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Langzeitarbeitslos und Sozialkontakte

W6eihna chts4muffel


@ This Twilight Garden:

Ich meinte jetzt Vorschläge von Verwandten, Bekannten und Freunden.

TYhis Twi=light% Gardxen


Ach so, also vermeintlich gutgemeinte Ratschläge %:| Ja, das kann nerven.

R=atlo}s2x3


Klar kann man das. Das haben meine Freunde auch ein paar Monate mitgemacht, aber dann kamen halt immer mehr Klagen, dass immer sie kommen müssen und irgendwann wuchs dann auch das Unverständnis, dass ich nie mit ins Restaurant oder Kino komme.

Naja. Ich habe auch einen Freund, mittlerweile eher Bekannten der von Hartz4 lebt. In den letzten Monaten kommt von ihm so garnichts mehr. Er lebt mitten in der Stadt, hat ein Bus- und Bahnticket. Trotzdem sollen wir ihn immer abholen. Ich hatte ihm letztens Freikarten fürs Kino angeboten, allerdings in der Nachbarstadt. Da war er beleidigt weil wir keinen 20 km Umweg fahren wollten um ihn abzuholen. Die 2,60 Aufpreis fürs Busticket wollte er nicht bezahlen. Mein Mann war einen Tag vorher in der Stadft, habe ihm angeboten er könne ihn mitnehmen und er übernachtet bei uns, nö, dazu hatte er keine Zeit. Ja sorry, dann eben nicht.

Ich habe vor 6 Monaten ein Baby bekommen, er hat es nicht mal für nötig gehalten uns in der Zeit zu besuchen. Zu nem Festival 100 km weit weg fährt er aber hin...

Hatte ihm auch angeboten bswp. im Retsaurant mal später essen zu gehen damit er vorher zuhaus essen kann und dann halt nur ne Cola trinkt, hatte er auch nie Bock drauf. Unsere Studentenfreunde hatten da nie ein Problem mit, obwohl die auch nie mehr als ein hartz4 Empfänger monatlich hatten war da ein Sozialleben ohne Probleme möglich.

Ich sage NICHT! dass das bei dir so ist. Aber manch einer suhlt sich halt lieber in Selbstmitleid oder verlangt von arbeitenden Freunden sich krumm zu machen bis sonst wo hin. Und das sich Freunde dann irgendwann auch rar machen ist ja nun kein Wunder...

Zxim


nervt mich manchesmal auch, wenn man nur über den Job definiert wird.

Als ich einige Male durch Sparprogramme, Firmenpleiten und so weiter auch einige Zeit arbeitslos war, hat mich das auch total gestört, das blöde Gerede, die betroffenen Blicke und so weiter.

Gibt auch viele Leute, die in der Freizeit am liebsten über die Arbeit reden, mich macht das auch wahnsinnig.

TQhis] Twilisght Gxarden


Deswegen hat mein Mann soziale Kontakte gemieden - gerade unter Männern ist nach der Frage nach dem Namen, der, welchen Beruf man ausübt... %-|

REaupeNdimmersxatt


Violaveilchen

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass gerade Teilzeitjobs gar nicht ausgeschrieben werden, sondern nur über das Beziehungs-Netzwerk vermittelt werden. Daher fände ich es wichtig, möglichst vielen Leuten zu erzählen, dass Du gerne wieder beruflich starten würdest. Du musst ja nicht erzählen, dass Du schon 1 Jahr dran bist. Ich würde dazu auch Leute kontaktieren, die Du aus Deiner Ausbildung oder früherer Berufstätigkeit kennst.

Ich hoffe sehr, dass Du bald wieder etwas findest. Ich weiss selber, dass es nicht einfach ist, Job und Familie unter einen Hut zu bringen.

Z%im


gerade unter Männern ist nach der Frage nach dem Namen, der, welchen Beruf man ausübt...

verstehe ich auch nicht ganz. In dem Sportverein, wo ich auch nach dem Training manchesmal noch auf ein Bierchen gehe, gibts Leute, die ich seit Jahren kenne und von denen ich nicht weiss, ob sie einen Job haben oder welchen.

Auch wenn ich zu einem SF-Con gehe.

Kommt irgendwie auch auf die jeweilige Subkultur an, in der man sich grade befindet.

_QParv!at^i_


Ich hab die Erfahrung gemacht, egal wo man hingeht oder neu dazu stößt, in 90% der Fälle wird man immer gefragt, was man beruflich macht. Sei es, ob ich zum Friseur gehe, zur Physiotherapie oder zu irgendwelchen Veranstaltungen... einfach nur nervig. Als ob es kein anderes Thema gäbe.

T.es#tAR|HxP


@ violaveilchen

Wenn man arbeitslos ist, kriegt man nun mal oft ziemlich seltsame Reaktionen von anderen Leuten, ich kenne das. Da gibts die Neider, die auch mal gern zu Hause bleiben würden und die Leute, die sich irgendwelche irrationalen Sorgen um die eigene Existenz machen, wenn sie einen "Sozialschmarotzer" zu erkennen meinen.

Andere haben selber total Angst davor, arbeitslos zu sein, aus existenziellen und auch persönlichen Gründen.

Ein Patentrezept für den Umgang damit kann ich dir nicht sagen. Ich hab persönlich weder Probleme damit zu arbeiten noch damit, auch mal zuhause zu sein, ich langweile mich nie.

Wenn man souverän mit seiner Arbeitslosigkeit klarkommen will, muss man mit sich selber im Reinen sein und sollte sich nicht dafür fertig machen, wenn man mal eine Weile (auch länger!) keinen Job findet. Arbeiten um jeden Preis würde ich auf keinen Fall, das kann einem direkt Nachteile bringen: hattest du für zu lange einen geringen Verdienst, gibts später zu wenig Arbeitslosengeld.

Wer um jeden Preis arbeitet, wird nämlich von anderen auch wieder für blöd erklärt.

Man kann es "den anderen" eben nie recht machen, damit muss man immer klarkommen. Also biedere dich nicht an und entschuldige dich auch nicht! Wechsele das Thema! Das Klassentreffen könnte eine gute Gelegenheit sein, diese Haltung mal zu üben. Sag, "du bist Hausfrau" und damit hat sich die Sache zumindest für den Moment.

Die meisten Vorschläge, irgendwelche Arbeiten zu machen nur um zu arbeiten, bringen einen nicht weiter. Es sind Binsenweisheiten, auf die man angesichts existenzieller Probleme verzichten kann.

Du brauchst einen JOB und keine unbezahlte Tätigkeit, von der dich das Arbeitsamt eh jederzeit zu was noch Blöderem abkommandieren kann.

Ich hoffe und drück dir die Daumen, damit du bald wieder was findest, wovon du legen kannst. :)* :)* :)* :)* :)*

*:) *:)

Txest}ARxHP


legen kannst

Tippfehler! Gemeint war:

l e b e n kannst :)z

*:) *:)

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