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Langzeitarbeitslos und Sozialkontakte

MZaggize2


Das betretene Schweigen tritt meiner Meinung nach bei den Leuten auf, die insgeheim total neidisch sind, weil du nicht arbeitest.

Selten so einen Schwachsinn gelesen. Wer beneidet denn bitte einen Langzeitarbeitslosen?

Nicht den Mut verlieren. Irgendwann klappt es :)*

C4hillim`illidxi


Hallo liebe Violaveilchen,

ich kann Dich verstehen...da hat man eine Schul- und Berufsausbildung und bekommt trotzdem keine Chance. Das ist in der Tat frustrierend. Zu dem Thema, kleines Kind, kommt bei Dir auch noch die Arbeitsmarktlage hinzu. Hierzu kann ich nur sagen: Bleib am Ball...verliere nicht den Mut.

Hast Du schon mal darüber nachgedacht Dich selbstständig zu machen? In meiner Umgebung geht das als Tagesmutter ganz gut. Man darf, nach einer Ausbildung mit/durch dem/das Jugendamt, bis zu fünf Kinder beaufsichtigen. => Nur so als Idee, die wenig Kapitaleinsatz braucht.

Ansonsten mach doch mal ein Brainstorming mit Dingen die Du gerne machst. Ein Freund zB. hat einfach angefangen Obst und Gemüse zu verkaufen. Er hat sein Auto mit Äpfeln und Kartoffeln (alles Bio) vollgeladen und hat einfach bei den Leuten angeklingelt, gefragt ob die was kaufen wollen und sie darüber informiert, dass er ab jetzt zB. jeden Dienstag wieder kommt. Recht schnell haben die Leute angefangen Dinge bei ihm zu bestellen und die hat er dann bei der nächsten Tour mitgebracht.

Heute hat er einen kleinen Lieferwagen und freut sich seines Jobs.

Hinsichtlich der Diskussion Arbeiten oder nicht: Kann das nicht jeder für sich selber entscheiden, wenn er schon die Freiheit dazu hat? Ich kenne Kinder von Vollzeitmüttern die echt klasse sind und ich kenne Kinder von Hausfrauen die einfach nur "schlecht gehalten" sind.

Grüßle

Auleonxor


Ich habe einen Beitrag gelöscht.

vPiol@aveil8chexn


Ideen wie als Tagesmutter zu arbeiten scheiden leider aus, da mein Mann dann seine hochgeistige Arbeit von zu Hause aus nicht mehr machen kann. Selbstständig machen in meinem Bereich darf ich mich nicht, da mir dafür 6 Monate Praxiszeit fehlen. Und die bekomme ich nicht, weil ich keine Arbeit finde.

Da mein Mann genug verdient, bin ich auch schon lange nicht mehr beim Arbeitslosenamt angemeldet. Die haben aber auch überhaupt keine Möglichkeiten mehr, da die Budgets trotz einer extrem hohen Arbeitslosigkeit eingefroren bis gekürzt werden.

T%his T3wUilight 2Garxden


Ich finde es auch sehr schwer als Mutter von kleineren Kinder einen zeitlich passenden Job zu finden. Unser Schulkind ist von 8-13 in der Schule, Kleinkind bis 12Uhr in der Kita.

Wie, und v.a. was für einen Job soll man denn finden in diesen Zeiten?

Das geht ohne Unterstützung durch kostenlose Betreuung eben kaum...

Frag doch mal die Mütter die stolz erzählen das sie arbeiten: wieviele Stunden und wie das mit der Betreuung geregelt ist. Ich kann die jetzt schon die Antworten verraten.

Arbeiten gehen als Mutter ist in Deutschland (West) einfach Luxus oder eben nur mit kostenloser Betreuung zu schaffen.

Tshis wTwi+lig/ht Garxden


Ideen wie als Tagesmutter zu arbeiten

Das ist auch meine einzige Idee. Blöd nur, dass ich (vlt auch die TE) diesen Job nicht machen will, da man den ja schon die ganze Zeit über gemacht hat... als Mutter... ;-)

ClhOilliUmillxidi


Mhhhh,

Das mit dem finden einer Arbeit als Mutter von kleinen Kindern ist in der Tat nicht einfach. Hier in der Gegend werde oft Teilzeitkraefte gesucht. Das Gehalt ist aber gering.

Einziger Rat: Nicht aus der Fassung bringen lassen (das ist wohl das schwerste), weiter suchen und alle Fühler draußen lassen. Liebe TE Versuch dass es Dir nicht aufs Gemüt schlägt....das schmälert Deine Ausstrahlung bei möglichen Bewerbunggespraeche.

RIatljoxs23


Ich finde es auch sehr schwer als Mutter von kleineren Kinder einen zeitlich passenden Job zu finden. Unser Schulkind ist von 8-13 in der Schule, Kleinkind bis 12Uhr in der Kita.

Wie, und v.a. was für einen Job soll man denn finden in diesen Zeiten?

Das geht ohne Unterstützung durch kostenlose Betreuung eben kaum...

Frag doch mal die Mütter die stolz erzählen das sie arbeiten: wieviele Stunden und wie das mit der Betreuung geregelt ist. Ich kann die jetzt schon die Antworten verraten.

Arbeiten gehen als Mutter ist in Deutschland (West) einfach Luxus oder eben nur mit kostenloser Betreuung zu schaffen.

Ich muss mal grad nachfragen... ist das bei euch echt so ein Problem? Hier im Ruhrgebiet gibt es massig Kitas die Minimum von 7-16 Uhr haben, oft auch länger. Zudem gibt es auch viele Tagesmütter, die kosten genau das gleiche. Die Höhe der Betreuungkosten richtet sich nach dem Einkommen, d.h. Geringverdiener zahlen eh kaum was. Ansonsten sind die Kosten bei Normalverdienern tragbar, bei uns kostet bspw. ein 45 Stunden Platz für Kinder ab 3 Jahren 300 Eur.

Grundschulen sind hier fast alle OGS, also offene Ganztagsschulen. Die Kids sind normal bis 12, 13 Uhr im Unterricht, machen dann Mittagspause mit warmen Essen, Hausaufgaben und können dann spielen oder freiwillig an AG's (Sport, Theater o.ä.) teilnehmen. Ab 16 Uhr ist dann Feierabend.

In sofern finde ich es überhaupt nicht schwierig als Mutter nach Ende der Elternzeit wieder in den Job zu kommen. Der AG muss einem den Arbeitsplatz ja auch freihalten.

Oder sind das bei uns echt so paradiesische Verhältnisse? Hab mal gehört das die KITA Situation grad in manchen Großstädten (Düsseldorf, München usw.) ja ganz anders sein soll...

T hi<s Tswiligiht Gardxen


In sofern finde ich es überhaupt nicht schwierig als Mutter nach Ende der Elternzeit wieder in den Job zu kommen. Der AG muss einem den Arbeitsplatz ja auch freihalten.

Das kommt eben darauf an.

Hier gibt es auch Kitas bis 16Uhr, Hortbetreuung etc. ABER... wenn du vorher arbeitslos warst, keinen Job in Aussicht, bekommst du keinen 16h Platz. Logisch. Da beisst sich die Maus in den Schwanz... keine Arbeit, kein 16h Platz... kein 16h Platz, keine Arbeit...

Ich würde für meine Tochter die jetzt in der 2ten Klasse ist, z.B. keinen Hortplatz mehr bekommen, wenn ich jetzt einen Job fände, da die Erstklässler vorrang haben und alle Plätze heiss begehrt sind...

RSatloSs23


Hier gibt es auch Kitas bis 16Uhr, Hortbetreuung etc. ABER... wenn du vorher arbeitslos warst, keinen Job in Aussicht, bekommst du keinen 16h Platz. Logisch. Da beisst sich die Maus in den Schwanz... keine Arbeit, kein 16h Platz... kein 16h Platz, keine Arbeit...

Ich würde für meine Tochter die jetzt in der 2ten Klasse ist, z.B. keinen Hortplatz mehr bekommen, wenn ich jetzt einen Job fände, da die Erstklässler vorrang haben und alle Plätze heiss begehrt sind...

Ok, da hast du natürlich recht... von dieser Seite aus habe ich es nicht betrachtet, die Situation kam ja für mich zum Glück so nie vor... Wobei ich mal denke das es hier auch nicht die Masse an Müttern betrifft. Viele arbeiten ja bevor sie ein Kind bekommen. Tagesmütter sind auch keine Alternative? Bei uns bekommt man da soweit ich weiß immer ganz gut einen Platz... ":/

Naja, bei der TE wär das ja eh kein Problem, sie hat ja bereits einen Kita-Platz.

WCeihn{achytsm@uffel


Bin auch Langzeitarbeitslos, mich stört aber viel mehr, dass ich mir Sozialkontakte gar nicht leisten kann. Und was mich auch stört sind diese saudämlichen Arbeitsvorschläge.

R)atlo0sE2x3


Wieso denn nicht leisten? Man kann auch günstige Dinge unternehmen, wie im Park treffen, bummeln, Spieleabend, DVD-Abend, gemeinsam kochen, evtl. mal irgendwo ne Cola trinken gehen...

WpeihnsacKhtsmufxfel


Klar kann man das. Das haben meine Freunde auch ein paar Monate mitgemacht, aber dann kamen halt immer mehr Klagen, dass immer sie kommen müssen und irgendwann wuchs dann auch das Unverständnis, dass ich nie mit ins Restaurant oder Kino komme.

TOhis| Twil[ighFt Gardxen


Und was mich auch stört sind diese saudämlichen Arbeitsvorschläge.

Ich weiß auch nicht, was sich das Amt dabei denkt... unfassbar ;-D

mTarik~a stHexrn


du hat geschrieben, dass dir die praxiszeit fehlt. heißt das, dass du quasi direkt aus dem studium/der ausbildung kommst?

dann ist es nämlich völlig "normal", dass man etwas länger braucht, um den ersten job an land zu ziehen. ich bin letztes jahr auch ziemlich frustriert gewesen, bis ich eine statistik gelesen habe, in der stand, dass der uniabsolventen im durchschnitt 80 bewerbungen brauchen, bis sie einen job haben.

hast du kontakt zu leuten, die mit dir deinen abschluss gemacht haben? oder zu anderen, die vor gar nicht allzulanger zeit abgeschlossen haben?

bei allen, mit denen ich darüber geredet habe, hat sich herausgestellt, dass sie auch lange gebraucht haben, um arbeit zu bekommen. das hat dazu geführt, dass ich mich selber erst als "versager" gefühlt hätte, wenn ich noch bedeutend länger gebraucht hätte.

ich würde an deiner stelle ganz offensiv damit umgehen, dass du arbeit suchst. gerade dadurch ergeben sich doch neue informationen, neue kontakte und erfahrungsberichte von anderen. und bei letzteren merkt man dann sehr schnell, dass man nicht "alleine" ist.

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