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Krankenkasse bei Hartz IV selbst zahlen? Depression.

cYriech9arltie hat die Diskussion gestartet


Ich weiß nicht, ob ich hier richtig bin.

Ein Verwandter ist Vater eines Zweijährigen, lebt mit der Mutter in einer "Bedarfsgemeinschaft" (?), also anscheinend als Eltern gesehen, aber nicht als Ehepaar.

Er hat vor zwanzig Jahren eienn Studentenjob kurz vor dem Diplom angefangen und macht das nun immer noch, d.h. er arbeitet sehr viel für wenig Geld, auch in den Abendstunden.

Er ist privatversichert.

Sie ist bei der Arge gemeldet, gesetztich versichert, das Kind bei ihr mitversichert. Nun konnte sie aufgrund Depressionsanfall das von der Arge vorgegebene Praktikum nicht machen, diese hat einen Gutachter geschickt, der sie für arbeitsunfähig erklärt hat.

Daraufhin hat die Arge alle Zahlungen inkl, Krankenkasse eingestellt. Die Arge meint, sie wären nicht mehr zuständig, sie sind zum Bürgerbüro (?) wohl eien Art Sozialamt, die meine aber, sie sind auch nicht zuständig.

Nun haben sie sich freiwillig versichert, was gut war, denn das Kind mußte zwei Tage in's Krankenhaus.

Er ist Minderverdiener, sie Hartz IV und hat einen Betreuuer. Noch genauer weiß ich es nicht.

Müssen sie sich nun tatsächlich selbst versichern?

Antworten
ZTeenna


Also, da du ja vermutlich auch nicht mehr Info's hast, kann ich leider auch nur mutmaßen...

Ich denke, die Bekannte ist für dauerhaft Erwerbsunfähig bzw. mindestens erwerbsunfähig über 6 Monate, aber nicht auf Dauer erklärt worden. Damit wäre ein Rentenantrag zu stellen, und wenn dabei nichts rum kommt (Vorversicherungszeiten nicht erfüllt = nicht lange genug gearbeitet), muss ein Antrag auf Leistungen nach dem SGB XII gestellt werden, über die dann auch die KV läuft. In der Regel macht die RV auch noch ein eigenes Gutachten, dass nicht selten zu einem anderen Ergebnis (Erwerbsfähigkeit weiter gegeben).

Allerdings darf das Jobcenter keinesfalls die Zahlungen einfach einstellen, bevor eine andere Kostenträgerschaft geklärt ist! Daher - sofern noch in der Widerspruchfrist, unbedingt selbigen erheben und ggfs. einstweiligen Rechtsschutz beim Sozialgericht beantragen.

c+rie9charmlixe


Sie waren beim Bürgerbüro, das hat bei der Arge angerufen - keiner fühlt sich für die drei zuständig.

Aber danke für den Hinweis, dass das nicht geht, solange kein anderer Kostenträger gefunden ist.

Kpno*bixbrot


1. Widerspruch einlegen.

2. Beim Landratsamt Antrag auf Grundsicherung stellen.

Normalerweise "begleitet" einen das Jobcenter bis in die Grundsicherung und zahlt auch, oder besser gesagt ersetzt die Kosten so lange bis der Antrag durch ist. Falls sie aber keinen Anspruch auf Grundsicherung hat, ist das Jobcenter weiter zuständig - ob es will oder nicht.

Sie müssen sich nicht selbst versichern! Irgendwer muss zuständig sein.

Am besten den Betreuer hinzuziehen und eventuell eine Sozialberatung in Anspruch nehmen.

Pilüsschb;iest


Das Sozialamt ist zuständig.

PElüscwhbiest


Wenn er privat Krankenversichert ist, kann er so schlecht nicht verdienen.

Da wird sie evtl. auch bei ihm mitversichert.

Bedarfsgemeinschaft heißt, der der verdient muss denjenigen der nichts verdient mit unterstützen. Es wird der Bedarf für Beide errechnet. Und wenn er den Bedarf für Beide mit seinem Gehalt abdeckt bekommt sie vom Amt nichts.

SRtalxfyr


also anscheinend als Eltern gesehen, aber nicht als Ehepaar.

Ja, das SGB II unterscheidet im Hinblick auf die Leistung nicht zwischen Eheleuten und fest zusammenlebenden Partnern (Indiz hierfür z.B. Zusammenleben über ein Jahr oder gemeinsame Betreuung eines Kindes im Haushalt).

Sie waren beim Bürgerbüro, das hat bei der Arge angerufen - keiner fühlt sich für die drei zuständig.

Das ist leider oft so. Jobcenter schickt zum Sozialamt, Sozialamt schickt zum Jobcenter zurück. M.E. ist das Jobcenter weiterhin zuständig, alleine schon weil ein Partner in der BG ja erwerbsfähig ist. Zudem ist fraglich, ob die Frau dauerhaft erwerbsunfähig ist. Sofern dies nur temporär ist, wäre auch weiterhin das Jobcenter zuständig.

Also auf jeden Fall Widerspruch einlegen!

Wenn er privat Krankenversichert ist, kann er so schlecht nicht verdienen.

Das will nichts heißen. Auch da gibt es Geringverdienertarife, und auch das Jobcenter übernimmt bisweilen private KV-Beiträge (es gibt Leute, die kommen aus den privaten KV eben nicht raus, z.B. ehemals Selbstständige oder Studenten, die eben nie von einem Arbeitgeber zur gesetzlichen KV angemeldet wurden; die bleiben in der privaten).

Und wenn er den Bedarf für Beide mit seinem Gehalt abdeckt bekommt sie vom Amt nichts.

Das ist aber hier wohl nicht der Fall, denn sie haben ja ALGII bekommen. Es liegt ja nur an dem ärztlichen Gutachten, dass die Leistungen eingestellt wurden.

cPriecbharlzixe


Er ist privatversichert, weil er als Student bei seinem Vater (Beamter) mit in der privaten Familenversicherung war; dann hat er sich selbst, als er die Wahl hatte, auch privat versichert und nachdem er seitdem keinen Angestelltenvertrag hatte, mußte er in der privaten bleiben.

wenn Du mal privat warst und kein Angestellter bist, kommst Du da nicht rein, soweit ich weiß.

Er räumt für ein paar Euro Regale ein, ein paar Stunden am Tag. Nun könnte er in's Weihnachtsgeschäft und da mehr verdienen, aber er kann sie nicht alleine lassen im akuten Depressionszustand. Und wenn er viel zu Hause ist, brauchen sie auch mehr Geld.

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