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Plastikfrei(er) leben!

E@hemBaligerv Nutzeor (#5286x11)


Zum Thema Carbon:

Mal mit der Herstellung beschäftigt?

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Zum Thema Carbon:

Mal mit der Herstellung beschäftigt?

Karbon ist Kohlenstoff- das ist nicht umweltschädlicher, als andere Werkstoffe auch. Ich vermute, du meinst carbonfaserverstärkten Kunststoff. Da ist aber nicht die Carbonfaser das Problem, sondern der Kunststoff (Epoxid). Die Herstellung und Verarbeitung von Epoxid ist für den Menschen nicht gesund (insbesondere bei Hautkontakt- deswegen Schutzbekleidung)- sofern es aber nicht einfach in die Umwelt gekippt wird (die Ausgangsstoffe), ist es umweltmäßig aber eher unproblematisch. Die Herstellung und Verarbeitung von Epoxid (auch mit Carbonfasern) kann und könnte weitgehend automatisiert unter Ausschluss menschlicher Anwesenheit erfolgen. Epoxid verbrennt zu Kohlenstoffdioxid und Wasser (auch mit Carbonfasern)- insofern umweltmäßig nicht schlimmer als z.B. Benzin.

Man forscht an Epoxiden mit pflanzlicher Rohstoffbasis (also unter Ausschluss der Petrolchemie).

Ich unterscheide zwischen umweltschädlich und menschlich gesundheitsgefährdend- das ist nicht das Gleiche. Beispiel aus der Natur: Riesenbärenklau (sofern im Kaukasus verbleibend) ist der menschlichen Gesundheit nicht zuträglich (auch da sollte der Mensch bei Kontakt Schutzkleidung tragen) aber umweltmäßig kein Problem.

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Eine gute Idee, dieser Faden! Hiermal mein derzeitiger Stand zum Plastikbesitz und -konsum:

Um möglichst plastikfrei einzukaufen, empfiehlt es sich, möglichst keine Fertigprodukte mehr zu verwenden und auf dem Markt einkaufen zu gehen. Die Verkäufer wiegen die Waren dort zumeist ohne Tüte auf der Waage ab und die Sachen kommen oft aus der Region. Aber auch im Supermarkt kann man Obst und Gemüse ohne Tüte abwiegen und entweder den Bon direkt auf die Waren kleben oder alles in einem Stoffbeutel verstauen. Ich hatte damit noch nie ein Problem. Trinken tue ich nur Leitungswasser (bei mir in der Gegend eins a!) und Tee, für unterwegs nutze ich eine wiederverwendbare Flasche, in die ich mein Getränk abfülle. Proviant für unterwegs nehme ich häufig einfach in Gläsern mit, eine Tupperdose besitze ich aber auch noch. Für mich bis jetzt noch nicht vermeidbar ist, sind in Tetrapacks abgefüllte Alternativen zu Milch (ich habe bis jetzt noch keine Soja- oder Hafermilch in Flaschen gefunden, weiß da jemand was? ), getrocknete Linsen, Bohnen, Couscoust, etc. (kennt da jemand einen Anbieter mit Pappverpackung?) und getrocknete Früchte in unnötiger Plastikverpackung. Auch Nüsse kann man selbst im Herbst selten lose kaufen.

An Kosmetikprodukten verwende ich nur Zahnpasta (die von lavera ist in einer recyclebaren Verpackung), Olivenseife (kann man im Block kaufen und selber zuschneiden) und Creme in einer Metallverpackung. Meine Haare habe ich jahrelang einmal die Woche mit Seife gewaschen, im Moment teste ich seit fünf Wochen mein Haar und mich selbst nur mit Wasser zu waschen, um meine Haut von der Lauge abzugewöhnen. Schwierigkeiten sehe ich noch bei Zahnbürsten (ich habe mal eine aus Bambus getestet, aber die schmeißt man ja auch weg...) und Kontaktlinsen. Die Menstruationstasse ist aus Silikon, aber für mich die nachhaltigere Alternative als Tampons.

Bei Putzmitteln verwende ich momentan weitgehende ökologische Produkte, die allerdings in der Plastikverpackung daherkommen. Demgegenüber verwende ich allerdings keine einmal Schwämme und Bürsten, sondern Lappen, die ich bei 90 Grad waschen kann. Mein Wischer ist aber leider aus Plastik, da habe ich auch noch keine Alternative entdeckt.

Ich schreibe mittlerweile weitestgehend mit Füller und Bleistift, um meinen Kugelschreiberverbrauch runterzufahren, Patronen erzeugen zumindest weniger Müll. Wenn ich so bei mir in der Wohnung rumschaue, entdecke ich immer noch sehr viel verstecktes Plastik: Lautsprecher, Laptop, Lichtschalter, Steckdosen, Schreibtischlampe, Knöpfe, Reißverschlüsse, usw. . Aber ich versuche zumindest, nicht unbedingt notwendiges nicht zu konsumieren.

Allgemein versuche ich mir den "Oh-das-ist-aber-schön, aber-eigentlich-brauche-ich-das-nicht-Konsum" abzugewöhnen und tatsächlich nur das zu kaufen, was ich wirklich benötige und das dann auch wenn möglich gebraucht. Das gilt allerdings für alle Bereiche. Ich ersetze auch keine Gegenstände, die noch gut funktionieren, nur weil ich Plastik nicht so mag. Wenn ich es nun schon besitze, versuche ich es auch so lange wie möglich zu nutzen (außer natürlich bei gesundheitsschädlichem Weichplastik, das muss nicht sein) . So über die Jahre hat sich bei mir eine bestimmte Art des Konsum-Verhaltens eingependelt, das für mich nicht anstrengend ist und gut zu meinem Leben passt.

Entschuldigt den langen Beitrag, aber vielleicht waren ja ein paar Anregungen dabei... :)_

o(new;agyorth,eotxher


@:) Ich danke dir! War wirklich interessant zu lesen.

Leider habe ich für die von dir genannten Dinge auch keine Alternativen. Zu Pflanzenmilch habe ich einmal gelesen, dass es da nix gäbe :/

r:otg rünblLaugexlb


Ne, ich habe leider auch noch die Sojamilch in Flaschen gesehen (außer in Asien, aber um da zu shoppen, wäre die CO2 Bilanz wohl verheerend :-D )

Was ich mache:

-Kein Wasser mehr kaufen, sondern einen SodaStream nutzen. Für unterwegs habe ich eine BPA-freie Trinkflasche aus Tritan.

- Versuche, mehr Glasbehälter zu kaufen (Jogurt, Saft..)

-mehr Naturkosmetik (da ist kein Mikroplastik enthalten, was durch Abwasser in Gewässer kommt)

- Seife als Stück zu nehmen und nicht diese Handspender

-habe jetzt Ecover als Marke für mich entdeckt, fürs Spülen, Wäsche waschen usw. Ist zwar auch in Plastik, aber trotzdem von den Inhaltsstoffen viel besser umweltverträglich...

Ich hoffe, es haben noch mehr Leute Tipps :)

r9otgrü&nbla/ugelb


Ich kaufe außerdem jetzt viel mehr Käse an der Theke, da wird es in Papier eingepackt bzw. nur ganz wenig Plastik ist da mit dabei...

D[.oriMs Lx.


Huhu , ich habe eine Seite gefunden mit Tipps wie man Energie sparen kann . Oder hat das hier schon jemand ? [[https://news.utopia.de/ratgeber/lebensmittel-lagern-ohne-kuehlschrank/]] Ha, kein Kühlschrank mehr.

k"rLillxe2


Zu Pflanzenmilch habe ich einmal gelesen, dass es da nix gäbe

Schau mal [[http://www.granovita.de/granoVita/produkte/milchalternativen/Soja-Drink.php hier]]. :)^

r|otgjrünbCl"augxelb


@ D.oris L,

auf utopia.de bin ich in letzter Zeit auch öfters unterwegs, da gibts tolle Ideen und Anregungen! Z.b. war mir gar nicht klar, wie krass das mit dem Mikroplastik in Kosmetika ist. Seit ich das weiß, versuche ich noch viel mehr Naturkosmetik wie Alverde zu kaufen :-)

Ich merke total den Unterschied, mein Plastikmüllbeutel ist seit über 2 Wochen drin und noch nicht voll :-o Früher habe ich viel mehr Müll produziert.

Heute hatte ich auch ein Erlebnis beim einkaufen, der Typ an der Kasse fragte mich, ob ich kein Plastik mag. Ich so "ähm ne nicht so, warum denn?" Und dann meinte er, es wäre ganz ungewöhnlich dass ich meine Bananen und Birnen nicht noch verpackt hätte, normalerweise wäre das immer in zig Tüten drin :-/ ]:D

Und vor mir hat einer diesen Zitronensaft gekauft und sich aufgeregt, dass es das nur bio gibt und nicht normal ... ]:D

oznecwa,yor#th eoxther


@rotgrün Das hört sich echt gut an bei dir! Bei mir merke ich noch keine Unterschiede, wie oft der Müll voll ist. Achte aber auch nicht drauf. Normaler Müll ist häufiger voll, wegen des Food-Sharings. Da ist halt immer einiges, dass doch weg kann.

Shampoo, Waschmittel, Duschgel, Flüssigseife, Reiniger und Spülmittel stelle ich jetzt selber her. Weniger Verpackungsmüll (die Verpackungen reichen bei mir als Einzelperson aber auch so schon ewig. Ich wasche halt einmal die Woche, z.B.). Aber Mikroplastik ist dann wenigstens auch nicht drinne.

@D.oris L. Lustige Ideen - aber meinen Kühlschrank behalte ich wohl doch noch. Obwohl - zur Zeit täte es ja auch ein Beutel, der aus dem Fenster hängt ;-D

Ich frage mich gerade, warum mein Plastikmüll voll wird. Ich kaufe weder Joghurt noch Saft. Mein Aufstrich ist in Gläsern. Essen nehme ich wiederverschließbar mit. Toi-Papierverpackung wird zur Mülltüte. Gemüseverpackungen vermutlich. :|N Ich habe hier entweder lose Bio oder verpackt Discounter. Nichts dazwischen. Und... Bio ist mir da dann zu teuer :(

Kleidung habe ich seit Monaten keine gekauft [[http://www.ardmediathek.de/tv/WDR-Weltweit/Hungerlohn-für-hippe-Mode-Drei-Modeblo/WDR-Fernsehen/Video?documentId=31201164&bcastId=7989132]]

orneway]orthenothexr


@Waldlaeufer Was ist aus deinem Experiment, seifenfrei zu leben, geworden? Ich traue mich das nicht, um ehrlich zu sein.

oUneway1orthe@othxer


Mein aktueller Plastikmüll:

2 leere Konservendosen

1 Nudelverpackung (Kennt ihr günstige Nudeln in Pappe? Barilla kostet ja knapp 2 Euro :( )

1 kaputte Plastiktüte

Plastikfolie (von Äpfeln glaube ich)

Schale, in der Möhren waren.

1 Tetra-Pak

1 Plastikverpackung von Tee

:-/ ":/

D1.ori4s L.


Seifenfrei spülen ist alles andere als gut , das Fett verstopft irgendwann den Abfluß . Das wieder freimachen darf man selber bezahlen . Vor Jahren hatte ich mal etwas darüber gelesen .

o.newa\yor`th-eothxer


@ Doris.L. Ich glaube,

es ging "nur" ums Duschen :) Ich hoffe, da kommt nicht so viel Fett beisammen ":/ ;-)

MAada_meXmxas


Plastik in allen Variationen ist der Stoff unserer Zeit und schon heute nicht mehr verzichtbar. Die Verwendung ist vielfaeltig, flexibel und oft aeusserst praktisch. Als Beispiel die PET-Flasche. Viel verschrien hat sie sich letztlich doch auf dem Markt gehalten und sogar die Glasflasche fast voellig verdraengt. Zurueckgenommen wird sie seit einigen Jahren nach Gebrauch.

Bei fast allen Rohstoffen gilt die sinnvolle, nachhaltige umweltorientierte Herstellung und Wiederaufbereitung.

Die Plastikindustrie erfordert strengere Kontrollen. Ihre Produktionswege sind umwelttechnisch zu ueberdenken.

Plastik :)^

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