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Kann meine Schwester Teilzeit studieren?

Fgraux-Ina


Ich kann deine Gedanken leider gar nicht teilen.

Selbst die Beratung beim Arbeitsamt hat den Master vorgezogen und sie dazu animiert.

Ich bin mal gespannt wie viele Leute du kennst, die mit kreativem Schreiben ihr Geld verdienen? Ich kenne niemanden.

Letztendlich muss es doch meine Schwester entscheiden und sie hat sich eindeutig dafür entschieden.

Weil du negative Erfahrungen gemacht hast, muss das in ihrem Fall ja nicht zwangsläufig auch so sein.

Kann es sein, dass du negative Erfahrungen gemacht hast und nun davon ausgehst, dass alle anderen Menschen auch welche machen?

Inwieweit ich D. begleite ist meine Entscheidung. Was ich sollte oder nicht sollte ebenfalls.

Auf mich machst du ein bisschen den Eindruck, als ob du mit deinem beruflichen Werdegang selbst unglücklich bist.

Natürlich ist ein Master keine Garantie für einen Job. Aber es ist eine bessere Qualifikation und weitaus besser, als mit Germanistik für die nächsten anderthalb Jahre im Arbeitsamt zu sitzen und ALG 2 zu beziehen.

Ich sehe das sehr wie Antigone. Sie kann die Zeit neben dem Studium für die Therapie nutzen. Denn so wie momentan kann sie auch nicht 40 Stunden arbeiten und wird hier in der Nähe auch nichts finden und für einen weiteren Umzug sieht sie sich momentan nicht in der Lage hat sie gesagt. Also ist das ihre Chance und die finanziellen Sachen haben wir ja mittlerweile auch geklärt.

FAifafoLfumxm


Ich kann deine Gedanken leider gar nicht teilen.

Selbst die Beratung beim Arbeitsamt hat den Master vorgezogen und sie dazu animiert.

Das ist schade. Ich finde es zu kurz gesprungen, nur bis zum Master zu denken.

Ich finde den Trend "studieren um jeden Preis" nicht immer gut, und nicht für jeden um jeden Preis passend.

Natürlich hat die Dame beim Arbeitsamt so beraten - diese Leute animieren fast immer zum höchstmöglichen Abschluss.

Eventuell auch, weil die Probanten damit keine Gelder von der ARGE beziehen müssen? :=o

Kann es sein, dass du negative Erfahrungen gemacht hast und nun davon ausgehst, dass alle anderen Menschen auch welche machen?

Nein, ich habe sowohl mein Studium als auch mein Ref mit Auszeichnung gemeistert.

Aber - vor allem im Ref - einige Schicksale miterlebt. Und das ist auch leider die Regel.

Wie gesagt, da wird hart gesiebt. Wer da nicht 100% gesund ist hat keine Chance.

Ich habe einige gesehen, die nach vier Jahren Studium dann ohne Lehrbefähigung dastanden.

Das ist bitter. :°_

Aber leider allgemein bekannt.

[[http://m.tagesspiegel.de/berlin/referendare-beklagen-ueberlastung-beschwerdebrief-wegen-unterrichtsverpflichtung/1840354.html?utm_referrer= Referendare beklagen Überbelastung]]

Auf mich machst du ein bisschen den Eindruck, als ob du mit deinem beruflichen Werdegang selbst unglücklich bist.

Natürlich waren fünf Jahre Vertrerungstätigkeit hart. Aber ich hatte die Kraft dazu, war gesund, und es war meine Entscheidung.

Mittlerweile bin ich Beamtin auf Lebenszeit, übe meinen Beruf sehr gerne aus, und verdiene mehr als genug.

Um Deine Frage zu beantworten: Nein, ich hadere sicher nicht. ;-)

Aber das Lehramt ist eine Berufung.

Wenn man das nicht aus ideellen Gründen wirklich will, und/oder gar eine psychologische Vorerkrankungen hat, ist er Gift.

Das durfte ich - und auch andere bekannte und befreundete Lehrkräfte - schon traurig miterleben.

Deswegen möchte ich warnen.

Ich meine es wirklich nur gut.

l|erc[henzungxe


die von Fifafofumm angeführte Bedenken halte ich für sehr begründet. Natürlich ist Studieren auf Master immer besser, als nur Hartz-IV beziehend abzuhängen. Aber die Wahl des Studienganges erscheint unter den Randbedingungen nicht ideal. Ein Master Lehramt ist für sich ja noch nicht richtig berufsqualifizierend (ebenso wie ein Bachelor, offiziell mag es ein berufsqualifizierender Abschluss sein, aber tatsächlich ist es nur eine Zwischenstation). Und ein Ref belastet gerade einen psychisch labilen Menschen massiv. Dagegen ist das Masterstudium ein Kinderspiel. Wenn jemand also schon im Masterstudium aufgrund der Erkrankung Marscherleichterung braucht (Teilzeit etc.), dann dürfte das Ref an die Belastungsgrenze und darüberhinaus gehen.

Es könnte lohnen, sich hier mal einzulesen und ehrlich zu fragen, ob man sich für diese Aufgabe gewappnet fühlt:

[[http://www.referendar.de/forum/]]

Aufgrund der Randbedingungen hatte ich ja schon mal den Vorschlag der Fernuni Hagen eingebracht, könnte der Studiengang hier vielleicht Interesse hervorrufen?

[[http://www.fernuni-hagen.de/KSW/portale/mabm/]]

Alternativ und näher an den Bachelor-Fächern dran, aber vielleicht eher brotlos:

[[http://www.fernuni-hagen.de/KSW/portale/maem/]]

[[http://www.fernuni-hagen.de/KSW/portale/maphil/]]

Wobei ich das "brotlos" nicht zu streng betrachten würde: im Regelfall sind die guten und flexiblen Studenten eines "brotlosen" Studiengangs am Ende doch besser dran als die schlechten Studenten eines "sicheren" Fachs.

FRrau-JIna


Ich sehe die Sache aber auch temporär und als Krise.

Auch aus einer Krise kann man gestärkt hervor gehen.

Abgesehen davon können wir hier diskutieren oder nicht.

Sie hat diese Entscheidung getroffen und momentan ist es für sie eben besser als Hartz4 zu sein.

In eine Zweitausbildung kommt sie auch nicht mehr rein, da sie schon als überqualifgiziert ist. Nur mit Umschulungsmaßnahme nach Arbeitslosigkeit.

Also die Entscheidung noch den Master zu studieren steht eigentlich außer Frage ;-) Da sie sich entschieden hat.

F?ifafogfumm


Also die Entscheidung noch den Master zu studieren steht eigentlich außer Frage ;-) Da sie sich entschieden hat.

Ok. Wir müssen auch nicht mehr drüber diskutieren - natürlich ist es ihre Entscheidung.

@:)

Aber ich bin doch gespannt: was hat sie denn nach dem Master vor?

Annt;ig@oxne


Sie hat diese Entscheidung getroffen und momentan ist es für sie eben besser als Hartz4 zu sein.

Und wenn sie währenddessen merkt, dass ihr die Lehrtätigkeit nicht liegen wird, kann sie noch einen anderen Master machen (auch an der Fernuni Hagen für wenig Geld) oder sich einen anderen Bereich als das Lehramt suchen.

Ich gehe allerdings davon aus, dass sie sich während des Masterstudiums in eine Therapie begibt und an ihren Problemen arbeitet.

lherch"enzunxge


Sie hat diese Entscheidung getroffen und momentan ist es für sie eben besser als Hartz4 zu sein.

ich denke, darauf können wir uns alle einigen...

FirauD-Inxa


Ich kann nichts dazu sagen was wie nach dem Master wird, weil ich es schwierig finde jetzt shcon zu spekulieren was in 2 Jahren ist.

E4hemaligeLr Nutzern (m#467x193)


schwierig finde jetzt shcon zu spekulieren was in 2 Jahren ist.

Wie ist denn der 'Teilzeit'-Master aufgebaut? Echte Teilzeit wäre doch mindestens doppelte Studiendauer? Oder ist das 'berufsbegleitend' organisiert, wo man Freitag Nachmittag-Abend, sowie Samstag+Sonntag ganztags, Inklusive sämtlicher Feiertage etc, auf der Uni ist?

FNrau0-Inxa


Ich kann dazu nichts sagen, weil ich es nicht weiß. Vielleicht kann sich jemand anderes äußern?

l]erchennzuxnge


bei einem "echten" Teilzeitstudium ist das in der Tat so, dass dieses entsprechend organisiert ist, um auch berufsbegleitend durchgeführt werden zu können.

Hier aber scheint die Uni gar kein Teilzeitstudium anzubieten, sondern auf begründeten Antrag einen entzerrten Studienplan anzubieten, in dem man die gleichen Veranstaltungen wie im Vollzeitstudium besucht, nur halt weniger davon pro Semester. Nennt sich wohl auch Teilzeitstudium, aber hat mit dem echten berufsbegleitendem Studium nichts zu tun.

lDerchuenztunge


wo ich dies gerade schrieb, kam mir noch ein anderer wichtiger Gedanke:

Wie ist der Studienplan für das Teilzeitstudium aufgebaut? Liegen die Veranstaltungen eines Semesters in diesem Plan dicht beieinander oder über die ganze Woche verteilt. Da Deine Schwester ja lange Pendelzeiten hat, würde ihr das Teilzeitstudium ja nur dann wirklich nutzen, wenn sie dadurch weniger Tage pro Woche zur Uni muss, nicht aber, wenn sie trotzdem (fast) täglich hin muss und nur weniger Stunden pro Tag hat...

NYaziloyuxga


Ich kenns von hier nur so, dass die Regelstudienzeit verlängert werden kann, und man dadurch eben Vorteile kriegt. Demnächst soll ein "echtes" Teilzeitstudium eingerichtet werden, das eben auch verstärkt Seminare zu späteren Uhrzeiten, als Block oder am Wochenende anbietet. Aber das ist ja oft auch schon so, dass man sich da ein bisschen die passenden Zeiten zusammensuchen kann, wenn man nicht drauf angewiesen ist, möglichst viel in ein Semester zu stopfen.

AuntDigonxe


Ich kann dazu nichts sagen, weil ich es nicht weiß. Vielleicht kann sich jemand anderes äußern?

(Frau-Ina)

Welcher Master an welcher Hochschule ist es denn genau?

Ftrau-!I nxa


Wenn ich das jetzt schreibe, weiß jeder der mit ihr studiert wer meine Schwester ist und das möchte ich möglichst vermeiden.

:=o

Ich will sie ja nicht stigmatisieren.

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