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Studium wegen Pendelei auf Eis legen- oder Teilzeit?

D{iana9489 hat die Diskussion gestartet


Wie ich in einem anderen Thread geschrieben habe, arbeite ich seit Jahren neben dem Studium und habe vor kurzem meinen Bachelor geschafft.

Danach ging alles Knall auf Fall und eigentlich hätte ich froh sein können. Aber ich bekam einen Studienplatz 90 km von meinem Wohnort. Bachelorarbeit abgegeben, gearbeitet 17 Stunden die Woche, Bachelorverteidigung, Bachelor bestanden.

Dann die Zulassung zum Masterplatz. Kein Urlaub, kein frei. Mittlerweile sieht man mir das auch körperlich an.

Dazu kommt noch etwas anderes.

Ich oute mich einfach mal und gebe zu, dass ich Teile meines Studiums wegen Panikattacken 6 Monate nicht fähig war die Uni zu besuchen. Ich habe nicht einmal mehr das Haus verlassen können. Ich habe hart gekämpft und das auch therapeutisch und im 2. Semester wurde es besser. Allerdings war meine Uni da auch nur 20 km weg. Mit der Zeit habe ich mich zurück ins Leben gekämpft und hatte auch Spaß am Unialltag. Ohne die Unterstützung der super tollen Mitarbeiter der Hochschule, die so viel Verständnis hatten, hätte ich das sicher nicht gepackt.

So, jetzt eine völlig neue Situation. Masterplatzzulassung x Kilometer von zu Hause weg. Kein Katzensprung. Chaotische Organisation an der neuen Uni. Massenabfertigung. Kein Verständnis.

Ich bin die Strecke heute abgefahren und ohne das ich überhaupt zur Uni war, bin ich total k.o. Gute 2 Stunden zur Uni, 2 Stunden zurück.

Es war mein Wunsch zu pendeln, weil ich eine eigene Wohnung habe, meine Familie brauche und auch definitiv kein WG Mensch bin und weiß, dass mir eine neue Umgebung erst recht den Rest geben würde.

Jetzt merke ich, dass mich die Pendele heftig fertig macht.

Ich muss zwar nur 3 Mal die Woche zur Uni, arbeite nebenher aber noch.

Ich fahre zum Bahnhof allein 20 Minuten. Dann mit der Bahn noch anderthalb Stunden und dann noch 10 Minuten zur Uni.

Dann die Vorlesungen, die an manchen Tagen 7 Stunden gehen.

Die Sache ist noch dazu die, dass die Vorlesungen absolut unregelmäßig liegen. Mal 3 Mal die Woche, dann 2 Mal, dann wieder 4 Mal und das für unterschiedliche Stunden.

Ich merke, dass mich die Pendelei fertig macht.

Umziehen kommt aber nicht in Frage. Weder finanziell noch in anderer Hinsicht.

Davon abgesehen bin ich gesundheitlich eben auch nicht der Reißer. Ich habe große Angst, dass mit dieser Belastung meine Angst wieder kommt. Zumal ich an den unifreien Tagen noch arbeite, was für mich weniger belastend ist, weil ich ja mein gewohntes Umfeld um mich habe.

Nach der langen Fahrt heute überlege ich ernsthaft, ob ich mich exmatrikulieren lasse und mir mit dem Bachelor eine Vollzeitstelle suche. Ich habe heftige Angst, dass meine Panikattacken zurückkommen. Ich kenne meine Grenzen und habe nicht vor, die noch einmal zu überschreiten. Ich weiß nicht, ob es das wert ist. Gerade weil ich weiß, wie hart ich gekämpft habe, dass ich allein wieder einen Supermarkt betreten konnte.

Ich brauche mein Umfeld, meine Familie.

Ihr könnt euch das nicht vorstellen, wie das ist wenn man nicht einmal allein raus gehen kann, weil man von den Attacken denkt man stirbt.

Macht letztendlich ja auch keinen Sinn, wenn ich irgendwann den Master habe, aber nie in diesem Job arbeiten kann, weil ich nicht mehr das Haus verlasse.

Andererseits ist so ein Masterplatz wirklich ein Geschenk und ich weiß auch nicht wie ich das meinen Eltern erkläre, wenn ich abbreche.

Das Bafögamt kämpft gerade dafür, dass ich meinen Unterhalt mit Vorausleistung bekomme (ein Elternteil will nicht mehr zahlen) und wenn ich jetzt sage April, April fühlt sich mein Vater doch bestätigt.

Ich weiß wirklich nicht was ich mache.

Habe kurzzeitig auch schon überlegt, ob ich mit der Stundenanzahl beim Nebenjob 3 Stunden hochgehe und dann offiziell ein Teizeitstudium beantrage. Dann hätte ich nämlich länger Zeit für meine Prüfungsleistungen. Aber ob mein Chef das macht weiß ich nicht und beantragen kann ich das auch erst nächstes Semester im Januar.

Was mache ich jetzt? Was würdet ihr machen?

Abbrechen? Augen zu und durch und wenn es nicht mehr geht die Notbremse ziehen und sich krank melden? Oder machen was ich kann und irgendwie durch?

Bitte gebt mir mal Ratschläge.

Antworten
S=inaS}oundxso


Erstmal die Panik in den Griff kriegen.

Und dann umziehen.

Ich leider auch seit Anfang meines Bachelorstudiums unter Panikattacken. Aber bis auf in Ausnahmesituationen habe ich das im Griff. Es hat mich sehr viel Zeitbund Energie gekostet, aber das war es wert!

Du kannst auch nicht ewig daheim wohnen bleiben. Spaetestens nach dem Studium musst Du ja raus. Je eher Du lernst alleine klar zu kommen, desto besser.

Und grade in einer netten 2er-WG kann man sich echt wohlfuehlen :)z.

Und grade wenn Du nur dreimal die Woche zur Uni musst, ist das doch echt gut. Dann schlaefst Du am Anfang auch nur die Naechte da, wo Du Uni hast und koenntest Dich langsam umgewoehnen.

D ianaj48x9


Ich glaube, du hast mich missverstanden.

Ich habe momentan keine Panikattacken.

Umziehen kommt wie angegeben nicht in Frage, weil ich nebenher noch Teilzeit arbeite und eben mein Umfeld brauche, hier auch Haustiere zu versorgen habe und noch andere Gründe dagegen sprechen.

Ich habe schon vor, mir eine Stelle in der Nähe zu suchen und bin ehrlich gesagt nicht bereit, jetzt 500 km weg zu ziehen.

Mit meiner Teilzeitstelle hat es ja auch geklappt. Ich würde hier in der Ecke bestimmt auch eine Vollzeitstelle bekommen.

WG definitiv nicht. Ich habe nicht vor umzuziehen. Das ist für mich keine Option.

Dennoch danke für die Ratschläge.

S/inaSgounedso


Wenn Du nicht bereit bist, etwas zu aendern, musst Du entweder mit der Situation klar kommen oder hinschmeissen.

Mehr Moeglichkeiten gibt es dann nicht.

DBiaynab489


Um das zu wissen hätte ich nicht den Thread eröffnet :=o

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