

Nun, ich mache keine, bin aber überzeugt, dass ich und auch genügend anderen Menschen diese mitnichten ohne Probleme überstehen.

sorry comran, aber deine beiträge machen nur zu deutlich, dass du schlichtweg keinerlei ahnung von den problemen hast, um die es hier im thread geht. ist kein vorwurf, du bist halt ne lerche und kannst dich nachvollziehbarerweise nicht in diese situation und problematik einfühlen. aber tu mal bitte nicht so, als ob nur du allein die wahrheit gepachtet hättest und es mit einem "kein mimimi, steh früher auf, geh früher ins bett, dann passt das schon" getan wäre.

So etwas wollte ich vorhin auch schon schreiben, habe es mir aber erst einmal verkniffen. Denkst du wirklich, auf dieses "früher aufstehen - früher ins Bett" ist man selbst noch nie gekommen, wenn man Tag für Tag gegen den eigenen Rhythmus ankämpft?

fll6o_xeck


Beispiel Fernreisen. 6 Stunden Zeitunterschied kompensiert man in wenigen Tagen und lebt den neuen Rhythmus.

Ich kenne mich mit dem Thema nicht wirklich aus, aber handelt es sich in diesem Fall wirklich um einen komplett neuen Bio-Rhythmus? Passt man sich bei Fernreisen nicht vielmehr dem neuen Tag-Nacht-Rhythmus an, um dann wieder in die eigene Gangart einzupendeln? So viel ich weiss, lässt sich der Chronotyp nicht umpolen.... Wikipedia behauptet gar, er sei genetisch angelegt. [[https://de.m.wikipedia.org/wiki/Chronotyp]]

bleckcaxria


Ach.... Ich bin schon wieder so lange wach und ich bin einfach überhaupt nicht müde.... %-|

Heute morgen bin ich um 6 Uhr !! aufgestanden, notgedrungen. Gestern um 7 Uhr. Das Licht ist gedimmt, also nichts, was nun wacher macht. Aber Müdigkeit? Keine Spur, dabei war ich den ganzen Tag unterwegs!

Morgen muss ich wieder so früh raus und ich wette, auch morgen abend werde ich wieder hellwach sein.

Ich habe - falls ich morgens tatsächlich mal ansprechbar bin, wie heute- dann gegen Nachmittag einen Vitalitätseinbruch, der geht aber meist nach 1-2 Stunden weg oder spätestens dann, wenn ich joggen war. Und dann bin ich abends grad wieder wach, morgens wird aber wieder zu Tortur... ":/ Der ewige Kreislauf... >:(

vJampireZlla705


Hier ist noch eine Eule!

Das Fernreisenargument verstehe ich nicht... bei meiner letzten war ich 36 Stunden ohne Schlaf unterwegs, hab dann 12 Stunden am Stück geschlafen und dann war alles wie immer: ich nicht vor 10 wach und nicht vor 1.00 müde. Rückreise ähnlich, nur da 38 Stunden am Stück wach.

Ich teile mir augenblicklich mein Büro mit einer extremen Lerche, mit uns könnte man Studien machen. Sie kommt am liebsten schon um 7.00, da ist alles noch so ruhig, sagt sie, ich bleibe bis 21.00 Uhr, da ist es wieder ruhig :-D.

Besprechungen halten wir um 14.00 Uhr das schaffen wir beide *lol*.

BFl=acLk RGuxn


Ich teile mir augenblicklich mein Büro mit einer extremen Lerche, mit uns könnte man Studien machen. Sie kommt am liebsten schon um 7.00, da ist alles noch so ruhig, sagt sie, ich bleibe bis 21.00 Uhr, da ist es wieder ruhig :-D.

Besprechungen halten wir um 14.00 Uhr das schaffen wir beide *lol*.

so ne situation hatte ich auch mal mit nem ehemaligen kollegen. er meinte mal: "eigentlich könnten wir uns einen arbeitsplatz teilen". *lach*

CEomxran


ich brauche dann immer einige tage, bis ich halbwegs an den neuen rythmus gewohnt bin. während dieser anpassungsphase bin ich zu gar nichts zu gebrauchen.

Black Gun, bei all der Aufregung: eine Anpassungsphase habe ich doch nie geleugnet? Aber sie geht vorbei, und dann klappt auch der neue Rhythmus.

miri80 hat auch die Erfahrung, dass eine Anpassung stattfindet:

Fernreisen in die USA finde ich auch witzig. Da wird man plötzlich zum Frühaufsteher, obwohl man sich garnicht ändern muß. Nach und nach wird man aber jeden Tag eine Stunde später wach, bis man wieder in seinem normalen Rhythmus ist. Das geht relativ schnell.

Eine absolute "Körperzeit" kann man wohl getrost ausschließen. Bleibt nur noch das Tageslicht als Indikator für die gefühlte Zeit. Und das schwankt innerhalb eines Jahres um ca. 4 Stunden. Demnach könnte eine angebliche Eule im Sommer 4 Stunden früher aus dem Bett kommen als im Winter, was aber von den Eulen beharrlich geleugnet wird.

Eine "Umstellung" ist selbstverständlich möglich, und zwar mit entsprechender Schlaf- und vor allem Lichthygiene.

"Da Menschen eine Spontanperiode von über 24h haben, verschiebt sich der Schlafbeginn zunehmend nach hinten. Hinzu kommt, dass die Menschen abends dem Licht ausgesetzt sind und zwar häufig dem Licht verschiedenster Bildschirme mit einem hohen Blauanteil. Dies induziert zusätzliche Phasenverzögerungen und führt mithin zu einer weiteren Verschiebung des circadianen Rhythmus. Das Schlafbedürfnis tritt später auf, die biologische Zeit hat sich verschoben."

(Dietmar Weinert: Mensch und Zeit)

Weinert bezieht sich auch auf die Studie von J.M. Ronda: "Bright light induction of string (type0) resetting of the human circadian pacemaker" (Ausgabe Science 244), in welcher nachgewiesen wurde, dass sich der Chronotyp durch Lichteinfluss verschieben lässt und die Ursachen somit nur teilweise genetischer Natur sind, sondern vornehmlich soziokultureller:

"The response of the human circadian pacemaker to light was measured in 45 resetting trials. Each trial consisted of an initial endogenous circadian phase assessment, a three-cycle stimulus which included 5 hours of bright light per cycle, and a final phase assessment. The stimulus induced strong (type 0) resetting, with responses highly dependent on the initial circadian phase of light exposure. The magnitude and direction of the phase shifts were modulated by the timing of exposure to ordinary room light, previously thought to be undetectable by the human pacemaker. The data indicate that the sensitivity of the human circadian pacemaker to light is far greater than previously recognized and have important implications for the therapeutic use of light in the management of disorders of circadian regulation."

Man kann sich dem Thema auch ganz neutral und entspannt nähern und sollte zumindest Zweifel an der "naturgegebenen inneren Uhr" zulassen, wenn es ganz anderslautende Forschungsergebnisse gibt. Das oben zitierte Unvermögen der Eulen, im Sommer die frühere Zeit zu nutzen, spricht ebenfalls für soziokulturelle Ursachen. Diese sind aber - zumindest formell - ganz freiwilliger Natur.

felo_exck


Comram

Da du von deiner Theorie so absolut überzeugt bist, würde mich wunder nehmen, ob du deinen Chronotyp auch schon mal über einen längeren Zeitraum geändert hast. Und damit meine ich nicht dein Beispiel vom sozialen Jetlag, weil den zu verhindern ist ja wahrlich kein Kunststück. Wenn du jetzt deinen Tag mit einem Feiermorgen beginnen würdest und dann ab Nachmittag bis spät in die Nacht hinein arbeiten würdest, glaubst du, es wäre dir auf längere Zeit wohl mit diesem Rhythmus?

Ctomrdaxn


Da du von deiner Theorie so absolut überzeugt bist

Es ist schön, dass ihr mir das alles unterschiebt und sogar wissenschaftliche Zitate komplett ignoriert ;-D

Wir wollen doch nicht darüber streiten, was euch der olle Comran erzählt. Sondern herausfinden, was nun wirklich Sache ist. Und da wären logische Argumente und Primärquellen doch viel geeigneter.

ob du deinen Chronotyp auch schon mal über einen längeren Zeitraum geändert hast.

Habe ich. Schulzeit auf Bundeswehrzeit war eine Verschiebung von 3 Stunden, danach zum Berufsleben wieder eine Verschiebung von 2 Stunden in die andere Richtung. Bei einem längeren Urlaub (über 2 Wochen) verschiebe ich nochmal um 3 Stunden, weil wir abends mehr unternehmen. Das Zurückverschieben in wenigen Tagen tut dann etwas weh, mir ist das Gefühl daher nicht unbekannt. Aber ich komme auch im anderen Rhythmus wieder an.

Ich bin sowieso ein schlechtes Beispiel, da ich vor 6 Uhr wach bin und auch gegen 22 Uhr noch sehr produktiv. Dafür habe ich dann meine verdienten 7 Stunden Schlaf. Und ja: ich lasse mich täglich mit Licht wecken (wie ich schon geschrieben hatte).

f(lo_exck


Und da wären logische Argumente und Primärquellen doch viel geeigneter.

es gibt da neben der Wissenschaft noch so etwas wie empirische Erfahrungen... und du gibst ja selbst zu, dass du ein schlechtes Beispiel bist. ;-)

Lichtwecker ist eine gute Sache, absolut einverstanden :)^

fNlo_xeck


da ich vor 6 Uhr wach bin und auch gegen 22 Uhr noch sehr produktiv.

Beneidenswert übrigens!

f0lo_ecxk


Interessanter Beitrag (2014) zum Thema:

Doch die moderne Schlafforschung zeigt: Die beiden Vogelmetaphern werden der Komplexität der Sache nicht gerecht. Der Variantenreichtum an Schlaf-Wach-Kombinationen ist offenbar größer als bislang vermutet. Mindestens zwei weitere Versionen meint der russische Schlafforscher Arkady Putilov vom Institut für Molekulare Biologie und Biophysik in Novosibirsk bei Experimenten mit Probanden entdeckt zu haben. Demnach gibt es Menschen, die morgens wie abends alert sind und solche, die zu beiden Tageszeiten mit einer gewissen Lethargie zu kämpfen haben. Das berichtet er in einer demnächst in der Zeitschrift Personality and Individual Differences erscheinenden Publikation.

[[http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/schlafforschung-zuwachs-fuer-lerche-und-eule-1.2220804]]

Was bei mir übrigens neben dem Lichtwecker morgens auch funktioniert, ist ein Blaulicht-Filter für Bildschirme am Abend.

Aqnti3go#ne


@ Comran

Studien sind schön und gut - mit welchen "Menschen" wurden die von dir genannten gemacht?

Mit "normalen" Leuten, die morgens aufstehen?

Oder gab es gemischte Gruppen mit Frühaufstehern und Langschläfern? Oder gar getrennte Gruppen?

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