» »

Welchen Beruf habt ihr/welche Ausbildung macht ihr?

k`ami|llCenxbluetxe10 hat die Diskussion gestartet


Hallo! Ich dachte nicht, dass ich in diesem Unterforum mal schreiben werde, aber momentan bin ich etwas ratlos und hoffe, hier auf Erfahrungen/Meinungen zählen zu können.

Zu meiner Situation: Ich habe im Juni maturiert (sogar mit Auszeichnung) und letzte Woche ein Studium im Wirtschaftsbereich begonnen. Bin dafür sogar in ein Studiheim gezogen, hab mich lange darauf gefreut und dem Ganzen entgegengefiebert und auch Sportkurse belegt und bereits neue Leute kennengelernt. ABER: Das Studium selbst gefällt mir nicht wirklich. Ich hab mir das einfach anders vorgestellt und merke von Kurs zu Kurs, dass es nicht das ist, was ich die nächsten 5 Jahre tun will (+ eig. mein ganzes Leben in dem Bereich arbeiten). Ich weiß im Moment nicht mal, ob ich überhaupt studieren will. %:| Dabei war ich immer die, der schon am Beginn des Gymnasiums klar war, dass sie mal studieren will. Bin jetzt wirklich verzweifelt und hab keine Ahnung, wie es weitergeht. Klar denkt man jetzt: Nach 2 Wochen kann man das doch noch gar nicht sagen, oder? Das frag ich mich auch.. Soll ich mich nicht wenigstens ein Semester lang durchbeißen? Aber wenn ich dann sehe, was ich da lernen muss und meine HÜ machen will, KANN ich das einfach nicht. Es ist nicht das, was ich WILL.

Allerdings fehlen mir die Alternativen. Es gibt ein Fach an einer Fachhochschule, das mich schon sehr interessieren würde, aber da gibt es viele Bewerber für nur wenige Plätze. (das hab ich früher schon öfter überlegt, aber mich nicht beworben). Ansonsten keine Idee, in welche Richtung es gehen soll.. Ein Auslandsjahr würde mich auch reizen, aber damit vertrödle ich im Prinzip nur wieder Zeit und hab danach erst recht keinen Plan.

Deswegen frage ich jetzt mal, was ihr alle so gemacht habt/macht und vielleicht hat ja jmd ähnliche Erfahrungen und/ oder einen Rat für mich. Bin ziemlich am Boden. :-(

Ganz liebe Grüße und DANKE schonmal @:)

Antworten
CKonxto


denke auch daran, dass du mal älter wirst und dir andere Sachen leisten möchtest... Jetzt ist es lustig inner Studienbude mit Freunden zu feiern und so weiter... aber später, solltest du etwas studiert/gelernt haben, mit dem sich auch gute Kohle verdienen lässt und am besten so, dass es dich nicht körperlich zermürbt....

früher wollte ich nie was mit Mathematik nach der Schule zu tun haben, also bin ich in einen gesundheitlichen Beruf gegangen... Gelernt und gearbeitet, aber ziemlich genervt von dieser Arbeit, schon von Anfang an...

später die Kurve gemacht und ins Management umgestiegen... hier habe ich ein paar Annehmlichkeiten, die ich im alten Beruf nie gehabt hätte, Mathematik habe ich auch, klar... aber ich denke jetzt auch ein wenig anders als nach dem Schulabschluss vor 14 Jahren.

Hätte ich damals mir mal mehr Gedanken gemacht, dass ich einen Job anpeile, mit dem man gut Geld verdienen würde, hätte mich das Bankwesen interessiert.

Freund von mir ist im Bankwesen, etwas höhere Position und verdient ein Schweine Geld....

w,inteDrsonnxe 01


Geld allein macht auch nicht glücklich :=o

Ich bin im Gartenbau, Produktionsgartenbau....kann man studieren (FH oder Universität) und hat später ziemlich breite Einsatzmöglichkeiten. In Betrieben, Erzeugerorganisationen, Forschungseinrichtungen, in der Lehre, in staatlichen Ämtern..zum Bsp. Pflanzenschutzamt, im biologischen Anbau, Nützlingsfirmen und und und ....

Es gibt in diese Richtung noch Garten- und Landschaftsbau. Dort gibt es nur wenige Plätze in Büro, wo man Pläne oder Kalkulationen anfertigt. Viele werden Bauleiter, draußen vor Ort...interessant, oft stressig und eher für Männer.

dpummscIhma3rrerV74


ABER: Das Studium selbst gefällt mir nicht wirklich. Ich hab mir das einfach anders vorgestellt und merke von Kurs zu Kurs, dass es nicht das ist, was ich die nächsten 5 Jahre tun will (+ eig. mein ganzes Leben in dem Bereich arbeiten). Ich weiß im Moment nicht mal, ob ich überhaupt studieren will.

mir wird nicht klar, *was* dich stört. mit dieser info kann vielleicht jemand beurteilen, ob das ein temporäres Problem des studienbeginns ist oder ob dich das i.d.R. den ganzen berufsweg begleiten wird...

A\ntonio VHivxaldi


Das, was man im Studium machen muss, hat oft herzlich wenig mit dem zu tun, was man spaeter im Laufe des Berufslebens tun wird. Und manches, was fuer einen Abiturienten spannend klingt, ist im praktischen Berufsalltag viel weniger reizvoll.

nfulli&prSi+esjemut


Was gefällt dir denn nicht - das studieren an sich (also lernen, sich selbst verwalten, forschen...) oder das Fach?

L8eniKru`egexr


Sind nicht gerade die ersten beiden Semester die in denen man, oftmals langweilige, Grundlagen lernt, in denen die Prüfungen immer extra schwierig sind, um möglichst viele rauszuschmeißen und die mit dem, was man in den späteren Semestern und erst recht im Beruf macht, gar nicht viel zu tun haben?

Habe ich zumindest so gehört von Leuten, die studiert haben/noch studieren.

Bevor du das Studium begonnen hast, musst du doch eine gewisse Vorstellung davon gehabt haben, was die Studieninhalte sind und was du dann später damit anfangen kannst. Hat sich das zu dem Zeitpunkt mit dem gedeckt, was du wolltest? Und warum jetzt nicht mehr? Oder ist es eher der Workload, der dich überfordert?

Wenn du dir gar nicht mehr vorstellen kannst auch nur irgendwie in dem Bereich zu arbeiten, bringt es wahrscheinlich nichts sich jetzt durchzubeißen, wenn es nur an den derzeitigen Fächern, an der fehlenden Gewöhnung liegt, du aber noch sagen kannst "Ich habe das Studium angefangen, weil ich xyz machen wollte und genau das will ich noch immer", dann bleib dabei.

Ich persönlich bin Fachinformatikerin für Anwendungsentwicklung, um die Frage in deinem Titel zu beantworten. Durchaus das, was mir Spaß macht, auch wenn es mich derzeit kaum fordert. Das liegt aber wohl auch an der Firma, daher bin ich dahingehend auch gerade auf der Suche nach was Neuem. Zeitweise war die Ausbildung auch echt mal :-X , aber ich bin dabei geblieben, weil ich wusste, dass es das ist, was ich wollte.

Daher, wenn's echt nichts für dich ist, such dir was anderes. Aber suche nicht nach dem "perfekten" Studium/der "perfekten" Ausbildung. Da wird's sehr wahrscheinlich immer irgendwas geben, was nicht so toll ist und wenn du dann sofort wieder alles in frage stellst und abbrichst, hast du in 20 Jahren 20 angefangene und abgebrochene Ausbildungen/Studiengänge und sonst nichts.

A}nQtoni:o VivaHldi


Guenstig erscheinen mir Faecher, die nicht zu sehr spezialisiert sind und die ein moeglichst breites Berufsfeld aufweisen, weil dann viel wahrscheinlicher ist, dass man verschiedene Taetigkeiten ausueben kann, dass man die Stelle auch noch einmal spaeter wechseln kann und dass man vor allem ueberhaupt eine solche findet, einmal abgesehen von Auswirkungen z.B. von politischen und technisch-gesellschaftlichen Entwicklungen, auf die man selbst kaum Einfluss hat.

Ich nenne einmal Beispiele wie Elektro- oder Maschinenbauingenieure, die in unterschiedlichsten Schattierungen massenhaft benoetigt werden. Ebenso ist Wirtschaftsinformatik ein Fach, bei dem eine Masse an Absolventen benoetigt wird, die im gesamten Umfeld der Wirtschaft und Computer im weitesten Sinne arbeiten koennen und die gegenueber reinen BWL-Absolventen noch den Vorzug haben, dass sie auch im reinen Computer-Umfeld wie Informatiker taetig sein koennen.

Spezielle Ingenieursfachrichtungen haben es dagegen u.U. deutlich schwerer. Hier kann man als Spezialist sehr erfolgreich sein, aber die Auswahl an Firmen und Stellen kann deutlich geringer sein, so dass man u.U. weniger Auswahlmoeglichkeiten hat.

Von Faechern, bei denen es kein typisches Arbeitsfeld gibt (z.B. Aegyptologie), wuerde ich als Student lieber absehen, ausser ich habe sowieso genug Geld oder ich moechte nur einen Ehepartner finden und mich spaeter ausschliesslich der Familie widmen. Die Hoffnung, spaeter eine Professur fuer ein derartiges Fach zu erhalten, waere mir eine zu unsichere Perspektive :-D

k]amillaenbl~uetex10


Danke schonmal für eure Antworten!

Was gefällt dir denn nicht - das studieren an sich (also lernen, sich selbst verwalten, forschen...) oder das Fach?

Das versuche ich gerade herauszufinden. Das Fach an sich (habe Fächer aus Wirtschaft, Soziologie u. Politik) ist einigermaßen interessant, aber alles seehr theoretisch, der Praxisbezug geht mir schon ab. Ich denke allerdings mittlerweile, dass das grundsätzlich an der Uni so ist. Vielleicht wäre ein FH-Studium da besser geeignet.

Bevor du das Studium begonnen hast, musst du doch eine gewisse Vorstellung davon gehabt haben, was die Studieninhalte sind und was du dann später damit anfangen kannst. Hat sich das zu dem Zeitpunkt mit dem gedeckt, was du wolltest? Und warum jetzt nicht mehr? Oder ist es eher der Workload, der dich überfordert?

Ich habe mir die Themen spannender vorgestellt und mir das Arbeiten an der Uni anders vorgestellt. Ich dachte nicht, dass es mir etwas ausmachen würde, dass es so unpersönlich ist, aber irgendwie stört es mich doch. Einerseits macht mir das Leben und der Austausch mit den anderen Studenten Spaß, andererseits spricht mein Bauch gegen das Ganze. Die Flut an Arbeiten, die auf mich zukommen, ist natürlich auch gewaltig, allerdings mMn. schaffbar, wenn ich es wirklich will.

Aber suche nicht nach dem "perfekten" Studium/der "perfekten" Ausbildung. Da wird's sehr wahrscheinlich immer irgendwas geben, was nicht so toll ist und wenn du dann sofort wieder alles in frage stellst und abbrichst, hast du in 20 Jahren 20 angefangene und abgebrochene Ausbildungen/Studiengänge und sonst nichts.

DAS ist meine größte Angst. Dass ich mir nur einrede, dass was anderes besser wäre und dann bin ich wieder enttäuscht. Deshalb bin ich auch noch unsicher und versuche, mir die Vorteile zu überlegen. Ich habe jetzt schon Schuldgefühle meinen Eltern gegenüber (weil sie meine Ausbildung ja auch finanzieren) und will noch nichtmal daran denken, was die Leute denken werden, wenn ich abbreche.. :-X

Von Faechern, bei denen es kein typisches Arbeitsfeld gibt (z.B. Aegyptologie), wuerde ich als Student lieber absehen, ausser ich habe sowieso genug Geld oder ich moechte nur einen Ehepartner finden und mich spaeter ausschliesslich der Familie widmen.

Ein solches Fach habe ich zum Glück nicht im Auge ;-)

Ich werde am Montag zur psychologischen Studentenberatung am Campus gehen (vielleicht haben die Erfahrung mit solchen "Fällen"), weiterhin die Vorlesungen besuchen, mich aber eventuell von ein paar Kursen abmelden, um nebenbei genügend Zeit zur "Berufsfindung" zu haben. Sollte ich mich letztendlich für die Weiterführung des Studiums entscheiden, brauche ich eben ein Semester länger, dafür bin ich dann sicher, dass ich es will. Meine Eltern unterstützen mich dabei, sie finden es völlig ok, das erste Semester mal als Orientierung zu verwenden. Nächstes Wochenende werde ich die jährliche Berufs-Infomesse in meiner Nähe besuchen und mich nochmals genauer über andere Ausbildungmöglichkeiten zu informieren. Bisher hab ich Themen wie z.B. Technik keine Beachtung geschenkt (keine Ahnung warum eigentlich. konnte mir ja nichtmal was drunter vorstellen). Bevor ich mich für etwas anderes entscheide, möchte ich auf jeden Fall einen Schnuppertag auf der FH/Uni machen (bzw. mich in Vorlesungen dieser Richtung hineinsetzen) und mit Personen, die in einem solchen Beruf arbeiten, reden.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Beruf, Alltag und Umwelt oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Allergien · Zahnmedizin


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH