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Kann meine Schwester Teilzeit studieren?

F<rau-Ixna hat die Diskussion gestartet


Ich hatte ja von meiner Schwester geschrieben.

[[http://www.med1.de/Forum/Beruf.Alltag.Umwelt/711385/]]

Nach langem hin und her hat sie jetzt eine Finanzierungsvariante gefunden, meint aber das Vollzeitstudium packt sie nicht im 1. Semester und möchte um sich zu stabilisieren das Studium in Teilzeit beginnen.

Nun braucht sie dafür aber ein aktuelles Attest (sie hat psychische Probleme). Problem ist auch, dass sie im 1. Semester im Master nicht direkt ein Urlaubssemester machen kann.

Also ist das Teilzeitstudium die einzige Variante.

Nun braucht sie dafür aber ein akutelles Attest und genau da liegt die Schwierigkeit.

Ihr Arzt ist in Rente, einen Therapieutermin hat sie erst in über 6 Monaten.

Nun war ihre Idee, dass sie ihr altes Urlaubssemester vorzeigt und ein altes Attest mit der Begründung, dass sich die gleichen Symptome wieder zeigen.

Problem ist aber, dass sie das Teilzeitstudium nur vor Studienbeginn beantragen kann.

Mit dem Ärztemangel hier in der Umgebung wird sie auf die Schnelle aber keinen passenden Neurologen finden und erst recht keinen, der ihr direkt ein Attest ausstellt. Das ist ja eine langwierige Sache und es wird wohl keinen Arzt geben, der auf die erstmalige Schilderung einer Patientin gleich ein Attest für 6 Monate ausstellt und bis der die Akte hat (wenn der alte Arzt sie nicht gleich entsorgt hat) vergehen Monate.

Was würdet ihr machen?

Antworten
F)roau-KIna


Hat jemand Ideen?

Tnechnikexrin89


Ich hätte zwei Ideen :)

1) Hat sie denn schon einmal beim Prüfungsamt nachgefragt? Ich wüsste nicht, dass man eine Begründung für ein Teilzeitstudium braucht. Außerdem sind die ja vlt. so kulant und sie darf das auch so machen. Oder die Uni hat einen eigenen Psychologen, bei dem sie schneller einen Termin bekommt.

2) Ich wüsste spontan gar nicht, was ihr ein Teilzeitstudium bringt. Ich habe selber einen ganz normalen Master gemacht und die Fristen für die Prüfungen waren so locker gelegt, dass ich das locker auf die dreifache Studienzeit hätte ziehen können.

Hab den alten Faden jetzt nicht komplett gelesen, mir sind also nicht alle Probleme bekannt. Aber Teilzeit würde sich ja auch zum nebenbei arbeiten anbieten.

Fsrau-xIna


Ich kann jetzt zum Umfang des Studiums und wie es bei ihr ist nichts sagen, weil ich noch nie studiert habe und auch keine Ahnung wie die das handhaben in ihrem Studiengang.

Sie hat mir nur den Antrag auf Teilzeit gezeigt und da stand, man müsste ganz genau belegen mit Attesten weshalb man in Teilzeit geht.

Das hatte sie abgeschreckt.

Sie fährt anderthalb Stunden mit dem Zug zur Uni.

E9heNmalisger N%utzer (#A4671x93)


Studiert deine Schwester auf einer Fachhochschule oder einer Universität?

Die meisten Unis/Studiengänge haben kein Zeitmodell (oder nur eine Empfehlung). Wieviele/welche Scheine (solang konform mit Curriculumsaufbau) der Student pro Semester macht, bleibt eigentlich ihm überlassen.

F_razu-Inxa


Fachochschule.

Fxrau-QIxna


Sorry, ich meinte Uni. Hab mich verschrieben.

FH war meine andere Schwester.

EOhemaligerx Nutz,er (#<46719x3)


Ich würd mich mal bei der Studienabteilung schlau machen bzw. das Curriculum durchlesen. Eine strikte Einteilung in Voll- und Teilzeit kenn ich von Unistudien so eigentlich nicht.

F7raux-Ina


Das Problem ist einfach: 5 Mal die Woche 3 Stunden Zug schafft sie in ihrer Verfassung nicht (plus Uni Vorlesungen) und eigentlich wäre eine Therapie super wichtig. Da kommt sie aber erst in 6 Monaten rein.

Umziehen kann sie nicht, da es mit dem Studium schon finanziell sehr knapp wird und die Studeinstadt teuer ist. Das BA Studium bringt D. so nichts, da sie damit nie Arbeit finden wird. Sie braucht also diesen Master.

Durch Teilzeit hätte sie die doppelte Zeit für Leistungen, könnte sich die Zeit einteilen, sich stabilisieren und nebenher arbeiten auf ganz geringer Basis gehen.

%:|

N!ailxouga


Das Teilzeit Ding kenn ich so auch nicht. Man meldet sich für die Module an, die man belegen möchte und wenn man bestimmte Module abgeschlossen hat, darf man mit der Masterarbeit anfangen.

Wobei mir gerade einfällt, die Uni (oder nur die Fakultät von der Uni? Hab ich jedenfalls hier von manchen Studenten gehört) kriegt für Studenten in Regelstudienzeit mehr Geld und ist daher daran interessiert, die Leute auch in kurzer Zeit durchzuschleusen. Aber so ganz rigoros... es ist ein Studium, weder Schule noch Beruf ":/ und manchmal soll es ja auch passieren, das man durch Prüfungen fällt und dann automatisch länger braucht.

Das wäre natürlich noch eine Variante: Sich nach Plan zu den Modulen anmelden und nur die besuchen, die man auch schaffen kann und beim Rest eben "durchfallen". Kann aber natürlich auch zusätzlich stressen und man muss unbedingt drauf achten, wie oft sowas wiederholt werden kann.

Fdrau-Ixna


Es ist alles grad schwierig. Gerade wenn sie als angehende Lehrerin von vornherein sagt, ich habe psychische Probleme und möchte gleich von Beginn an auf Teilzeit gehen freuen die sich natürlich alle.

Ich denke, sie muss da hin und mit dem Dekan und dem Prüfungsamt reden.

Nachher fällt sie durch die Module wenn sie nicht kommt und alles wird noch schlimmer.

Tpeychnikerixn89


Deine Schwester muss sich mit der Studienberatung oder dem Prüfungsamt vor Ort zusammen setzen. Wir können hier nur raten, wie ihr Studium aufgebaut ist, wie viel Anwesenheit erforderlich ist usw.

Vielleicht kann sie sich auch erstmal von der Fachschaft beraten lassen, das ist ihr vielleicht lieber.

Wir können hier nur vermuten und sagen, wie es bei uns war. Ich habe aber weder Lehramt studiert, noch war ich an der selben Universität (bei uns gibt es sämtliche genannten Fächer nicht)

Selbst mit einem ganz normalen Präsenzstudium in Vollzeit ist es oft nicht nötig an 5 Tagen die Woche anwesend zu sein. Oft kann man 2 Tage von zuhause aus arbeiten, wenn man die Vorlesungen geschickt legt. Bei mir war das z.B. nie möglich.

Umziehen scheint ja wegen der Kosten nicht in Frage zu kommen? Ich vermute dann mal die Bahnkosten werden vom Studententicket übernommen? Ansonsten kann ich mir nicht vorstellen, dass Bahn günstiger als ein kleines WG-Zimmer ist.

Also wie gesagt, bei uns an der Uni könnte man einen Master ohne irgendwelche Tricks auf über 8 statt der angesetzten 3 Semester ziehen. Sie müsste sich halt informieren. Das kannst auch nicht du machen, weil nur sie weiß, was sie sich zutraut.

BUenu!tz\erna<me0201


Wieso besucht sie nicht einfacher weniger Veranstaltungen?

Ffrau8-Ina


Die Hochschule ist bestrebt, dass das Studium schnell durchgezogen wird.

Man braucht sogar ein Attest vom Amtsarzt.

Das kann sie wohl vergessen.

Gerade bei psychischen Sachen fällt man da hinten runter.

lqerche%nzPungxe


1) wenn von der Uni ein "Teilzeitstudium" (oft auch "berufsbegleitendes Studium" genannt) angeboten wird, dann kann man sich dafür selbstverständlich ohne Begründung oder Attest oder andere Nachweise einschreiben. Dass hier die Uni eine Begründung fordert, irritiert massiv?

2) wenn ein solches Teilzeitstudium nicht definiert ist, also nicht angeboten wird, dann wird die Uni nicht für eine einzelne Studentin das neu erfinden. Dann wäre es weit naheliegender, sich an einer anderen Uni zu bewerben, die ein Teilzeitstudium auch anbietet.

Hier kann man danach suchen:

[[http://www.hochschulkompass.de/studium/rund-ums-studieren/studienformen/teilzeitstudium.html]]

3) seit Bologna-Reform sind auch an den Unis die Studiengänge ziemlich straff und Verzögerungen gefährden die Zulassung schnell. Ich erinnere mich an die Einführung des Bachelors an unserer Uni, ich war da gerade frischgebackener Assistent und musste unter anderem Verwaltungsaufgaben übernehmen (zB. Prüfungsergebnisse in die Datenbank eintippen). Nach dem dritten Semester Bachelor standen bereits ein Drittel der Studierenden vor dem Aus, weil sie nicht schnell genug die vorgeschriebene Zahl von Scheinen geschafft hatten... Das wurde in Folge wieder entspannt und im Master ist es sowieso etwas lockerer, aber so wie Kramuri es beschreibt, ist es heute leider nicht mehr (ich nehme an, Kramuris Erfahrungen gehen noch auf vor-Bologna-Zeit zurück?)

4) die Uni kann natürlich für Studierende, die entsprechende Nachweise beispielsweise einer Erkrankung beibringen, Erleichterungen, dh. "Nachteilsausgleich" einräumen. Typischerweise wird dafür dann aber sowieso ein Attest vom Amtsarzt oder Hochschularzt benötigt.

-> aus diesen Punkten folgt erstmal, dass es wichtig wäre, die genauen Bedingungen zu kennen, wozu ein Gespräch mit der Studienberatung unbedingt erforderlich wäre. Ausserdem gibt es an (fast?) allen Unis auch eine Vertretung für behinderte und chronisch Kranke Studierende, auch mit dieser sollten die Möglichkeiten besprochen werden, um klarer zu sehen

5) wenn ich mich an den anderen Faden richtig erinnere, ging es da um die Finanzierung des Studiums durch den Vater? Ich bin mir nicht sicher, ob ein bereits ab Beginn auf Teilzeit angelegtes Studium (auch wenn die Teilzeit krankheitsbedingt ist) als Erstausbildung gelten kann, für die Unterhaltspflicht besteht...? Normalerweise besteht Unterhaltspflicht nur für ein Vollzeitstudium. Sollte der Punkt also noch relevant sein, so sollte dieser Aspekt mit betrachtet werden!

6) die drei Stunden pro Tag Pendelstrecke würde ich nochmal dringend überdenken. Ein Minijob zum Mindestlohn mit 450 EUR Monatseinkommen entspricht rund 2,5 Stunden pro Tag Arbeitszeit bei 5-Tage-Woche! Deine Schwester "verpendelt" da also schätzungsweise Zeit mit einem Wert von mindestens 450 EUR pro Monat. Dabei ist noch nicht betrachtet, dass sie vielleicht ja auch eine etwas besser bezahlte Stelle finden könnte, dass uninahes Wohnen auch sonst viele Vorteile bietet (in Freistunden kurz zum "Powernapping" nachhause laufen, einfacheres Treffen zu Lerngruppen und sozialen Aktivitäten am Abend etc.)

Wir wissen nicht, um welche Unistadt es geht, aber in den allermeisten Städten sollte ein einfaches möbliertes WG-Zimmer auch in Uninähe noch deutlich weniger als 450 EUR kosten...

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