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Hürden für eine Therapie

DqianJaz489 hat die Diskussion gestartet


Ich machs kurz: Ich möchte jetzt hier nicht mein gesamtes Privatleben offen legen, aber ich denke, dass ich mit meinen Problemen eine Psychotherapie bräuchte.

Theoretisch gesehen.

Praktisch gesehen, liegen die Hürden sehr hoch, was mich bisher immer davon abgehalten hat.

Ich lebe auf dem Dorf und müsste vorher zum Hausarzt.

Ich habe mehrfach wie es auf dem Dorf eben so ist erlebt, wie von der Sprechstundenhilfe das halbe Dorf durchgekaut wurde.

Ganz abgesehen von einer Ärztin, die eigentlich nur den Körper sieht und der alles psychische egal ist. Mit meinem Problem würde ich aber gern vermeiden, dass alle davon wissen.

Ich müsste eigentlich zu einem neuen Arzt. Nur kann man da ja nicht direkt hin und gleich eine Überweisung zum Psychotherapeuten verlangen. Zumal man ja auch beim Hausarzt Gründe angeben muss und ich denke, dass es auch ein gewisses Vertrauensverhältnis geben muss, damit man so etwas erzählt.

Dann wäre da die lange Wartefrist. Hier gibt es genau einen Therapeuten und die Wartezeit berträgt 6 Monate. :|N Das hat mich als ich nachgefragt habe extrem abgeschreckt.

Für den nächsten müsste ich 80 km fahren. Die Situation ist extrem bescheiden und ich habe große Bedenken dass ich mit den Hürden überhaupt an eine Überweisung komme.

Was meint ihr?

Antworten
t@rsauriges' etwas 8x6


Wenn du dich da nicht wohlfühlen tust, warum solltest du nicht das Recht haben zu wechseln?

Habe ich das richtig verstanden das die Sprechstundenhilfe im Dorf alles erzählt welcher Patient welche Krankheit hat ???

tKrauriges +etwasX 8x6


Die Wartezeiten von ca 6 Monaten sind ganz normal :)z

Wenn du das verlangen hast in Therapie zu gehen musst du deinem Hausarzt keine Rechenschaft abgeben.

Es reicht eigentlich zu erwähnen, dass es dir Psychisch nicht gut geht und du es alleine versucht hast, aber dies scheiterte @:)

M{e.lC77


Hallo erstmal und ein Drückerchen :)_

Ich kann Dir sagen, dass Du keine Überweisung brauchst, denn das geht auch ohne!

ich weiß das, da ich selber mal aus verschiedenen Gründen eine Therapie gemacht habe.

Das einzige was Du brauchst ist Deine versicherte Karte und schon kannst Du zu dem Therapeuten.

Gut eine Ausnahme ist, wenn er Psychologe ist. Doch für die dann nötige Überweisung, kannst Du einen Psychater also einen facharzt direkt aufsuchen, der muss zwar wissen warum Du da hin willst, doch keine Sorge der hört viele, sehr viele Dinge von seinen patienten, manch einer braucht deshalb selber einen Therapeuten.

den wird also so leicht nichts schockieren!

Du kannst also getrost deine Dorfärztin vergessen.

Das mit der wartezeit ist zwar Mist, großer Mist, doch Du hast auch bei einem halben jahr aussicht auf eine besserung Deiner Psyche, dass solltest Du ertragen können, denn wenn nicht, dann wärst Du eher schon reif für die Klpase ;-D

Nehme also die Wartezeit hin, verschwende jetzt nicht die zeit bis zu einer terminvereinbarung, das Wichtigste ist doch, dass es Dir in absehbarer Zeit wieder richtig gut geht @:)

Viel Erfolg und Kraft

:)* :)* :)*

PXauSl_Rqevefre


Das mit der wartezeit ist zwar Mist, großer Mist, doch Du hast auch bei einem halben jahr aussicht auf eine besserung Deiner Psyche, dass solltest Du ertragen können, denn wenn nicht, dann wärst Du eher schon reif für die Klpase ;-D

Nehme also die Wartezeit hin, verschwende jetzt nicht die zeit bis zu einer terminvereinbarung, das Wichtigste ist doch, dass es Dir in absehbarer Zeit wieder richtig gut geht @:)

Nur dass diese "absehbare Zeit" überhaupt nicht absehbar ist. Nach 6 Monaten beginnt die Therapie, die im besten Fall nach einigen Monaten die Situation bessert.

Sofern deine Probleme so gravierend sind, dass es keine Alternative gibt musst du sowieso warten. Daran kann man nichts ändern. Die 6 Monate Wartezeit sind normal und andernorts nicht geringer.

Heutzutage rennt ja jeder Depp wegen jeder Kleinigkeit zum Psychologen. Diejenigen, die tatsächlich Hilfe benötigen leiden dann darunter.

D2ian|a48x9


Danke euch allen.

Ja, trauriges Etwas, ich kann deine Frage bestätigen.

Verstehe ich das also richtig? Ich bräuchte nicht mal die Überweisung vom Hausarzt?

t>omi%ne


Hallo Diana,

ich weiß nicht, ob Du Dir das leisten kannst, aber einen nicht-kassenzugelassenen Therapeuten kannst Du ganz eigenständig kontaktieren. Da bekommt man häufig auch recht schnell einen Termin, manchmal sind Erstgespräche sogar preisreduziert. Ansonsten kostet eine Stunde Psychotherapie ca. zwischen 60,- und 100,- Euro. Das ist viel, aber es kann helfen, die Wartezeit auf eine Kassentherapie zu überbrücken. Und es gibt da auch noch den Aspekt, dass niemand - nicht einmal Deine Krankenkasse - davon erfährt.

Die nicht-kassenzugelassenen Therapeuten arbeiten teilweise nach den gleichen Verfahren (den Richtlinienverfahren) wie die Kassenzugelassenen, aber sie haben halt keinen Sitz bekommen - denn die sind zu rar gesät, daher die Wartezeiten. Aber auch andere Verfahren, wie Gestalttherapie, Systemische Therapie und Co. sind nicht "schlechter". Es kommt meiner Einschätzung nach eh mehr auf das Passungsgefüge zwischen Dir und dem Therapeuten / der Therapeutin an als auf das gelernte Verfahren. Diplom-Psychologen, auch wenn sie auf Heilpraktiker-Basis arbeiten, haben eine gute Grundausbildung, die zumindest Basiskenntnisse in allen therapeutischen Stilen umfasst.

Ich wollte Dir das erwähnen, denn das weiß nicht jedermann. Und wenn es Dir schlecht geht und Du Hilfe brauchst, gibt es akut verfügbare Wege, die auch so ihre Vorteile haben.

Alles Gute @:)

f!ilo;sofia


Verstehe ich das also richtig? Ich bräuchte nicht mal die Überweisung vom Hausarzt?

Wenn du zum Psychiater (der ist ja ein Facharzt) gehst, nicht. Aber die Frage ist, ob nicht ein psychologischer Psychotherapeut sinnvoller wäre. Psychiater (natürlich gibt es Ausnahmen) greifen schnell zu Psychopharmaka und das würde ich zunächst vermeiden wollen und erstmal über eine Gesprächstherapie versuchen, Besserung zu erreichen. Die Wartezeiten beim Psychologen sind natürlich lang, ja. Aber wenn du dich nicht auf die Warteliste setzen lässt, dann ist das halbe Jahr schwuppdiwupp rum und du hast immer noch keinen Therapeuten. Also ob du da nun ein halbes Jahr drauf stehst oder nicht, schlimmer als jetzt kann's mit der Wartezeit nicht werden, oder? ;-)

Zur Überweisung: Geh zu einem Arzt in einer anderen Stadt, schildere die Lage und lass dich überweisen. Mach dir nicht zu viele Gedanken, es ist dein gutes Recht!

??Hat sich über die Sprechstundenhilfe noch nie jemand beschwert ???

P5aul_qReNvexre


oO

Soweit ich weiß ist vorallem beim Psychiater eine Überweisung notwendig

wXei[hnachvtsste8rxnchen3


Verstehe ich das also richtig? Ich bräuchte nicht mal die Überweisung vom Hausarzt?

Nö! ;-)

fhilosofxia


Soweit ich weiß ist vorallem beim Psychiater eine Überweisung notwendig

Nein. Ein Psychiater ist ein (Fach-)Arzt. Die Überweisungspflicht gibt es nicht (mehr).

f6ilosoWfixa


Dennoch würde ich dringend empfehlen, einen psychologischen Psychotherapeuten vorzuziehen, sofern es nicht gerade um so etwas wie Wahnvorstellungen geht.

P`aul_RZevxere


Und zum Psychiater kann man auch gehen, wenn man "nur" an Depressionen leidet? Oder wird der einen einfach zum Psychotherapeuten weiterschicken?

ftilocsofrixa


Das kann man machen, aber das Wahrscheinlichste ist dann, dass er Antidepressiva verschreibt und das ist meiner Meinung nach zunächst nicht sinnvoll, wenn man nicht auch bzw. schon vorher eine Gesprächstherapie macht, die an die Ursachen geht. Oft sind Medikamente gar nicht notwendig. Ärzte tendieren zu vorschnellen Verschreibungen und das ist gerade bei Sachen, die in den Hormonhaushalt eingreifen, nicht immer gut.

PRaudl_Re?ver>e


Gut, das ist jetzt eine Meinungssache. Ich denke hingegen, dass Therapeuten hier und da krampfhaft versuchen Probleme zu finden, die gar nicht vorhanden sind. Welche Behandlungsweise vorzuziehen ist, das muss dann jeder für sich entscheiden.

Ich möchte Dianas Thema aber auch nicht weiter off-topic führen

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